Hund und Baby - Problem :-( Achtung lang

    • (1) 10.10.13 - 20:15

      Hallo,

      brauche dringend ein paar Tipps, vielleicht hatte jemand von Euch schonmal ein ähnliches Problem.

      Wir haben eine 12-Wochen-alte Tochter sowie zwei kleine Hunde (Jack-Russell-Hündin mit 2 Jahren sowie Sheltie-Hündin mit 12 Jahren). Die beiden Hunde sind (wenn wir dabei sind) total interessiert und liebevoll mit unserer Tochter. Da ich aber kein Risiko eingehen möchte werde ich unsere Hunde nie alleine zusammen mit ihr lassen. Unsere Tochter hat deshalb u. a. eine Art Stubenwagen, der später mal auch als Laufstall dienen soll (ist größenmäßig erweiterbar). Wenn ich mal kurz in den Keller muss und sie schläft in dem Stubenwagen dann lasse ich sie natürlich auch alleine da drin liegen.

      Heute hatte ich sie Gott sei Dank mit nach unten in den Keller genommen - denn als ich zurückkam lag die Jack-Russell-Hündin zusammengerollt im Laufstall #schock#heul#aerger Ich weiß nicht wie sie das geschafft hat - ich war einfach nur sprachlos und hab natürlich mit ihr geschimpft und sie rausgeschmissen. Klar - es ist natürlich da oben schön kuschelig und man hat eine supertolle Aussicht...

      Jetzt habe ich natürlich ein großes Problem: selbst wenn unsere Tochter nicht in dem Laufstall liegt hat unsere Hündin da nichts drin zu suchen. Wie mache ich ihr das klar? Kann mich ja schlecht auf die Lauer legen denn wenn sie es wieder versucht und ich sie dann erschrecke würde sie das ja nur mit meiner Anwesenheit verbinden.

      Alternativ wäre es dass die Hündin generell weggesperrt wird wenn ich in den Keller gehe. Da ich davon ausgehe dass ich den Laufstall die nächsten Jahre noch brauche wäre das für uns nur eine Notlösung.

      Ich muss dazu sagen dass wir ein ähnliches Problem anfangs schon mit dieser Hündin hatten. Sie durfte bisher nie in unser Bett - hat sie auch nie versucht. Bett war immer Tabu. Jetzt als unsere Tochter geboren wurde (und sie dann auch bei uns im Bett geschlafen hat) hat die Hündin es jede Nacht mehrmals versucht. Sie sprang also ins Bett - ich hab sie wieder rausgeschoben (wohlgemerkt geschoben, auf meine Aufforderung hat sie in diesem Moment gar nicht reagiert). Das ging bis zu fünf Mal direkt hintereinander. Also sie raus aus dem Bett und keine Sekunde später ist sie wieder hochgesprungen. Ich fand das total dreist, so kannte ich sie nicht. Nach ein paar Woche ständigen Rauswerfens war es mir zu blöd und ich habe mich mit einer Wasserspritzpistole gewappnet. Genau zwei Nächte hat sie es noch versucht, dann hat sie es kapiert. Seitdem ist in der Hinsicht Ruhe. Ich muss dazu sagen dass diese Hündin sonst absolut super auf uns hört und man nur die Stimme leicht erheben muss damit sie ihr Verhalten abbricht.

      Ich weiß halt jetzt echt nicht wie ich ihr Verhalten einschätzen soll bzw wie ich ihr klarmachen soll dass sie in sämtlichen Bettchen, Laufställen oder Wippen nichts zu suchen hat...

      Ich möchte auf gar keinen Fall ein Risiko eingehen. Hat jemand von Euch einen Tipp?

      LG

      • (2) 10.10.13 - 20:47

        Nen Tip hab ich zwar nicht aber ich finde du bist mit der Konsequenz auf dem richtigen Weg. Sonst hatte ich aber beim Lesen das Gefühl sie empfand dein Baby als neuen Welpen und wenn er ins Bett durfte wollte sie das eben genauso machen. Sie war vielleicht verwundert wieso der "neue Welpe" dahin durfte.

