sehr kranke Katze - was tun?

    • (1) 07.05.13 - 11:58

      Hallo liebe Urbianer, ich suche dringend Rat/Meinungen.

      Meine 10 Jahre alte Katze Lolle ist chronisch erkrankt, schon ganz ganz lange. Wir sind mit ihr beim TA in Dauerbehandlung, aber nun sieht es so aus, als ob es noch viel schlimmer ist als bislang gedacht, und obwohl ich an dieser Katze total hänge, denke ich langsam daran, ob sie sich noch so quälen muss...

      Zur Vorgeschichte. Leider hat sie mehrere chronische Leiden: eine Autoimmunerkrankung, die sich vom Herbst bis Frühjahr durch eine Art Asthma (Husten und Atemprobleme) äußert, zudem dauerhaft Struvit-Steine (FUS), trotz Spezialdiät recht schlimm, wodurch Lolle auch unsauber ist, dazu kommt eine chronische Zahnfleischentzündung durch das Calici-Virus, die symptomatisch mit monatlichen Cortisonspritzen behandelt wird, weil sie sonst gar nicht fressen kann.

      Nun nimmt sie aber seit Monaten trotzdem immer weiter ab, wiegt nur noch knapp 3 kg, (Normalgewicht laut TA bei ihrer Größe wären 4,5kg), die TÄ beobachtet das schon lange sehr kritisch.

      Und nun seit ein paar Tagen baut Lolle ganz ab, sie frisst auch seit gestern gar nichts mehr, obwohl die Entzündung gerade ganz zurück ist da sie gerade ihre Spritze hatte und das Cortison ja auch den Appetit anregt. Ihr Fell ist total stumpf und struppig, sie lässt sich nicht mehr anfassen und zieht sich ganz zurück, pinkelt leider überall hin und ist ansonsten tagsüber komplett verschwunden.

      Nachher haben wir einen TA-Termin zur Blutabnahme, ich denke aber ich kann schon jetzt davon ausgehen, dass es die Nieren sind, die schlapp machen, die TA-Helferin deutete auch schon am Telefon an, dass es danach klingt.

      Ich bin total unglücklich, das mit anzusehen tut mir so weh, ich sehe da langsam nur noch Leid und null Lebensqualität, dabei machen wir schon alles was geht, damit sie mit ihren Krankheiten klarkommt.

      Was meint ihr, ist das noch zu rechtfertigen, so herumzudoktern? Ich musste vor 3 Jahren schon zusehen, wie mein Kater wegen eines Krebsleidens immer weniger wurde und litt, bis er dann erlöst wurde, und es war der Horror, nun das Gleicht mit Lolle...was mach ich nur?

      Für meine große Tochter wäre es allerdings ganz ganz schlimm, wenn wir Lolle einschläfern lassen müssten, sie 4,5 Jahre und gerade sehr mit dem Thema Tod beschäftigt. Aber man darf ja auch kein Tier leiden lassen, denke ich..also wann ist für ein Tier das Leben noch lebenswert?

      Bitte um eure Gedanken!

      • Bei einer Katze ist es schon sehr kritisch wenn sie so lange nichts mehr frisst, ich denke auch wenn es dir schwer fällt aber alles andere würde das Leiden eurer Katze nur hinauszögern.

        Gerne würde ich schreiben das mit etwas Barf und dem und jenem Mittel noch etwas zu machen ist aber dazu ist deine Katze einfach von zu vielen Leiden betroffen und der Zustand einfach zu schlecht.

        Irgendwann ist die Zeit leider gekommen und mit seinem haarigen Begleiter den letzten Weg zu gehen. #liebdrueck

        Hallo,

        hast du eine erneute Urinpobe machen lassen? gibt es noch Steine oder gar eine Blasenentzündung? Hat eure Katze mal eine Depotspritze mit AB bekommen?

        Meine Katze hat den gleichen Krankheitsverlauf wie deine. Es fing an mit einer Autoimmunerkrankung, chronischem Husten, Zahnfleischproblemen, Struvitsteinen und einer Blasenentzündung.

        Sie hat lange Cortison bekommen. Inzwischen bekommt sie regelmäßig ein Antibiotikum (ca alle 8 Wochen). Cortison haben wir abgesetzt. Damit geht es ihr gut. Der Husten hält sich in Grenzen und mit den Zähnen hat sie auch keine Probleme mehr. Für die Blasenentzündung hat sie ein anderes AB bekommen müssen, die ist aber nun auch weg und seit einem Jahr nicht mehr wiedergekommen. Wegen der Steine hab ich ganz eigenmächtig das Diätfutter abgesetzt. Sie wird mit Fleisch und einem 100%- Futter gefüttert. Trockenfutter gibt es keins. Die Urinwerte sind gut. Meine Katze ist inzwischen 16 und es geht ihr gut mit den regelmäßigen Maßnahmen.

        Vielleicht wäre eine Futterumstellung und ein AB noch ein Versuch wert. Wenn ihr das nicht hilft, denke ich auch, dass du über ein Ende des Leides nachdenken soilltest.

        Alles Gute für Euch

        Sonja

        • Also aktuell haben wir die Blase nicht mehr untersuchen lassen. Wenn sie Pipi nicht in die Katzentoilette sondern auf die Fliesen oder so macht und das antrocknt, sind die Struvitkristalle erkennbar. Depotspritzen mit AB: ja damals als die Struviterkrankung anlässlich einer Blasenentzündung bekannt wurde hat sie eine AB-Depotspritze bekommen.

          Das Problem ist die Zahnfleischentzündung, die ist nicht bakteriell bedingt und darum hilft kein AB.

          Futterumstellung hab ich auch schon dran gedacht weil die Akzeptanz der Struvitdiät ist echt bei ihr eh schlecht, eben auch weil sie eh schon ungern frisst wegen der Zahngeschichte.

          Ich frag nachher mal beim TA nach Alternativen und dann sehen wir weiter. In einem Fachforum wurde mir zwischenzeitlich geschrieben dass Lolles Krankheitsbild doch sehr bedenklich ist. Ich bin sehr unsicher. Mal sehen.

      Hallo,
      ganz ehrlich,wenn ich sowas lese blutet mir das Herz.Deine Katze ist sehr krank,Cortison,AB,Spezialfutter usw.,alles hat nichts gebracht,entweder du erlöst sie oder lässt sie ganzheitlich behandeln,also nicht nur die Symptome.Such dir einen guten Tierheilpraktiker,vielleicht hat sie dann noch eine Chance.Lies mal das Buch Hunde würden länger leben wenn... von Jutta Ziegler.Vielleicht bemerkst du dann wie es um deine Katze steht.
      LG KImchayenne

      • Ich fürchte ich verstehe nicht was du meinst. Bislang hat noch kein TA vom einschläfern geredet. Willst du sagen, ich hätte das eigenmächtig zu entscheiden? Dir ist schon klar, dass das gar nicht geht oder?

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