Kater hat Schmerzen beim Fressen, schreit und knurrt dabei:-(

    • (1) 07.12.13 - 20:50

      Liebe Tierfreunde,

      weil unser (Hof-)Kater schon länger sein Trockenfutter verweigert und Schmerzen bei der Aufnahme von Nassfutter haben muss, hat der TA ihn vor ca. 2-3 Wochen narkotisiert und ihm in den Mund/Rachen geschaut. Außer einer starken (!!!) Zahnfleischentzündung und Zahnstein (der dann auch gleich entfernt wurde), konnte der TA nichts erkennen. Ich muss dazu schreiben, dass die Behandlung bei uns zuhause statt gefunden hat. Wir wollten dem Hofkater keine Autofahrt, etc. zumuten. Im Anschluss an die Behandlung erfolgte eine Antibiotikatherapie...

      nun zu meinem Problem... das Schreien, Knurren, Fauchen während des Fessens besteht leider immer noch, wenn auch nicht ständig, muss er doch sehr starke Schmerzen haben. Er gähnt auch nicht - dies scheint ihn ebenso zu schmerzen.

      Ich habe nun vor, die mobile TA nochmals anzurufen, damit sie ihn ein weiteres Mal narkotisiert und ich dann mit ihm mal in die Tierklinik fahre, um ihm mal tief in den Rachen schauen und röntgen zu lassen - ist ja kein Zustand für den armen Kerl...

      Vielleicht habt Ihr eine Idee, was das bei ihm sein könnte - wäre über Meinungen und Erfahrungsberichte sehr dankbar!

      #danke

      • (2) 07.12.13 - 22:38

        wenn er beim kauen und gähnen schmerzen hat, dann stehen die ohren ganz oben auf der liste! wenn man verdacht auf eine mittelohrschmerzhaftigkeit hat, und dann beim öffnen des fangs eine schmerzreaktion auslöst, erhärtet sich der verdacht. zusätzlich stehen speiseröhren veränderungen oben auf der differenzialdiagnosen liste. durch einen unbemerkten reflux können auch bei tier speiseröhren entzündungen entstehen. das tier hat dann beim fressen schmerzen, "lernt" daraus, dass fressen weh tut und knurrt und faucht daher schonmal vorm schlucken prophylaktisch. diagnose kann leider nur endoskopisch gestellt werden, daher ist es sinvoller eine diagnostische therapie durchzuführen wenn man den verdacht hat. mit einem säureblocker über ca 2 wochen und einem schmerzmittel über ein paar tage.
        grüße

        • (3) 08.12.13 - 09:55

          Vielen Dank... an die Ohren hatte ich noch gar nicht gedacht!

          Einen schönen 2. Advent!

          • (4) 19.12.13 - 08:22

            hallo sisalu,
            wie geht es dem kater???
            habe gerade nochmal deinen beitrag durchgelesen. er hatte ja aucheine zahnfleischentzündung. das ist bei katzen häufig viral bedingt oder durch bakterien die mit den standart antibiotika nicht erfolgreich behandlet werden können. teilweise ist das so schmerzhaft, dass die tiere das fressen komplett einstellen. dh selbst wenn er nach der ersten untersuchung antibiotikum bekommen hat, heißt das noch nicht, dass die ursache für die entzzündung behoben ist.
            wenn in narkose nichts anderes gefunden wird, dann würde ich gleich noch einen abstrich fürs labor machen lassen (wo zB auf herpesviren ect getestet wird). diese abstriche sollten so tief wie möglich genommen werden daher ist es besser in narkose, wenn er ja sowieso schläft.

            oder hat sich schon alles geklärt? das wäre natürlich das beste...!

            • (5) 20.12.13 - 09:21

              Guten Morgen jopf,

              danke für die Nachricht.

              Wir haben das Gefühl, dass sich die Beschwerden bei unserem Kater bereits gebessert haben. Er kaut wieder vermehrt beidseitig und knurrt nur noch selten beim Fressen. Er hat sich auch wieder an das Trockenfutter getraut - dies scheint ihm jedoch noch nicht gut zu tun...

