Hundeführerschein...

    • (1) 26.06.13 - 18:38

      Hallo zusammen,

      in Niedersachsen gibt es ab dem 01.07 ein neues Gesetz, das besagt, dass jeder, der weniger als zwei Jahre einen Hund hat einen Hundeführerschein machen muss...wir haben einen Havaneser Mix, er ist kleiner als so mancher Hase, trotzdem muss ich wohl diesen Führerscheinmachen, für mich nichts als reine Geldschneiderer, jetzt meine Frage, muss unbedingt der Hundehalter diesen beknackten Schein machen oder kann ich z.B auch meinen 15 jährigen Sohn dahin schicken ( ist schließlich sein Hund)?

      • Es geht dabei nicht um die Größe des Hundes sondern darum das Hundehalter etwas über Hunde lernen, ich finde dieses Gesetz sehr gut und wenn es lernfaule Menschen nur davon abhält sich einen Hund anzuschaffen, hat es sich schon gelohnt!

        Ob Du Deinen Sohn schicken kannst, fragst Du am besten die Behörde, die dafür zuständig ist, ich denke aber nicht!

        LG

        • Naja, ich finde schon, dass so ein Führerschein eher was für Halter ist, die sich erstmalig einen Hund anschaffen dessen Rasse unter die " Kampfhunde" fällt, mal ehrlich, ich bin vierfache Mutter, einen ELTERNFÜHRERSCHEIN gibt es nicht jeder Volltrottel kann Kinder in die Welt setzen, ohne dass es irgendeine Form von " Kontrolle" gibt, aber für einen Minihund spricht man mir das " Können" ab??? Das hat mit " Lernfaul" definitiv nichts zu tun!!!!!Es kann doch wirklich nicht angehen, dass man für die Anmeldung 17 Euro zahlt, dann für eine praktische Prüfung 40 Euro und das gleich nochmal für die Theorie..UNGLAUBLICH!!!!!!!!!

            • die wirst Du aber mit einem Hundeführerschein nicht verhindern können!!!!!!! Ich weiß nicht, wie man sowas differenzieren sollte, aber Große Hunde sind nun mal rein von der Sache her schwieriger zu handeln als kleine!!! Und mit einem Hundeführerschein kannst Du den Charakter des Hundehalters auch nicht ändern. Und ich glaube schon, dass es Hunderassen gibt, die schwieriger oder gefährlicher sind als andere.

              Wenn ich mir einen Hund anschaffe, dann sollte ich selber entscheiden können, ob ich zur Hundeschule gehe oder nicht, einen ZWANG für alle und jeden, die sich einen Hund holen, finde ich völlig unangebracht!!!

    Da führt ein Bundesland ENDLICH den Hundeführerschein ein, was sicher die Zahl der Beißunfälle und auch der Tierquälerei an Hunden verringern wird, und DU regst Dich wegen nicht mal 100 Euro auf wie ein kleines Auto.

    Nein, es ist nicht sinnvoll den Hundeführerschein nur an bestimmte Größen zu binden, schließlich geht es dabei ums Prinzip. Und offenbar hälst Du es ja sowieso für völlig unnötig einen kleinen Hund zu erziehen - und gehörst damit absolut und 100% zu den Menschen, die den Hundeführerschein am allernötigsten haben. Ich liebe kleine Wadenbeißer, die meinen großen Hund so lange provozieren, bis der dann doch mal die Geduld verliert - aber klar, da kann die nicht abrufbare Fußhupe ja nix dafür, sondern der böse große Hund... die Halter wollen da schon Anzeige erstatten weil meiner nur droht, ist das nicht nett?

    Abwälzen kannst Du das übrigens nur dann auf Deinen Sohn, wenn der Hund auch dauerhaft bei ihm leben soll und nur ausnahmsweise jemand anders auf den Hund aufpasst - also etwa was wird wenn der mit 20 daheim auszieht?

    • Naja, natürlich kann es nicht sein; dass Halter von kleinen Hunden tun und lassen können, was sie wollen und Du als Halter eines größeren Hundes der dumme bist, da stimme ich dir absolut zu. Mich ärgert in der Hauptsache, dass Gebühren anfallen, was ich absolut daneben finde. Du musst deinen Hund in dieses Zentralregister anmelden; hier fallen Zusatzgebühren an...warum bekommen z B die Gemeinden es nicht hin; automatisch die notwendigen Daten für dieses Register zu übertragen, sobald der Hund angemeldet ist? Du zahlst doch schon Steuern!!!

