Welpenschule ja oder nein

    • (1) 05.05.13 - 13:43

      Hallo!

      Erstmal ein paar Info´s zur Vorgeschichte: wir kriegen in ca. 2 Wochen unseren zehn
      Wochen alten Cavalier King Charles Spaniel Welpen. Jetzt habe ich mich mal nach
      einer Welpenschule erkundigt und bin dann zu den Trainingszeiten auch hin und hab
      mir das mal angeschaut.

      Auf dem Gelände waren 1 Trainerin, 4 Welpen mit jeweiligen (manchmal) 2 Besitzern.
      Zuerst wurden verschiedene Übungen gemacht, dann kam die Spielrunde. Es ist ein
      Zwergpinscher-Welpe, 1 Schäferhund-Mischling, 1 Staffordshire-Mischling und der 4. weiß ich nicht. Von der Größe ca. Franz. Bulldogge.

      Ehrlich gesagt war ich ein bißchen geschockt #augen: alle, außer der Pinscher ohne Leine und alle auf ihn los. Der hat nur noch gezittert, gebellt, gequickt und was weiß ich noch. Alle haben dann ihre Hunde eingesammelt und haben versucht, ihn vom
      Pinscher fernhalten. Mal ehrlich: der hat doch einen Schock für´s Leben, oder? Von guter Sozialisierung usw. keine Rede, oder bin ich zu empfindlich? Ich sehe schon unseren Kleinen als Opfer dieses Überfalls, denn in dieser Gruppe ist er dann der Jüngste.

      Unabhängig davon habe ich dann mit meiner Züchterin telefoniert, ohne ihr dies zu erzählen und habe sie um ihre Meinung über eine Welpenschule gefragt. Anwort war, sie hält gar nix davon und hat mir die o. g. Geschichte als Gründe aufgezählt. Sie ist der
      Meinung, erst so ab 5 - 6 Monate in die Hundeschule.

      Und ihr? Was sagt ihr dazu?
      Freue mich über viele Meinungen und sorry, dass es so lang geworden ist.

      Grüße
      locke153

      • Hallo!

        Also DIE Welpenschule mal definitiv nicht- Leider darf sich jeder Hundetrainer nennen und es gibt viele richtig schlechte.

        Wichtig ist eben, dass Dein Welpe so viel Kontakt zu sozialverträglichen Hunden bekommt wie nur möglich. Das sollten nicht nur welpen sein, aber sie müssen eben schon nett sein und freundlich zu ihm. Das kannst Du aber auch selber organisieren.

        (3) 05.05.13 - 18:09

        Hundeschule(Welpenschule) an sich:JA
        Da wo du warst, sehr sehr fraglich.
        Vorab, man kann natürlich nicht erwarten, wenn man in eine Hundeschule geht, das in dieser Gruppe nur Kleine Welpen sind. Aber, die Trainer sollten drauf eingehen.
        Bei uns war es damals so, das wir in die Stunde gegangen sind und alle Welpen an der Leine waren. Die Welpen hatten einen eingezäunten Bereich, so das die anderen Hunde nicht zu uns konnten. Wir haben alle mit den Welpen gearbeitet, an der Leine. Fuß gehen, Rufübungen etc. etc.
        Anschließend hatten wir für die kleineren Rassen oder die ganz jungen Welpen einen seperaten Bereich wo diese laufen konnten. Die größeren Welpen konnten im abgezäunten Bereich laufen.
        Schau dir vorher die Hundeschule samt Welpengruppe an. Sowas was du da erlebt hast, ist nicht gut. Man sollte natürlich dem Kleinen nicht beibringen, oh großer Hund schnell zu Frauchen auf den Arm. Aber wenn alle so angestürmt kommen, krigt so ein kleiner junger Hund schon Angst. Verständlich!
        Wie gesagt, schau dich um, nach einer anderen Welpengruppe. Ich finde schon das man recht früh in eine Hundeschule gehen kann. Das ist sooo wichtig für Hunde unter sich zu sein. Man muss natürlich nur die passende Gruppe finden.
        Also, viel Erfolg:-)
        lg pebbelz

        (4) 05.05.13 - 19:35

        Ohne dabei gewesen zu sein, möchte ich nicht über die Welpenschule urteilen, manchmal ist so was auch einfach ein Missempfinden.
        Hier bei Urbia gab es schon wilde Beißereien die sich dann als völlig harmloses Gerangel herausstellten ;-)

        Also, sowohl kleine Hund müssen lernen mit Großen umzugehen und große Hunde müssen lernen mit Kleinen umzugehen.
        Ich finde nix schlimmeres als Dackelbesitzer die mich anbrüllen ich solle meinen Hund anleinen, der würde ihren Dackel tot treten #klatsch

        Mein Hund hat schon so manch einen kleinen Hund massiv zu beschwichtigen versucht und lief einen großen Bogen um ihn - wo er ihn doch in der Theorie nur hätte packen müssen und einmal schütteln ;-)

        Ich habe bei unserer Welpenschule fast ausschließlich gute Erfahrungen gemacht, die schlechten lagen an uneinsichtigen Hundehaltern und Trainern die sich da nicht richtig durchsetzen konnten.

