Unterschiedliche Erziehungsmethoden bei( zwei )Hund(en)...

    • (1) 17.07.13 - 03:15

      Hallo,

      Kurzinfo zur Situation:

      wohne seit einem Jahr mit neuen Partner und meinen zwei Kindern zusammen. Er hat eine mittelgroße Mischlingshündin(8Jahre/ großer Jagdtrieb/Strassenhund aus Italien,der mit 6Monaten von ihm aufgenommen wurde)) und ich, eine Golden Retriever Hündin(14Jahre/als Welpen bekommen,) in die Beziehung gebracht.
      Das Zusammenleben zwischen den Hunden klappt ohne größere Probleme(abgesehen vom Futterneid und Eifersüchteleien, ums Kuscheltier). Auch das Zusammenleben zwischen Kindern und Hunden läuft super. Volle Intergration und Annahme-Sowohl vom Hund,als auch vom Kind.

      Allerdings klappt es nicht, wenn es um die "Erziehung" bezügl. der Hunde/seines Hundes geht.
      Sein Hund ist, meiner Meinung nach, sehr verzogen und verwöhnt. Hört nur, wenn sie will, würde ohne Leine weglaufen und ist generell sehr unausgeglichen.
      Mein Hund ist schon alt, wurde (anders) aufgezogen und hatte andere soziale Kontakte.

      Hier einige Probleme(die ich vllt. falsch sehe?)

      1.) Der Hund hat weder was auf der Couch, noch im Wasserbett etwas zu suchen.
      Sofa geht kaputt,verdreckt,Haare usw...
      auch möchte ich nicht das, er generell im Schlafzimmer oder Badezimmer rumwuselt.Mein Partner würde den Hund gerne neben sich liegen haben,weil ein Hund nunmal zur Familie gehört-Wie handhabt ihr das?

      Wir haben esausprobiert und es war schrecklich: Bis der Hund zur Ruhe gekommen, bis wir(oder eher ich) Ruhe hatten....der Hund ist ständig aufgestanden, in der Wohnung rumgegeistert, hat die Klamotten aus dem Schlafzimmer genommen usw....von trauter Zweisamkeit mal ganz zuschweigen-das wurde durch lautes jaulen/Bellen unterstützt.

      2.) Der Hund klaut;-) wenn es nicht die Lebensmittel sind(ob mal Kartoffeln und eine Packung Nudeln) dann ist es das Obst in der Obstschale oder der Mülleimer oder oder oder....

      Diese zwei Problemchen fallen nur weg, wenn der Hund in unser 16qm großes Büro kommt. Immer dann, wenn wir auch ins Bett gehen. Dort hat er seinen eigenen Schlafplatz,Trinken usw...Bzw. dann, wenn wir auch nicht im Haus sind. Der Raum hat genug Platz zum Bewegen:-) hell und freundlich-also keine Abstellkammer.

      3.) Die Leinenführung: wenn der Hund nicht an der Leine wäre, wäre er auf und davon. Er Hört nicht(auch nicht beim Partner).

      Morgens gehe ich mit beiden Hunden meist alleine...zum letzten Spaziergang gehen wir meist zusammen.Und das wissen auch auch die Hunde bzw. sein Hund- es weht ein lockerer Wind#aerger.
      Meine Meinung und auch Handhabung: Nur weil ein Hund an der Leine ist, darf er sich nicht wie ein "Arschloch" verhalten:

      -Das heisst: An der Strasse läuft der Hund neben mir und nicht so lang wie die Leine ist.
      -trotz Leine wird nicht kreuz und quer gelaufen ohne Rücksicht auf Verluste.
      - ich bestimme, wann und wo gelaufen wird.
      - auch an der Leine, muss der Hund die Kommados beherrschen und durchführen.

      Wenn er geht, sieht es so aus:
      - " Ach Püppi, komm..."#augen

      - der Hund darf Laufen wo und wie er möchte, ob kreuz, ob quer-ganz egal....usw...also das komplette Gegenteil von mir.

      Generell ist der Leinenzustand für mich schlimm: Würde den Hund gerne ohne Leine führen.Aber wie? Genauso wie ich den Hund auch nicht einsperren "Muss"....aber dann bitte ohne einen Schlafzimmerbesuch oder auf die couch....Lebensmittel klauen...

