Hund wurde heute kastriert

    • (1) 04.12.13 - 17:32

      Guten Abend, heute Mittag wurde mein Hund kastriert. Gegen 12 Uhr haben wir ihn dann wieder abgeholt und die Ärztin teilte uns mit, dass er mindestens noch 3-4 Stunden benommen ist. So nun sind aber bald 6 Stunden vergangen ( 8 Stunden nach der narkose ) und er macht immer noch keine anstalten. Er will nichts fressen oder trinken , ist das normal?

      LG

      • (2) 04.12.13 - 17:55

        Wenn du dir sorgen machst, dann fahr lieber nochmal zu nem arzt...ggf. Notdienst...
        Es gibt aber durchaus hunde die 3 tage durchhängen...gerade wenn es nur ne injektionsnarkose war...
        Trinken wäre aber wichtig um das narkosemittel auszuspülen...außerdem auch gaaaanz wichtig warm halten...narkose verursacht meist übelkeit, dazu noch die schmerzen der op, da kann man schonmal probleme haben...hündin eher als rüde...

        • (3) 04.12.13 - 18:07

          Danke für deine Antwort.

          Ich hab ihn ordentlich zu gedeckt und die Heizung etwas höher gedreht.

          Erbrochen hat er noch nicht. Hat vorhin bei einer kleinen Pipi runde ( nur vor der Tür) etwas Gras gefressen aber das wars.

          Normalerweise bringt ihn nichts aus der Bahn, der Chaot hat schon einige kleinere Unfälle gehabt.
          Ich beobachte das mal noch und sollte sich in der nächsten Stunde nichts ändern werde ich zum Tierarzt fahren.

      Hat man euch euren Hund Schlafend mitgegeben? Da sollte er besser auf einer Wärmematte mit Körpertemperatur liegen, das kann man zu Hause gar nicht erreichen - da liegt das Tier immer zu kalt, und kann so erst richtig krank werden.

      Transport ist auch gefährlich, wenn ein Tier nicht wach ist...

      Womit die Narkose gemacht wurde weißt Du wahrscheinlich nicht, auch welche sonstigen Medikamente er bekommen hat, oder? Das macht natürlich jede Behandlung schwierig. Erreichst Du noch jemand in der Praxis? Ohne zu wissen was genau er bekommen hat kann Dir ja nicht mal der Notdienst helfen...

      • Also er war schon wach aber nicht wirklich ansprechbar. Ich hab ihn dann in seine Decke gehüllt und die Fahrt über auf dem Schoß gehabt.

        Nein jetzt erreiche ich in der Praxis niemanden mehr. Die Ärztin war nur bis 12.30 Uhr vor Ort. Leider weiß ich nicht wie die Zusammenstellung der Spritze war.

    guten abend,

    ja das ist normal. vermutlich ist der hund noch die nächsten 2- 3 tage nicht der "alte". das muss sie aber nicht beunruhigen :-)

    rüde oder hündin?

    alles gut und normal, kann auch sein dass er morgen das futter wieder erbricht, aber das ist nicht schlimm. stellen sie ihm einfach ausreichend zu trinken hin und auch das futter normal.
    eine kastration ist ein grosser chirurgischer eingriff, bei der hündin noch viel grösser, allerdings ist in beiden fällen eine vollnarkose notwendig und das dauert.............

    vermutlich in ihrem fall alles bestens.

    beste grüße,
    rena (dr. vet.)

    • Danke für ihre Antwort.

      Rüde - Jack Russel Mix

      Er hat gestern nach 10 Stunden endlich mal etwas getrunken und ein bisschen gefressen.
      Heute morgen hat er auch gefressen und getrunken ( ohne zu Erbrechen).
      So scheint er aber noch nicht ganz fit zu sein, da er hauptsächlich liegt und schläft.

      LG

      Super eine Tierärztin hat sich hierher verirrt... eine echte Bereicherung.