      Und zum Punkt abwälzen: JA der Hund ist für meine Kids; ich habe extra mit der Anschaffung so lange gewartet, bis die Kids auch so alt sind um Verantwortung zu übernehmen. Ich bin Vollzeit berufstätig und es war Vorraussetzung, dass die Kids alle Pflichten zu übernehmen haben. Es gibt bei uns einen Plan, indem genau geregelt ist, wer wann mit dem Hund rauszugehen hat ihn zu füttern und zu pflegen hat etc. auch müssen meine Kids die Hinterlassenschaften IMMER weg machen. Ich habe lediglich dem Hund einige Dinge beigebracht im Welpen alter, sodass er die Grundbegriffe kennt und vernünftig an der Leine geht ( soviel zur Erziehung; ich bin praktisch mit Hunden groß geworden, nur waren die Halter meine Eltern, sodass ich diese zwei Jahre innerhalb der letzten zehn Jahre nicht nachweisen kann). Ich werde mich mal bei der Gemeinde erkundigen, ob auch mein Sohn die Prüfung ablegen kann...

      • Na da hoffe ich sehr, dass der Hund dann nicht bald zur lästigen Pflicht wird, weil die Kinder was spannenderes vorhaben, als Gassi zu gehen - und entsprechend die Runden immer kürzer werden.

        Gassi gehen nach Stundenplan - damit kann man Kindern die schönsten Sachen verleiden.

        Außerdem solltest Du trotzdem weiterhin an der Erziehung dran bleiben.

        • Klar, das werde ich auch( also bei den Kids und beim Hund;-) Und der Plan existiert, da ich 4 Kinder habe und es sonst immer heißt, ich war schon, jetzt kann auch mal....der Plan ist lediglich dazu da, das derjenige eben dran ist, die anderen natürlich auch dürfen....bei uns muss alles ein bisschen durchorganisiert sein, sonst klappt es nicht...( bin halt keine Mama, die nur zu Hause sein kann) Und Beruf, Kids, Haus;Hof und Hund muss unter einen Hut gebracht werden..und lass Dich von den " Trethupen" Besitzern nicht ärgern;-)

          • Wir waren drei Kinder. Am Ende war der Hund dann meistens eine lästige pflicht - wir sollten immer zwischen Mittagessen und Hausaufgaben mit ihm spazieren gehen, auch abwechselnd, und wer nicht "dran" war hatte da eine halbe Stunde Zeit für sich, konnte Fernsehen oder lesen, bevor es an die Hausaufgaben ging (am Gymnasium oft Arbeit für 2 Stunden). Entsprechend wenig Begeisterung war da für den Hund, weil eben echt die Freizeit drunter leiden musste. Noch dazu haben meine Eltern rein gar nichts gemacht, der Hund war total unerzogen, hat an der Leine gezerrt wie blöd und mit 12 Jahren hatte ich gar nicht die Kraft, einen 35-Kilo-Hund zu halten.

            Meine Erinnerungen an diese Gassi-Pläne sind entsprechend nicht die besten, und ich hatte auch absolut keinen Spaß dran. Heute wenn ich mit meinem Hund unterwegs bin kann ich mich entspannen und die Seele baumeln lassen, aber der hört eben auch, wenn man ihn ruft, und die Leine kann man mit dem kleinen Finger festhalten - man muss eher schauen dass die nicht im Dreck geschleift wird, weil sie immer durch hängt.

            aber als Kind haben es mir meine Eltern mit so einem Plan eben echt verdorben einen Hund zu haben.fand ich nicht so toll.

            Ich will Dir einfach nur raten, das im Auge zu behalten, schließlich sollen deine Kinder Spaß am Hund haben und ihn nicht als ungeliebte Pflicht ansehen.