      Tja, und das Hauptproblem ist: Mein Partner ist inkonsequent, bevorzugt in seiner Art seinen Hund und fühlt sich persönlich sehr angeriffen, wenn man so etwas besprechen möchte.

      Er war mit Hund acht Jahre alleine(keine Familie, Kinder)

      Aber das ist wie Kindererziehung, meiner Meinung nach...man muss nicht in alles Dingen einer Meinung sein, aber die Grundregeln/Prinzipien sollten die gleichen sein und auch so gehandhabt werden.Dann weiß jeder woran er ist.
      Ich habe es mit Beispielen versucht, alla´: meine Kinder schlafen auch nicht im Schlafzimmer, warum der Hund....er fühlt sich angegriffen#augen
      Ich versuche mein Ding zu machen, bezüglich der Hundeerziehung-klappt aber nur solange bis mein Partner dazu kommt, also keine 24 Std. Verwirrt den Hund und er fängt an zu tricksen und mich bringt es innerlich zur Weißglut.

      Ich wäre bereit, mit dem Hund zur Hundeschule/Oder Verein zu gehen. Um den Jagdtrieb zu stillen und auch noch etwas zu lernen. Mensch wie Hund! Aber dann frage ich mich wozu?: Zuhause wird alles über Bord geworfen, weil die Ansichten unterschiedlich sind.
      Mittlerweile ist es so, das ich sehr schwer Zuneigung zum Hund geben/zeigen kann. Es passt einfach nicht. Dabei möchte ich nur einen so erzogenen Hund, wie es auch meine Kinder sind-Sprich, der Hund muss nicht immer beim ersten Wort hören, er darf auch mal Blödsinn machen oder mal ankommen und betteln usw... Aber das sollen Ausnahmen bleiben und nicht die Regel....

      Jetzt frage ich Euch:

      Liege ich mit meinen drei Hauptptoblemem so daneben? Quasi meineVorstellung was ein Hund darf/muss/kann...?Wie löse ich das ganze diplomatisch? Zum Wohle von Hund und Mensch. Vorallem meinem Partner zuliebe,den es macht mich auch traurig, dass er sich nicht Wohl fühlt, mit diesen Situationen.
      Und ich weiß, es handhabt jeder anders,speziell die Couchsituation, aber darum geht es nicht. Eher ob ich generell verkehrt liege...

      Vg Sue

      • (2) 17.07.13 - 08:56

        Hallo Sue,

        die ein oder anderen dinge kenne ich selber von meinem Hund und von dem Hund meiner Schwiegermutter. Der Hund deines Partners ist das 7 1/2 jahre gewöhnt auf die Couch oder mit ins Bett zu gehn. Nun gut mein Hund durfte auch auf die Couch und mit ins Bett. Wenn wir auf der Couch saßen hat sie quasi durch ihre blicke gefragt ob sie mit kuscheln kann und wer kann solchen augen schon wiederstehn, im Bett das gleiche sie hatte ihren platz aber am fußende. Der Hund meiner schwiegermutter ist es egal der haut sich überall hin und wühlt auf dem sofa rumm als wenn es erde wäre wo er ein loch budeln will #nanana

        Das kreuz und quer laufen hat meine hündin auch immer gemacht das schnuppern konnte nicht schnell genug gehn wenn es mir gereicht hat bin ich stehn geblieben und sie musste sich einen moment neben mir hinsetzen und auch sitzenbleiben bis ich selber wieder weitergegangen bin. Einfach mal abends die rollen tauschen das du seinen hund nimmst, leine nicht zu lang lassen und immer wieder in die richtige richtung lenken und per leckerchen belohnen.

        Das ohne leine laufen lassen und nicht hören ist schon ein problem da würde ich aber einer dieser langen leinen mit nehmen und solange trainieren bis er hört das er auch mal ohne laufen kann ist ja auch für den hund nicht so toll.

        Dein Partner sollte das unbedingt unterstützen wenn der Hund mal nicht angeleint und er jagt nem kaninchen oder nem igel nach und läuft auf die straße.... naja sowas will ich mir nicht vorstellen. Bezüglich des Obstklau oder allgemein lebensmittel wenns möglich ist mach die küchentür zu da haben tiere meiner meinung nach nichts zu suchen. Meine tiere haben das dadurch auch gelernt und bleiben selbst wenn die türe auf ist oder war davor stehn bis ich die erlaubnis erteilt habe.

