Kastration Rüde

    • (1) 03.12.13 - 13:32

      Hallo!

      Eigentlich wollte ich unseren Rüden nicht kastrieren lassen. Ich bin nicht gegen Kastration. Ich glaube nur dass man Rüden oft zu früh kastriert und vieles einfach Sache der Erziehung bzw. der geistigen Reife ist.

      Jetzt hat man mich aber am Hundeplatz angesprochen ob ich ihn nicht lieber kastrieren lassen will. Ich würde gerne eure Meinung hören. Ich will ihn nicht auf biegen und brechen unkastriert lassen, wenn es besser für den Hund ist werd ich ihn kastrieren lassen.

      Unser kleiner Mann ist jetzt 1 1/2 Jahre alt, ein Sheltie und hat 7kg Kampfgewicht. Eigentlich ein ganz lieber. Eigentlich.....:-p Er ist sehr lernfähig, er lässt sich gut abrufen, aus jedem Spiel raus rufen, ist nicht aggressiv und so weiter.

      Aber Problem eins, das pinkeln. Deshalb meint eine Freundin von mir könnte er Probleme mit der Prostata bekommen. Er lässt sich erziehen. Er pinkelt keine Gartenzäune an und auch nicht zu Hause. Aber er markiert wie ein irrer beim Gassi gehen wenn andere Hunde dabei sind. Dann lässt er es auch oft einfach laufen. Also ich schimpf er soll eben nicht am Gartenzaun und Co das Beinchen heben, macht er dann auch nicht, er lässt dann alle paar Meter paar Tropfen fallen.

      Problem zwei, sein Makergehabe. Er stellt sich vor andere Rüden und scharrt und pinkelt und tut auf groß. Klar geh ich gleich dazwischen und ruf ihn ran. Er kommt dann auch brav. Aber gerade wenn andere Mädels dabei sind dann ist er manchmal wie paralysiert. Furchtbar. Da komm ich nicht an sein Hirn hab ich das Gefühl. Allgemein machen ihn andere Hunde manchmal ganz verrückt. Da zittert sein Unterkiefer und er ist total verstrahlt. Hört dann in dem Sinn noch dass er bei mir bleibt. Allerdings ist nicht an Unterordnung oder sauberes arbeiten zu denken.

      Ich hab eigentlich die Hoffnung ich bekomme das mit Erziehung hin. Wir haben ja auch erst vor 4 Monaten zweibeinigen Nachwuchs bekommen und da lief in letzter Zeit alles etwas drunter und drüber. Oder seh ich das gerade zu blauäugig und ich komm eigentlich an einer Kastration nicht vorbei. Beim eigenen Hund ist man ja gerne etwas betriebsblind. Außerdem wirken bei mir noch die Hormone und ich seh alles noch etwas rosa und ich mag meinen kleine Bubi nicht seine Eier klauen.

      Oder sollte man mal eine chemische Kastration probieren?

      LG Sabine

        • Die anderen Halter erleben euren Hund aber immer nur im Umgang mit anderen Hunden. Ist mir auch passiert, dass andere Halter denken, jack würde ständig wie blöd an der Leine zerren - dabei macht er das nur mit anderen Hunden zusammen, da will er angeben und immer vorne weg gehen. Laufe ich alleine mit ihm kann ich die Leine mit dem kleinen Finger halten und muss eher aufpassen, dass die nicht über den Boden schleift.

          • >>Die anderen Halter erleben euren Hund aber immer nur im Umgang mit anderen Hunden<<
            stimmt, da sollte man auch dran denken! Ich hatte während der Läufigkeit meiner Damen mal jeden Tag nachmittags eine Rüdenbesitzerin getroffen, die mich irgend wann anmachte, warum meine armen Hunde nicht frei auf der Wiese laufen dürften, sie würde sie immer nur an der Leine sehen. Hab ihr dann gesagt, lassen wir die Läufigkeit rum gehen, dann dürfen sie auch wieder ohne Leine. Wobei die Mädels nicht mal irgend welchen Terror oder Zerrerei veranstaltet haben!

