Kastration beim kleinen Hund

    • (1) 03.04.13 - 10:49

      Hi,
      Nach dem die chemische Kastration letztes Jahr bei unserem Yorkshire-Pekinesen Mix nicht gegriffen hat und unser kleiner Rüde alles und jeden Anjuckelt und ich Ihn nun nicht mal mehr im Wald frei laufen lassen kann, haben wir uns entschieden Ihn entgültig Kastrieren zu lassen.
      Nun haben wir die Tierärztin meiner Schwiegermutti gefragt da würde die Kastration bei einem 5 1/2 kilo Hund 230 Euro kosten.

      Normaler Betrag?

      Ich habe leider keine Preisvorstellung.

      Ich denke da ist die Nachsorge dabei.

      Danke für Eure Meinung.

      Achja er ist jetzt 11/2 Jahre alt.

      • Solltest du hier mal schmökern denn auch Tierärzte sind gebunden.

        http://www.vetvita.de/tierrecht/got/hinweis.shtml

        Hi,

        ja - normaler Preis für eine Kastration. Ob das juckeln damit aufhört, bezweifel ich aber. Oftmals ist das ein Verhalten, welches erlernt wurde und somit nur schwer zu unterbinden/wegzuerziehen ist oder es KANN auch Dominanzgehabe sein. Unser Rüde wurde früh kastriert (mit 6-7 Monaten) - und er juckelt bei Stress und als Dominanzgehabe bei anderen Hunden. Wir unterbinden das, sobald wir es sehen (was in 98% der Fälle so ist), aber abstellen können wir das leider nicht.

        ABER:

        Du solltest Deinen Hund im Wald (und auch Feld) generell nicht frei laufen lassen. Erst Recht nicht, wenn die Brut- und Setzzeit beginnt (März/April/Mai) und er nicht abrufbar ist.

        Er ist zwar klein, aber auch er kann jungen Wildtieren schaden. zumal Yorkies durchaus auch zur Rattenjagd verwendet wurden!

        LG
        Kim

        • Huhu,
          Danke für Deine Antwort.
          Normaler weise ist er abrufbar, hat er aber die fährte einer Hündin aufgenommen ist nix mehr wie es war.
          Wirhatten das mit dem juckeln mal ganz gut unter kontrolle aber seit 3 Monaten ist es wieder so schlimm geworden. Er juckelt nicht nur die Hunde meiner Schwiegerma an sonder versucht seine Schwester zu besteigen.

          Oder am Sonntag ist es uns passiert das er eine 4 Monate alte Hündin angeknurrt und anfallen wollte, die 3 mal so gross war wie er.
          Ich verstehe die Welt nicht mehr ich habe so viel mit Ihm trainiert und war auch mit schwiegermama und Ihrem Dackel in einem hundeverein.
          Es war so toll und am sonntag der Rückschlag dass hat mich richtig fertig gemacht #heul

          Hast Du noch einen Tip für mich?

          • Hi,

            warum geht ihr nicht mehr in den Hundeverein? Die Ausbildung Deines Hundes ist noch lange nicht abgeschlossen! UND er könnte (was ich für sehr wahrscheinlich halte, wenn ich unsere Sana sehe;-)) derzeit auch in einer erneuten pubertären Phase stecken - er ist ja erst 1,5 Jahre alt.

            Mein Rat wäre:

            1. draußen an der Leine lassen
            2. Hundeverein regelmäßig weiter besuchen (Sozialisation mit "fremden" Hunden & kopf-/körperliche Auslastung)!
            3. nach RS mit dem TA kastrieren lassen

            LG
            Kim

            • Leider fällt mir das lange stehen zur zeit schwer, und meine Schwiegermama kann zur Zeit leider auch nicht Krankheitsbedingt.

              Sobald aber meine kleine da ist und ich wieder Fit bin gehe ich auch wieder.
              Mein Bruder nimmt ihn zur Zeit immer mit zum Joggen, danach mache ich noch ein bissle Kopfarbeit mit Ihm aber selbst das reicht Ihm nicht.

              Er ist ein aufgewecktes Kerlchen was mich sehr freut, vor allem mein Sohn hat seine Eifersucht überstanden und will immer mit Ihm Gassi gehen.

