Wie Kater zum Freigänger machen?

    • (1) 14.05.13 - 23:14

      Huhu ihr lieben,

      am Samstag ziehen wir endlich um, raus aus der Innenstadt in eine super idyllische Wohngegend. 30-er Zone, Kirche gegenüber, super liebe Nachbarschaft mit vielen Kindern und Tieren usw. Wir wohnen in einem halben Haus und haben dann einen 300qm Garten #huepf

      Ich finde es spricht nichts dagegen unseren Schatz dann auch nach draußen zu lassen. Er ist ein BKH (viel zu schmächtig für seine Rasse, Foto im VK), geimpft (außer Tollwut aber ich wollte das sowieso noch mit dem Tierarzt abklären was er alles für draußen braucht), gechipt und registriert und kastriert.... Ein frecher 3-jähriger der es einfach verdient hat die welt zu erkunden, auch wenn es mir schwer fällt #zitter ist halt wie mein erstgeborenes #schein

      Könnt ihr mir Tipps geben? Habt ihr Erfahrung eine Hauskatze umzugewöhnen? Was muss ich beachten? Wie lange sollte er im neuen Haus erstmal bleiben? Brauch er ein Halsband, oder ist das zu gefährlich? ist es richtig ihn rauszulassen??????

      Fragen über Fragen ich hoffe jemand kann mir berichten :-)

      Viele liebe Grüße

      FameOne#winke

      • (2) 15.05.13 - 08:20

        Hallo!

        Ob es richtig ist ihn rauszulassen wird dir keiner wirklich beantworten können. Das mußt du für Dich entscheiden. Klar muß Dir aber sein, dass jeder Tag ein Abschied ist. Wenn Du ihn morgens rauslässt, kommt er vielleicht nie wieder. Zudem ist er eine Rassekatze.

        Das mit der 30er Zone ist kein Trost. Wenn wir mal ehrlich sind, wie viele fahren mehr als 30? Wir wohnen in einer Spielstraße, 4-7km darf man hier fahren, rollen im 1. Gang. Und jetzt rate mal wie die Realität aussieht.Zudem sind 30 km ja schon eine ordentliche Geschwindigkeit. Und der Katze ist es egal, ob du meinst, sie sollte sich nur hinten raus. Wenn sie sich in Richtung Straße rumtreiben will, dann tut sie das.

        Vielleicht ist es eine Möglichkeit, den Garten zu sichern. Einen gesicherten Freigang eben.

        Solltest du ihn rauslassen wollen, dasnn solltet ihr schon mehrere Wochen dort wohnen. Er muß sein neues Heim erst als dieses betrachten. Und dann? Tür auf und raus.

        LG
        Sabrina

        • (3) 15.05.13 - 13:26

          Zum Halsband natürlich auch von mir ein großes NEIN!
          Die Strangulationsgefahr ist viel zu groß. Tätowierungen lassen auch erkennen, dass es sich wahrscheinlich nicht um einen Streuner handelt.

      (4) 15.05.13 - 10:16

      Hallo!
      Eigentlich bin ich immer dafür dass Katzen Freigang haben sollten. Weil es so viel zu erkunden und zu entdecken gibt, jagen, im Gebüsch dösen etc etc... Ich selber habe auch einen Freigänger, der es einfach nicht anders kennt und ausrastet wenn man ihn einsperren will.

      Ich hatte auch eine Freigängerin, die wurde angefahren, schwer verletzt und musste eingeschläfert werden. Sie war fast neun Jahre alt.

      Mein Freigänger wurde bereits angeschossen, mit kaltem Wasser übergossen, war mehrmals tagelang verschwunden, hatte böse Verletzungen von Beisserein und wie oft er nur knapp diversen Autos entkommen ist möchte ich gar nicht wissen. Ich sehe manchmal wie er seelenruhig über die Straße schlendert oder sich gar auf die Strasse legt und sich in der Sonne wälzt. Er hat bisher verdammtes Glück gehabt.
      Es gibt immer Nachbarn die Katzen nicht leiden können, spätestens dann nicht wenn sie in deren Beete pinkeln oder sich auf die Blumen legen, wenn sie Vögel töten und die tote Beute dann sonstwo liegenlassen. Es gibt immer Katzenhasser, Jäger, Tierquäler und Geisteskranke die absichtlich und mit Freude Tiere überfahren. Es soll sogar Katzenfänger in Deutschland geben.
      Fazit: Freigang ist für Katzen sicherlich schön. Aber sei dir der massenhaften Gefahren bewusst! Ich sage meinem Kater jedes Mal wenn ich ihn rauslasse: "Aber pass sehr gut auf dich auf!". Denn es kann IMMER das letzte Mal gewesen sein, dass ich ihn sehe. Ich wünsche es keinem, doch mir ist es schon passiert und es passiert täglich viele, viele Male. Wenn du dein Tier rauslässt, dann besser ohne Halsband wegen der Strangulationsgefahr. Ich gehe davon aus dass dein Tier kastriert ist? Das ist ein absolutes Muss! Und lass ihn chippen.