        Hoffe es klappt noch mit eurem wilden.

        LG

        • (3) 17.07.13 - 09:16

          Hi,

          "bis er hört das er auch mal ohne laufen kann ist ja auch für den hund nicht so toll."

          Es gibt Hunde, die so massiven Jagdtrieb haben, dass sie NIE ohne Leine im Feld/Wald/Wiese laufen können. Wir haben mittlerweile den 3. Hund, bei dem das so ist. Trotz vernünftiger Ausbildung. Das schadet dem Hund aber nicht - im Gegenteil, es schützt ihn. Freilauf erfolgt dann eben in umzäuntem Gelände - reicht völlig!

          Gruß
          Kim

      (4) 17.07.13 - 09:13

      Hi,

      ich versuche mal, auf Deine Probleme einzugehen.

      Hund im Bett/Couch:

      Da er das 8 Jahre lang durfte, wird es schwer, aber nicht unmöglich, ihm das abzugewöhnen. Ihn komplett von Herrchen zu trennen finde ich nicht ok. Körbchen neben Herrchens Bett und den Hund konsequent immer wieder dort hin verfrachten - ohne Ausnahme. Natürlich wird der Hund nachts versuchen, aufs Bett zu schleichen. Wenn mans merkt, kann man ihn wieder ins Körbchen schicken.

      Problem sehe ich hier, weil Dein Freund die Notwendigkeit nicht sieht und inkonsequent sein wird.

      Mir würde es nie einfallen, die Hunde nachts aus unserem Schlafzimmer auszusperren (und auch keinen Hund, der das sein Leben lang gewohnt war!). Man kann den Hunden gut einen Platz zuweisen, wo sie sich nachts hinlegen können - und wenn sie mal auf dem Boden schlalfen, weil das Körbchen zu warm ist, dann sollte das auch kein Drama sein.

      Gut, unsere (rumänische DSH-Jagdhund-Mix-Hündin knapp 60cm, Dackel-Malinois-Mix-Rüde ca 35cm) schlafen auch im Bett, was aber nicht sein muss - unsere Wolfspitzhündin schlief auch im Körbchen neben dem Bett. Im Urlaub geht das ja auch nicht und da schlafen sie brav neben dem Bett. Trotzdem genießen wir die Nähe.

      Traute Zweisamkeit: ;-) - DA würde ich den Hund dann durchaus aussperren und erst später wieder rein lassen.:-p. Ich mag auch keine tierischen Beobachter#winke.

      BAD: da dürfen unsere auch nicht rein. Zum einen, weil es eh zu klein ist, zum anderen, weil sie einfach nicht überall hin müssen.

      Unruhe / Unausgeglichenheit: WAS darf der Hund den tagsüber so tun, damit er abends müde ist? Ein Jagdhund(mix) MUSS arbeiten - anders ist ein ruhiges Zusammenleben gar nicht möglich. Normale Spaziergänge reichen da nicht.

      Klauen: Das wirst Du einem ehemaligen Straßenhund nicht abgewöhnen können. Das machte auch unser alter Dackel-Mix aus Spanien - der kletterte sogar, um an leckere Sachen ranzukommen über Stühle und Tische auf die Anrichte und unsere rumänische Hündin ebenfalls! Und glaub mir: konsequent sind wir - es nervt nämlich, wenn man nach Hause kommt oder mal eine Weile im OG war und dann der Restmüll oder der gelbe Müll von der Küche ins Wohnzimmer verteilt wurde :-[.

      Einzige Möglichkeit ist, nichts in erreichbarer Nähe liegen zu lassen, alles in die Schränke packen und den Mülleimer entweder in den Spint/Schrank stellen oder hochstellen.

      Leinenführigkeit:

      Es gibt einfach Hunde, die können einfach nicht frei laufen. Das hat auch nichts (bzw. nicht immer) mit inkonsequenter Erziehung zu tun. Wir haben mittlerweile den dritten Hund, der max an der Feldleine laufen kann. Unser alter Dackel-Mix kannte das Kaninchen/Ratten/etc. jagen aus seiner Straßenhundzeit - der war dann mal eben weg. Unser kleiner Rüde konnte anfangs (bis er knapp ein Jahr alt war) frei laufen, wenn er mit Bällchen abgelenkt war.