              Keine Angst er ist erst 3, er meint damit ich soll mit Yoda und Ihm raus gehen, und das wollte er vor 2 Monaten noch auf keinen Fall..

              • Hi,

                ok - wenn Du schwanger bist, dann verstehe ich das. Rate Dir aber, sobald Du Dich mit Baby "eingefuddelt" hast, wieder zum Hundeverein zu gehen. Bei uns freuen die sich über jedes Kind - und ein Babysitter wäre da immer vorhanden!

                Nimm den Hund einfach überall mit hin, wo es geht (z.B. ein Gang durch die Fußgängerzone, mal an den Bahnhof, etc - DAS schlaucht :-p).

                LG
                Kim

      >>Nach dem die chemische Kastration letztes Jahr bei unserem Yorkshire-Pekinesen Mix nicht gegriffen hat <<

      und dann soll die "richtige" Kastration das bringen, was ihr euch davon erhofft?

      Ja, Betrag ist normal.

      Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaber.........

      Mit 1 1/2 steht er erst am Anfang seiner Ausbildung. Und Reife hat er da auch noch keine.

      Ich habe einen fast 12 Monate alten Sheltie. Der rammelt auch alles. Ich geh konsequent dazwischen und wo er noch nicht abrufbar ist muß er halt an der Leine bleiben. Man muß denen auch erst die Zeit zum erwachsen werden geben. Der hat noch Flausen im Kopf und die hormonelle Umstellung ist noch im vollen Gange. Konsequent dran bleiben und nicht schleifen lassen. Aber auch nicht verbissen werden. Gerade die Rüden sind auch gerne mal Spätzünder und werden erst später reif. Meine Freundin hatte nen Rüden mit dem konnte sie vor 2 Jahren nicht zur BH antreten weil der einfach nicht zu bremsen war. Heute mit 4 ist es ein Traumhund, und unkastriert.

      Bleib bei der Ausbildung dran. Aber lass ihm auch einfach seine Jugend und seine Flausen. Auch du warst mit 15 noch nicht so vernünftig wie jetzt. Er ist ja keine Dogge. Dann bleibt er halt im Wald an der Leine. Meine Mischlingshündin muß mit 9 noch im Wald an die Leine weil sie nicht 100 Prozent verlässlich ist. So what.

      Rumschnippeln nur weil sich der kleine Rüde wie ein kleiner Rüde benimmt finde ich nicht schön. Auch dass in dem Alter schon mit chemischer Kastra rumprobiert wurde.

      Es ist ein Hund und keine Maschine, und das wird er auch nach der Kastration noch bleiben. Sei ein bißchen entspannter bei der Sache.

      Melde dich zu nem Kurs für ne Begleithundeprüfung oder nen Hundeführerschein an und such dir nen Sport den du auch noch die nächsten Jahre mit dem Hund machen kannst. Ein ausgeglichener Hund kommt auf weniger dumme Ideen. Agility macht meine Freundin mit ihren beiden Yorkis, gehen gut beide. Aber gibt auch noch andere nette Sportarten.

      • >>Es ist ein Hund und keine Maschine, und das wird er auch nach der Kastration noch bleiben.<<

        wie recht du hast. Ist aber mal wieder ein gutes Beispiel, was sich Menschen so alles von einer Kastration erhoffen. Oder wünschen. Oder was ihnen vom Tierarzt oder anderen Hundehaltern versprochen wurde

    Hi,
    dass dir der Tierarzt,wenn Du ihn zu Rate zeihst,zur Kastration raten wird,ist klar.Der will schließlich Geld verdienen.
    Kastration ersetzt keine Erziehung!Hast Du Dich schonmal damit auseinander gesetzt,was alles negatives nach einer Kastration passieren könnte??Dein Hund ist auch noch viel zu jung.

    • (12) 03.04.13 - 20:30

      Hi.

      Meine Hundetrainerin hat jedem (!) zur Kastration geraten / eher schon gedrängt - angeblich würde es Krebs vorbeugen und die Hunde leichter erziehbar machen.

      Ich habe mich verwehrt und die Schule gewechselt.

      Welche negativen möglichen Folgen haben wir denn damit vermieden?
      Mir war bekannt, dass die Hunde dicker, träger werden können und das Fell evtl. leichter verflizt.
      Gibt es noch mehr?

