Tipps für Training mit tauben Hund gesucht

    • (1) 07.08.13 - 14:16

      Hallo zusammen,

      ich habe mich breitschlagen lassen und nehme als Pflegestelle einen 4 Jahre alten Maltesermischling aus dem Tierschutz bei mir auf.

      Der Knackpunkt ist allerdings, dass der Hund von Geburt an taub ist und er bislang auch noch keinerlei Kommandos gelernt hat. Also null Grundgehorsam - aber ein herzensguter, freundlicher, verspielter und vor allem witziger Geselle! Bloß ohne jegliche Manieren. Ein Anarchist mit Machoallüren.

      Dem wollte ich gerne entgegenwirken, damit seine Vermittlungschancen steigen. Denn ein tauber Hund wird nicht gerne genommen und kann auch nur in lern- und arbeitsbereite Hände abgegeben werden.

      Bislang habe ich noch nie mit einem tauben Tier gearbeitet. Es reizt mich schon sehr und ich bis wirklich sehr interessiert daran, ihm was beizubringen. Aber wie?

      Ich habe mir schon einen Laserpointer besorgt, mit dem ich übe, seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Das klappt auch zunehmend. Dann habe ich mir Zeichen für Sitz und Platz ausgedacht und die versteht er auch. Beim "Bleib" wird es wohl auch klappen, aber was mache ich im Freilauf?

      Bislang wurde der Hund noch nie abgeleint, da er dann schnurstracks seiner eigenen Wege geht. Da habe ich null Aufmerksamkeit von ihm. Grundsätzlich ist er draußen sehr schwer für mich, da ich noch sehr schlecht an ihn drankomme und er mir "zuhört".

      Habt Ihr Tipps für mich, wie ich es angehen könnte?

      LG

      • Du musst seine Aufmerksamkeit haben, der Blick von ihm muss auf dich gerichtet sein. Nur wie?

        Du könntest zB beim Spazieren gehen immer mal was leckeres Fallen lassen. Dazu evtl in der nächsten Zeit nur aus der Hand füttern und nichts aus dem Napf.

        Evtl kannst du noch mit Licht und Gerüchen arbeiten, evtl fällt anderen noch was dazu ein.

        • Was fallen lassen ist schwierig, da er ja nicht hört, wenn es auf den Boden fällt.

          Zuhause mache ich es jetzt so, dass ich mit dem Laserpointer einen Punkt auf den Boden richte und ihn dann belohne, wenn er mich anschaut. Er soll lernen, dass ich etwas von im will, wenn der rote Punkt vor seiner Nase leuchtet.

          Aber was mache ich bloß draußen? Ich würde ihn schon gerne gönnen, ohne Leine zu laufen, aber das geht nur, wenn er auch gehorcht.

          Fressen aus der Hand ist eigentlich nicht nötig, da er keine Bindungsängste oder jegliche Berührungsängste zu Menschen hat. Der ist einfach eine stoische Frohnatur - nur ohne Erziehung *grmpf*

          • Er soll dich im Blick haben und riechen tut er das Leckerli, da muss er nicht hören können. "Fressen aus der Hand ist eigentlich nicht nötig, da er keine Bindungsängste oder jegliche Berührungsängste zu Menschen hat. Der ist einfach eine stoische Frohnatur - nur ohne Erziehung *grmpf*"

            Das hat nichts damit zu tun. Er soll lernen dass in deinen Händen Futter ist und sich auf dich konzentrieren und vor allem auf deine Hände schauen. Darum Futter aus der Hand.

      Schau mal, ob du ein Dalmatiner Forum findest. Bei dieser Rasse gibt es dieses Problem doch öfters...

    (7) 07.08.13 - 18:52

    Mit einem vibrationshalsband kann man auch taube Hunde sehr gut trainieren und somit frei laufen lassen. Zuerst muss das Halsband mit was positiven verknüpft werden wenn es vibriert, also Futter. Dann kann der Hund auch assoziieren dass er zu einem kommen soll wenn das Halsband vibriert. Im Netz gibt es bestimmt Anleitung.

    Grüße

    • (8) 07.08.13 - 19:20

      Ach guck, da wär ich gar nicht drauf gekommen #klatsch.

      Danke, das werde ich machen. Drinnen Laserpointer, draußen Vibrationshalsband. Super Idee, das werde ich mal ausprobieren. Um's Konditionieren mache ich mir keine Sorgen, das kriege ich schon hin. Und der taube Powerwautzi ist echt 'ne schlaue Energiebombe. Der lernt in Sekundenschnelle, das ist wirklich eine echte Freude :-)

      Danke Dir.

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