Hund verrichtet seine Geschäfte nur noch im Haus!

    • (1) 25.09.13 - 16:52

      Hallo ihr Lieben! #winke

      Ich habe momentan ein dickes Problem, das mich zusehends nervt! Wir haben 2 Havaneser. Timmy kam von Züchter, Benno vom Tierschutz. Mit Timmy haben wir eigentlich kein Problem, allerdings mit Benno. Der Arme war wirklich in einem miesen Zustand, als er vom Tierschutz aufgegabelt wurde. Er wurde von seinen Besitzern misshandelt, nur so oft gefüttert, dass er gerade so überlebte. Alles in allem ist der Kleine eine echt arme Wurst. #schmoll

      Er kam vor fast 4 Jahren im Alter von 1,5 zu uns. Mittlerweile hat er sich bei und sehr gut eingelebt. Er war absolut traumatisiert, hat sich aber sehr gut entwickelt. Er vertraut uns mittlerweile mehr als allen anderen Menschen, aber dennoch hat er noch seine Macken. Wir haben vieles durch die Arbeit mit einer Tierpsychologin und Hundetrainerin in den Griff bekommen. Aber einiges ist leider geblieben.

      Momentan ist es wieder verstärkt so, dass er nicht draußen pinkelt und sein großes Geschäft erledigt, sondern drin. Vorzugsweise auf Teppichen, dem Sofa, dem Bett, ... #schwitz Echt ekelhaft! Ich bekomme echt noch eine Meise! Wir haben mit der Tierpsychologin / Hundetrainerin eben gesprochen und wir hatten mit ihr schon vieeeeles ausprobiert. Doch nichts hat langfristig geholfen. Beim Spazieren macht er NICHTS! Aber kaum sind wir im Haus, strullert er rein. :-(

      Krank (z.B. Blasenentzündung) ist er nicht. Nun sagte die Hundetrainerin mir eben, dass es wohl eine psychische Macke von Benno wäre und dass ich mich eben damit abfinden müsse. Es wäre traurig und ärgerlich, aber nicht zu ändern. Es ist keine Frage: Ich liebe den Hund trotzdem, aber es bringt mich natürlich dennoch auf die Palme. Denn ich habe Berge von Wäsche, kann nichts mehr liegen lassen, weil alles angepieselt wird. Ich bin gerade echt am Ende mit meinem Latein.

      Wir gehen drei große Runden am Tag. Was wir bisher versucht haben:

      - Aufpassen und schimpfen
      - Markierte Stellen mit Deo einsprühen
      - Markierte Gegenstände sofort mit "stinkendem" Waschpulver waschen
      - Die Hunde zwischen den Spaziergängen noch mal in den Garten lassen
      - Mehrere kleinere Runden drehen

      Ich frage mich nun: Sollte ich vielleicht ein Katzenklo aufstellen? Wenn ja, wie gewöhne ich den Hund daran? Oder hat hier sonst noch jmd. eine Idee?

      Ich bin für jeden Tipp dankbar und hoffe, dass ich mir jetzt keine Schelte für diese Idee einhole. Ich möchte nur zu bedenken geben, dass wir alles für den Hund geben würden und dass es nicht immer einfach mit ihm war. Aber irgendwo ist meine Grenze auch mal erreicht. Ich habe immerhin auch noch ein Kleinkind im Haus und da ist herumliegender Urin und Kot auch nicht so drall, auch wenn ich alles gleich wegmache und die Stellen putze. :-)

      Danke für eure Hilfe!

      Liebe Grüße #herzlich

      Marie

      • (2) 25.09.13 - 17:29

        Hallo!

        Habt ihr es schon mal mit Spazieren STEHEN probiert?

        Also eine möglichst ruhige Ecke suchen, wo kaum Menschen, Hunde oder Autos vorbei kommen. Gerne auch Blickgeschützt, mit möglichst keiner Ablenkung.

        Und da bleibst Du dann mit Deinem Problemfall, und zwar so lange, bis er echt beim aller aller besten Willen nicht mehr einhalten kann. Nimm Dir also ruhig nen Klappstuhl und ein Buch mit, es kann einige Stunden dauern, und Du solltest ihn in der Zeit nicht bespaßen. Und wenn er dann echt nicht mehr einhalten kann und strullert wird er natürlich aufs Oberpeinlichste gelobt.

        Tja, und das Programm macht ihr dann so lange, bis er das als seine "Wohnfühlzone" akzeptiert an der er sich ausreichend entspannen kann.

