welcher mittelgrosse hund für familie mit kindern?

    • (1) 19.08.13 - 12:39

      hallo,

      ich möchte in den nächsten monaten gerne einen hund für unsere familie adoptieren, bin mir aber nicht sicher, welcher es werden soll...

      am liebsten wäre mir ein border collier, englischer cocker spaniel oder sheltie... oder ein mischling.. wir hatten mal einen cockerspaniel/dackel mischling, der war super....

      wie haben 3 kinder (1,5 , 5 und 7 jahre alt), leben in einem haus mit kleinem garten (500qm) in einem kleinen ort (8000 einwohner).... ich arbeite nicht, es kann aber trotzdem sein, dass der hund mal 3-4 stunden alleine sein muss... (1-2 mal pro woche)..
      so richtig lange ausflüge werde ich eher nicht machen, eher mal so 30-60 min auf dem feld spazierengehen, oder vielleicht fange ich demnächst (also in 1-2 jahren) wieder an zu joggen, wo ich ihn ja dann auch mitnehmen könnte...

      hat jemand tips, was die hunderasse betrifft? welcher hund ist am besten als familienhund geeignet?

      • Hallo!

        Border Collie schon mal auf gar keinen Fall. Das ist ein Arbeitshund, der unter 4-5 Stunden Arbeit nicht zu halten ist.

        30-60 Minuten spazieren gehen ist schon extrem wenig, da musst Du schon 2-3 Stunden am Tag einrechnen, und vor allem nicht nur gemütlich spazieren, sondern den Hund richtig auspowern, geistig mit ihm arbeiten.

        Dein jüngstes Kind ist noch sehr klein, wird das klappen, wenn es JEDEN TAG bei JEDEM WETTER auch wenn es gerade krank ist mit raus muss?Oder wird es bald Probleme geben weil es nicht will?

        Auch wenn Du im Moment nicht arbeitest, wie ist die Perspektive für die nächsten 15 Jahre? So lange lebt ein Hund nun mal, und das heißt dass Du auch 15 Jahre nicht Vollzeit arbeiten kannst.

        • Huhu,

          also ich kann Dir da als Rasse den Elo empfehlen. Sind so Mittelgroß und absolute Familienhunde.

          Falls du Dich näher dafür interessierst, kannst mich gerne anschreiben.

          LG nELE

          ich will ja nicht unbedingt einen rassehund, wie gesagt, ein mischling wäre vollkommen ok... ein border collie war nur so eine idee, deshalb frage ich ja nach, weil ich mich eben vorher GENAU erkundigen will..

          nein, vollzeitarbeiten werde ich in den nächsten 15 jahren nicht... mit 30-60 minuten meinte ich einen spaziergang, und davon 1-3 täglich.... natürlich kann es mal, das ich mal nicht raus kann, wenn meine kleine krank ist... dann macht das eben mein mann...

          ok, border collie und sheltie dann schonmal nicht....

          • Es gibt kein "bis"...3 mal täglich ist das minimum!!!
            Bei einem Welpen noch öfter........

            Und wenn dein Kind krank ist und du nicht raus kannst geht dein Mann......ok......geht der auch nicht arbeiten?
            Weil sonst wirds schwierig!!

            • Hier muss ich widersprechen. Wir haben eine aehnliche Wohnsituation und einen 15 Wochen jungen Welpen adoptiert. Anfangs ging ich 2 Mal am Tag eine Runde von je einer knappen Stunde, zwischendurch immer noch mal in den Garten. Mit dem Resultat, dass er kollabierte #schock Die Stunde war einfach zu viel fuer ihn. Deswegen beschraenke ich mich auf einen langen (ca. 1 Stunde) und einen kurzen (ca. 30 Minuten) Spaziergang am Tag (Schnuffeln gehen), zwischendurch wird im Garten oder bei Regen auch im Haus was geuebt. Bisher ist er damit sehr zufrieden, ist aber auch ein Mischling aus 2 Rassen, die sowieso nicht unbedingt viel laufen (eher mit dem Kopf arbeiten) wollen.

              Das mit dem "Minimum 3x taeglich" kann man also so pauschal nicht sagen.

              • Wie kann man einen Welpen nur so überlasten? Für einen Welpen reicht jeweils eine Viertelstunde sonst schadet man einfach auch den Gelenken, aber dafür um so häufiger. Aber ein Hund bleibt ja nun mal nicht lange ein Welpe, und wenn er dann 1 Jahr alt ist will er schon gefordert werden.

                • Das meinte ich ja: es wird immer wieder gesagt (nicht nur hier) man soll dreimal am Tag mindestens eine halbe Stunde laufen... Bei uns war es halt so, dass ich ihn zumindest morgens mit in den Kindergarten nehmen musste... und mit ueberall schnuffeln, wurden aus den paarhundert Metern eben schnell eine Stunde (hin und zurueck). Inzwischen schaffen wir den Weg aber in gut 15 Minuten (er haelt nicht mehr bei jedem 2. Grashalm an), danach noch eine halbe Stunde in den Garten: spielen, ueben, relaxen,... so finde ich ihn besser ausgelastet.

