Kaninchen beißen sich

    • (1) 23.06.13 - 12:17

      Hallo #winke

      Meine beiden Kaninchen (weiblich unkastriert und männlich kastriert) sind zusammen aufgewachsen (geschwister) und waren auch immer ein Herz und eine Seele. Hektor habe ich mit 15 Wochen kastrieren lassen und es gab meiner Meinung auch nie Probleme zwischen den beiden. Mimi hat ihn schon öfters berammelt, dass habe ich allerdings als Dominanzverhalten abgetan

      Gestern habe ich bei Hektor auf dem rücken eine offene Stelle gefunden. Wir sind direkt zum Tierarzt, ich hatte auch einen Pilz getippt und wollte es natürlich abgeklärt haben. Beim Tierarzt kam dann die große Überraschung: bisswunden von mimi über den ganzen Körper (durch das dichte Fell nicht sichtbar gewesen). Fazit des TA: mimi muss weg.

      Das kommt für mich allerdings nicht in Frage.

      Gestern haben wir dann beide in getrennte Käfige gesetzt (verschiedene zimmer). Heut morgen habe ich beide auf neutralen Boden gesetzt und dann ging es los. Hektor hat mimi gerammelt und ist immer wieder auf sie drauf #schock

      Wenn sie sich jetzt über den weg hoppeln, dann geht das geknurre los.

      Soll ich sie heute abend wieder in getrennte Käfige setzen? Ich bin echt ralos, weil 1,5 Jahre waren beide meiner Meinung nach ein Herz und eine Seele..

      LG

      • (2) 23.06.13 - 15:22

        hallo blueberry
        den TA kannst du schonmal in die tonne kloppen. ein TA der mit dem wissen der heutigen zeit sagt hasen sollen getrennt bzw alleine leben ist ganz simpel nicht kompetent was kaninchen betrifft.

        das "gerammel" von deiner häsin ist frustationsverhalten. kaninchen haben keine stillen eisprung (dh sie merken jedesmal wenn sie einen haben im gegensatz zu uns menschen) und wollen sich dann fortpflanzen. zusätzlcih wird der eisprung durch berührung ausgelöst. somit hat ein kanichen in "gefangenschaft" wenn es blöd läuft alle 3 wochen einen eisprung den es auch bemerkt. das schafft unrige sowohl für das weibchen als auch das kastrierte männchen. somit ist die empfehlung von modernen tierätzen die sich mit nagern auskennen -> auch weilbliche kastieren!
        zuätzlich haben kaninchen immer eine rangordnung. wenn du sie jetzt immer weider trennst und zusammen setzt wird das immerwieder von vrone geklärt werden müssen.

        die devise ist: gemeinsamer stress verbindet. dh du solltest beide in eine box setzten und mitndestens eine halbe stunde auto fahren. so haben die beiden stress und keine zeit sich zu verfeinden sondern werden sich ganz schnell zusammen tun. das kann man auch gerne länger als eine halbe stunde machen. dannach soltlen sie auf neutralen boden der aber mit vielen abkleungen futter usw ausgestattet ist damit sie was zu tun haben. zuätzlich sollte er groß genug sein damit sie sich aus dem weg gehen können wenn sie wollen. ein gewisses ausarbeiten der rangordnung wird aber auch dann statt finden. das klärt sich aber!
        mittelfristig würde ich dir sehr empfehlen die häsin kastrieren zu lassen. allerdings nicht bei dem von dir oben beschrieben TA!
        kaninchen brauchen kaninchen! einzelhaltung ist keine alternative.
        grüße

        lass sie zusammen bleiben und mach möglichst bald einen Termin für die Kastration des Weibchens - aber bitte bei einemTierarzt, der sich besser mit Kaninchen auskennt.

        hey,

        berammelt er sie auch oder nur sie ihn?
        eine häsin hat ihren eisprung nämlich nur nach einem deckakt und nicht nur durch eine bloße berührung.

        wie lange sind die tiere schon zusammen?

