mein Hund und sein Schweineohr

    • (1) 29.12.13 - 16:19

      Hallöchen,

      Wir haben seid ca 2 Wochen einen welpen der jetzt 15 Wochen alt ist, wir sind mit ihm auch schon fleißig am trainieren was Sitz, Platz, bleib usw angeht.

      Unser Problem ist jetzt das wir ihm das Schweineohr nicht weg nehmen können, alles andere geht, Futternapf, andere Leckereien usw.

      Jetzt ist meine Frage wie können wir das antrainieren das auch das Ohr geht?

      LG

      • Was heißt, ihr könnt es ihm nicht wegnehmen?
        Ihr werdet euch doch hoffentlich gegen einen 15 Wochen alten Welpen durchsetzen können...
        Macht es einfach so, wie beim Futternapf. Wenn ihr euch das nicht traut, schaltet SOFORT einen Hundetrainer ein. Dann beginnt eure Beziehung zum Hund nämlich schon katastrophal falsch!

      Er ist 15 Wochen alt #schock Wie soll das erst werden wenn der halbstark ist und Selbstbewusstsein entwickelt #kratz

      Bevor jetzt so richtig schön alles den Bach runter geht....Nehmt als erstes das Ohr weg, zur Not mit dicken Handschuh und dann kriegt er kein neues mehr bis ihr euch Real Life Tips von eurem Trainer holen könnt.

      Wir können hier nämlich schreiben was wir wollen, wir müssten den Umgang sehen können und das kann man im www nun mal nicht

      Meiner Erfahrung nach bringt ständiges "Trainieren" indem man dem Hund sein Futter wegnimmt recht wenig, vor allem Stress für den Hund, entsprechend reagiert er immer schärfer, von mal zu mal.
      Arbeitet doch zuerst mal an der Beziehung zum Tier. Ein Tier dass bedingungsloses Vertrauen gelernt hat, lässt sich locker den Knochen wegnehmen, auch ohne dass man dies 200 mal geübt hat.
      Zudem geht es letztendlich ja darum, dass man dem Hund in der Notsituation etwas wegnehmen kann (zb. draussen wenn man einen vergifteten Köder vermutet), dem Tier das Futter welche ich ihm selber gereicht habe wieder zu entreissen, womöglich mehrmals, halte ich für Unsinn.
      Ich habe dies bei keinem meiner Hunde in der Form "trainiert" und trotzdem durfte/darf sich so gut wie jeder dem Napf oder dem Kauknochen nähern (Katzen werden allenfalls angeknurrt, gerade weil die Hunde wissen, dass keine Gefahr droht.

      • Wir können unsere ganze Hand wenn nötig in sein maul stecken und sein Knochen oder napf oder eine kaustange können wir Problemlos weg nehmen ohne knurren es geht allein um das Ohr.

    (8) 29.12.13 - 20:14

    Hallo,

    als erstes den Hund mit einer Hand am Halsband packen und mit der anderen das "Schweinsohr" entsorgen, basta! Ansonsten einfach so weg räumen, er wird ja nicht drauf sitzen…Richtig dran arbeiten könnt ihr ja, wenn der Trainer wieder da ist.

    Futter, Spielzeug etc. sind Ressourcen und die werden zugeteilt und nicht dann, wenn der kurze das will, sondern dann, wenn ihr das für richtig (also sinnvoll) erachtet. Von einem knurrendem Welpen würde ich mich nicht beeindrucken lassen.

    Viel Spaß mit dem Hund und

    lg
    Jono

    • (9) 29.12.13 - 20:49

      Deine Vorgehensweise passt in die 80er Jahre und ist vollkommen veraltert, nachweislich wiederbelegt und unangebracht.

      Und der Hinweis, ihm am Halsband zu packen gehört ebenso in diese absolut dämliche Schublade.

      Ein Hund, der so behandelt wird, lernt definitiv NICHT, sein Futter zukünftig NICHT mehr zu verteidigen.

      (10) 01.01.14 - 17:36

      Schwachsinn, es sei denn du willst ein unterwürfiges, misstrauisches Wesen ranziehen. So geht man nicht mit Familienmitgliedern um. Willst du deinen Hund zum Freund, behandel ihn auch so.

Ja, das ist abtrainierbar und Du solltest dringend anfangen, daran zu arbeiten.