                  Will sagen: es MUSS (auch nicht bei einem aelteren Hund) 3x am Tag ein einstuendiger Spaziergang sein. Gibt auch Hunde, die mit eine Beschaeftigung im Garten (damit meine ich nicht einfach "rausstecken" und machen lassen!) zufrieden sind. Und das ist dann bestimmt auch mit krankem Kind (wenn es schlaeft mit Babyphon) machbar.

          Also 3 mal am Tag etwa eine Stunde und das nicht nur gemütlich Gassi gehen, sondern auch ARBEITEN mit dem Hund ist schon die Untergrenze. Du fängst ja mit einem jungen fitten Hund an. Sonst müsstest Du gleich nach einem Senioren im Tierheim suchen, da reicht weniger raus gehen.

          Kann denn Dein Mann im Notfall seine Arbeitszeit nach den Gassi-Zeiten eures Hundes ausrichten? Wenn der Hund immer um 9 Uhr, 16 Uhr und 22 Uhr raus geht, dann kann man ihn schlecht umstellen.

          Rassenmäßig würde ich in Richtung "Schoßhund" schauen, die sind oft wesentlich genügsamer.

          • Also mal ehrlich... "3 mal am Tag eine Stunde ist Minimum"... also unsere Hunde gehen eine große Runde und eine kleine Pippirunde und das reicht beiden völlig aus.

            Auch wenn sich die Zeiten mal verschieben, überleben das die meisten Hunde ;-)

            Wenn Haus und Grundstück vorhanden ist, wo sich die Hunde dann austoben können, was sie beim spazieren gehen an der Leine ja nun mal nicht wirklich können, reicht das auch völlig aus.

            Mein Neufundi war übrigens fast 3 Jahre wegen schwerer HD gar nicht außerhalb unseres Gartens, einfach, weil er längere Strecken nicht mehr laufen mochte. Trotzdem war der Hund total ausgeglichen.

            Nichts für ungut aber auch als Hundebesitzer darf ich doch noch ein "eigenes" Leben haben :-)

            lg Sanni

            • Das ist ja nur ein Richtwert für gesunde Hunde und es sollte eigentlich selbstverständlcih sein, dass man es den Bedürfnissen des Hundes anpasst.

              Wir haben einen DSH-Dobermannmix und bei ihr wurde jetzt DCM festgestellt. Sie merkt inzwischen selbst, dass sie so große Touren wie früher nicht mehr schafft. Allein bei heißem Wetter tritt sie von selbst nach 10 Min den Rückweg an.
              Ehrlich gesagt würde ich mit der Diagnose auch nicht mehr ewig Waldein laufen. Wir laufen mit Schleppleine weit abseits der Wege und sollte sie mir da zusammen klappen, wüsste ich wirklich nicht, wie ich sie alleine da raus schaffen sollte.

              • Mir ging es ja nur darum mal zu sagen, dass sich ein Hund auch großartig an die Bedürfnisse seines Menschen anpassen kann und in meinen Augen sollte es auch so sein und nicht umgekehrt :-) Wobei natürlich selbstverständlich ist, dass auch der Hund zu seinem Recht kommt ;-)

                Meine Hündin ist nicht mehr gelaufen, an der ersten Straßenecke war Feierabend, obwohl sie wirklich hätte weiterlaufen können... aber beweg mal einen Neufundländer dazu auch nur einen Schritt zu gehen, wenn der nicht mehr will #schwitz

                Wir hatten zum Glück ein großes Grundstück indem sie wirklich glücklich war :-)

            Ein junger gesunder Hund, der nicht ausreichend ausgelastet wird, neigt oft zu schweren Verhaltensproblemen, er sucht sich eigene Beschäftigungen - Zerstörung des Hausrats, Abhauen und alleine laufen, Dauerbellen ... die Liste ist lang.

            Nicht viele sind so genügsam, dass ihnen so wenig Zuwendung reicht, und das kann man schon gar nicht Vorraussetzen, bevor man den Hund überhaupt kennt.

      Ich würde in deinem Fall eher nach einer ruhigen, in sich ruhenden und nicht so arbeitsintensiven Rasse suchen bzw einem Mix daraus.

      Ich glaube dir is noch nicht bewusst, dass ein Hund wirklich mehr als dein Pensum braucht. Ein Spaziergang täglich is doch arg wenig. Dein Mann arbeitet? Wann will er denn dann mit dem Hund gehen, wenn du nicht kannst? Erst irgendwann abends mal? Das funktioniert nicht. Du musst morgens ja schon das erste Mal raus mit dem Hund.

Die Rassen solltest du wirklich noch mal überdenken, mit drei kleinen Kindern sind Arbeits- bzw. Sporthunde schwer richtig auszulasten.

Ich sag zwar auch, beim Gassi gehen zählt Qualität statt Quantität, aber gerade bei solchen Rassen reichen 60min trotzdem nicht aus. Die wollen richtig gefordert werden.

Wie soll es aussehen, wenn ihr Urlaub macht? Habt ihr eine Hundeschule, die auch mit den Kinder zusammen arbeitet? Das machen nämlich leider nicht alle!

Vielleicht solltet ihr mal regelmäßig das Tierheim besuchen, dort mit verschiedenen Hunden spazieren gehen und mal schauen, welcher Typ so zu euch passen würde und dann noch mal die Rassenwahl überdenken.

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