      Und dann rannte er während dem Spiel 3 Rehen hinterher. Beim Versuch ihn nach diesem Abenteuer nochmal ohne Leine laufen zu lassen, war es ein Bussard, dem er nachging. Sobald er was jagdbares in der Nase hat und keine Leine dran, ist er nicht mehr abrufbar. Gleiches unsere junge Hündin: alles, was jagdbar ist, wird gejagd, wenn sie die Chance dazu hat.

      Beide Hunde arbeiten übrigens 2x pro Woche auf dem Hundeplatz, hören sonst ziemlich gut, sind (meist) vernünftig leinenführig und sind gut erzogen und sozialisiert. Unser Sohn (10) wird im November mit dem kleinen Rüden sogar die begleithundprüfung laufen!

      Wo ich Dir aber zustimme:

      Ist man mit zwei oder mehr Hunden unterwegs, dann haben die Hunde "in der Spur" zu laufen. Bei uns ist es so, dass mein Mann links geht und der kleine Rüde ebenfalls die linke Wegseite bis max zur Mitte "zur Verfügung" hat. Ich gehe rechts und unsere Hündin ebenfalls (bis max Mitte des Weges). Gekreuzt wird nicht. Das gibt nur Leinenhuddelei.

      Und das kann ein Hund auch nach Jahren noch lernen. Die Hunde meiner Schwiegermutter durften/dürfen, da Einzelhunde, auch immer kreuz und quer laufen (auch nicht ohne Leine, da massiver Jagdtrieb). Haben wir den Hund dabei, dann geht das einfach nicht. Und das haben bisher alle innerhalb von max 3 Spaziergängen begriffen.

      An der Straße hat der Hund schon zu seiner eigenen Sicherheit "bei Fuß" zu laufen.

      Ebenso hat der Hund stehen zu bleiben, wenn ich stehen bleibe oder mich unterhalte etc. und nicht einfach weiter zu ziehen. Kommandos MÜSSEN natürlich auch an der Leine gelten, aber ich halten beim Sapziergang die Kommandos so gering wie möglich (sie sollen ja "entspannen"), aber was nötig ist, wird durchgesetzt. Wir arbeiten auch immer mal wieder 1-5min kurze Unterordnungskommandos ab. Die Hunde haben Spaß daran.

      Ich denke, ihr müsst beide ein wenig Entgegenkommen zeigen. Und Dein freund muss lernen und einsehen, dass ein Hund Regeln braucht, um zufrieden und ausgeglichen zu sein! Dazu gehört auch Konsequenz!

      Mein Weg wäre für Dich:

      - Du akzeptierst, dass der Hund/die Hunde nachts ins Schlafzimmer dürfen (die Kinder zählen hier für mich nicht - wenn die schlecht geträumt haben, wirst Du sie logischerweise sowieso nicht "rauswerfen" - das ist auch völlig richtig so)

      - Er akzeptiert, dass Du die Hunde nicht im Bett haben willst und sorgt konsequent dafür, dass sein Hund neben ihm im Körbchen schläft.

      Das geht nicht von heute auf morgen, aber es sollte mit etwas Mühe innerhalb von max 3 Wochen drin sein. Tagsüber kann man die Schlafzimmertür schließen, damit kein Hund einfach so rein und aufs Bett geht.

      - Er akzeotiert auch, dass die Hunde als generellen "Tabu"-Raum das Bad haben.

      - Er gibt sich Mühe, beim gemeinsamen Spaziergang den Hund vernünftig zu führen

      Das ist mMn sehr wichtig, denn wenn Du mit zwei Hunden alleine gehen (musst), dann MUSS der Hund anständig laufen

      - Du solltest akzeptieren, dass der Hund nie wird frei laufen können (das schadet dem Hund nicht). Bei manchen geht es eben nicht. MIR wäre es zu riskant, dass bei irgendwelchen Versuchen mit Freilauf oder "Anti-Jagd-Training" dem Hund was passiert.

      - Mach nicht den Hund für das Fehlverhalten Deines Freunde verantwortlich! Der Hund versteht nicht, warum Du ihn nicht leiden kannst - er macht ja nichts falsch! Er weiß es nur nicht besser. Geh lieber mit ihm in den Hundeverein, arbeite mit ihm - Du wirst sehr schnell sehen, dass DU einen tollen Hund bekommst, der dankbar fürs arbeiten und die Aufmerksamkeit ist.