            • Kenne ich irgendwoher. Mein Jack ist ja für einen Golden Retriever mit 13 Jahren in einem sehr gehobenen Alter, aber man merkt es ihm nicht an. Wenn ich ihn ableine muss er also trotzdem Gas geben, spielen, toben, weite Kreise rennen - und das muss geplant sein. Wenn ich dann etwa nachmittags noch mit Jack weiter laufen will/muss, dann kann ich ihn morgens nicht ableinen. Das packt er sonst einfach nicht mehr.

              Auch Spiel mit anderen Hunden muss ich einplanen, nach einer Stunde toben mit Artgenossen muss ich einen ganzen Tag kürzer treten. Jack würde sich da in keinster Form eine Blöße geben, aber am nächsten Tag kann er nur schwer aufstehen und will dann von alleine nach 10 Minuten wieder heim. Schmerzen sind nicht das Problem, er ist einfach nur alt.

              Also sehe ich eben zu, dass wir nur jeden zweiten Tag einen seiner Freunde treffen, und lasse ihn sonst eher an der Leine. Ist eben ein Senior.

              Hat auch ne Weile gedauert, bis die anderen Halter das verstanden haben - wenn er aufdreht wie andere Hunde mit 3 Jahren kann man sich eben kaum vorstellen, wie müde er danach ist.

    Hallo!

    Ich bin jetzt ganz sicher niemand, der Kastrationen verteufeln würde, aber ehrlich gesagt sehe ich bei Deiner Beschreibung keinen Grund.

    Klingt insgesamt mehr nach einem Heranwachsenden Hund, der noch nicht ganz am Ende seiner Pubertät angelangt ist, und im Moment einfach ein bisschen wuschig ist.

    Ich würde auf jeden Fall die nächsten paar läufigen Hündinnen abwarten und schauen, wie er damit klar kommt, nur wenn er dann massiven Liebeskummer hat und wirklich leidet wäre eine Kastration angesagt.

    Klar würde einiges Machogehabe und auch dieses seltsame "Düfte einatmen" nachlassen und er würde besser Mitarbeiten, auch das Markieren wäre weniger ausgeprägt, aber sind das wirklich schon gute Gründe für eine Kastration, wenn sonst alles rund läuft?

    • Danke für deine Meinung. Meinem Mann würde es wohl auch das Herz brechen seinen tollen Zuchtrüden zu kastrieren. Aber wie gesagt, wenns besser für den Hund ist wird er auf jeden Fall kastriert.

      • Decken sollte er aber wirklich nur, wenn sein Verhalten sich in den nächsten Monaten normalisiert. Ich finde, es geben schon viel zu viele hypersexuelle Rüden ihre Gene weiter...

        • Sowieso nicht. Wenn das nicht passt wird da nix gemacht. Für mich ist sie Ausstellerei sowieso nix, mal sehen ob er es dann auch wirklich macht.

          • Guckt euch mal den Film an den Rotbackenpfeifdrusli hier gepostet hat:

            http://www.urbia.de/forum/34-mein-tier-und-ich/4337567-reine-rasse-volle-kasse/28005699

            Da sieht man Rassehunde zum Abgewöhnen und erfährt so einiges über die Zuchtverbände. Gruslig.

            Vor allem sind die Ausstellungen wirklich so. Hier in der Nachbarschaft gibt es auch einen Mops - bei Minus 10 Grad sieht man den tatsächlich mal NICHT hecheln.

            • Ja ich weiß schon dass das Thema Zucht nicht jeder mag.

              Wir sind jedes Jahr auf der Cacib deshalb kenn ich den Irrsinn schon. Durch den Hundesport werden wir jedes Jahr eingeladen und kennen dort viele. Von unserer Züchterin kennen wir mehrere Welpen.
              Zucht ist meiner Meinung nach nicht nur schlecht. Ein gut sozialisierter Hund von einem guten Züchter kann einem das Leben als Hundehalter auch um einiges erleichtern.

              Gruß Sabine

              • Klar, das ist auch wichtig - aber eben bitte nur mit gesunden Hunden. ich bin da eben auch etwas eigen, ich könnte mich da nicht lächelnd neben einen Züchter stellen, der Hunde mit massiven gesundheitlichen Problemen weiter züchtet. Auch wenn das ggf. heißt, dass die eine oder andere Rasse ausstirbt, weil es nicht mehr genügend gesunde Hunde gibt um einen ausreichenden Genpool aufrecht zu erhalten.

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