Trennungsangst vom Hund

    • (1) 29.03.13 - 07:36

      Hallo

      Ich habe eine Frage bezüglich Trennungsangst von Hunden.

      Wir haben eine Mischlingshündin Labrador/Border Collie Mix Sie ist 1 Jahr alt .
      Wir haben sie mit 3 Monaten durch eine Pflegestelle bekommen und sind jetzt die 4 Besitzer :-(
      Sie hatte also innerhalb von ein paar Wochen 3 Vorbesitzer .

      Nun haben wir sie ja jetzt schon eine Weile und sie leidet immer noch unter Trennungsangst. Wenn wir das Haus verlassen wird alles auseinander genommen :-/ Am Anfang ging es noch wir dachten es würde sich nach der Zeit legen aber Pustekuchen.

      Wir haben ihr so einen Ball gekauft wo leckerlis rauskommen, große Knochen zum knabbern, alte T-shirts mit unserem Geruch , aber nix hilft.

      Noch zur nebeninfo sie kommt 3 mal täglich raus. Morgens und Abends jeweils 15-30min und Mittags gehe ich mit ihr 1 Std aufs Feld Ball spielen. Je nachdem was wir Nachmittags machen wird sie mitgenommen. Sie ist meistens morgens alleine von 7-13 Uhr.

      Wäre für Tipps echt dankbar.

      • Den ultimativen Tip gib es nicht.

        Es ist auch schwer zu beurteilen, ob es wirklich nur Verlustängste sind oder ob der Hund nicht genug geistig gefordert wird. Bei der Rassemischung steckt ja auch ein wenig Potential dahinter und nur schlichte Spaziergänge und Bällewerfen reichen u. U. nicht aus.

        Hunde, die die Wohnung schräddern, wenn sie alleine sind, aben in den wenigsten Fällen Verlustängste, sondern schlichtweg Langeweile. Zudem ist Dein Hund erst ein Jahr alt, da kommt die Hundepupertät hinzu geppart mit evtl. nicht vorhandener Auslastung und Latenter Unerzogenheit.

        Niemand wird Dir hier sagen können, ob Dein Hund wirklich Ängste hat oder ob der Grund der Zerstörungswut ein anderer sein kann. Das kann man nur Vorort klären. All das was Du schon ausprobiert hat, würde ich Dir sonst auch raten auszuprobieren.

        Wenn Du also ersthaft an dem Problem arbeiten willst, solltest Du Dir Hilfe von einem Trainer holen.

        • Danke für die Antwort.

          Haben uns auch schon überlegt mit einem Trainer zu arbeiten.

          Sind normalerweise 1 mal die Woche in der Hundeschule , aber Wetterbedingt fällt diese leider momentan aus :/

          Ich habe noch an agility gedacht um sie mehr zu fordern, denn sie hat einiges drauf .

      Hallo

      der Hund ist nicht ausgelastet!

      90 min ist einfach zu wenig für einen Hund, egal welche Rasse. Ich bin mit meiner (Border/Aussi) Hündin mindest. 3 h draussen und dann wird noch Kopfarbeit gemacht, kleine Übungen zwischendurch, wenn das Wetter gut ist, fahr ich mit ihr Fahrrad, um sie auszupowern.

      Übrigens gebe ich meinem Hund Knochen, wenn ich zu Hause bin und nicht wenn ich nicht da bin, wäre mir viel zu gefährlich....

      LG

      • ich glaube nicht, dass man pauschal behaupten kann, 90 minuten ausgang und beschäftigung am tag seien zu wenig, egal welche rasse.

        wir haben auch einen mix (wissen allerdings nicht, was drin ist) und sind täglich insgesamt auch so um 90 minuten mit ihm unterwegs. klar, wenn er könnte, würde er noch mehr und öfter und länger wollen, aber drei zwei oder gar drei stunden täglich können wir beim besten willen nicht leisten und so ist er auch mit diesem beschäftigungsumgang zufrieden und kann allein bleiben, ohne das haus (bzw. er hat dann eh nur den flur zur verfügung) zu schreddern.

        • 90 Minuten sind schon sehr knapp. Damit wird man vielleicht einem Hund gerecht, der vom Charakter sehr ruhig ist - aber sicher keinem Border Collie-Labrador Mix. Border Collies sind ja wohl absolute Arbeitshunde, darauf hin gezüchtet, dass sie den ganzen Tag lang eine riesige Schafherde mit einigen hundert Tieren im Griff haben.