      Generell muss Dein Freund einsehen, dass ein Zusammenleben nur dann funktionieren kann, wenn beide Seiten Kompromisse eingehen. Ihm muss klar werden, dass ihr nun eine Patchworkfamilie seid und deshalb andere Regeln nötig sind. Anders wird eure Beziehung mit Zusammenleben nicht dauerhaft funktionieren! Hierzu gehört auch Konsequenz dem Hund gegenüber. Zumal er diesem keinen Gefallen damit macht, wenn es keine Regeln gibt. Auch in einem Hunderudel gibt es klare Regeln, die einzuhalten sind und welche, die auch mal "gebeugt" werden dürfen.

      Viele Grüße
      Kim

      Ich hoffe, ich hab nichts vergessen...

      • (5) 17.07.13 - 11:16

        Hallo,

        vielen Dank für deine ausführliche,ehrliche Meinung und die guten Ratschläge.

        Zur Situation Bett/Couch/Schlafzimmer:

        Generell ist es kein Problem,das der Hund im Schlafzimmer einen Platz bekommt. Dennoch bleibt das ständige Aufstehen, " auf Beute sein", bestehen. Ich hatte es auch schon ausprobiert, das der Hund nachts nicht eingespeert wird und die Schlafzimmertür offen bleibt. Der Hund dann im Wohnzimmer auf seinen Platz bleiben kann. Aber sobald wir ins Bett gehen, geht es los: aufstehen, rumwuseln, Couch dies und das...Der Hund hatte also die Möglichkeit zum Herrchen zu gelangen,wenn etwas wäre, wie Angst durch einen Knall oder er muss mal usw..
        Dann ist es aber so gewesen, das ich aufstehen musste um den Hund zu seinen Platz zu bringen.Der Hund hat also nur von mir diese Ermahnung bekommen, nicht vom Herrchen. Persönlich habe ich von meinen Partner zu hören bekommen: " Jetzt lass den Hund doch" "Immer dieses aufstehen, usw"

        (Wir haben eine sehr offene Wohnung-Wohn-/Küchenbereich ist zusammen,Schlafzimmer liegt auch auf der selben Ebene)

        Beide Hunde haben in jeden Raum, so wie der Hund möchte(ausser Schafzimmer/Bad) einen Platz, Draußen liegt ein Sitzsack für den Hund,im Wohnzimmer hat der Hund einen Sitzsack, im Büro hat der Hund sein Kissen....er darf sich überall frei bewegen....
        Nur Nachts bzw. nach unseren Rhytmus halt, ist Schlafenszeit!!!! Da geistert keiner mehr rum,meiner Meinung nach!
        Von Spontanität mal ganz abgesehen: "Warte Schatz, der Hund ist noch da, ich muss nochmal aufstehen"#ole

        Aber ich würde es auf noch einen Versuch ankommen lassen:-)

        >>Unruhe / Unausgeglichenheit: WAS darf der Hund den tagsüber so tun, damit er abends müde ist? Ein Jagdhund(mix) MUSS arbeiten - anders ist ein ruhiges Zusammenleben gar nicht möglich. Normale Spaziergänge reichen da nicht.<<

        Das ist der Knackpunkt: Er bekommt nur normale Spaziergänge, die ihn nicht auspowern.
        Ich bin gewillt, mit dem Hund zu arbeiten, sowie es mir zeitlich möglich ist. Aber es ist ein Kreislauf, wie mit den anderen Sachen: wenn beide nicht an einem Strang ziehen, bringt es nichts. Auch ist es Blödsinn, das mein Partner den jetzigen Alltag nur zustimmt, um mir einen Gefallen zu tun.Ich möchte das alle zufrieden sind.Das man sich auch Zugeständnisse macht oder das einem mal etwas nicht so passt-Ok, aber nicht bis zur kompletten Selbstaufgabe und unterdrückter Unzufriedenheit. Dennoch: Thats Life!!! Familie mit zwei Hunden und Kindern heißt auch Unterordnung/Kompromisse usw..

