Katze und Strasse - hab voll Angst

    • (1) 30.10.13 - 13:09

      Hallo,

      unser Freigänger Kätzchen ( 6 Monate) ist sehr gerne draussen und hört auch perfekt auf ihren Namen, aber sie geht immer über die Strasse schaut vorher, aber wenn ein Auto kommt bleibt sie einfach auf der Strassenmitte stehen und schaut dem Auto entgegen.

      Bisher haben alle Autos brav gebremst und gewartet bis Madame sich ganz auf die andere Strassenseite begiebt, hab jetzt voll Angst, aber aus einem Freigänger kann man kann Hauskatze mehr machen, oder?

      Wie kann ich ihr Respekt vor Autos beibringen?

      LG+Danke

      • Hallo,

        aus einem Freigänger eine reine Wohnungskatze machen zu wollen halte ich persönlich für Tierquälerei. Und Respekt vor Autos wirst du ihr nicht beibringen können. Sie wird nicht wissen, dass diese sie überfahren können, es sei denn, sie würde überfahren und es überleben.

        Ich habe mein ganzes Leben lang Katzen gehabt. Ich bin mittlerweile zu dem Schluss gekommen, dass einige Katzen halt schlauer als andere sind und fahrende Autos meiden. Andere bleiben schön auf der Straße sitzen und könnten eigentlich um jeden Tag froh sein, den sie überlebt haben, da nicht von einem Auto überfahren.

        Was mir gerade einfällt, vielleicht bittest du mal Bekannte/Freunde von dir, mit dem Auto vorbeizufahren und Mietzi mit einem ordentlichen Strahl Wasser aus der Sprühflasche zu bespritzen. Vielleicht verbindet sie dann Autos auf der Straße mit etwas Unangenehmen und meidet diese in Zukunft.

        LG

        Nici

      (5) 30.10.13 - 14:58

      Ich finde die Idee auch gut - ich drücke die Daumen, dass sich eure Kleine dann ändert.

      Wir haben auch einen Freigänger und eine viel befahrene Straße. Klar, Angst hat man immer irgendwie, aber dann denke ich mir, lieber wenige glückliche Katzenjahre als viele - eingesperrt im Haus. Unser Kater hat zum Glück Angst vor Autos, allerdings bezweifle ich, dass er eine Maus o.ä. rennen lassen würde, nur weil ein Auto kommt :-/ Als Besitzer von Freigängern muss man leider immer damit rechnen, dass irgendwas passiert...

      • (6) 30.10.13 - 15:30

        #zitter Ich wüsste gar nicht was ich machen soll, wenn sie "beschädigt" angewackelt kommt, gibt es auch so einen Tiernotdienst?

        Ich lasse sie nur tagsüber raus, das macht ihr auch so nichts aus.

        • (7) 30.10.13 - 17:14

          Unserer war letztes Jahr schonmal verletzt - allerdings wissen wir nicht, was passiert ist. Er hatte tiefe Wunden am Schwanz und eine Nervquetschung mit Blasenlähmung. 3 Tage Tierklinik mit Katheter und allem drum und dran. Zum Glück wurde alles wieder. Er war da ja nicht mal 1,5 Jahre. Nur wir waren um fast 1000 Euro erleichterr...

          Normalerweise gibt es überall Tierkliniken mit Notdienst. Einfach mal in Internet recherchieren. Aber es muss ja nichts passieren. Unsere alte Katze war 17 Jahre Freigängerin und wir wohnten direkt an der Hauptbahnstrecke. Die hatte nie irgendwas.

    Genau deswegen sollte man Katzen besser erst mit einem Jahr raus lassen... da sind sie einfach erwachsener, können Gefahren besser einschätzen und bleiben nicht wie gelähmt stehen.

    Falls noch nicht geschehen: unbedingt jetzt kasrtrieren lassen, sonst beschert sie Dir weitaus mehr Katzen als Du haben wolltest. Und wenn sie rollig wird ist es noch viel gefährlicher, weil sie abgelenkt ist und weiter weg geht.

    Eine Wohnungskatze kannst Du aus ihr nicht mehr machen, das fängt schon bei der Auswahl der passenden Katze an, dann brauchen Wohnungskatzen zwingend Artgenossen, und sie dürfen auch nie raus. Sinnvoll ist es etwa, ganz gezielt behinderte oder kranke Katzen aufzunehmen, die aus gutem Grund nicht raus dürfen, etwa Träger von Katzen-Aids, die nicht zwangsläufig erkranken müssen, aber den Virus nicht verbreiten sollten.