        Ela

        • (3) 10.10.13 - 23:02

          Ja, so ähnlich dachten wir auch. So quasie nach dem Motto: die darf da jetzt einfach so ins Bett und iiich? :-D

          Klar, für sie ändert sich jetzt auch vieles. Habe halt irgendwie Angst was "falsch" zu machen.

          • (4) 11.10.13 - 06:26

            Ich denke was du falsch machen könntest und das tust du ja nicht, wäre wenn du mal was erlaubst dann wieder verbietest, also inkonsequent wärst. Doch das bist du ja nicht und die Hunde vom Baby fernhalten tust du ja auch nicht. So gesehen sehe ich aktuell nichts falsches.

            Ela

      (5) 10.10.13 - 21:52

      Hallo,

      ich würde sie generell vom Laufstall ablenken bzw. abdrängen. Sollten sie in die Nähe davon kommen, schick sie mit einem Leckerli auf ihren Platz (sollten sie keinen eigenen Platz haben, schaff ihnen einen, das kann ruhig im selben Raum sein). Das würde ich jeden Tag konsequent trainieren.

      LG
      Karin

      • (6) 10.10.13 - 23:04

        Also der Laufstall ist mal im Büro und dann mal im Wohnzimmer. Da haben beide Hunde eigentlich schon ihren Platz, sie schleicht ja jetzt auch nicht immer um den Laufstall. Generell habe ich ja kein Problem wenn sie vor dem Laufstall ist - nur eben nicht im Laufstall.

    (7) 10.10.13 - 21:59

    Bringe einfach eine geschlossene Tür zwischen Hunde und Kind, wenn du kurz in den Keller gehst. Dann musst du dir wenigstens keine Sorgen machen.

    • (8) 10.10.13 - 23:05

      Ja, das wäre aber für mich die letzte Variante. Kann ja auch mal passieren wenn ich auf Toilette gehe oder oder oder...

      • (9) 11.10.13 - 21:54

        Tür zu... man muss das ja nicht so demonstrativ machen, aber als wir noch einen Hund hatten, habe ich immer zugesehen, dass ich entweder das Baby mitgenommen habe oder den Hund. Und wenn beides nicht ging, habe ich halt zugesehen, dass sie nicht in einem Raum waren. Es reichen Sekundenbruchteile für fürchterliche Bissverletzungen von "Familienhunden". Und nie, nie weißt du, was wirklich in dem Kopf von deinem Hund vorgeht, auch wenn du ihn schon zehn Jahre hast und er quasi zur Maschine abgerichtet und erzogen ist, es bleibt ein Tier.

        • (10) 12.10.13 - 13:11

          Genau so sehe ich das auch - auch wenn sie in meinem Beisein lieb sind weiß ich nicht wie es ist wenn ich nicht dabei bin.

          Deshalb hatte ich ja auch den Laufstall - eben um möglichst alles auszuschließen. Dass unsere Hündin da reinspringt hätte ich nie für möglich gehalten.

(11) 10.10.13 - 22:35

Hallo,

wir sind eine Großfamilie mit 4 Kinder, 2 Hunde und 3 Katzen.

Und als meine Jüngste geboren wurde, lies ich die Hunde ganz normal zu ihr.
Natürlich durften sie nicht in ihr Bett, aber wenn sie auf der Krabbeldecke, auf dem Sofa oder in meinem Arm lag, waren die Hunde immer anwesend und schnupperten an ihr.

Bald wird sie 2 Jahre alt und sie sind beste Freunde.

So wie ich es heraus lese, möchtest du sie gerne auseinander halten...wieso??

Wenn die Hunde keine Aggressionen an den Tag legen, dann ist doch alles gut!

Auf was du achten musst, das die Hunde alle 3 Monate entwurmt werden.

LG Daniela

  • (12) 10.10.13 - 23:08

    Hallo,

    nein, wenn die Kleine auf dem Sofa liegt dürfen natürlich auch die Hunde dabeisein. Nur ich möchte eben die Hunde nicht im Laufstall haben wenn ich nicht dabei bin :-)

    Aggressiv sind sie auch gar nicht, wenn wir heimkommen wird erstmal abgebusselt :-)

    LG

    • (13) 11.10.13 - 07:57

      Ahhh...dann habe ich das falsch interpretiert.

