Was tun nachdem mein Kind vom Hund gebissen wurde ?

    • (1) 17.04.13 - 17:55

      Mein Sohn kam heute auf dem Rad von der Schule Heim und wurde vorm Haus unserer Nachbarn von deren Hund in den Fuß gebissen.

      Der ist ihnen durchs offene Tor raus und direkt auf meinen Sohn zu. Hat ihn dreimal in den Unterschenkel gebissen. Wir hatten Glück im Unglück und er hat ihn direkt auf dem Schienbein und zum Glück nicht so schlimm erwischt. Er hat vor allem viele blaue Flecken und an 4 Stellen hat er es durch die Hose in die haut geschafft. Natürlich ist er auch noch vom Rad gefallen und das auf ihn drauf. Wir kennen die Nachbarn schon recht lange und kommen auch recht gut mit ihnen aus. Aber ich bin mir nicht sicher was ich jetzt tun soll.

      Beim Ordnungsamt anzeigen und Leinen- und Maulkorbpflicht beantragen ? Darauf bestehen dass der Zaun erhöht wird ? Dass der Hund weg kommt (sie haben selbst ein 5 jähriges Kind) ? Wie kann ich mein Kind künftig vor weiteren, schlimmeren Angriffen schützen ohne gleich einen Riesen-Nachbarschaftsstreit zu haben ?

      Bitte um objektive Meinungen. Kann grad nicht klar denken.

      Danke euch

      • (2) 17.04.13 - 18:17

        Hallo!

        Erst mal: tut mir echt leid, aber Gott sei Dank ist nichts schlimmes passiert.

        Rede mit den Nachbarn. Dass sie dafür sorgen müssen, dass der Hund nicht auf die Straße kommen kann ist klar, aber es wird ja eher ein versehen gewesen sein, dass das Tor offen stand, oder? Wozu dann Leinen- und Maulkorbpflicht, die gilt auf dem eigenen Grundstück sowieso nicht? Wenn der Hund sonst nicht über den Zaun springt, dann braucht der auch nicht erhöht werden.

        Anzeigen würde ich sie nicht, das macht nur böses Blut, und bringt große Schererreien aber macht es ja auch nicht ungeschehen.

        Warum hat der Hund eigentlich gebissen? Hunde sehen schlecht, ein Kind auf dem Fahrrad kann sie da an ein flüchtendes Beutetier erinnern, dem sie eben aus purem instinkt nachrennen und beißen, weil sie gar nicht erkennen, dass das ein Mensch ist. Oft hilft es da schon, stehen zu bleiben und den Hund anzusprechen, gerade weg rennen oder radeln ist da genau das falsche.

        Das eigene Kind ist da kaum in Gefahr, weil der Hund das als "Rudelmitglied" erkennt, also bitte nicht versuchen das "schützen" zu wollen mit einer Anzeige.

        Vielleicht kann da eher ein Hundetrainer helfen, der aber dann nicht nur mit dem Hund arbeitet, sondern auch euch und euren Kindern das richtige Verhalten in solchen Fällen erklärt - auf Kosten der Nachbarn.

        Frag die Nachbarn auch nach einer Hundehaftpflichtversicherung, wahrscheinlich wird sich eure Krankenkasse sowieso an die wenden wollen wegen der Behandlungskosten. Bisswunden entzünden sich oft, aber schwer zu sagen, was da durchs Hosenbein durch gedrungen ist.

        Eine Anzeige bringt oft nur wenig, beim ersten Mal ist der Hund dann meist nur aktenkundig, und beim zweiten vorfall wird dann nicht lange gefragt, sondern oft vorschnell eingeschläfert, wo ein Hund einfach nur seinem Instinkt gefolgt ist. Und nachdem Maulkorbpflicht im eigenen Garten sowieso nicht gilt ist das absolut unsinnig.