    • Meine Tierärztin meint, sie ist sehr zierlich und sie würde sie gerne erst einmal rollig sein lassen, bis sie sie kastriert, auch hat sie gesagt, höchstwahrscheinlich wird sie erst nächstes Jahr rollig, da es jetzt schon zu kalt ist #kratz

      • (10) 31.10.13 - 15:17

        Ich würde keiner Katze die Rolligkeit zumuten wollen, das ist eine echte Qual.

        Die Tiere sind da wie ferngesteuert, würden im Dritten Stock aus dem Fenster springen nur um raus zu kommen, und suchen Kilometer weit weg nach unkastrierten Katern, um dann mit jedem noch so räudigen Streuner Du-weißt-schon-was zu machen - oft mit mehreren Nacheinander, Katzenwürfe haben häufig mehrere Väter. Weil das für die Kätzin wahnsinnig schmerzhaft ist muss der Kater sie mit einem heftigen Biss in den Nacken festhalten bis aufs Blut, über diese Bisswunde werden ebenso viele Keime, Geschlechtskrankheiten und Katzenaids übertragen wie vom eigentlichen Geschehen her.

        Eine Freigängerkatze kannst Du auch unmöglich rechtzeitig vor der Rolligkeit einsperren, die Katze spürt das Tage bevor Du was davon mitbekommst und zieht dann schon los, kommt einfach nicht mehr heim. Wenn sie dann wieder auftaucht ist die schon trächtig. Klar kann man dann auch noch kastrieren, aber mit erhöhtem Blutverlust und gut möglich, dass die Straßenkater ihr dann schon die eine oder andere eklige Krankheit angehängt haben.

        Jetzt ist es zwar kalt, aber es wird doch immer kurz vor Weihnachten noch mal wärmer, damit wir auch ja keine weißen Weihnachten bekommen - das kann schon reichen um die Rolligkeit auszulösen. Außerdem ist die Katze ja auch viel in der warmen Wohnung, es geht da nicht mehr nur nach dem Wetter.

        Übrigens lassen viele Tierheime Katzen auch schon mit 3-4 Monaten kastrieren, und die werden genauso groß wie alle anderen. Das ist Quark, dass eine Katze danach nicht mehr wachsen würde, tendenziell können kastrierte Katzen sogar größer werden und nehmen deutlich schneller und besser zu.

        Ich habe echt keine Ahnung, wie eine Tierärztin die sich damit ja eigentlich auskennen sollte auf so absurde Ideen kommt. Hat die bloß keinen Bock winzig kleine Eierstöcke zu suchen?

        • (11) 31.10.13 - 22:05

          dem ist nichts mehr hinzuzufugen!

          es ist echt naiv, zu glauben, dass man die Rolligkeit eher merkt als die Kater im Kiez.

          und dann hat man ne zierliche Katze, die trächtig ist und vielleicht (sorry) zu mickerig, um Trächtigkeit und Jungenaufzucht ohne Schaden an ihrer Gesundheit zu überstehen.

          Grade WEIL sie ne Kleine ist, sollte man ihr das ersparen.

          Anekdote am Rande: Zu unserer ersten Katze sind wir gekommen, weil das Muttertier damals aus dem 2. Obergeschoss über ein Baugerüst getürmt ist.

          Sie kam zwar wieder, aber zwischendurch hatte sie ihren Spaß (oder eher nicht?)

          Ich verstehe die Tierärztin nicht!

      (12) 02.11.13 - 00:55

      Ich würde schleunigst die Tierärztin wechseln.

      Es spricht nichts gegen eine Kastration zum jetzigen Zeitpunkt. Wachsen wird sie auch danach noch weiterhin. Du mußt ihr nur soviel zu fressen geben, wie sie will. Und wenn es 2stündlich ist.

      Viele Grüße
      Sabrina

(13) 31.10.13 - 17:19

Hallo,

da kann ich nur zustimmen, eine Katze mit 6 Monaten alleine rauszulassen, finde ich schon sehr riskant. Wie ich schon mal geschrieben habe, waren unsere in dem Alter immer in unserer Begleitung für so 20Minuten draußen. Alleine rausgehen durften sie erst später.

Wir hatten unsere Katzen anfangs an der Leine, damit sie nicht weglaufen konnten oder was noch schlimmer wäre, sie schreckhaft über die Strasse liefen.

Wir gingen mit ihnen probeweise auch auf den Fussweg an die Strasse. Sie sollten den Lärm der Autos mitbekommen.
(Unsere Strasse ist nur eine weniger befahrene Nebenstrasse.)

LG Lotta

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