      Ich freue mich darüber und hoffe bald noch mehr zu lesen:-D

      LG netty

      • Guten Abend Netty,

        warum habe ich mich denn hierher verirrt?

        Trage ich die Pest im Gesicht oder warum darf ich nicht hier schreiben?

        Ich habe es ja schon einmal gesagt, dann bin ich eben Bäckereifachverkäufern beim Bäcker Bachmeier. Bin ich dann tolieriert?

        Was machen Sie denn beruflich? Und wenn man das weiss, dürfen Sie dann auch nicht mehr hier schreiben? Ich verstehe das nicht.

        Beste Grüße,
        Rena (Synonym dr. vet.)

        • (10) 19.12.13 - 14:36

          Hallo Rena,

          entschuldige die sehr verspätete Antwort, ich war lange nicht online.

          Es geht nicht um dulden oder die Pest im Gesicht! Ui ui ui.

          Ähhmmm es war genauso gemeint wie ich es geschrieben habe. Nicht alles ist immer negativ gemeint und welcher Ton meinen Wort beischwingt, kann ich natürlich nicht beeinflussen, wenn Du es liest.

          Ich finde es wirklich toll das es neben den Laien hier eine Tierärtzin gibt, die Zeit hat in einem Onlineportal uns mit ihrem Wissen zu bereichern! Nicht mehr und nicht weniger...

          Liebe Grüße
          netty

          • Guten Abend netty693,

            also ich weiss nicht, ob ich dieses "Portal" bereichere :-)
            Ich bin jedenfalls gerne hier, egal was man über mich denkt. Das bleibt jedem selbst überlassen und ist mir einerlei.
            Ob ich nur ein "Fake" bin oder nicht. Diese Frage bleibt wohl ungeklärt, da sich ja auch niemand auf den Weg macht, das herauszufinden.

            Wenn es nur einen Menschen gibt wie dich, (oder Conny) die die Statistik um 100% erheben, ist die Welt doch in Ordnung. Alles andere geht mich nichts an.

            Ich wünsche dir schöne Feiertage und einen guten Rutsch, sollten wir uns nicht mehr hören!
            (Ich versuch's jetzt einfach mal) #fest #glas

            Viele liebe Grüße,
            Rena

    (12) 08.12.13 - 09:48

    liebe rena,
    auch wenn der beitrag für die TE jetzt wohl nicht mehr wichtig ist, am tag nach der narkose futter zu erberchen ist nicht normal!

    bei guten narkosen sind die tiere am nächsten tag körperlich, bis auf den wundschmerz wieder recht fitt. wenn du das als tierärztin "nicht schlimm" findest und das bei dir häufiger vorkommt, dann solltest du deine narkosen mal überdenken. in ausnahmefällen kann das vorkommen, aber nicht mir einer regelmäßigkeit die als "nicht schlimm" betitelt wird, nicht bei einer gut berechneten narkose!
    mfg

    • (13) 09.12.13 - 22:07

      Hallo Jopf,

      die meisten Tiere wären am nächsten Tag vielleicht wieder fit, wenn dann nicht der eine oder andere Besitzer wäre, der einem das Nüchternsein des Tieres eventuell verschweigt.

      Dann hat er doch noch in der Früh ein Leckerli bekommen, weil er ja so trautig schaut oder der Besitzer ein schlechtes Gewissen wegen dem Eingriff hat. Du glaubst nicht, was einem die Leute erzählen.

      Zum Glück ist das wirklich in der Regel nicht so, aber es kommt vor.

      Das Nüchternsein vor einer Vollnarkose hat auch nur das Ziel dass:

      der Hund nicht in seinem Herz-Kreislaussystem gestört wird, dass in der Intubationsnarkose doch aufrecht sein sollte,

      er nicht nach einer OP erbricht, denn es sind "Schnitte" im Gewebe vorhanden, die desweiteren einem ordentlichen "Blutfluss" unterliegen, und gerade die frische Naht belasten (kommt natürlich darauf an, wo der Hund operiert wurde) u.s.w.