        Solange es mehr Schreck als wirkliche Verletzung ist, mit den Nachbarn reden....erzählen was passiert ist, und drum bitten, dass die besser aufpassen und das Tor geschlossen halten, und zusammen Ursachenforschung betreiben, ohne dass sich gleich jemand in eine Ecke drängen lassen muss.

        Ungewöhnlich dass ein Hund einfach so loswetzt und zubeisst. Sicher dass Dein Lütter ihn nicht geärgert- und sich der Hund einfach nur zur Wehr gesetzt hat?

        Zudem klingt die Beschreibung der Verletzung nun nicht unbedingt nach böswilligem Angriff einer "Hundebestie", sondern nach Schreckbeschreibung einer besorgten Mutter. :-)

        <<<Darauf bestehen dass der Zaun erhöht wird ?>>>

        Ich denke der Hund ist durch ein offenes Tor....was soll da ein höherer Zaun bringen? #kratz

        Und jetzt erst mal gute Besserung für Deinen Junior !

        TJ

        • Er hat ihn nicht geärgert. Meine Nachbarin und ihr Sohn standen daneben und sie musste den Hund erstmal wegziehen damit er das Bein meines Sohnes wieder los lässt. Der Zaun zwischen den Grundstücken ist ein Maschendraht Zaun und von dem Hund schon an einigen Stellen ziemlich zerbissen. Er kann sich problemlos mit den Pfoten drauf abstützen und deshalb habe ich Angst dass er mir da mal drüber kommt.

          Aber danke für die Antwort

          • (5) 17.04.13 - 18:50

            Sie standen daneben und konnten nicht erzieherisch auf den Hund einwirken #schock

            Was ist das für ein Hund, wie alt ist er, war er vorher schonmal auffällig?
            Das sind alles Fragen die vor beantwortet werden müssen um die Situation einigermassen abzuschätzen

            Greetz
            Petra

      (6) 17.04.13 - 19:33

      Ich würde diese Disskussion ins Allgemeine Forum verschieben lassen. Dort bekommst Du wenigstens neutrale Meinungen dazu.

      Hier bekommst Du Antworten wie:

      Dein Kind ist selbst schuld weil es weiter geradelt ist
      Du übertreibst
      Es ist doch nichts schlimmes passiert-war wohl nur der Schreck

      usw...

      Das ist nicht mal böse gemeint, aber hier bist Du im Tierforum- da geht es hauptsächlich um das Wohl der Tiere.

      Wenn nicht mal die Nachbarin den Hund abrufen konnte würde ich die Sache sicherlich nicht auf sich beruhen lassen. Was spricht dagegen wenn sich das Ordnungsamt mal mit dem Tier befasst. Wenn er ein lieber Kuschelhund ist, der keinerlei Aggressionen zeigt, dann dürfte das alles doch kein Problem sein.
      Wenn er jedoch schlecht erzogen ist und auf Kinder oder Radfahrer aggressiv reagiert, dann kann es durchaus von Nutzen sein.

      Ich finde es ist sogar Deine Pflich da was zu machen. Was ist, wenn es das nächste mal das kleine 4 Jährige Nachbarskind auf dem Dreirad ist? Was ist wenn beim nächsten Mal die Nachbarin nicht in der Nähe ist um den Hund runterzuziehen?...

      LG Mona

      • (7) 17.04.13 - 21:35

        #pro

        (8) 17.04.13 - 21:51

        #pro

        (9) 18.04.13 - 06:33

        #augen

        So ein Quatsch!!!

        Du erwartest im "Allgemeinen" wirklich fundiertere Antworten? Träum weiter...

        #aerger

        • (10) 18.04.13 - 08:57

          Zumindest realistischere Antworten und nicht Antworten die erst mal davon ausgehen, dass das Kind selbst Schuld ist, weil es weiter gefahren ist.

          Selbst WENN das Kind eine Kindertrompete in der Hand gehabt HÄTTE und darauf getrötet hätte was das Zeug hält- vielleicht noch mit nem Kilo Fleisch um den Hals ;-) hätte der Hund das Recht ein Kind oder generell einen Menschen zu beissen.