      LG,
      Sandra

    • Hallo

      ich hatte damals meinen Kater 2 Wochen im neuen Zuhause gelassen, er war aber vorher auch schon Freigänger, danach bin ich mit ihm in die Freiheit...er war eher wie ein Hund;)

      Ich muss dazu sagen, das ich ihn abends (wenns gerade für Katzen am Schönsten wird) reingerufen habe, in der Nähe war nicht nur eine Autobahn....

      Halsband...hm, so sieht man das es kein Streuner ist...das wars aber auch!

      Ansonsten würd ich den Garten sicher machen!

      Viel Spaß

      (6) 15.05.13 - 11:38

      Also... Nach dem Umzug mind. 4 Wochen an die neue Umgebung gewöhnen lassen. Da er die "Freiheit" bisher nicht kannte, sollte das ja kein Problem sein (bei unserem Kater ist schon ein Tag ohne Freigang ein Problem). Danach kannst du ihn entweder ins kalte Wasser werfen und einfach rauslassen oder dir eine Katzeleine zulegen und erstmal mit ihm zusammen den Garten und evtl. Vorgarten erkunden. Normalerweise bleiben die Katzen / Kater erstmal in der Nähe und machen dann immer und immer größere Runden in der Umgebung.

      Natürlich sind alle Einwände hier berechtigt, Freigang beinhaltet auch Risiken. Unsere alte Katze war 17 1/2 Jahre Freigängerin (trotz Bahnstrecke gegenüber) und ist dann aufgrund ihres schwachen Herzes eines natürlichen Todes gestorben. Unsere jetziger Kater war nicht mal ein Jahr draußen, hatte einen Unfall (was, wissen wir nicht) - Nervenquetschung - und sein Leben hing am seidenen Faden. 1000 Euro haben wir in der Tierklinik gelassen. Auch das muss dir bewusst sein. Aber meine Meinung: Lieber ein (vergleichsweise) kurzes, zufriedenes Katzenleben mit allem was dazu gehört - Katzen sind Raubtiere! - als 20 Jahre auf max. 150 qm "eingesperrt" zu sein.

    • (7) 15.05.13 - 15:41

      Wenn ihr so ein tolles Katzenparadies habt (ja, auch wenn eine 30er Zone mit Anwohnerverkehr dazu gehört), dürft ihr den Kater meiner Meinung nach nicht drinnen lassen. Stellt euch vor, ihr sitzt im Garten und er sitzt drinnen und darf nur zugucken!

      Ich hatte bis jetzt zwei Kater (einen, der 15 Jahre alt geworden ist und bei meinen Eltern gelebt hat, und nun seit 4 Monaten einen 10jährigen aus dem Tierheim), beides waren/sind Freigänger.
      Bei mir ist es so, dass ich mir eigentlich keine Sorgen mache, wenn mein Kater draußen ist (anders wäre es natürlich, wenn er plötzlich seeeehr viel länger wegbleiben würde als für gewöhnlich). Ich freue mich für ihn, wenn ich sehe, wie gerne er rausgeht und wie viel mehr Lebensqualität es für ihn bedeutet - gerade wenn es sich sonst um einen Einzelkater handelt (scheint bei euch ja auch so zu sein).

      Beide Kater, mit denen ich meine Erfahrung gemacht habe (mache), sind draußen sehr vorsichtig, was Autos angeht. Obwohl sie sonst überhaupt nicht scheu waren/sind, sind sie sofort weggelaufen, wenn ein Auto kam.
      Übrigens war der 15jährige Kater ein Russisch Blau, also auch eine Rassekatze und ich finde, das sollte kein Grund sein, eine Katze deshalb einzusperren.

      Wie meine Vorschreiberinnen schon sagten: Ihr solltet ihn mindestens 4 Wochen drinnen behalten, damit er sich an sein neues Zuhause gewöhnen kann und dann könnt ihr ihn "einfach so" rauslassen. Vielleicht, wenn ihr auch gerade draußen seid, man ist ja eh neugierig :-) Wahrscheinlich wird er zunächst in der Nähe des Hauses bleiben und seine Ausflüge erst nach und nach verlängern. Und vielleicht geht er grundsätzlich nicht weit und lange weg - unser jetziger Kater kommt eigentlich spätestens alle halbe Stunde wieder rein und bleibt ansonsten in Rufweite.
      Achja: Halsband weglassen. Chippen und eventuell tätowieren. Jemandem, der ihn klauen will, ist ein Halsband auch egal, und jemand, der ihn findet und zu seinen Besitzern zurückbringen will, geht zum Chipauslesen auch zum Tierarzt.

