Hund verprügelt

    • (1) 27.10.13 - 20:39

      Hallo zusammen,

      heute Nachmittag habe ich was erlebt, wovon ich echt nicht weg komme.

      Bei uns hat es den ganzen Tag geregnet und als endlich die Sonne raus kam, habe ich meinem kleinesten den Regenanzug angezogen, wir haben Hund und Kinderwagen gepackt und sind raus.

      Wir waren an der Bach auf der Brücke, da waren viele Pfützen und da ist eine große Wiese.

      Wir haben Bällchen geschmissen und sind durch die Pfützen gestiefelt. eigentlich wollte ich eine kleine Runde drehen (soweit man eben mit einem 19 Monate altem Kind was nur laufen will und den Kinderwagen nicht gerne nutzt kommt)

      So, da kam dann aber ein Mann mit mit seiner Frau und 4 Schäferhunden....Davon waren aber 2 nicht an der Leine. (immer wenn ich ihn sehe, warte ich eben bis er vorbei ist)

      So...die zwei von der Leine wollten aber zu uns....Er rief, sie gingen zu ihm zurück...Dann wieder weg...Dann legten sie sich hin....Dann hat er schon die Leine in die Luft gehalten...Beide sind weggesprungen. Der eine war schon an der Leidplanke der Bundesstraße...Beide lagen schon auf der Seite.

      Er nahm sie an die Leine (schon brutal) und sie gingen wieder in die Richtung aus der sie kamen zurück.
      Er bog um die Ecke und war quasi hinter einer Hecke. Erst habe ich mir nichts dabei gedacht. habe weiter Bällchen in die andere richtung geschmissen und mit meinem Kleinen die Pfützen erkundet.

      Als ich dann mal wieder guckte um zu sehen ob sie weg sind, habe ich dem Mann bestimmt 2 Minuten beobachtet wie er die Leine in die Luft schleuderte und mit wucht wieder zu Boden. Ich konnte den Hund wegen der Hecke nicht sehen.

      Ich habe nur gebrüllt, wenn er nicht sofort aufhört den Hund zu verprügeln, werde ich die Polizei rufen.

      Dann kam er gleich zu mir, band die Hunde an der Brücke an und wollte mit mir reden.

      Ich hätte ja nichts gesehen und das wäre nicht feste....ich würde meinen Kindern doch auch mal eine geben ....Als ich das verneinte, meinte er das ich wohl die einzigste Mutter wäre die das nicht tut.

      Er sagte dann, So erzieht man Hunde, die Polizei macht das auch so....Er würde auch andere Hunde Ausbilden und da bekommen Hunde im Training auch mal mit einem Stock welche.
      Wenn Er sie nicht so Ausbilden würde, würde keiner so einen Hund als Spürhund oä nehmen....

      Ich habe meine Meinung vertreten und gesagt, das sowas in meinen Augen nicht geht.

      Wie hättet ihr gehandelt? Ich habe halt nicht genau gesehen das er den Hund geschlagen hat....Mir geht das nicht aus dem Kopf.

      Danke für Antworten

      LG Tanja

      • Oh man, sowas geht mir auch immer nahe.. Ich finde es super gut, wie du gehandelt hast und ich hätte es genauso gemacht. Das fällt für mich auch eindeutig unter die Rubrik Zivilcourage, schütze die Schwachen (Kinder, Alte, Auslänger,Tiere)

        Allerdings kann man mehr wahrscheinlich nicht machen, ich glaube zumindest nicht, dass du da große Handhabe hättest. Vielleicht weiß ja jemand dazu mehr? Vielleicht könnte man beim Veterinäramt mal anrufen und denen die Sachlage schildern und mal fragen, wie man sich in so einem Moment verhalten soll. Fotos machen ist ja immer so eine Sache, das wird ja vermutlich wegen Datenschutz & Co nicht legal sein. Und damit kann man ja ein entsprechend aggressives Gegenüber komplett gegen sich aufbringen. Nicht ganz ungefährlich für einen selbst, schon gar nicht, wenn man dann auch noch ein Kinde dabei hat..

