Hund 5 Monate springt hoch auch an unseren Kindern

    • (1) 12.09.13 - 08:47

      Guten Morgen
      Wir haben seit 2 Wochen einen American Bulldogg Rüden.

      Er ist ein sehr lieber. Macht auch schon Sitz und Platz. Nur eine Macke hat er.
      Er springt vor Freude hoch. Vorallem bei den Kinder wenn sie nervös tuen, laut sind oder weinen. Wahrscheinlich weckt das gleich den Spieltrieb in ihm.

      Wenn sie sich umdrehen, springt er auch hinten hoch.
      (Die Kids sind 2,5 und 5,5 Jahre alt).

      Wenn ich google steht immer dass man sich wegdrehen und ihn ignorieren soll.... Das klappt aber nicht bei der kleinen. Sie wird dann hysterisch. Somit fängt der Hund erst recht an zu spiele. Was kann ich tun?

      Die Hundeschule fängt erst Mitte Oktober an.

      Danke euch und liebe Grüsse

      • Hallo,

        dein Hund ist ja selbst noch ein Kind und kann natürlich noch nicht damit umgehen, wenn die Kinder mal laut sind oder weinen. Sprich: er kann es für sich noch nicht einordnen, was da jetzt genau los ist. Und versucht durch Hochspringen die Aufmerksamkeit zu erlangen bzw. drückt damit seine Unsicherheit in Bezug auf das Verhalten deiner Kinder aus.

        Ich bin der Meinung, bis die Hundeschule anfängt, bis du in der Pflicht, das Hochspringen zu unterbinden. Einfach sachte runterdrücken und fest "Nein" oder "Aus" sagen. Ich denke eine 5 und eine 2-Jährige können das noch nicht mit Nachdruck bzw. können das mit dem sanft runterdrücken noch nicht richtig koordinieren.

        LG und viel Spaß mit eurem Bulldogg

        Nici#winke

        (3) 12.09.13 - 09:09

        Hallo,

        er darf vor allem gar keine Möglichkeit mehr haben, die Kinder anzuspringen, bevor er nicht entsprechend erzogen ist! Ich weiß, dass das im Alltag bei Weitem nicht so leicht umzusetzen ist, wie es gesagt ist - aber Ihr müsst einen Weg finden.

        Es ist immer schwierig, Ferndiagnosen zu stellen, aber für mich hört sich das an, dass er schon in Richtung pöbeln geht. Springt ein Hund vor Freude, bringt es etwas, ihn zu ignorieren und wegzugehen. Springt er, weil er pöbelt, wird er in seinem Verhalten bestärkt,wenn man umdreht und geht. In dem Fall "muss" man seinen Weg unbeirrt fortsetzen, durch den Hund hindurch gehen (nicht grob oder gar schubsen) und ihm klar machen, dass man sich von ihm und seinem Gehabe nicht beeindrucken lässt. Das können und sollen Kinder auf gar keinen Fall machen - das ist Eure Aufgabe als Erwachsene!

        Der Übergang vom Spielen zum Pöbeln ist bei einem 5 Monate alten Junghund, der sich noch schnell hochschaukelt, noch keine gute Impulskontrolle hat, mit pubertärem Gehabe anfängt, oft fließend. Da sollte man Spiel und Spaß abbrechen, sobald das Erregungsniveau zu hoch steigt.

        Viele Grüße, Alex

        Sorry, aber der Hund will nicht spielen, der pöbelt die Kinder an, auf überaus unfreundliche Art und Weise.

        Hol einen Hundetrainer. Wer so ein Verhalten für Spiel hält hat einfach nicht die Fähigkeit, dagegen wirksam vorzugehen, so leid es mir tut.

        Das kann nicht bis Oktober warten, das Verhalten festigt sich ja immer mehr, und eine Hundeschule ist auch nicht dafür da Einzelprobleme zu lösen. Das macht man besser in Einzelstunden.

        • Muss mich dem von hasipferdi anschließen!
          Wenn Du jetzt nichts gegen diese Pöbelei unternimmst, bekommste diese schlechte Unart nicht mehr so schnell ausgetrieben! Das kann auf keinen Fall bis Oktober warten!

          Hallo,

          "Das kann nicht bis Oktober warten, das Verhalten festigt ..."

          Wir haben jetzt Mitte September, warum kann sie nicht mehr bis zum Oktober warten. Das sind noch zwei Wochen, wenn sie mit der Schule Anfang Oktober anfängt.

          Im Übrigen haben meine Eltern in meiner Kindheit auch junge Hunde gehabt, die an uns hochgesprungen sind. Damals gab es (ehemalige DDR) keine Hundeschulen, keine Hundetrainer, höchstens Vereine, denen man beitreten konnte.
          Ich kann mich erinnern, dass die Hunde das mit dem Beginn der Erziehung dann gelassen haben.

          Früher hatte man einfach Hunde, die man selbst erzog und gut wars. Ich kann mich an keinen Hund erinnern, der in meiner Familie bzw. persönlichem Umfeld gebissen hat oder unerzogen war. Heute kommt hier bei Urbia die Standardantwort: "hol einen Hundetrainer..."
          Demnächst muss man noch studiert haben, das Staatsexamen ablegen, um einen Hund zu halten.

          Ich rat der Posterin ganz ruhig die Hundeschule zu absolvieren, wenn sich dann keine Besserung mit dem Anspringen ergibt, kann sie sich immer noch in aller Ruhe einen kostspieligen Hundetrainer suchen. Ich würde mich da nicht verrückt machen lassen.