      Euch allen viel Spaß im neuen Haus und Garten :-)

      Hallo!

      Also ein Risiko ist es immer. Bitte bedenke auch was für Straßen 400 Meter weiter sind, und wenn man Nachbarn hat die oft Schneckenkorn Rattengift und ähnliches Zeug im Garten verteilen ist das auch hochgradig gefährlich. Und Kirche gegenüber, wenn da dann Sonntags kreuz und quer geparkt wird? naja...

      Man muss eben abwägen, was es an gefahren und was es an Risiken gibt...

      (9) 15.05.13 - 22:32

      Hi,

      schön dass du ihn rauslassen willst!

      Ich würde ihn erstmal noch ein paar Wochen drin lassen, damit er sich an sein neues Zuhause gewöhnt und es als sein Revier anerkennt.

      So in 4 Wochen würde ich dann anfangen ihn einfach mal mit in den Garten zu nehmen. Normalerweise bleiben die Katzen erstmal in der Nähe und trauen sich gar nicht groß weg. Und außerdem finden sie es auch toll, wenn ihre Menschen mit dabei sind.
      Er wird dann seinen Radius einfach jedes mal ein bisschen erweitern und irgedwann habt ihr euch beide dran gewöhnt und er wird auch mal ne größere Runde drehen.

      Halsband würde ich ihm keins anziehen, die Strangulationsgefahr wäre mir zu groß.

      LG juju

      (10) 17.05.13 - 16:28

      wir haben hier am land in einer dünn besiedelten 30er zone und nur anreinerverkehr ... unser kater (übrigens kartäuser :-)) wurde vor 2 jahren angefahren. hat ausgeschaut wie jekyll and hyde #schmoll gsd ist weiter nichts passiert als dass er dehydriert war weil er wegen den schmerzen nichts getrunken hat. in folge musste ihm ein reißzahn entfernt werden. letztes jahr wurde er wohl wo runtergestoßen (er ist noch nie geklettert) und hat sich einen splitterbruch an der hüfte zugezogen, seither hat er nur noch eine hüfte und geht nur noch zu den direkten nachbarn ... er hat es wohl gerafft dass die welt gefährlich ist #kratz#schwitz

      was ich sagen will: du musst immer damit rechnen dass was passiert ... wenn er nicht raus will (leider ist unser kater der geborene freigänger und dreht in der wohnung am rad), dann würd ich ihn drin lassen. im prinzip ist es aber einfach: türen offen lassen. wenn die katze raus will, dann geht sie, wenn nicht ... nicht (unsere 2. katze hat die türen immer zugemacht ...)

      (11) 18.05.13 - 13:31

      Hallo,

      eine schwierige Entscheidung, die ich nicht mehr treffen möchte. Unsere Katze ist vor drei Jahren verschwunden. Abends habe ich sie hinausgelassen und sie nie mehr wiedergesehen. Alles abgesucht, telefoniert, Nachbarn befragt, Aushänge gemacht: sie war und blieb verschwunden. Es war die liebste Katze auf der Welt und mit den Tränen, die ich vergossen habe, könnte man eine Badewanne füllen. Ja, die Katze hat ihre Freiheit und genießt sie, aber es kann eine tödliche Freiheit sein.

      Bedenke bei Deiner Entscheidung auch, dass es in deiner Umgebung Nachbarn geben wird, die es gar nicht lustig finden werden, wenn Eure Katze in ihrem Garten stromert, Vögelt tötet oder ihre Geschäfte dort erledigt. Eine solche schöne Erfahrung mit "netten" Nachbarn habe ich leider auch machen müssen.

      Vielleicht gibt es ja eine Möglichkeit, Euren Garten ausbruchsicher zu machen?

      Alles Gute

      Babulja

      (12) 22.05.13 - 14:41

      wenn dir deine nachbarn lieb sind zäune dein grundstück wie ein weiteres zimmer ein...

      es nervt so dermaßen wenn dir ein kater irgendwo hin macht, oder sei es nur diese katzen-sch**-überraschungen beim kartoffeln ernten... ich kriege da jedesmal die kriese....

      und oib ich dann den mist einer gechipten, oder ungechipten katze in der hand habe macht auch nicht den unterschied...

      dass ihr ihn habt kastrieren lassen ist aber schon mal löblich, leider nicht selbstverständlich :-( hier werden es immer mehr verwilderte bietser die sich dann bei uns breit machen... ist natürlich auch gerne ein kater dabei, der dann richtig markiert - an der wäsche, in mein schlafzimmerfenster - pfui...

      lg gussy

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