        Die Frage ist ja auch, was kann das Veterinäramt mit so einem Hundehalter machen? Vielleicht machen die ja zumindest ne Notiz in der Akte und besuchen den mal?
        Auf jeden Fall kannst du stolz auf dich sein und kannst dir im Spiegel weiter in die Augen schauen!

      hallo liebe tanja,

      jetzt sei mir bitte nicht böse,

      aber du bist ja anscheinend schockiert?
      anstelle mich vor den computer zu setzen und das zu schreiben was tierfreunde schon lange wissen, hätte ich aber schon den tierschutzverein oder das örtliche landratsamt an der strippe und würde alles in bewegung setzen um diesem mann seine hunde abnehmen zu lassen.

      was willst du jetzt hier hören? alles, was du selbst schon weisst........

      toll, dass du so aufmerksam bist aber lass deinen worten auch taten folgen, BITTE!
      denn hier kann niemand was für die hunde tun.

      ganz viel glück und vorankommen wünscht dir!
      diana

      • "und würde alles in bewegung setzen um diesem mann seine hunde abnehmen zu lassen."

        Das wird alleine aus diesem Grund nicht funktionieren - leider. Das klappt ja oft nichtmal, wenn die Tiere kurz vor dem Verhungern stehen oder dauerhaft im zwinger leben etc.

        Leider.

        Angerufen hätte ich trotzdem... und versucht herauszufinden, wo er Hunde ausbildet und eine schriftliche Beschwerde an den Vorstand eingereicht. Ob das was ändern würde, sei mal dahingestellt, aber zumindest wird erkannt, dass nicht alles unbeoachtet bleibt.

        Das Problem ist einfach, ich habe nicht genau gesehen, das er den Hund geschlagen hat.

        Ich habe heute mit dem tierschutzverein telefoniert. Habe das alles auch so geschildert.

        ABER da ich eben nicht gesehen habe das er seinen Hund mit der Leine geschlagen hat, kann der Kerl behaupten das es nicht stimmt....Und leider sitzt er wohl am längeren Hebel....Er hat wohl gute Kontakte.....Ich bin nicht die erste die da angerufen hat. Das wird irgendwie immer unter den Tisch fallen gelassen. Aber ich habe mich mit 2 Leuten aus meinem Dorf unterhalten, die das auch schon mitbekommen haben, aber es eben genauso blöd gesehen haben wie ich...Taktik würde ich sagen.

        Wir sind dabei irgend etwas zu erreichen. Nur leider dauert das wohl etwas.

        Tanja

    (7) 28.10.13 - 08:25

    Hi,

    das sind genau die Schäferhundebesitzer, die die Schäferhundvereine und den Schutzdienst so in Verruf bringen. :-(

    Nein, das ist weder normal noch richtig. Selbst die Ausbildungsempfehlungen / Vorgaben des SV sind dagegen, die hunde zu verprügeln. Beim Schutzdienst wird die "Gerte" normalerweise nur angetäuscht bzw. leicht eingesgesetzt- und sicher nicht zum Verprügeln, wie es der Hundebesitzer bei Dir mit der Leine getan hat, genutzt. Ich weiß, dass Bundeswher und Polzei oftmals häter mit den hunden umgehen - richtig ist das deshalb aber noch lange nicht bzw. ist es auch nicht die Regel. Dabei darf man aber uach nicht vergessen, wofür / wobei diese Diensthunde eingesetzt werden - eine gewisse Härte müssen die Hunde haben.

    Kennst Du den Namen des Hundebesitzers? Falls ja, dann würde ich ihn anzeigen.

    Eine Schäferhundebesitzer aus unserem Verein bekommt jetzt Platzverbot (oder hat es am WE bereits bekommen) - u.a. wg falschen Ausbildungsmethoden.