        LG

      • In unserer Welpenschule wurden alle Welpen auf Kommando des Hundetrainers gleichzeitig abgeleint damit kein Welpe benachteiligt wurde.

        Welpen großer Rassen mit Welpen kleiner Rassen war alles kein Problem.
        Hunde die in den ersten 2 bis 3 Stunden noch Panik vor den vielen verschiedenen Artgenossen hatten wurden mit jeder Stunde selbstbewusster.
        War auch bei unserem so!
        Es ist also ein normales Lernverhalten!

        Uns wurde auch vom Hundetrainer immer wieder ausdrücklich gesagt, dass wir als Mensch nur im absoluten Notfall dazwischen gehen sollten also wenn sich zwei Welpen ernsthaft beißen.
        Sowas kommt bei jungen Hunden aber wirklich sehr sehr selten vor.

        Hallo
        also wir sind in keiner hundeschule gegangen er kann jetzt alles man kann auch alles selbst bei bringen.

      • (7) 06.05.13 - 09:43

        Hi,

        Welpenschule: ja - definitiv

        ABER:

        Such sie gut aus!

        Bei uns ist es so, dass gleichaltrige Welpen aller Größen bis ca. 20-22 Wochen gemeinsam spielen (danach gibt es die Junghundegruppe zur Grundausbildung bis ca. 1 Jahr). Kommen später jüngere Welpen dazu, dann gibt es zwei Gruppen (wobei entweder mehrere neue, gleichaltrige Welpen eine Gruppe bilden oder eben die kleinen der älteren Welpen mit dabei sind).

        Allerdings darf man als Welpenbesitzer seinen Hund nicht in Watte packen - man soll nur aufpassen. Quiken, sich überkugelnde Welpenbälle etc - das gehört alles zur gesunden Entwicklung dazu. Normalerweise sieht es schlimmer aus und hört es sich schlimmer an, als es ist.

        Aber Dein og Beispiel zeigt, dass nicht jeder Trainer in der Lage ist, eine Welpengruppe zu leiten. Wenn von 5 Hunden, 3 große dabei sind und zwei sehr kleine und - wie der Pinscher- körperlich unterlegene Welpen, dann sollte man erstmal die kleinen gemeinsam ohne Leine spielen lassen. Je nach Welpengröße würde ich die ganz großen wie DSH, Staff, etc nicht mit einem Zwergpinscherwelpen spielen lassen. Nicht, weil sie böse sind, aber es sind tolpatschige Welpen - und ein Pfotenhieb oder überrennen vom DSH kann beim Zwergpinscher schon Schaden anrichten.

        Unser Verein hat auch schon dazu geraten, eine andere Welpengruppe zu suchen bzw. später nochmal anzufragen, weil wir entweder nur kleine Welpen hatten zu denen der Neufundländermix nicht passte oder umgekehrt, der kleine Terrier nicht zu den DSH etc...

        Ein Spaniel ist nun nicht sooo klein und zart wie ein Zwergpinscher, aber trotzdem solltest Du nach einer anderen Welpengruppe suchen (vom Erzählen her halte ich den Trainer nicht für geeignet - war aber eben nicht dabie). Eventuell gibt es bei euch einen gut geführten Schäferhundeverein mit Welpengruppe als Alternative zur regulären Hundeschule.

        Keine Hundeschule zu besuchen geht mMn nur dann, wenn man zu Hause selbst die Möglichkeit hat, einen Welpen korrekt zu sozialisieren (dazu sollten entsprechende Hunde im Umfeld vorhanden sein) und entsprechende Erfahrung hat. Mit 5-6 Monaten KANN es schon zu spät sein (das sehe ich bei uns regelmäßig) bzw. dauert eine gute Sozialisation länger als wenn man mit den 10 Wochen alten Welpen anfängt. Außerdem lernt ein Hund im jungen Welpenalter deutlich schneller und die Erziehung beginnt man ja auch sofort und nicht erst mit 6 Monaten.