              Wir haben ihn noch nicht untersuchen lassen, da die TÄ meinte, dass der Schmerz auch vom Kiefer kommen kann, da er durch die starke Entzündung damals lange einseitig bzw. gar nicht gekaut hat und es dadurch zu einem möglichen Verschleiß des Kiefergelenks gekommen sein kann#gruebel...

              Dennoch danke ich Dir für den Tipp mit der Antibiotikagabe#danke auch ich habe bereits öfters darüber nachgedacht, dass die Dauer der Medikation einfach zu kurz war... werde die TÄ gleich nochmal anrufen und sie bitten, mir über die Feiertage nochmals Tabletten für unseren Kater vorbei zu bringen (schaden wird das ja nix). Hatte nämlich schon das Gefühl, dass die Tabletten etwas gebracht haben. Werde es nochmals damit probieren, denn ich bin auch der Meinung, dass es doch eigentlich schon was bringen müsste, wenn eine bakterielle Entzündung vorliegen würde...

              Wenn nicht, dann müssen wir im Januar in den sauren Apfel beißen und ihn komplett, unter Vollnarkose, durchchecken lassen...

              Ich wünsche Dir schöne Feiertage und einen guten Rutsch in´s neue Jahr!#fest

              (6) 04.01.14 - 14:11

              Hallo jopf,

              da Du das letzte Mal so interessiert nach unserem Kater gefragt hast, dachte ich, ich melde mich nochmals mit den neuesten Info´s...

              zunächst aber erst einmal ein gesundes, neues Jahr!

              Leider hat das Jahr für unseren Hoffi nicht so gut angefangen. Waren mit ihm nochmals in der Tierklinik, um einen Gesamt-Check zu machen. Das Ergebnis: FIV #heul

              Dadurch kommt wohl auch die chronische Zahnfleischentzündung, die nun mit Cortison und Baitril behandelt wird. Auch wenn Cortison nicht die beste Lösung ist, bin ich dennoch froh, dass unser kleiner Schatz immer besser frisst und die Medikamente endlich, endlich anschlagen...

              Zu FIV habe ich nun doch schon einiges gelesen, vor allem auch, was die Ansteckungsgefahr angeht, denn wir haben noch drei andere Katzen. Da Hoffi aber kein Beißer ist, scheint das Risiko einer Ansteckung wohl kaum gegeben. Der TA meinte, dass nur über Bisse das Virus übertragen werden kann.

              Primär geht es jetzt erstmal darum, die Zahnfleischentzündung in den Griff zu kriegen - scheint ja bereits zu funktionieren, dem bösen Cortison sei Dank und ihm noch ein schönes Leben zu bereiten... ich hoffe, er bleibt uns lange erhalten, unser Hoffi...

              Kennst Du dich mit der Erkrankung aus? Bin über jeden Tipp, Literatur- und Internetverweis dankbar.

              Viele Grüße#winke

              • (7) 04.01.14 - 16:39

                hallo sisalu,
                FIV begünstigt leider erkrankungen jeglicher art. oft würde ein gesunder körper simple entzündungen gut in den griff bekommen, aber mit FIV schafft er das leider nicht mehr immer. es kann bei katzenkämpfen und beim geschlechtsakt übertragen werden. wenn euer kater kastiert ist, dann ist das natürich schonmal außen vor. es müssen aber nicht immer direkt bisse sein, es reichen leider auch andere arten von blutungen die in katzenkämpfen durch kratzen entstehen können. Solange er solch kontakte mit anderen katzen hat, ist eine ansteckung leider nicht ausgeschlossen. die korrekte medizinische empfehlung ist bei FIV die katzen sie nicht mehr raus zu lassen um die anderen katzen zu schützen... ich weiß, dass das in der realität häufig aber leider nicht einfach mal so geht.
                leider ist das hauptproblem ein virus (beim FIV ist das ja klar, aber es ist sehr gut möglich, dass auch im mund ein weiterer virus mitmischt, einer der bei gesunden katzen keine rolle spielen würde). somit bringt baytril was die ursache betrifft, überhaupt nichts da es ein antibiotikum ist (also gegen bakterien, nicht gegen vieren). auch kortison ist für die ursache leider kontraproduktiv da es die abweh des körper mindert. ABER man ist in einer zwickmühle! ein antibiotikum hilft weitere erreger im maul etwas einzudämmen und das cortison mindert die entzündung und somit die schmerzhaften symptome. leider kann man bei solch einer krankheit am ende nur verlieren. mit einem antibiotikum und einem cortison kann man die erkrankung häufig etwas aufhalten und teilweise auch für eine längere zeit eine besserung erziehlen.
                baytril ist bei katzen auf dauer nicht so ganz optimal (kann augenprobleme machen). zusätzlich bekommt man oft ein problem mit der eingabe (katzen müssen wesentlich häufiger ausgetrickst werden als hunde). wenn ihr es länger geben sollt und / oder probleme mit der eingabe bekommt, gibt es ein antibiotikum welches als spritze 2 wochen hält und für die mundflora in solch einem fall geeignet ist (es heißt convenia). dazu müssen aber die nierenwerte ok sein, wobei das auch beim baytril der fall ist.