          Hier in diesem Forum sind bei solchen Fällen die Antworten echt oft fern jeglicher Realität... Da sollte man dann sowas auf sich beruhen lassen nur damit der Hund keine Konsequenzen zu befürchten hat.

          • (11) 18.04.13 - 09:47

            Wo steht denn wörtlich "das Kind ist selber Schuld"???

            Das ist ja echt ne Frechheit dann? Bei welchem Beitrag genau steht das? Wo in der Vergangenheit stand das?

            • (12) 18.04.13 - 11:43

              Es tut mir leid- aber diesen Satz lese ich so, als dass das Kind mehr oder weniger selbst Schuld ist, weil es nicht erkannt hat, dass der Hund ihm nichts tut wenn er stehen bleiben würde.

              "Oft hilft es da schon, stehen zu bleiben und den Hund anzusprechen, gerade weg rennen oder radeln ist da genau das falsche."

              Wobei ich als Erwachsener auch nicht stehen bleiben würde wenn ein Hund auf mich zu gerannt kommt.

              • (13) 18.04.13 - 13:44

                Man sollte in Foren nicht so viel reininterpretieren in Antworten.

                (14) 18.04.13 - 15:00

                >Wobei ich als Erwachsener auch nicht stehen bleiben würde wenn ein Hund auf mich zu gerannt kommt.<

                Das ist schade. Denn das ist das einzig richtige Verhalten.

                • (15) 18.04.13 - 21:58

                  Ob richtig oder falsch- wenn ein Hund auf mich zu rennt bleibe ich sicherlich nicht stehen. Ich laufe weg.
                  Ob das in Deinen Augen in Ordnung ist, ist mir in dem Fall egal.

                  Der Hund hat nicht zu beissen und wenn eine ganze Ladung an Menschen an ihm vorbei rennt.

                  • (16) 19.04.13 - 11:29

                    Du drehst Dir auch jeden Satz so wie Du es gern hättest, nech? #augen

                    Ist überigens auch total latte, ob Du nun mit Köddel in der Buchse wegläufst oder nicht...

                    #gaehn

                    (17) 19.04.13 - 18:26

                    >>Ob richtig oder falsch- wenn ein Hund auf mich zu rennt bleibe ich sicherlich nicht stehen. Ich laufe weg.<<

                    Ja, so ein Hund ist auch ziemlich langsam. Dem kannst Du ohne Probleme davon laufen. Der würde Dich nie einholen....

                    • (18) 19.04.13 - 23:14

                      Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Ich laufe nicht weg weil ich denke das ich schneller bin sondern weil ich einfach den Hund nicht bei mir haben will.

                      Ein Hund sollte so erzogen sein das er andere Menschen in Ruhe lässt- ansonsten hat er frei nichts verloren. Und ein Besitzer der seinen Hund nicht erzogen hat sollte zumindest dafür sorgen das der Hund niemals alleine raus kann.

                      • (19) 20.04.13 - 06:32

                        Du wirst den Hund aber trotzdem "bei Dir haben", denn gerade wenn Du wegläufst weckst Du den Jagdtrieb des Hundes. Ist doch nun so schwer nicht zu verstehen!?

                        Mit dem zweiten Absatz bin ich (und alle anderen) ja auch 100% einverstanden, aber warum kann man das nicht erstmal selbst mit dem Besitzer klären anstatt sofort nach der Staatsgewalt zu rufen, denn genau DARUM ging es hier!

                        Wenn sich der Besitzer - wie in diesem Fall - dann im persönlichen Gespräch wenig einsichtig zeigt kann man immer noch das O-Amt einschalten. Das braucht es aber nicht unbedingt...

              (20) 18.04.13 - 16:30

              Da schreibt einer also einfach nur die Wahrheit und Du willst uns jetzt was genau erzählen? Es IST nun mal falsch wegzulaufen in dieser Situation, es ei denn man ist - beim Durchschnittsbürger unwahrscheinlich - schneller als der Hund!