        es kann aber vorkommen das geschwistertiere sich i-wann nicht mehr vertragen. denn nur weil die tiere verwandt sind ist das keine garantie für eine verträglichkeit. und dann solltest du sie wirklich trennen und neue partner suchen.
        das ist genau wie beim menschen, wenn man mit jmd nicht klar kommt, wird sich dies nicht ändern. und getrennte käfige und dann neutraler boden sind völliger quatsch, leiden können sie sich dadurch auch nicht besser.

        du kannst nattürlich auch versuchen sie kastrieren zu lassen, ist aber keine garantie für den erfolg.
        wie alt ist die häsin eigentlich?
        denn es kann vorommen das ältere häsinnen auf ihren hormonen durch drehen, dann wäre es sinnvoll sie zu kastrieren, um auch einfach ihr das leben etwas leichter zu machen.
        sollte dies nicht der fall sein, würde ich dir von einer kastration des weibchens wirklich abraten, denn es bedeutet viel stress und schmerzen für das tier.
        ich habe es einmal bei einer häsin machen lassen, weil es nicht anders ging und würde es nie wieder einem kaninchen antun, wenn keine absolute notwendigkeit, wie z.B. ein Tumor besteht.

        lg kaddlchen

        • (5) 23.06.13 - 16:58

          hallo kasslchen
          eine häsin hat ihren eisprung nach den deckakt in der natur, aber berührung ect in unserer heimtier haltung (auch das "berammeln" vom patern) lösen den eisprung aus! das ist medizinisch nachgewiesen, auch weibliche tiere die ohne mönnchen leben haben eisprünge!
          eine korrekt durchgeführte kastration bedeuten nicht viel schmerzen ect. TA sollten schmerzmittel verabreichen und wenn sich ein TA mit kaninchen auskennt dann geht es den tieren am nächsten tag idR wieder gut. natürlich ist es eine OP, und keine OP ist ohne risiken. das risiko, dass unkastierte häsinen an einer gebärmutter erkrankung versterben ist aber wesentlich höher als das risiko eine OP zu einem frühen zeitpunkt.
          es sollte aber nur ein TA durchführen der von kaninchen ahnung hat. und das haben nicht alls.
          meine weiblichen tiere sind alles kastiert, es sind alle irgenwelche tierschutzfälle wo die besitzer keine therapie mehr zahlen wollten oder meinten die tiere wären einzelgänger die sich nicht vertragen. wir haben zur zeit eine gruppe von 8 kaninchen im garten. komischerweise klappt das mit den sozialen problemfällen einwandfrei bei uns. gerade letzten dienstag haben wir wieder eine übernommene tierschutzhäsin kastriert und hatten null probleme. abends hat sie wieder normal gefressen und alles ist bisher super. es kann natürlich auch anders laufen, aber wenn ein TA sich mit nagern auskennt, dann kennt er sich auch mit geeigenter medikation und vor allem einer guten narkose für kaninchen aus, das ist ein großer unterschied zu hund und katze!

          • (6) 23.06.13 - 18:50

            ich respektiere deine meinug zu dem thema, bin aber nicht bereit meine eigenen tiere mit schmerzmitteln voll zu pumpen, für einen recht sinnlosen eingriff, meiner meinung nach.
            gute narkose und kaninchen passt nicht. da man kaninchen nicht tief in narkose legen kann, weil sie sonst einfach drauf gehen, aber nya, wie gesagt ich respektiere das was du sagst, sehe es aber grundsätzlich anders.

            erstmal schön das du kaninchen aus dem tierschutz aufnimmst, es kann natürlich klappen, aber du kannst auch an kaninchen geraten die definitiv nicht kompatibel sind.

            und wie gesagt, ich sehe es nicht ein meinen kaninchen so etwas anzutun, nur um sie zu vergesellschaften. ich suche lieber solange bis ich ein passendes tier gefunden habe.

            lg kaddlchen

            • (7) 23.06.13 - 18:58

              hallo kaddlchen
              wenn man tiere findet die sich super verstehen ist das ja toll. wie kommst du denn auf die idee das man kanichen nicht in narkose legen kann? wieso sollten sie bei einer guten narkose drauf gehen?
              grüße
              johanna

              • (8) 23.06.13 - 19:17

                man kann sie schon in narkose legen, aber nicht tief.

                je tiefer die narkose, desto länger ist das kaninchen nicht bei bewusstsein. mit jeder minute steigt das risiko das, dass tier stirbt.
                kaninchen haben einen sehr empfindlichen organismus, vorallem die verdauung. dadurch müssen kanichen ja auch ständig nahrungsangebot haben, da sonst die verdauung fast völlig zum erliegen kommt und damit der energiebedarf nicht mehr gedeckt wird (bei kaninchen recht hoch) und das sich auf sämtliche andere körperfunktionen auswirkt, sprich atmung und herzschlag.