            • Das ist lieb von Dir, werde ich beherzigen, aber bisher läuft es echt super; allerdings kristallisiert sich auch schon heraus, das der Zweitälteste richtig Spass am Hund hat und mir sogar die Nachbarn schon erzählt haben, wie toll die zwei harmonieren...ich mische mich halt nur ein, wenn ich merke, dass es nicht wirklich funktioniert. Was hast Du als Kind erwartet, dass Deine Eltern dir die Pflichten ab nehmen? Das war bei uns damals so..als meine Schwester und ich älter wurden, haben wir uns wir andere Dinge interessiert und die meiste Arbeit ist dann doch an meiner Mutter hängen geblieben; weißt Du, ich möchte meinen Kids halt auch beibringen, dass man Verantwortung für sein Handeln übernehmen muss, eben auch für ein Tier, dass sein Bedürfnisse hat, das sich eben nicht, wie ein ungeliebtes Spielzeug einfach in die Ecke stellen läßt..natürlich sollen sie Spass am Tier haben, aber sie sollen auch lernen; as die Medaille immer zwei Seiten hat und auf der anderen Seite ein Tier auch immer Arbeit bedeutet.

              Als der kleine Hund zu uns gekommen ist, war er wie ein kleines Baby, alle paar Stunden musst er raus, dass hatte ich dann teilweise übernommen, damit nichts daneben geht und der kleine Kerl hatte innerhalb weniger Wochen raus, dass draußen das Geschäft erledigt wird.

              Das der Hund Deiner Eltern unerzogen war, ist natürlich für ein Kind dann schwierig, vor allem wenn Du körperlich dann gar nicht in der Lage warst, ihn zu halten....Ne darauf habe ich schon geachtet, ganz zu Anfang bin ich zusammen mit den Kids Gassi gegangen; so haben sie die Kommandos kennengelernt und gesehen, wie wir mit Leckerlies gearbeitet haben..Mittlerweile bleibt der Hund an jeder Straße stehen, bevor es dann über die Strasse geht..also macht er das teilweise besser als die Kids!!

              Schön, dass Du die Spaziergänge mit Deinem Hund so genießen kannst und Dir die Alltagssorgen dabei vielleicht sogar egal sein können..so soll es sein:-)

              • Kinder könen einfach nicht alleine die Erziehung übernehmen, vor allem Kinder vor der Pubertät werden von einem Hund ja gar nicht ernst genommen - und da sind die Eltern ganz intensiv gefragt.

                Und wegen der Verantwortung - ja, das ist wichtig, aber auch Freizeit und Schule dürfen nicht zu kurz kommen. am ende war ich als Jüngste dann eben auch alleine übrig und musste dann neben dem Abiturstress und vier mal die Woche Nachmittagsunterricht immer noch alleine Gassi gehen, das war dann einfach auch zu viel. Da hätten dann meine Eltern schon mehr übernehmen müssen, vor allem als meine großen Brüder jeweils kurz vorm Abi standen wurden sie selbstverständlich schon von einigen Pflichten entbunden um lernen zu können.

                Übrigens hätte es meinen Eltern weiß Gott nicht geschadet sich zu bewegen, wenn mein Vater beizeiten ein wenig Sport getrieben hätte wäre er heute sicher nicht in Pflegestufe 2 - mit 73 Jahren.

                • Hey,

                  ja das ist richtig, die Schule geht natürlich vor, mein Großer geht nach den Ferien in die 9 Klasse Gymnasium und er engagiert sich im Fußball als Spieler, Schiri und Junior Trainer..Freizeit ist bei ihm dann schon eng gestrickt..aber die Kids tauschen untereinander ihre Pflichten, dass klappt bisher super.
                  Ich versuche auch immer altersgerecht die Pflichten zu verteilen, meine Kleine, sie ist acht,geht noch nicht alleine mit dem Hund Gassi dafür übernimmt sie andere, kleinere Aufgaben.

                  Pflegestufe 2, ganz schön hart, aber sei froh, dass Du deinen Papa noch hast, meiner ist letztes Jahr gestorben, mit 68 Jahren:-(

Hallo,

da kann ich Hasipferd nur zustimmen !!!

Viele Leute kaufen sich einfach mal so einen Hund aus der Laune heraus ohne sich darüber klar zu sein, dass es sich um ein Lebewesen handelt über das man sich vorher informieren sollte.

Gerade viele "Kleinhundbesitzer" erziehen ihren Hund nicht, lassen ihn frei herumlaufen und schimpfen dann auf die "Größeren" wenn ihre "armen Kleinen" dann angeknurrt werden weil sie kläffend den Macker machen oder im alleschlimmsten Fall sogar gebissen werden.

