Sterilisierte Katze kastrieren?

    • (1) 02.04.13 - 15:18

      Hallihallo!

      Jetzt frag ich Euch mal, in der Hoffnung, dass sich jemand von Euch richtig gut mit sterilisierten Katzen auskennt.

      Seit einiger Zeit geht unsere Katze (6) nicht mehr raus, da sie Angst vor einem Kater hat. Wir haben, nachdem sie 2x in der Wohnung uriniert hatte wieder ein Katzenklo installiert, das sie auch problemlos nutzt.

      Nun haben wir seit einiger Zeit (2-3 Wo ?) das Problem, dass sie Anzeichen für Rolligkeit zeigt (maunzt laut, wälzt sich, extrem nervös und unruhig,Popo hoch...). Jetzt hat sie am WOchenende das Zimmer meines Sohnes markiert, ich vermute an mehreren STellen. Keine große Pipi-Pfütze sondern nur kleine Tröpfchen.

      Da Madame auch von ihrer Persönlichkeit her eher schwiegig ist und wir leider kein gutes Mensch-Katze-Verhältnis haben (beißt uns), sind wir in unseren Bemühungen und Überlegungen auf die Idee gekommen, ob es evtl. etwas bringen könnte, das Tier nachträglich noch kastrieren zu lassen.

      Kennt sich da jemand aus und kann mir sagen, ob sowas 1. überhaupt möglich ist und 2. unser Problem vielleicht lösen könnte?

      Danke schonmal im Voraus!
      LG,
      Olivia

      • (2) 02.04.13 - 15:59

        Hi,

        meine Eltern haben das mit unserer Katze auch machen lassen, nachträgliche Kastration ist kein Problem! Ich kann euch nur dazu raten, unsere Madame wurde nach der Kastration deutlich zugänglicher. Muss nicht ausschließlich daran gelegen haben, aber der hormonelle Stress (Rolligkeit) fällt weg. Außerdem werden gesundheitliche Risiken (Zysten, Krebs, Scheinschwangerschaft) reduziert.

        VG

        • (3) 02.04.13 - 20:30

          Vielen Dank für diese Info aus 1.Hand!

          Wäre schön, wenn unsese etwas zugäglicher würde. Es ist ziemlich anstrengend so und auch sehr unbefriedigend, ein Tier zu haben, das man nurmehr (er-)duldet, anstatt sich daran zu erfreuen.

          LG,
          Olivia

          • (4) 02.04.13 - 23:35

            Das kann ich mir vorstellen! Unsere war auch so ein Problemkätzchen - meine Mutter meinte im Nachhinein, wäre sie gleich kastriert worden, wäre ihr und uns viel erspart geblieben.

            Habt ihr sonst schon alles abgecheckt, was ihre Unzugänglichkeit erklären könnte? Lebensgeschichte (zu früh von der Mutter weg? Trauma?), Lebensumstände (bedürfnisgerechte Umgebung), euer eigenes Verhalten ("Qualitätszeit", wie es so schön heißt)?

            LG!

            • (5) 04.04.13 - 09:08

              Hallo!

              Ja, da sprichst Du was an.... Sie ist definitiv zu früh von der Mutter weg, dann direkt zu uns. Da, wo sie war, konnte sie nicht bleiben. Wenn man das Hinzukommen von drei Kindern als Trauma bezeichnen möchte, dann auch hier ein JA ;)

              Wie gesagt, unser Verhältnis ist schwierig bis schlecht. Dadurch, dass sie schnell beißt,mag man sie kaum streicheln. Was da wann wie genau schief gelaufen ist - keine Ahnung. Ich hatte vor ihr schon Katzen und nie Probleme.

              Richtig schlimm ist es eben auch erst, seit sie garnicht mehr rausgeht. SIe ist vom Temperament und der Selbstbestimmtheit her einfach ein Freigänger, aber sie hat richtig Angst, rauszugehen.

              Eigentlich wäre es das BEste -auch für sie- wenn sie irgendwo anders hin könnte. ABer solange ich mir nicht sicher bin, dass sie dort trotz ihrer Marotten gut aufgehoben ist, kann ich mich dazu nicht durchringen.

              VG,
              Olivia

              • (6) 04.04.13 - 17:40

                Ich verstehe, was du meinst, war bei unserer ähnlich. Man hat ganz deutlich gemerkt, dass ihr die wichtige Sozialisationsphase bei der Mutter gefehlt hat.
                Eine Komplettlösung wirds dafür kaum geben.. aber ihr bemüht euch um Problemlösung, das find ich toll! Die Kastration ist auf jeden Fall ein guter Schritt, damit fällt schonmal ein Stressfaktor weg.
                Wo ich an eurer Stelle ansetzen würde: ich kann absolut verstehen, dass ihr sie nicht wirklich streicheln mögt. Ist mE aber in sofern nicht der richtige Weg, als sie damit ja noch mehr "verlernt", mit euch zu interagieren bzw euch als "freundliche Bezugspersonen" wahrzunehmen. Vielleicht wäre eine kleinschrittige Vorgehensweise was, immer wieder am Finger schnuppern lassen, rausfinden, ob sie in "Berührlaune" ist und wo sie sich einigermaßen problemlos berühren lässt, das öfters wiederholen und mit Leckerchen belohnen.. und halt so kurz, dass sie gar nicht erst in den Beißmodus kommt, da müsstet ihr schnell ein- und aussteigen. Clickertraining oder andere Spiele wären auch was, da müsstet ihr die Katze nicht einmal berühren, würdet aber trotzdem mit ihr in Kontakt treten. Das würde euch auch positive Erlebnisse mit eurer Mieze bringen. Letztendlich könnte man auf die Art auch versuchen, sie nach draußen zu locken und mit dem Freigang vertraut zu machen.

                Sorry für den langen Sermon, aber mir kommt die Situation so bekannt vor, und ihr scheint euch wirklich um eure Katze zu bemühen, es wäre ja schade, wenn dann nur noch die Abgabe als Alternative bliebe..

      (7) 02.04.13 - 23:03

      Absolut!

      Eine Sterilisation ist eine derart halbgare Sache dass ich mich frage warum sie heute immer noch durchgeführt wird.
      Denn alle negativen Eigenschaften bleiben erhalten und nur die reine Reproduktion wird unterbunden - bei fast gleichem Aufwand. Völlig sinnfrei.

      Ich würde sie schnellstens kastrieren lassen damit sich das markieren nicht manifestiert.

      Ich habe einen Freund der eine Katze von einem Fabrikgelände rettete, er liess sie kastrieren aber es war schon arg spät - sogar trotz Kastration markiert sie noch hin und wieder. Je länger sie es tun desto geringer die Wahrscheinlichkeit dass sie es dann aufgeben.

      Also warte nicht länger, Du ersparst ihr und Euch viel wenn Du es machen lässt.

      LG, katzz

      • (8) 04.04.13 - 08:58

        Danke für Deine Antwort!

        Das betärkt mich dann ja doch in unseren Überlegungen. Wenn das Markieren hier nämlich auch noch zur Gewohnheit wird (es ist ja so schon kein Zuckerschlecken mit ihr), dann weiß ich bald nicht mehr weiter...

        Vielen Dank nochmal und viele Grüße,
        Olivia

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