    Gruß
    Kim

Als wenn ein Hund durch Schläge lernt oder versteht das er etwas falsch gemacht hat #schock
Und die Polizei macht das bestimmt nicht so. Bei uns vom Hundeplatz ist auch mal ein Herr geflogen. Er schlug mit der Leine nach seinem Hund wenn dieser nicht spurte. Er wurde gebeten dies als Erziehungsmethode zu unterlassen aber er konnte sich wohl nicht beherrschen.

Du hast ja schon couragiert gehandelt. Vielleicht solltest du den Vorfall dem TS bzw. dem Veterinäramt melden.
Vielleicht handeln die nicht sofort aber mit etwas Glück wird das auch von anderen Menschen gesehen und diese schauen auch nicht weg.

Man kann nicht immer durch die Welt gehen und wegschauen weil man glaubt das es eh nichts ändert.

Wie geht der tolle Spruch "Verloren hat man erst wenn man aufgibt"

  • (10) 29.10.13 - 11:47

    Leider geht die Polizei wirklich nicht zimperlich mit den Hunden um.

    • (11) 29.10.13 - 23:09

      Ich kann jetzt natürlich nicht über die Polzeiliche Ausbildung insgesamt bei Hunden reden.

      Aber unser Mali/DSH wurde von einem Polizeihundeführer ausgebildet, stellte sich dann aber als ungeeignet raus. Er hatte schon einen Rentenhund und eine ältere Hündin zuhause.
      So ist er zu uns gekommen (so über Umweg und dann an mich die eigentlich garkeine Schäfis mag).

      Der hat garantiert seine Hunde nicht geschlagen oder sonst schlecht behandelt, rein über Spieltrieb gearbeitet. Für seinen Ball tut unser Dicker ALLES

(12) 28.10.13 - 13:45

Also falls es wirklich so war, was du nicht gesehen hast, das er richtig derb draufgehauen hat sowas geht natürlich nicht, meiner bekomm ab und an mal so leicht angedeutet mit der Leine wenn er vergessen das ich noch hinten dran hänge, aber nicht mit Schwung sondern wie soll ich schreiben leicht angedeutet das reicht bei meinem .....

...so kenne ich es leider auch von SHVereinen, aber vor 20 Jahren!

Traurig....wenn Tiere immer noch "gebrochen" werden!

Gruss

Dann hätte ich dem Kerl vielleicht gesagt ob er mal welche mit dem Stock braucht. Denn das wäre ja sicherlich nicht schlimm. Arme Viecher sag ich nur!

Ela

Danke für eure Antworten.

Ich habe mich gestern abend und heute nochmal umgehört. Er ist schon bekannt, leider hat er auch Kontakte was die Sache schwiriger aber nicht unmöglich macht.

Wir haben uns nun zusammen getan. Beim Tierschutzbund habe ich schon angerufen.

Das problem ist nun wirklich auch das es Aussage gegen Aussage steht, da ich es nicht genau sah....Aber es gibt noch mehr Zeugen.

Wir sind am Handeln, aber leider geht das nicht so schnell wie es sollte.

Schönen Abend Euch allen!!

LG Tanja

  • Hallo!
    Auch wenn dein Beitrag etwas älter ist: würdest du über ein Ergebnis berichten?

    Die Hunde erzieht man definitiv nicht mit der Leine. Die Leine sollte mit etwas erfreulichem, nämlich dem Gassigehen verbunden sein. So sieht er das ja als Strafe. Das gilt auch für die Hand (die ist für Streicheleinheiten).

    Ich habe in einem Bundesland bei der Polizeihundeausbildung Einblick nehmen dürfen. Da arbeitet man mit dem Spieltrieb und Leckerlis.

    Und ich wäre die zweite Mama, die ihr Kind nicht schlägt ????. Und unser 17-jähriger Wuff ist in den 11 Jahren in unserer Familie auch ohne Schläge mehr als zufrieden.

    Ich hoffe, dass ihr erfolgreich seid.

    Alles Gute.

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