      Aus einem anderen Grund kann ein Hund nicht an einer Narkose sterben, Es sei denn die Blutwerte (z.b. Diabetes, und und und als Risikofaktor lassen es nicht zu,...)
      = Narkoserisiko erhöht., aber sowas wird in der Regel mit dem Besitzer besprochen.

      Ich operiere selbst keine Kleintiere, habe jedoch eine bekannte Kollegin, die eine Kleintierpraxis führt. Nur daher kommen meine Berichte und ab und an habe ich früher assistiert :-)

      Beste Grüße,
      Rena

      • (14) 10.12.13 - 09:04

        hallo rena,
        bei deinem beitrag ging es um erbrechen am tag NACH der narkose, da ist es egal ob der patient morgens vor der OP noch ein leckerli bekommen hat. dies wäre nur für die eigentliche narkose wichtig.
        fressen vor einer narkose belastet nicht das herz-kreislauf system, sondern birgt die gefahr des erbrechens in der narkose, was zu einer aspirationspneumonie führen kann. nager zB werden nie nüchtern operiert und haben ein viel schwächeres herz-kreislauf system.

        schnitte im gewebe werden idR dort gesetzt wo nicht die größten gefäße sind , und wenn doch werden diese ligiert. das es an einer naht zu einem ordentlichen blutfluss durch erbrechen kommt, ist bei einer korrekten OP nicht möglich.
        und das ein patient (ob hund, katze oder mensch) "Aus einem anderen Grund kann ein Hund nicht an einer Narkose sterben, Es sei denn die Blutwerte (z.b. Diabetes, und und und als Risikofaktor lassen es nicht zu,...)
        = Narkoserisiko erhöht., aber sowas wird in der Regel mit dem Besitzer besprochen." aus anderen gründen nicht in narkose sterben kann ist leider auch falsch. simple dinge wie zB eine lungenembolie (nüchterner hund mit normalen blutwerten) können trotz korrekter lagerung, wärmezufuhr, infusion ect nicht ausgeschlossen werden! selbst in der humanmedizin wo 100mal mehr geräte an dem patienten hängen, kann keine garantie gegeben werden. das todesrisiko ist zwar sehr gering, aber zu schreiben, dass ein hund aus anderen gründen in narkose nicht sterben kann ist einfach nicht richtig.
        auch wenn man großtiere operiert, sollte man sowas wissen. wenn beim pferd die blutwerte normal sind, sagt man doch auch nicht, das pferd kann in narkose nicht sterben...
        gruß

        (19) 12.12.13 - 22:12

        Guten Abend Jopf,

        ein Leckerli am Tag der Op wäre ja bestimmt nicht ausschlaggenbend. Im Gegensatz zum Menschen darf der Hund (ich glaube um einen Hund ging es in dem Beitrag) präoperativ Wasser zu sich nehmen, soviel er möchte.

        Wenn es das Leckerli ist, dann ist es sicherlich nicht schlimm. Nur belasten eben grössere Futtermengen schon das H-Kl.System, gerade in der Narkose. Nur ging es um zu grosse Futtermengen nicht. Sowas machen die Besitzer selten, und selbst dann ist die Gefahr einer A.Pneu. gering.

        Ich sprach lediglich um die Schummelei, die ein Effringieren nach einer Narkose hervorrufen kann.

        Ich denke wir vergreifen uns da beide in die Arbeit eines Anästhesisten. Ich verfüge über die geplante Allgemeinanästhesie durch interventionelle Eingriffe.

        du schreibst:
        "simple dinge wie zB eine lungenembolie (nüchterner hund mit normalen blutwerten) können trotz korrekter lagerung, wärmezufuhr, infusion ect nicht ausgeschlossen werden! selbst in der humanmedizin wo 100mal mehr geräte an dem patienten hängen, kann keine garantie gegeben werden. das todesrisiko ist zwar sehr gering, aber zu schreiben, dass ein hund aus anderen gründen in narkose nicht sterben kann ist einfach nicht richtig."