              Deine Aussagen beweisen, dass Du keine Ahnung von Hunden hast, aber Du bezeichnest die Antworten von Leute die Ahnung haben per se als "falsch" oder "zu sehr auf das Tierwohl bezogen"... KEINER hat gesagt "Das Gör ist doch selbst schuld!", ALLE haben gesagt, dass so ein Verhalten vom Hund, bzw. Halter unverantwortlich ist, aber UNTER UMSTÄNDEN das Verhalten des Kindes mit dazu beigetragen hat, dass es gekommen ist wie es kam!

              • (21) 18.04.13 - 22:10

                Ich muss keine Ahnung von Hunden haben. Egal wie ein Kind oder ein Erwachsener sich verhält- ein Hund hat nicht zu beissen solange ihm keiner weh tut, oder er bedroht wird.

                Und würde eines meiner Kinder gebissen werden, dann würde ich dafür sorgen, dass dies nicht noch einmal passieren kann. Dafür gibt es dann eben gewisse Auflagen an den Hundehalter vom Ordnungsamt...

                Im übrigen dürfte es doch im Interesse eines Hundehalters sein, das alles unternommen wird, das sein Hund das nicht noch einmal macht. Das nächste mal hat ein Kind vielleicht nicht so viel Glück.

                • (22) 19.04.13 - 07:27

                  Das das Verhalten des Hundes unstrittig nicht in Ordnung war hat ja auch keiner bezweifelt!

                  Es bleibt aber immer noch abzuwägen, ob es nicht doch Sinn macht - gerade auch im Hinblick auf ein Miteinander - erstmal mit dem Besitzer zur reden BEVOR man ihm göleich die geballte Staatsmacht auf den hals hetzt!? Denn was Du offenbar überlesen hast: Der Hund war zunächst auf dem eigenen Grundstück, Leinen- und Maulkorbzwang hätten also eh nix gebracht und ein Tor kann selbst bei einem 5 Meter hohen Zaun mal offenstehen, ob nun absichtlich, oder von irgendwem geöffnet/nicht richtig geschlossen wurde. Oder soll der Hund gleich eingeschläfert werden?

                  Also ist in meinen Augen ERSTMAL (Alles Weitere kann man bei NIchteinsichtigkeit der Besitzer ja immer noch machen) mit den Haltern sprechen, sind diese einsichtig (und ändern auch was, z.B. Ausbessern des besteht für mich kein Grund ihm gleich das Amt auf den Hals zu hetzten.

                  Sollte der Halter natürlich uneinsichtig sein, ist der nächste Gang der zum Ordnungsamt.

                  Genauso hat es die TE ja auch gemacht und das war völlig richtig!

                  Wie ja schon mal jemand schrieb: Wenn Dein Kind etwas anstellt, z.B. versehentlich ein Auto zerkratzt, fändest Du es okay, wenn man Dich sofort bei der Polizei anzeigt, oder fändest Du es besser wenn man das Ganze erstmal mit Dir bespricht und evtl. eine andere Lösung findet? Aber ich weiß schon was jetzt kommt "Ein Kratzer im Auto ist ja nicht so schlimm..." dann betrachte diesen Beisvorfall mal bitte ohne die BILD-Horrormeldungsbrille!

                  • Laß mal gut sein. Bei dieser Usin ist Hopfen und Malz verloren. Die versteht nur, was sie verstehen will und baut sich ihre Zusammwenhänge aus den Sätzen anderer User selber zusammen.

                    Einfach ignorieren. Hilft meistens.

                    LG

        (24) 18.04.13 - 10:08

        Ich finde die hier gegebenen Antworten eigentlich nicht fern jeglicher Realität....

        Lediglich die Frage nach Leinenzwang, Maulkorbpflicht, Zaunhöhe, Zwangsabgabe oder gar Einschläfern sind fern jeglicher Realität.

    ob du es glaubst oder nicht. Wir sind einer Meinung!#winke

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