                • (9) 23.06.13 - 19:28

                  hallo kaddlchen,
                  wenn man es so sieht dann ist bei jeden lebewesen eine narkose mit der länge der zeit ein größeres risiko. die kunst bei jeder narkose ist es das tier in den chirurigschen toleranz bereich zu legen, dann muss man nicht mehr tiefer legen. sonder einfach eine narkose überwachen und erhalten. bei kaninchen gibt es sogar vollständig antagonisierbare narkose, dh nach der OP kann man das tier komplett wecken.

                  das mit der verdauung ist nur zum teil richtig. kaninchen müssen ständig futter angebot haben da ihr magen darm trakt nach einem stopf system arbeitet. dh wenn nichts nachkommt wird auch nicht verdaut und dann kommt es zu bakteriologischen inbalazen im darm. das passiert beim kaninchen wiederrum da sie eine spezielle bakterienflora im darm haben die die rohfaser für sie aufspalten und wenn die verdauung stagniert kommt es zu einer änderung des pH wertes, einer aufgasung, magen schmerzen und noch weniger futteraufnahme.
                  genau daher ist eine gute schmerzabdeckung bei einer kaninchen narkose so wichtig! damit es nicht zu magendarm schmerzen kommt und die tiere sofort nach der OP wieder fressen. man kann bei kaninchen auch knochenbrüche richten ohne dass sie in narkose versterben. man muss halt nur wissen wie. und dazu ist ein gutes grunwissen was nager betrifft nötig, das haben viele tierärzte nicht.
                  die atmung ist bei kanichen in narkose eine gefahr da sie so ein kleines lungenvolumen haben, dadurch ist lagerung in narkose, intubation ect wichtig. wie gesagt man muss nur wissen wie, dann hat man keine probleme.
                  aber generell ist es natürlich immer besser wenn man keine narkose oder OP braucht, das gilt für jedes lebewesen! in bezug auf kastrationen bei weiblichen kaninchen finde ich den stress lebenslang mit funktionellen eierstöcken zu leben, die nutzen auf seiten der OP. aber das kann ja jeder für sich entscheiden.

                  (10) 23.06.13 - 23:56

                  Das stimmt nicht. Man kann eine sehr tiefe Narkose machen, und danach mit dem passenden Antagonisten innerhalb von Minuten das Tier wieder aufwecken. Auch eine Gasnarkose kann tief sein, und in aller Regel ist der kleine Patient nach einer halben Stunde wieder hellwach.

                  Nur leider machen viele Tierärzte eben Billignarkose, per Spritze, oft auch nur ungenau berechnet (etwa nicht auf das exakte Gewicht abgestimmt, sondern nur so Pi mal Auge), oder sie haben gar keine Möglichkeit zur Inhalationsnarkose.

                  Das liegt aber an schlechten Tierärzten, nicht daran, dass es so schwierig wäre Kleintiere zu narkotisieren.

                  Weckt man die Tiere nach einer Injektionsnarkose auf oder verwendet Inhalationsnarkose dann sind sie oft weniger als eine Stunde ohne Nahrung, also ganz unproblematisch.

        (11) 23.06.13 - 17:08

        es haben übrigens auch weibliche kaninchen in einzelhaltung einen eisprung und werden scheinschwanger. bei denen ist ausgeschlossen, dass es drch das "berammeln" kommt.