        Gruß
        Kim

        (8) 06.05.13 - 09:47

        Hi,

        lies mal hier:

        http://www.schaeferhunde.de/site/rasse/ausbildung-sport/welpenspielstunden/

        So sollte es idealerweise ablaufen (und erklärt auch warum Welpengruppe).

        Gruß
        Kim

        (9) 07.05.13 - 13:05

        Hallo,

        Welpenschule ist wichtig, wichtiger ist aber, dass der Welpe lernt, mit anderen Hunden umzugehen!
        Verständlicherweise lernt er das besser von sozialen Althunden, als von gleichaltrigen Rüpeln! Deshalb schau dich um, ob in deiner Nähe so ein Hund lebt und lass deinen Kleinen Kontakt zu ihm haben.
        Eine GUTE Welpenschule ist für den unerfahrenen Hundehalter wichtig, dort bekommt er Erziehungstipps für den Welpen.
        Kontrolliertes Welpenspiel ist auch eine feine Sache, allerdings sollten es nicht viel Welpen sein - max. 5-6 Welpen - und die Hunde sollte in etwa alle das gleiche Gewicht haben, um Verletzungen gering zu halten.

        Ebenfalls sollten Stänker in die Schranken gewiesen werden, also muss das Welpenspiel unter guter Beobachtung des Menschen stehen.
        Wenn du in der Hundehaltung Erfahrungen mitbringst und sorgst, dass dein Welpe Kontakt zu sozialverträglichen Hunden hat, ist eine Welpenschule nicht dringend notwendig!

        LG Pechawa

        (10) 07.05.13 - 14:19

        Derartige Welpengruppen sind purer Nonsens! Zumindest, wenn es beim Zusammentreffen vordergründig um Sozialisierung gehen soll.

        Denn wie bitte soll ein Welpe von anderen Welpen ein korrektes Sozialverhalten lernen, wo diese selbst dort sind, um das zu lernen? Das ist, als würdest du einen Abc-Schützen bitten, einem anderen Abc-Schützen das Lesen und Schreiben beizubringen. Geht nicht!

        Und das Beispiel mit dem Pinscher bestätigt das eindrucksvoll. Der hätte eine Welpenschule gebraucht, in dem die Gruppe aus sicheren Althunden und Jungspunden besteht, die alle längst wissen, dass man so kleine Hunde nicht einfach umbügelt. Und dadurch lernt der Kleine ebenfalls, dass man so nicht miteinander umgeht. Durch ein richtiges Vorleben der anderen.

        Ein Hund von einem guten Züchter HAT bereits einen guten Grundstein an Sozialverhalten gelernt - beim Züchter.

        Ich rate meinen Welpenkäufern eindringlich, die ersten 1 - 3 Monate mit ihrem bei Abgabe 10 - 12 Wochen alten Welpen intensiv an einer vertrauensvollen, starken Bindung zu ihnen zu arbeiten. OHNE Welpenschule, aber möglichst nicht ohne Kontakt zu netten Hunden von Freunden und Bekannten!

        Denn das macht diese Hunde später aufmerksam auf ihre Leute, führig und regelbar. Sie lernen auch besser, knifflige Dinge/Situationen durch ihre Menschen regeln zu lassen, als selbst alles in die Pfoten nehmen zu müssen.
        Und erst danach ist Lernen in der Hundeschule angesagt. Und erst dann sind sie reif für eine Tobepause mit den anderen "Lehrlingen".

        Hör auf deinen Züchter! Die Argumente sind nicht aus der Luft gegriffen. Welpenschulen sind eine Modeerscheinung, aber nur wenige haben wirklich Stil.;-)

        #winke Ute

        • (11) 07.05.13 - 14:44

          Hallo!

          Erstmal vielen Dank für Deine Antwort! Bist Du meine Züchterin?? ;-)
          Genau das ist ihre Meinung auch.

          Ich hatte inzwischen nochmals mit 2 Welpenschulen Kontakt. Der erste hat mich
          ziemlich rüde gefragt, wieso der Welpe mit 8 Wochen noch nicht bei uns ist? #kratz
          Die zweite meinte, das Quicken und Bellen sei normal, würde sich aber nach 2 bis
          3 Stunden legen #zitter.

          Ich habe jetzt mit meiner Freundin ausgemacht, dass wir öfters unsere Runden mit ihr
          und ihrem älteren absolut super umgänglichen Hund machen und dann sehen wir weiter.

          Viele Grüße
          locke153 #winke

          (12) 08.05.13 - 20:58

          #pro

Top Diskussionen anzeigen