Ich finde die Idee gut das alle Hundehalter die sich jetzt neu einen Hund angeschafft haben diesen machen müssen. Und nicht nur die "Kampfhunde". Es gibt nämlich keine Kampfhunde es gibt nur schlecht erzogene Hunde ! Und warum ? Weil viele Menschen sich einfach keine Gedanken um Erziehung des Hundes machen und dann überfordert sind. Es gibt nunmal Hunderassen die ein wenig mehr Arbeit erforderlich machen.
Und dazu gehören nicht nur die Listenhunde !!

Und mal ganz ehrlich: Schließlich kann man ja auch kein Auto fahren ohne vorher einen Führerschein zu machen.

Ich selber habe schon verschieden Hunde(rassen) gehabt und jeder Hund ist wie wir Menschen auch individuell ! Ein Schäferhund ist anders zu erziehen als ein Flat-Coatet-Retriever oder ein Dogo Canaro. Man kann sogar einen Zwergschnauzer und einen Dackel erziehen, dass sie bei Fuß gehen oder nicht kläffen !!

Allerdings muß ich auch "gelberschmetterling" ein wenig Recht geben, dass es ja nicht gleich unbedingt ca 200,-- € kosten muß.

Liebe Grüße
Kampfelfe

Hallo!
Ich denke mal, man muss volljährig sein, aber einfach mal nachfragen.

Ich finde die Idee an sich gut, dass man eine gewisse Sachkunde besitzen muss, wenn man einen Hund halten will. Es geht hier schliesslich um Lebewesen. Wie oft muss man miterleben, dass Hundehalter ihre Hunde aus verschiedensten Gründen nicht "im Griff" haben oder keinerlei Ahnung, welche Bedürfnisse ihr Tier hat haben.Vielleicht wird dann auch vorher mal überlegt, ob man zu dem ganzen, was daran hängt, auch wirklich Zeit und Geld und Lust hat...

Meiner Meinung nach sind die Gesetze zum Thema "Tier" sowieso zu lasch. Man schaue nur, wieviele Tiere jetzt wieder ausgesetzt werden oder im Tierheim landen, aber gut, das ist ein anderes Thema...

Und dass der Sachkundenachweis nicht an der Grösse oder Rasse festgemacht wird, finde ich als ehemaliger Bullterrierbesitzer mal richtig klasse. Uns wurde früher nämlich wirklich das Geld für irgendwelchen Nonsens aus der Tasche gezogen...ausserdem haben, um es einfach auszudrücken, alle Hunde Zähne...

Gut, vom Preis her...wobei, ich frag mal in die Runde: weiss denn jemand schon konkret, was das alles kosten wird?

Im übrigen noch ein Hinweis von mir: Haftpflichtversicherung, Chip sind auch Pflicht und der Hund muss im Zentralregister gemeldet werden.
Grüsse
Sandra

  • Hey Sandra,

    das war das erste,was ich gemacht habe, den Hund chipen zu lassen und ihn bei meiner Haftpflicht zu melden. Und die Eintragung in dieses Register habe ich auch vorgenommen, nachdem ich mich erkundigt habe, wozu das gut sein soll; nur: mich stören nach wie vor diese Gebühren.

    Und, natürlich ist es sinnvoll, dass eine gewisses Wissen in Bezug auf Haltung und Umgang etc da sein sollte, damit nicht so viele Tiere wieder in Tierheimen landen, weil sie dem Halter dann doch zu unbequem werden . Nur, alle Leute, die sich einen Hund anschaffen, direkt dazu zu verdonnern diesen Schein zu machen finde ich nicht gut. Ich komme zB aus einer Familie, wo wir immer Hunde hatten; bin praktisch damit groß geworden; nur sowas zählt nicht, bin ja nicht der Halter gewesen.

    • Hallo!
      Super! Dann hast Du ja schon den Großteil erledigt..
      Ja, ich kann schon verstehen, dass Du "angesäuert" bist. Aber irgendeine Regelung musste ja her und das ist eine einigermassen gerechte. Früher durften immer nur wir sog. "Kampfhundebesitzer" in die Tasche greifen, das war auch ungerecht. Ich ärger mich auch, hab ich damals bereits Auflagen erfüllen müssen, die heute nichts mehr wert sind und hab nun auch erneute Kosten...naja, Einzelschicksale halt:-D.

      Machen wir das beste daraus. Erfreu Dich an Eurem Hund!

      LG SAndra

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