Dein Hund ist futterneidisch, auch wenn es sich jetzt "nur" auf ein Schweineohr bezieht. Futterneid hat oft etwas mit der Hund-Mensch-Beziehung zu tun. Er zeigt sich in vielen Fällen als eine Mangel an Vertrauen. Wenn der Hund sein Futter verteidigt, ist er meistens auch der Ansicht er habe einen Grund dazu.

Manche Hundetrainer sehen in der Verteidigung des Futters ein Rangordnungsproblem. Ich halte dem entgegen, dass auch in Rudeln frei laufender Hunde ein rangniedriger Hund sein Futter drohend verteidigen und dem höher stehenden Tier seinen Besitz anzeigen darf. Im Normalfall wird der Höherrangige diesen Besitz respektieren, ohne dabei seinen höheren Status zu riskieren. Er wird den Hund in Ruhe fressen lassen.

Leider scheint es bei Euch so zu sein, dass Dein Hund bereits nicht mehr passiv droht (knurren, Zähne fletschen, Ohren anlegen), sondern bereits zubeißt. Ganz wichtig ist: keine Strafe! In seinen Augen hat er nichts getan, was eine Bestrafung rechtfertigt.

Viele Hundetrainer raten hier immer wieder dazu, den Hund zu unterwerfen, ihm sein Futter häufig wegzunehmen, um ihm zu zeigen, dass Du der Herr über die Ressourcen bist. Aus vielen Gründen halte ich diese Methode persönlich für ungeeignet. Anspruch auf Futter hat nichts mit Dominanz zu tun.

Mein persönlicher Rat wäre, den Hund grundsätzlich beim Fressen in Ruhe zu lassen. Das Schweineohr gibt es ab sofort nicht mehr als Ganzes, sondern rationalisiert und in kleine Stücke geschnitten. Du fütterst grundsätzlich (auch das Hauptfutter) nur noch aus der Hand. Um die Situation etwas zu entschärfen, kannst Du den Hund vor dem Fressen absitzen lassen oder ihn ins "Bleib" setzen und ihm dann dosiert das Ohr zu überlassen.

Da er aber schon gebissen hat, wäre es wirklich sehr ratsam, einen Trainer mit einzubeziehen. Und da solltest Du Dir vorher erklären lassen, auf welcher Basis der Trainer arbeitet.

Viel Erfolg.

  • Vielen dank für deine Antwort.

    Ja wir setzen ihn immer ins bleib bevor es was zu futtern gibt und er darf und nimmt es auch erst wenn wir das ok geben.

    In dem Fall werden wir das Ohr nur noch in Stückchen geben und nur aus der Hand.

    Ich denke das geht bis der Trainer wieder da ist so in Ordnung.

(13) 29.12.13 - 21:36

Hallo!

Im Gegensatz zu den meisten hier gehöre ich in Punkto Hundeerziehung mehr zu den Wattebauschwerfern.

Deshalb würde ich in diesem Fall mit meinem Hund das Tauschen üben.

Sobald der Hund z. B. an einem Schweineohr knabbert, etwas anderes besseres nehmen (z. B. Würstchenstücke, Käse) und sie ihm anbieten. Sobald der Hund dann das Ohr fallen läßt, um die Wurst zu nehmen, sofort loben, die Wurst mit der einen Hand hingeben und mit der anderen Hand das Ohr nehmen.

Dann ein paar Sekunden warten, das Ohr zurück geben, wieder ein paar Sekunden warten und die Übung beginnt von Neuem.

Der Hund lernt so, daß es ihm einen großen Vorteil bringt, wenn er mit Dir tauscht und Du in Bezug auf Futter keine Konkurrenz bist.

Dein Hund ist erst 15 Wochen alt und deshalb sollte es eigentlich kein Problem darstellen, daß er das Tauschen sehr schnell lernt. Und mit der Zeit hat sich i. d. R. diese Übung so gefestigt, daß Du ihm das Ohr ohne Tauschangebot wegnehmen sollen könntest.

Viele Grüße
Trollmama

  • Ok vielen dank für deine Antwort.

    Wünsche noch einen schönen Abend.

    Das ist zwar ein guter Ansatz, wird aber wahrscheinlich nur bedingt funktionieren. Der Futterneid ist nicht am Schweineohr festgemacht, sondern an etwas besonders Wertvollem und Leckerem, was der Hund nicht täglich bekommt. Ein Highlight sozusagen.

    Wenn Du nun Wurst oder Käse tauschen möchtest, kann das zwar im ersten Moment klappen, später wird er aber u. U. diese Nahrungsmittel verteidigen. Und dann hast Du nichts gewonnen, sondern das Problem nur verschoben.