        (12) 23.06.13 - 17:19

        sorry letzter zusatz: scheinschwanger können kaninchen nur werden wenn sie einen eisprung haben, da nur dann ein gelbkörper gebildet wird aus fem ehemligen follikel und nur dann die entsprechenden hormone gebildet werden.

        das weibchen auch ohne männchen einen eisprung haben steht außer frage

        • (13) 23.06.13 - 18:54

          ja können sie, wenn man genug am rücken rumfummelt. das sollte man also nicht machen.
          außerdem sind kaninchen nun wirklich keine kuscheltiere. wenn man sowas möchte soll man sich eine katze oder einen hund anschaffen.

          da dieses phänomen bei meinen tieren nicht vorkommt, da ich sie definitiv nicht als kuscheltier halte, sondern drauf achte sie möglichst artgerecht zu halten, habe ich diesen aspekt nicht bedacht...

      Meine beiden sind 1,5 Jahre alt und seit ihrer Geburt zusammen.

      Er berammelt sie sehr selten (habe ich bisher nur einmal mitbekommen). Was mir allerdings heute aufgefallen ist: sie leckt ihm über die offene Stelle und knabbert das Fell ab. Das nennt sich wohl "leckekzem" er lässt es sich auch gefallen und entspannt dabei total #kratz

      Meine beiden haben knapp 5 qm, wenn ich zu Hause bin, dann sogar knapp 18 qm. Also an zu wenig Auslauf/Beschäftigung kann es nicht liegen. Davon haben beide genug.

      Kastrieren möchte ich sie ehrlich gesagt nicht, es ist bei einem Weibchen ein wesent größerer Eingriff und ein Erfolg ist dadurch leider nicht garantiert.

      Danke für die antworten #klee

      • meine lecken sich zwar auch gegenseitig, aber nicht so, dass es offene stellen gibt.

        hast du es mal mit einem leckstein versucht?

        oder etwas anderes das sie ablenkt. ich habe immer mal wieder z.b. knabberstangen so in den käfig gehängt, dass sie freischwingen und die kaninchen richtig etwas zu tun bekommen, um an die leckerei zu kommen

        • Meinst du einen Salzleckstein? Diese bekommen meine beiden nicht, da ich sie sehr ausgewogen ernähre (heu, täglich frisches Gemüse, alle 2-3 Tage Obst).

          Das mit der Ablenkung werde ich mal probieren :-) nimmst du da die handelsüblichen knabberstangen? Mal gucken ob die beiden das futtern, sowas gab es bisher noch nicht :-)

      (18) 23.06.13 - 19:13

      hallo blueberry
      ein leckekzem fügt man sich idR selber zu. das hört sich eher danach an als würde sie ihn putzen (und veränderte stellen werden dabei mehr bearbeitet) das ist eigentlich ein gutes zeichen was die beden angeht. den wunden tut es leider nicht so gut wenn sie noch zusäztlich bearbeitet werden.
      er entspannt und lässt sich das gefallen weil es ein ausdruck von zuneigung ist.
      wenn du sie nciht kastieren willst ist das natürlich völlig ok, ist ja deine entscheidung. wollte dir nur mitteilen, dass es die möglichkeit gibt und diese auch sehr effektiv ist, aber du hast recht, eine garantie ist es nicht. wobei das putzen auch zeigt, dass sie kein generelles problem miteinander haben!
      viel glück weiterhin
      johanna

      (19) 23.06.13 - 19:19

      schon wieder ein zusatz #sorry
      meiner meinung nach wirklich wichtig: nicht immer wieder trennen und zusammen setzten. wenn sie sich belecken verstehen sie sich und wenn man sie immer wieder trennt gibt es immer wieder neue auseinandersetzungen was die rangordnung betrifft wenn man sie zusammen setzt.

      • (20) 23.06.13 - 19:42

        Ich hab ja überlegt ob ich ihm was "überziehe". Also so, dass sie ihn erst mal nicht mehr lecken kann und die wunden in Ruhe verheilen können. Eine alte socke meines Freundes müsste da ja ausreichen. Die Frage ist nur, ob er sich das gefallen lässt.

        • (21) 23.06.13 - 22:50

          wenn sie ihn auch mit jäckchen nicht komisch finde ist das ok. du musst nur drauf achten, dass er sich gut bewegen kann und va im anogenital bereich putzen kann.

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