        Zur Leinenführigkeit:

        Das sehe ich genauso wie du und vom Gedanken, das es ohne Leine gehen wird(irgendwann) werde ich mich distanzieren müssen. Das ist auch in Ordnung so.

        Generell ist der Hund eine ganz ganz liebe,ich möchte mich aber auch mal an ihr erfreuen oder ihr eine Portion mehr Zuneigung geben, ohne denken zu müssen-Das ganze läuft so oder so wieder inkonsequent ab. Wenn mein Partner nicht mitzieht, sehe ich schwarz#gruebel

        Da kommt auf mich noch einiges zu#schwitz

        Vg Sue

        • (6) 17.07.13 - 11:22

          Wenn Du den Hund richtig auspowerst ist schon ganz viel geholfen - einfach weil der Hund dann abends MÜDE ist. Außerdem wird dann ganz automatisch der Hund voll auf Dich gepolt sein, Dich anhimmeln, und Herrchen spielt dann nur die Zweite Geige - das wird Deinem Partner deutlicher zeigen, dass er was ändern muss, als alle gardinenpredigten die Du ihm halten kannst.

        • (7) 17.07.13 - 12:01

          Hi,

          die nächtliche Unruhe kommt vermutlich daher, dass der Hund nicht ausgepowert ist. Würdest Du mit ihm arbeiten, wird sich das recht schnell ändern. Vor allem wird der Hund sich dann mehr auf Dich fokussieren, Deine Regeln sind ihm dann wichtig, wtc. So hättest Du schonmal viel erreicht. Ob das allerdings im Interesse Deines Freundes ist, wage ich zu bezweifeln.

          Unsere junge Hündin ist vom Grundsatz her ein ruhiger Hund zu Hause, halt mal ihr 5min, aber dann ist wieder gut.

          ABER: wehe, ich kann aus irgend einem Grund mal am WE nicht auf den Hundeplatz und auch sonst nichts machen, was für sie anstrengend ist (z.B. Gang durch die Fußgängerzone, generell unbekannte Umgebung, etc.). DANN habe ich echt ein Problem. Sana tigert dann ziellos rum, fordert mich ständig dazu auf mich mit ihr zu beschäftigen, nervt einfach nur...

          Allerdings gibt es eine weitere Möglichkeit, warum der Hund nachts unruhig ist: das Alter!
          Für einen großen Hund sind 8 Jahre schon relativ alt. Die einen fangen früher an, die anderen später. Sollte sich diese Unruhe mit zunehmender Arbeit / Beschäftigung (und da wird für den Hund anfangs wohl schon ein Spaziergang mit Arbeitseinheiten anstrengend sein) nicht weggehen, könnte man evtl. mit Bachblüten unterstützen. Aber das würde ich wirklich erst machen, wenn man mekrt, die fehlende Arbeit ist es nicht alleine.

          Ich finde den Vorschlag, dass Du den Hund Deines Freundes bei gemeinsamen Spaziergängen führst, gar nicht schlecht! Vielleicht muss Dein Freund auch einfach mal bei seinem Hund sehen, wie glücklich diesen Arbeit machen kann, um selbst tätig zu werden.

          Insgesamt werde ihr um ein intensives Gespräch nicht herum kommen. Und es ist richtig, Dein Freund sollte einsehen, dass ein Zusammenleben erstmal alles bekannte über den Haufen wirft und neu sortiert werden muss. Dazu gehören auch alte, bequeme Angewohnheiten wie "Hundeerziehung" bzw. "keine Hundeerziehung".;-)

          Im Interesse des Hundes und vor allem auch in Deinem: Gibt nicht auf mit dem Gedanken, etwas zu ändern - egal, ob Dein Freund da mitzieht oder nicht. Es kann nur besser werden!

          "Von Spontanität mal ganz abgesehen: "Warte Schatz, der Hund ist noch da, ich muss nochmal aufstehen"#ole"

          Mit Kindern ist die Spontanität doch eh etwas eingeschränkt:-p - zumindest bei uns#schein

          Vielleicht hilft es, wenn ein Gespräch alleine nicht reicht, dass Du Deinem Freund mal die Antworten hier zeigst - dann sieht er, dass Du nicht alleine mit der Meinung stehst.

          Ihr werdet das schon hinbekommen!

          Gruß
          Kim

    (8) 17.07.13 - 09:41

    Ihr werdet wohl beide Kompromisse schießen müssen. Sowohl Du, als auch Dein Partner.