                es gibt übrigens auch neue medikamente die den verlauf einer FIV erkrankung verbessern können. diese sind aber schweine teuer und eine heilung bringen sie leider auch nicht.
                FIV ist eine krankheit wo es nicht so viele behandlungsalternativen gibt. ich würde da granicht so viel im internet rechachieren sondern eurem TA vertrauen. im internet wirst du dich nur verrückt machen und auch sehr häufig darauf stoßen, dass euer kater eigentlich nicht mehr raus sollte. wenn das nicht möglich ist, bekommst du da eventuell eher ein schlechtes gewissen oä. zusätzlich steht im internet auch viel falsches.
                aufgrund der schmerzen die er beim fressen hat, würde ich komplett auf weichfutter umstellen falls das noch nicht der fall ist und er es akzeptiert. wenn man das futter erwärmt fressen manche katzen durch den geruch besser.
                und noch ein ehrliches wort: wenn es mit dem fressen nicht mehr geht, dann würde ich auch nicht mehr all zu viel ausprobieren. mann kann noch appetit anreger ect geben, aber leider behebt das alles nicht die ursache. FIV ist so wie HIV. leider verliert man am ende und daher ist es für mich eine krankheit bei der man die katzen erlösen sollte wenn sie sich quälen. ich hoffe, dass ist bei euch noch lange hin!

                wenn du noch fragen hast, kannst du dich gerne melden
                grüße

                • (8) 06.01.14 - 15:18

                  Herzlichen Dank für deine ausführliche und auch ehrliche Antwort!

                  Unserem Kater scheinen die Medikamente zu helfen und ich bin unendlich erleichtert. Er hat Appetit wie schon lange nicht mehr, sitzt total entspannt beim Fressen da, kaut und schluckt auch wieder fast normal. Speicheln tut er kaum noch - er gähnt sogar wieder, was er ewig lange nicht getan hat.

                  Bei uns haben die Katzen auch immer Möglichkeit, sich am Trockenfutter zu bedienen. Dies wird von ihm jedoch noch gemieden, was ich auch verstehen kann. Sind deshalb schon lange auf Nassfutter umgestiegen, welches er jetzt endlich wieder gut runter bekommt. Auch dies war bis vor Kurzem nur unter starken Schmerzen möglich...

                  Baitril haben wir in flüssiger Form bekommen, was er ohne Murren nimmt. Zum Glück kann man ihm auch die Tabletten unterjubeln, die er einfach mit dem Nassfutter verschlingt;-)

                  Primär liegt uns natürlich erstmal eine schmerzfreie Nahrungsaufnahme für ihn am Herzen. Ich glaube, es geht in die richtige Richtung... Gegen den Virus selber kann man nicht viel machen, das weiß ich, aber ich denke, wenn man die Sekundärinfektionen, die dadurch ja sehr häufig auftreten, rechtzeitig erkennt und gut behandeln kann, ist doch auch schon viel getan...

                  Ich hoffe, dass wir ihn noch lange behalten dürfen...

                  Solange darf er einfach nur Kater sein und rauß und rein, wie es ihm beliebt (glücklicherweise hat er lange darum gekämpft, bei uns einzuziehen und genießt das jetzt in vollen Zügen, so dass er gar nicht rauß will*g* - Anmerkung dazu: wir wollten es bei drei Katzen, die in´s Haus dürfen belassen...)

                  Ich danke Dir für die Tipps und Empfehlungen!

                  Alles Gute auch für Dich

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