      Hund und Kind können wirklich richtig tolle Freunde werden#verliebt

      Bei uns geht alles, aber wirklich alles nur über Leckerchen.

      LG Daniela

      • (14) 11.10.13 - 11:13

        Ja, ich würde es mir auch so wünschen dass die drei auch später mal richtig gut miteinander auskommen - aber eben immer nur unter Aufsicht :-)

(15) 11.10.13 - 12:35

Wenn es mit der Wasserpistole bei deinem Hund so gut klappt, dann würde ich es auch beim Laufstall/Subenwagen-Problem probieren.

Mein Weg wäre das persönlich zwar nicht, zumindest nicht mit meinen beiden, sehr sensiblen Damen. Ich habe eine Schütteldose und das reicht eigentlich fast immer, die brauche ich nur einmal kurz klingeln lassen und schon stehen die Damen mit der Hand an der Hosennaht :-p Und bei vorbildlichem Verhalten hagelt´s dann Leckerlies!
Ich glaube nicht, dass deine Hündin das nur mit deiner Anwesenheit verbinden wird, wenn du sie in dem Moment negativ bestärkst, wenn sie in das Laufgitter springt. Oder geht sie heimlich noch in euer Bett, wenn ihr nicht da seid? DAS Problem habt ihr doch scheinbar auch nachhaltig gelöst, wieso denkst du, dass es nicht bei dem neuen Problem hilft? Du musst nur den richtigen Zeitpunkt erwischen, Timing ist dabei alles!

Viel Glück und weiterhin Konsequenz! #cool

  • (16) 11.10.13 - 12:43

    Hallo,

    ich vermute halt mal dass unsere Hündin nicht in den Stubenwagen springen wird wenn wir dabei sind. Beim Bett ist es ähnlich: ich habe sie auch schon tagsüber im Bett erwischt, allerdings ist das eher selten (im Schlafzimmer ist's kalt und man sieht nicht so viel wie auf der Sofalehne im Wohnzimmer :-p ). Wenn die Hunde mal alleine bleiben müssen sind sie sowieso in der Küche eingesperrt.

    Ich werde es wohl beobachten müssen...

    LG

    • (17) 11.10.13 - 12:50

      Oh, okay, also kannst du deiner Hündin nicht vertrauen, dass sie nicht ins Bett/Stubenwagen etc. springt, wenn ihr nicht da seid.. Das ist natürlich blöd!

      Hm, dann bleibt dir wahrscheinlich wirklich nichts anderes übrig, als sie wegzusperren, wenn du den Raum verlässt und das ist natürlich echt ätzend und aufwendig.. Terrier sind natürlich auch nicht so einfach zu erziehen, aber vielleicht hat ja hier noch jemand einen guten Tipp für euch.
      Ich hätte da gerne noch den ultimativen Tipp, wie meine Damen es lernen, nicht jedes Mal das gesamte Haus wachzubellen, wenn es mal an der Tür klingelt... Momentan trainiere ich eher den Postboten und alle Paketdienste, dass sie in der Mittagsstunde NICHT klingeln sondern die Pakete nur abstellen...#augen

      • (18) 11.10.13 - 12:59

        Also zum Thema Terrier: komischerweise hatten wir bei unseren Terriern bisher immer Glück, keiner war dickköpfig oder schwer erziehbar :-) Gut, wir sind halt von Anfang an immer konsequent gewesen aber die Grenzen ausgetestet haben sie eigentlich nie.

        Das mit dem Bellen ist bei uns ähnlich - die andere Hündin bellt sowieso sehr gerne (haben wir anfangs verpasst). Da helfen bei uns nur diese Metall-Wurfscheiben. Die brauche ich bei ihr nur in die Hand nehmen oder das Wort "Schepperscheiben" aussprechen dann ist sie ruhig. Klar, bellen tut sie trotzdem zuerst mal wenn es läutet, unsere Tochter wird davon Gott sei Dank nicht wach. Und die Jackie-Hündin ist sowieso stumm wie ein Fisch, da haben wir gleich von Anfang an darauf geachtet.