    Jeder von Euch hat seine eigenen Vorlieben, Vorstellungen und auch Eigenarten, die nicht erst seit gestern bestehen. Keine von beiden ist gut oder schlecht - richtig oder falsch.

    Ich würde - bevor ich mich täglich aufrege - entweder die Situation so wie sie ist akzeptieren und annehmen oder daran arbeiten. Das zweite würde aber bedeuten, dass auch Dein Partner mit dieser "Arbeit" einverstanden sein muss, sonst würde er bevormundet werden.

    Nicht ganz easy so eine Patchworkgesellschaft. Aber ohne beidseitiges Entgegenkommen wird das wohl ein ewiges Konfliktthema bleiben. Ich wünsche viel Erfolg.

    LG

    (9) 17.07.13 - 09:51

    Ansich finde ich nicht, dass du komplett verkehrt liegst. Du hast einen Hund, der gelernt hat, dass es Regeln gibt und dass du dann nich möchtest, dass dein Freund bei seinem Hund so schluddert, ist verständlich.
    Allerdings sehe ich es auch etwas zwiegespalten. Dein Freund und sein Hund waren lange Jahre ein Team, das sich so wie es gelebt hat, wohlgefühlt hat. Ihm war es nicht wichtig, ob die Leinenführung klappt oder der Hund das Sofa vollhaart.

    Ihr solltet einen Kompromiss eingehen. Hundeschule is ein guter Anfang, auch bezüglich des Antijagdtrainings. Genauso wie ihr dort die Leinenführigkeit lernt.

    Aber eine Hundeschule kann euch nich abnehmen, wo euer Hund schlafen soll.

    Aussperren wäre für mich kein Thema. Meine Hunde dürfen sowohl aufs Sofa als auch ins Bett. Dürften sie das nicht, hätten sie einen Schlafplatz am Boden, aber eben auch in dem Raum wo wir uns aufhalten. Spricht etwas gegen ein Körbchen im Schlafzimmer?

    Mein Senior hat auch nach über 11 Jahren noch gelernt, dass er nicht auf dem Sofa schläft. Es ist also noch nichts verloren.

    Was das Klauen angeht, geb ich Risala recht. Das ist in den Straßenhunden drin. So überleben sie auf der Straße. Da hilft nur konsequentes Wegräumen bzw unerreichbar hinstellen.
    Meine Hunde dürfen übrigens auch nur in den Flur, wenn ich nicht zuhause bin. Meine Hündin würde nämlich auch auf Schatzsuche im Mülleimer gehen, trotz dass sie kein Straßenhund ist.

    (10) 17.07.13 - 11:08

    Hallo!

    Ich würde mit dem Hund arbeiten, ganz konsequent. Wenn dann SEIN Hund sich trotz deiner Strenge immer näher an Dich prägt und Herrchen gar nicht mehr so toll findet, weil der eben zwar ein lustiger Spielkamerad ist, Du aber eindeutig der Chef, dann merkt Dein Partner schon, dass Hunde Strenge zu schätzen wissen.

    Wegen schlafen im Schlafzimmer würde ich einen Kompromiss bevorzugen, Körbchen neben dem Bett. So stört der Hund weniger. Die Jaulerei wenn ihr kuscheln wollt lässt dann auch recht schnell nach, wenn die Achtung Dir gegenüber wächst.

    Futter klauen ist typisch für Straßenhunde und kann kaum abgewöhnt werden, da mussman einfach alles essbare konsequent weg räumen.

    (11) 17.07.13 - 11:10

    ich bin generell der Meinung, dass jeder Hund eine gewisse Erziehung und Konsequenz erfahren sollte (ist ja auch zum Wohle des Tieres und das vergessen viele, ein Hund braucht Regeln und Grenzen). Im Bett und auf der Couch hat meiner Meinung nach kein Tier was zu suchen und das solltest du durchsetzen, denn ihr wohnt schließlich zusammen und führt eine PARTNERschaft.
    Ein Körbchen vor dem Bett deines Partners wird es auch tun und der Hund wird es irgendwann akzeptieren (müssen).
    Es ist niemals unmöglich (wenn man es will) bestimmte Angewohnheiten zu ändern - aber das müsst ihr beide wollen.
    Viel Glück!

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