      LG

      • (13) 03.04.13 - 21:19

        Hi,
        habt ihr einen Rüden oder eine Hündin?
        Also,beim Rüden ist es so,dass eine Kastration natürlich Hodenkrebs vorbeugt ;-),dafür ist dann aber das Risiko für Prostatakrebs immens erhöht!Das Risiko für Knochenkrebs steigt auch,auch für Muskelschwund.
        Ich war neulich bei einem gaaanz tollen Seminar von Udo Ganßloser und Sophie Strodtbeck zu dem Thema.Google mal nach dem Buch von den Beiden,geht natürlich um Kastration.Hööööchst interessant!!!

Ich finde den Preis für einen Rüden eher hoch.

230 Euro bezahlt man hier für die Kastration einer Hündin. Ein Rüde liegt so bei 180 Euro. Und ich wohne in einer Großstadt mit durchaus gesalzenen TA-Preisen.

Ich finde nicht, dass Dein Hund zu jung ist. Er ist eine kleine Rassemischung und diese Tiere reifen nun mal schneller, als mittelgroße oder große Rassen. Somit finde ich die genannten Vergleiche mit Sheltie und Co. etwas unrealistisch.

Desweiteren finde ich es auch durchaus tragbar, dass ein 1,5 Jahre alter Hund vor einer operativen Kastration eine chemische Hormonlahmlegung bekommen hat. Ich kann nicht nachvollziehen, wie man darüber aufregen kann.

Da die chemische Kastration nicht gewirkt hat, liegt es nah, dass Du auch noch ein Erziehungsproblem zu beheben hast. Ich kenne aber zig Hunde, die chemisch null Reaktion auf's Rammeln gezeigt haben, aber nach der operativen Kastration der Drang stark nachgelassen hat. Aber garantieren kann Dir das keiner.

LG

  • Einen 5 1/2 Kilo Hund mit einem 7 Kilo Hund zu vergleichen fand ich jetzt nicht sooooooooooooo unrealistisch. Aber ist natürlich nicht genau das gleiche.

    Aber warum sollte man denn einen Rüden kastrieren weil er sich wie ein Rüde verhält???? Deshalb hab ich mir doch einen Rüden geholt.

    • >>Aber warum sollte man denn einen Rüden kastrieren weil er sich wie ein Rüde verhält???? <<

      weil für viele ein Stoffhund vielleicht doch bessere Wahl gewesen wäre;-)

      • Ständig jeden hund berammeln zu wollen ist kein typisches rüdenverhalten mit dem man leben muss.

        • (18) 03.04.13 - 21:00

          Nein - aber bei einem Rüden bei dem die chemische Kastration zu keinerlei Verhaltensänderung führt kann das kein hormonelles Problem sein. Die chemische Kastration senkt die Geschlechtshormone ja auch ab, also müsste man zumindest merken, dass es besser ist.

          Rammeln kann auch einfach nur durch schlechte Erziehung und Größenwahn kommen.

          • (19) 04.04.13 - 08:26

            "Rammeln kann auch einfach nur durch schlechte Erziehung und Größenwahn kommen"

            Schlechte Erziehung passt bei unserem Spike zwar nicht - aber der Größenwahn bestimmt!

            Stimme Dir auf jeden Fall zu, dass man erst mit Erziehung versuchen sollte und die Kastration als letzte Möglichkeit nutzen sollte.

            • (20) 04.04.13 - 08:53

              Genau, sind die Klöten mal ab sind sie ab......

              Ich glaube bei der TE auch dass die einfach im Moment etwas genervt ist von ihrem kleinen frechen Rüden. Der ist ja mit 1 1/2 so oder so in der besten Phase. Und in der 38.SSW ist man verständlicherweise nicht mehr so belastbar. Und sie will es ja nur richtig machen und ihrem Hund ein Leben ohne Leine gönnen.

              Schade dass hier nicht der Tierarzt eine besser Beratung übernimmt.

              Bei meinem kleinen Rüden hat auch jeder rumgetan "den mußte bestimmt mal kastrieren lassen" weil er alles und jeden angepoppt hat. Jetzt ist es auch noch nicht optimal, aber ich geh konsequent dazwischen und er ist gut ausgelastet. Und so lange hält sich das auch in Grenzen. Aber wehe der langweilt sich mal ne Woche....... dann poppen wir halt wenns nix besseres zu tun gibt. Wobei ich immer noch nicht ausschließe ihn irgendwann kastrieren zu lassen. Wenn es nicht in den Griff zu kriegen ist und er vielleicht auch noch leidet könnte auch hier noch ne Kastra anstehen.