          Wenn Dein Hund sehr ruhig ist, trotzdem aber gerne mehr möchte, und es nur am Zeitmangel eurerseits liegt - ist das dem Hund gegenüber fair oder muss er zurück stecken? Denk doch mal über einen Gassi Gänger nach, oder versuche wenigstens mehr Beschäftigung im Alltag einzubauen. zwischen drin 10 Minuten spielen, eine Hand voll Futter in ein Intelligenzspielzeug stecken, oder ein kleines futtersuchspiel können viel bringen für einen Hund, und kosten euch wenig Zeit.

          • sowas machen wir schon.
            such- oder andere spielchen im haus oder im garten oder gehorsams- und impulskontrolleübungen bauen wir immer mal ein, wenn zeit ist.

            die 90 minuten bezogen sich aufs reine "gassi"-gehen, wobei wir dabei immer im feld sind, wo er ohne leine nach herzenslust schnüffeln und rennen kann. und ja, zugegeben, zeitlich ist das obergrenze für uns. das war nicht immer so, sondern hat sich mit der zeit so entwickelt und ist im moment auch nicht zu ändern.

            Also wir wussten noch nicht mal das bei unsere ein border collie mit drin ist :-D weil diese Mischung als Welpe nicht mit raus kam.

            Erst später sah sie danach aus und auch der Tierarzt ist sich sicher das Border Collie mit drin ist.

            Nunja ändern können wir es nicht mehr und weg geben würden wir sie auch nicht mehr.

            Werde mich jetzt erstmal mit Dog dance beschäftigen :-)

    Hallo!

    So wenig Beschäftigung bei dem Rassemix ist viel zu wenig! Sorry, aber das ist in etwa das Sonntagsprogramm für meinen Hüftlahmen 12jährigen Goldie, und der ist ja nun wirklich ein Opa.

    Du musst VIEL MEHR machen, nicht nur ein paar Bälle werfen sondern geistig fordern, und auch nicht nur einmal die Woche Agility, sondern JEDEN TAG Dog Dancing oder Obedience bei dem Mix.

    Wenn sie alleine zu Hause ist würde ich fürs erste mit einer Hundebox arbeiten um eure Möbel zu schonen. Aber Zusätzlich jeden Tag MINIMUM 3, besser 4 Stunden intensive Beschäftigung - normales Gassi gehen bringt einem Border-Mix wenig.

    • Was ist den obiedance?

      Von dog Dance hab ich schon was gehört gibt es hier aber leider nicht :/

      • Du brauchst für Dog Dancing keine Schule, das kannst Du selber!

        Nimm ein Leckerchen in die Hand, und wenn Dein Hund das will, dann führst Du es so durch die Luft, dass Dein Hund sich um die eigene Achse dreht, um Dich herum geht, oder zwischen Deinen Beinen durch und gibst ihm dazu verständlich einen Befehl. Dann gibt es das Leckerchen und Lob. Und das dann einfach wiederholen. Irgendwann reicht dann das Wort und der Hund macht das Richtige, ohne dass Du ihm mit Leckerchen vor der Nase rumwedelst.

        Und nach und nach werden dann aus einzelnen Elementen richtige Choreographien, wenn der Hund erst mal kapiert hat worum es geht ist es einfacher ihm neue Sachen beizubringen und bekannte Elemente aneinander zu reihen.

        Obedience ist weniger Spielerisch, sondern da kommt es eher auf eine saubere und schnelle Ausführung von Befehlen an.

        Agility ist toll, wenn der Mensch an der Leine ebenfalls sportlich ist und entsprechend mit rennen kann, ist aber peinlich, wenn der Hund immer auf Dich warten muss. Außerdem braucht man Geräte, daher ist es kaum Möglich das jeden Tag zu trainieren und den Hund so auszulasten. Dog Dancing und Obedience kannst Du auf jeder Wiese machen, zur Not sogar im Wohnzimmer.

        Die meisten Hunde finden es toll, sich einen Teil ihrer Futterration so zu erarbeiten. So haben sie eine sinnvolle Aufgabe, und können was für ihre Familie leisten.

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