        Das hilft besonders bei Hunden, die draußen einfach zu hibbelig, aufgeregt, ängstlich und aufgedreht sind, um den nötigen grad der Entspannung fürs pinkeln zu erreichen - ist natürlich etwas wo man viel geduld braucht, gerade wo er schon erwachsen ist...

        Zum reinigen der angepieselten Sachen würde ich Wodka empfehlen... nebenbei ein Schluck für Dich würde zwar die Nerven beruhigen, könnte aber bissi heftig sein so zum frühstück.

        (3) 25.09.13 - 19:35

        Katzenklo nicht - ausser Du packst da nichts weiter rein ausser alte Handtücher oder so.
        Streu geht auf keinen Fall! Da besteht Lebensgefahr für den Hund, weil Hnde das Einstreu oft fressen.

        Es gibt auch Hundeklos - aber damit hab ich mich noch nicht näher befasst....noch nicht.....lol....
        meine Hündin ist zwar erst 4 Monate - aber will partou nicht stubenrein werden.

        (4) 25.09.13 - 20:52

        Den Tipp mit Stuhl und Buch und viel Zeit eine ruhige Pippizone suchen und aussitzen finde ich super. Einen Tag das Kind bei der Oma parken, wenn der Papa zur Arbeit muss, oder eben aufs Wochenende legen... damit Du kein Zeitstress hast.

        Ansonsten würde ich von der Stubenreinheit auf "Welpe zieht ein" zurückgreifen. Mindestens alle 90 Minuten raus, zudem nach dem schlafen, spielen oder fressen zu den üblichen Gassirunden.

        Ist nicht so üblich, aber wird immer mal wieder gemacht - eine Transporthütte oder Transportbox als Rückzugsort der verschlossenen werden kann und Wohlfühlzone ist und keine Bestrafung. http://www.trixie.de/de/mk/Suche,23?showDetail=12246&search=tcamp
        Schon Welpen beschmutzen ihr Nest nicht. Mit Leckerbissen attraktiv machen und wenn er ruhig und entspannt ist zumachen. Bei Theater standhaft bleiben, aber er darf nicht panisch darin werden, deshalb ist die gute Vorarbeit wichtig.
        Liebt er die verschlossene Box kann er auch zur Nacht rein und lernt bestenfalls darüber nicht ins Haus zu machen.

        Wir haben das bei unsere Maus gemacht vom ersten Tag zur Nachtruhe und sie hat ihre Boxen (haben 3 Größen irgendwann gehabt) geliebt und geht noch heute ab und an in ihre große offene Hütte tagsüber und Nachts.

        Viel Erfolg.
        netty

        • Ich kann auch crate training so wie Netty es beschrieben hat empfehlen, Das ist hier in den USA sehr verbreitet und wird auch von Tierheimen und Tieraerzten empfohlen: - das tier bekommt eine "Crate", das kann ein Gitterkaefig sein oder eine Transportbox, die box muss gerade gross genug sein dass das Tier isch bequem hinlegen und umdrehen kann, Wenn die box zu gross ist machen sie einfach in eine Ecke! - aeltere Hunde sollte man schrittweise an die Box gewoehnen, also am Anfang kurze Zeit in der Box verbringen und belohnen, dann die Zeit langsam steigern, das Ziel ist es das der Hund die Box vollstaendig annimmt. - zur Sauberkeitserziehung kann man den Hund in seiner Box belassen (einsperren hoert sich grausam an, aber wenn der Hund seine Box angenommen hat ist er wirklich gerne darin) und regelmaessig rauslassen. - Die meissten Hunde machen nicht in ihr Bett, manche Hunde allerdings stoert das gar nicht... dann muss man sich was anderes Ueberlegen.

          Natuerlich sollte der Hund nicht 24/7 in der Box sein. Nur wenn man gerade nicht auf ihn aufpassen kann oder sich mit ihm beschaftigt, z. B. nachts.

          Unser Hund sieht seine crate als sein Bett und verbringt freiwillig und bei offener Tuer den Grossteil seiner Schlafenszeit tagsueber und nachts darin - und wenn wir Besuch haben und sie mal wegsperren muessen (eine Freundin meiner Tochter hat Angst vor Hunden) macht ihr das gar nichts aus!

          Zusaetzlich, je nachdem wie viel Zeit du hast kaeme folgendes in Frage: - so lange draussen warten bis er macht (vielleicht vor allem morgens und nach dem Fuettern, wenn er auch wirklich muss) - alle 30 - 60 minuten rausgehen - den Hund mit einer Leine an dir befestigen (umbilical training) - vor allem wenn er sich gerne ein "ruhiges Eckchen" sucht um zu gehen

          Alles Gute.

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