          LG

          Nici#winke

          • Hallo,

            wir reden hier aber nicht von einem Zwergpudel zu 10 Jahre alten Kindern, sondern von einem American Bulldog zu Kleinkindern! Da will ich mir gar nicht ausmalen, was alles passieren kann, wenn der die Kleinen mal mit ordentlich Schwung vor eine Tischkante schubst...

            Wir haben einen Ridgeback - dreht der sich doof, haut er unseren Dreijährigen mit seinem Hintern einfach um. Und da ist dann kein Schwung hinter, wie bei einem aufgedrehten Junghund, der springt.

            Früher ist man auch noch an einer Lungenentzündung gestorben - trotzdem gehe ich zum Arzt und nehme notfalls auch ein Antibiotikum. Wenn ich mir anschaue, wie die Hundeerziehung "früher" in aller Regel ablief, ist es doch sehr begrüßenswert, dass es heute Fachleute gibt, an die man sich wenden kann (auch, wenn man da vorsichtig sein muss, um die schwarzen Schafe erkennen zu können).

            Ein Hund ist Lebewesen mit einer eigenen Sprache. Übernimmt man die Verantwortung für ein Tier, sollte es selbstverständlich sein (und zwar zum Wohle ALLER Beteiligten...), sich gründlich mit den Bedürfnissen, den Feinheiten der Körpersprache usw. zu beschäftigen und nicht einfach mal drauf los zu erziehen.

            Doch, bei einem Junghund in der Flegelphase können zwei Wochen, in denen er schalten und walten kann, wie er will, schon viel zu viel sein! Und bevor jetzt, in so einer wichtigen Phase bei solch' einem kräftigen Hund, die nächsten Fehler gemacht werden (denn Wissen zu Körpersprache, Verhalten und Co. scheint ja noch nicht allzu viel vorhanden zu sein), sollte SOFORT ein kompetenter Trainer her - und zwar zu Hause, im gewohnten Umfeld in Hinblick auf die wichtigsten Probleme. Das ist man in so einem Fall dem Hund, vor allem aber auch der Sicherheit seiner Kinder schuldig!

            Viele Grüße, Alex

            • Hallo,

              ok. du hast Recht, habe gerade die Rasse gegoogelt. Hatte ich bei meiner Antwort nicht wirklich auf dem Schirm.

              Ich denke, bei uns steht der auf der berühmt-berüchtigten Liste und man müsste eh einen Sachkundenachweis haben, um so einen Hund zu halten.

              Nici

              • Hallo nochmal ;-),

                ich weiß nicht, wie der Sachkundenachweis bei Euch ausschaut - bei uns in NRW ist der lachhaft! Hier muss man den für jeden Hund ab 40cm Höhe und/oder 20kg Gewicht haben.

                Das Ganze ist ein Fragebogen im Multiple-Choice-Verfahren, die Fragen kann man vorher im Internet üben und sie sind auch eigentlich ein Witz. Dass man damit auch nur annähernd Wissen über Hunde nachgewiesen hat, halte ich für sehr optimistisch gedacht, um's mal vorsichtig auszudrücken...;-)

                American Bulldogs sind ja eigentlich wirklich tolle Hunde, ich mag sie sehr - nur steckt da halt ordentlich Wums hinter...;-)

                Viele Grüße, Alex

          In der Schweiz muss man den SKN-Kurs (SachKundeNachweis) machen: Theorie vor der Anschaffung und einen praktischen Kurs mit dem Hund danach - mit JEDER Rasse, also von Zwergpudel zu Labrador zu Husky.

          Ich finde das gut, denn gerade in der Theorie vorher können zukünftige Hundehalter sich noch einmal gut informieren und danach den Umgang mit dem eigenen Hund lernen.

          Wenn es hier um eine andere Rasse und ein klein wenig ältere, verständige Kinder ginge - ok. Aber das ist echt zu gefährlich.

          Das ist ein sehr großer und kräftiger Hund mit Riesengroßem Kiefer, der jetzt schon in der frühen Flegelphase die Kinder Maßregelt, wenn sie Weinen oder Lärm machen.

          Die Kinder werden noch eine ganze Weile öfter mal Weinen, Quengeln oder Wutanfälle haben, und wenn anrempeln als Maßregelung nicht reicht, was macht der Hund dann?

          Und die Menschen denken, dass der nur spielen will. #klatsch

          Früher, ich nehme mal an bei euch ebenso wie in Bayern, hätte man sich wohl an einen anderen erfahrenen Hundehalter gewendet, oder vielleicht wäre es auch eine funktionierende Dorfgemeinschaft gewesen und ein netter Nachbar mit Hundeerfahrung hätte einen zur Seite genommen und einem gesagt, dass das alles andere als Spielverhalten ist.

          In der normalen Hundeschule wird man erst mal mit Hund an der Leine im Kreis laufen, Sitz und Platz üben, aber da ist jetzt nicht wirklich die Zeit für einzelne Fragen. Es werden ja auch oft die Kinder gar nicht erst mitgenommen zum Hundeplatz, also sieht der Trainer da nicht das Zusammenspiel mit den Kindern. Und die Kinder werden auch wenn sie mitgenommen werden nicht Heulen und Quengeln, und der Hund ist ja auch da abgelenkt. Dafür braucht man eine Einzelstunde.

          Echt, das ist ein gefährlicher Hund, und die Leute haben offenbar nicht den kleisten Funken Hundeverstand - und bisher hat sich ja auch noch keiner gefunden der ihnen mal sagt, dass das so nicht geht.

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