(19) 12.10.13 - 13:33

Hallo
Ich kann jetzt schon sagen wie es ausgehen wird.. Ihr werdet den Hund abgeben..
Vorallem sind nämlich so kleinere Hunde doch mal aggressiver gegenüber Kleinkinder und schnappen schneller als grössere. ( Meine Erfahrungen)

Wir haben ein Wort wo die Hunde wissen wir müssen aufpassen.

Baby

Dieses Wort wird immer erwähnt wenn die Kinder zb zur Tür reinkommen und die Hunde meinen sie zu begrüssen. Die Kinder auf dem Sofa sitzen und der Hund meint sich mal eben daneben zu legen. Wenn sie meinen ihre 5 Minuten zu haben und in der Wohnung rumrennen und dabei die Kinder in die Quere kommen. Als sie klein waren durften sie sich neben die Babys legen und an ihrem Alltag teilnehmen aber auch hier war das Wort Baby immer im Raum damit sie wissen jetzt müssen wir vorsichtig sein.

Ich habe zwei Hunde und ja einer kam Anfangs nicht so gut mit den Kindern zurecht und ja diesen haben wir das Schlafzimmer geöffnet damit er einen Rückzugsort hat und es hat über ein Jahr gedauert bis er eines Tages im Wohnzimmer stand und seitdem am Familienleben teilnahm.

Die Kinder haben von Anfang an auch gelernt das man lieb zu den Hunden sein muss. Sie dürfen sie streicheln aber wenn die Hunde schlafen dann schlafen sie und werden nicht beachtet. Sollten sie das nicht machen ja dann bekommen sie schimpfe.

Wichtig ist aber trotzdem so weiter zu leben wie bisher und auch vertrauen zu haben. Vor allem mal von dem Gedanken wegkommen Hund und Kind dürfen nie alleine zusammen sein. Auch das mit dem Laufstall der Hund wird sich nie auf das Kind legen vor allem geht der Hund schon von selber weg wenn es ihm zu viel wird.

Wichtig ist jetzt schon damit anfangen Kind und Hunde zusammen zu führen den je länger du damit wartest umso schwieriger wird es. Der Hund darf das Kind nicht als etwas Tabu 'es ansehen sondern muss es als Familienmitglied sehen auf das man aufpassen muss.

  • (20) 12.10.13 - 13:48

    Hallo,

    erstmal vielen Dank für Deine Tipps.

    Es ist ja nicht so dass die eine Hündin aggressiv ist - in keinster Weise. Sie will immer mit dabeisein wenn wir unsere Tochter wickeln, füttern etc. Nur: es ist halt nunmal so dass unsere Tochter "oben" gewickelt und gefüttert wird. Aber ich werde mir jetzt doch mal so eine Krabbeldecke besorgen und sie dann mal nach "unten" verfrachten und mich zu ihr legen sodass die drei richtig Kontakt aufnehmen können. Unsere Tochter wird erst jetzt nach und nach wacher - vorher hätte sie einfach nur dagelegen und de Hunde nicht beachtet.

    Und ich muss jetzt einfach mal dem (Vor-)Urteil widersprechen: kleine Hunde sind nicht generell giftiger. Es liegt (wie bei den großen eben auch) meistens doch am Besitzer. Das ist das Gleiche wie wenn jemand sagt: ein Jack Russell Terrier ist durchgedreht und kläfft die ganze Zeit. Es liegt immer am Besitzer. Im Moment kann ich mir absolut nicht vorstellen dass es zwischen den beiden mal ein Problem geben wird.

    Dass unsere Hündin eben in den Laufstall gesprungen ist hängt sicher damit zusammen dass sie es a) sehr gerne kuschelig mag und b) natürlich auch sehr gerne "oben" sitzt. (Wir haben den Boden des Laufstalles ganz nach oben gesetzt) Irgendwie verständlich, oder?

    Ich möchte aber einfach nicht dass die beiden zusammenliegen wenn ich unten im Keller bin. Ich kann es im Moment einfach nicht einschätzen wie sich unsere Hündin verhält wenn ich nicht dabei bin. Es geht mir also nicht darum generell die Hunde und unsere Tochter zu trennen.

    Das mit dem Kommando "Baby" ist eine wirklich sehr gute Idee - vielen Dank dafür. Genau so werde ich es auch machen :-)

Top Diskussionen anzeigen