              Aber ich bekomme es bei uns auf den Turnieren mit. Es geht immer mehr weg von Kastrationen, trotzdem gibt es keine Beisereien und keinen ungewollten Nachwuchs. Und die meisten berichten dass sich die Macken mit dem Alter legen, egal ob bei den Fußhupen oder den größeren.

              Eueren Spike find ich ja immer geil von den Erzählungen, so ein richtiger frecher Kerl, wat ;-)

              • (21) 04.04.13 - 09:24

                Hi,

                jepp... Spike ist ein süßer, liebenswerter Satansbraten #verliebt.

                Aber man merkt ihm an, dass er älter geworden ist - mit 8,5 Jahren ist er doch deutlich ruhiger geworden und seltener frech. Nur das Rammeln macht einen wahnsinnig. Es nervt einfach. Und was mich bei ihm wundert ist, dass er es zu Hause bei Sana IMMER nur nach dem füttern macht. Wir unterbinden das natürlich - aber alle 2min "Spike runter" oder "Spike - Körbchen!" rufen ist echt nervig beim fernsehen. Aber wenn er dann endlich mal liegen bleibt, dann ist es ok. Bei Spike hat die Frühkastration mit 6 Monaten (wurde uns damals empfohlen!) gar nichts gebracht. Bei ihm ist es eine Mischung aus Spannung abbauen - Dominanz zeigen und Unsicherheit überspielen. Vielleicht wäre manches anders geworden, wenn er nicht kastriert wäre. Nötig wäre es nicht unbedingt gewesen, da unsere Hündin damals bereits kastriert war.

                Wir haben glücklicherweise einen TA, der uns immer alle Möglichkeiten / Alternativen nennt - aber auch seine Einschätzung abgibt, ob er es für sinnvoll oder Geldverschwendung hält. Nur so kann man als Laie eine vernünftige Entscheidung treffen.

                Naja, mit den Jahren der Hundehaltung wird man selbst ja auch entspannter und denkt über vieles aus Erfahrung anders, als relativ unerfahrene Hundehalter.

                Gruß
                Kim

                • (22) 04.04.13 - 09:36

                  Seh ich genauso. Meine Hündin ist mit 6 Monaten kastriert worden, die ist auch sehr unsicher. Denke es kann auch von zu früher Kastration kommen. Oder auch nicht, wer weiß das schon. Heute würde ich es anders machen und lieber erstmal abwarten.

                  Man tut halt was man kann nach besten Wissen und Gewissen. Und es ist troztdem nicht immer das richtige bzw. man weiß es eben nicht.

    Alles anzurammeln ist kein typisches Rüdenverhalten.

    • Das nicht, aber wenn die chemische Kastration, die ja auch die Geschlechtshormone nahe null drückt, so gar nichts bringt, dann handelt es sich nicht um ein hormonelles Problem und wird durch die Kastration nicht besser.

      • Nichts anderes habe ich in meinem Post geschrieben.

        Wobei ich auch sehr viele Hunde kenne, bei denen die chemische Kastration versagt hat und die dann im Nachhinein noch operativ kastriert wurden. Und trotzdem haben diese Tiere ihr Verhalten geändert.

        Und ganz häufig ist zu beobachten, dass Tiere, die auf die chemische Kastration nicht anschlagen, nach einer OP besonders starke Nebenwirkungen wie Fellveränderung, Gewichtszunahme und Trägheit entwickeln.

        Ich weiß nicht, wie das zustandekommt. Aber bei Menschen ist es auch nicht so einfach mit den Hormonen. Wie viele Frauen vertragen bestimmte Arten von Hormonbehandlungen nicht und bei anderen wiederum haben sie keine Probleme? Oft sind es ja nur Nuancen, die das Gleichgewicht bestimmen oder auseinander bringen.

        Und bei der chemischen Kastration wird lediglich ein Null-Acht-Fuffzehn Cocktail nach Körpergewicht gespritzt, der aber noch lange nicht zu dem Hormonhaushalt des Tieres passen muss.

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