        Für mich klingt der Text kopiert einer wissenschaftlichen Studie.

        Man kann keine Studie zum Anlass nehmen um zu verallgemeinern. Wir könnten kein einziges Risiko mehr ausschliessen und jeder Arzt oder Tierarzt stünde jede Minute seines Amtes mit einem Bein im Gefängnis.

        Wie gesagt, ich operiere interventionell.
        Selbstverständlich wird in der Veterinärmedizin (Hund, Katze, Nager, ) und bei jedem Menschen vor einem geplanten chirurgischen Eingriff mit Intubationsnarkose durch das Labor ein Blutbild erstellt, um Narkoserisiken auszuschliessen.
        Im Falle des Tieres unterschreibt der Besitzer, im Falle des Menschen, er selbst.

        Beste, wirklich ganz lieb gemeinte Grüße,
        Rena

        • (20) 13.12.13 - 09:17

          meine güte. bleib doch mal beim thema. es ging ursprünglich um überhaupt keine futtermengen, du hast mit leckerli ect angefangen. übrigens kann ein patient auch durch ein leckerli vor der OP erbrechen und somit eine pneumonie verursacht werden.
          ich vergreife mich übrigens nicht, ich schreibe nämlich nur zu dingen von denen ich auch ahnung habe um hier keine falschen tipps zu geben.
          auch wenn der satz aus keiner studie ist, nach was richtest du denn deine arbeit? wenn studien belegen, dass bestimmte verfahren anderen überlegen sind, sagst du dann "nein das sehe ich anders"...
          jeder tierarzt steht häufig mit einem bein im gefängnis! bei ärzten ist das übrigens etwas anders, da gibt es wesentlich mehr richtlinien und unterschirften.

          es ist nicht selbstverständlich, dass in der veterinärmedizin vor jedem geplanten chirurgischen eingriff ein blutbild erstellt wird! es gibt keine vorgabe und nicht selten sparen besitzer an dem ende. zusätzlich ist nicht das blutbild für die narkosesicherheit das wichitgste, viel mehr geht es um die organparameter.

          • (21) 14.12.13 - 22:43

            Hallo Jopf,

            ok, also jetzt lassen wir einmal das Leckerli vor der OP (das als Metapher gemeint war) und zu grosse Futtermengen ausser acht. Dann hätten wir auch das mit der Aspirationspneumonie geklärt.

            Humanmediziner unterliegen gesetzesgemäß natürlich konsequenteren Richtlinien, aber auch in der Vet.med. nimmt das schleichend zu, da wir inzwischen einem Tierschutzgesetz unterliegen, mit entsprechenden Ausläufern. So einfach wie früher ist das alles nicht mehr, zum Glück!

            Und doch, inzwischen ist es üblich, dass vor einem geplanten, grösseren Eingriff vorher ein Blutbild erstellt wird. Dabei spreche ich nicht von einer Propofolnarkose, sondern einer inubierten.
            Kenne kaum mehr einen Kollegen einer Kleintierpraxis, der sich vor so einem Eingriff nicht durch den Tierbesitzer die Narkoserisiken unterschreiben lässt, mit vorangegangenem Blutbild zur Risikominimierung und -einschätzung.

            Beste Grüße,
            Rena

            • (22) 15.12.13 - 09:51

              liebe rena,
              in deinem beitrag könnte man jetzt wieder einzelne aussagen auseinander nehmen. aber aufgrund deiner beschreibung deiner arbeit weiß ich, dass dies bereiche sind in denen du dich nicht gut auskennen musst, somit ist das in ordnung und ein endloses hin- und hergeschreibe die sache nicht mehr wert.
              lg

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