    Außerdem ist das Grundproblem - also der Futterneid ansich - damit ja nicht behoben.

    LG

    • Ich habe so das Problem mit meiner Hündin gelöst!

      Schon von Anfang an habe ich mir ihr das Tauschen geübt, auch mit meinen Kindern (natürlich in meinem Beisein).

      Doch eines Tages, als sie ca. 1 Jahr war, lag sie auf ihrem Platz, knabberte an einem Ochsenziemer, als mein Jüngster Sohn (zu der Zeit 8 Jahre) an ihr vorbei ging, um in sein Zimmer zu gehen. Meine Hündin fing das Knurren an, obwohl er sie weder angesprochen oder auch nur angesehen hat. Er ist einfach nur an ihr vorbei gegangen. Zuerst war ich etwas erstaunt und habe das Knurren nicht im Zusammenhang mit dem Ochsenziemer gesehen. Zumal es in Bezug auf Futter niemals eine solche Reaktion gab.

      Als mein Sohn wieder aus seinem Zimmer kam, mußte er wieder an meiner Hündin vorbei - erneutes Knurren.

      Da war mir klar, daß sie vom Futterneid geplagt war und daß das ganz allein meine Schuld war! Denn ich war es, der ihr ausschließlich den Ziemer gegeben hat (DAS Superleckerli schlechthin für sie), ich habe in diesem Punkt meine Kinder außen vor gelassen und nicht mit ihnen und meiner Hündin entsprechend trainiert.

      Also habe ich es genau so gemacht, wie ich es vorher beschrieben habe. Nur mit dem Unterschied, daß meine Kinder den Ziemer gegeben habe und dann mit ihr getauscht haben. Natürlich fand das unter meiner Aufsicht statt.

      Dazu gab es noch viele Futterspiele mit ihr und meinen Kindern.

      Nach einigen Tagen des Trainings war der ganze Spuk vorbei. Sie hat gelernt, daß meine Kinder keine Konkurrenz für sie sind und es gab niemals wieder einen Vorfall dieser Art.

      Eine kleine Episode am Rande: Als sie ca. 3,5 Jahre alt war, mußten wir sie für ein paar Tage bei einer anderen Familie unterbringen. Meine Hündin bekam ihr Futter und obwohl die Mutter direkt daneben stand, bückte sich ihr 3-jähriger Sohn blitzschnell runter und nahm ein paar Futterbrocken aus dem Napf, in dem sich natürlich die Schnauze meiner Hündin steckte. Die Reaktion war: Hundin hebt Kopf, sieht Sohn erstaunt an und frißt weiter. Der Junge hat danach die Futterbrocken wieder in den Napf gelegt. Meine Hündin hat es nicht interessiert.

      Ich möchte nicht wissen, wie es ohne Training ausgegangen wäre.

      Ich stehe auf dem Standpunkt, daß jedes unerwünschte Verhalten, jede Fehlreaktion meiner Hündin auch MEINE Schuld ist, weil ich es versäumt habe, sie entsprechend darauf vorzubereiten, sie zu trainieren. Ich allein bin dafür verantwortlich.

      • (17) 30.12.13 - 12:33

        Wir haben es nahezu genauso gemacht und haben fast identische Erfahrungen damit.

        Es gab eine Phase, da war unser Hund bei besonderen Leckereien durchaus futterneidisch, aber mit dem entsprechenden Training war das auch ganz schnell wieder hinfällig.

        Ob die Kinder am fressenden Hund vorbeigehen oder der Kater ihm das Futter aus dem Napf klaut, während er frisst - er bleibt absolut gelassen. Auch Leckerchen-Suchspiele mit drei anderen Hunden zusammen sind kein Problem. Nur gestern hat er mal kurz gebrummt, als der Besuchshund den Knochen, den unser Hund kurz vorher in seinem Körbchen verbuddelt hatte und auf dem er halb drauflag, quasi unter seinem Hintern wegzog.

        ...und dabei wird den Ridgebacks ja häufig extremes Ressourcenverteidigen nachgesagt - ich bin davon überzeugt, dass es bei uns nicht so ist, liegt viel am Tauschen.

        Viele Grüße, Alex

        • (18) 30.12.13 - 13:47

          Uih, hast Du einen Ridgeback?

          Dann ist es ja kein Wunder, daß die Erfahrungen fast identisch sind. Meine Hündin ist ebenfalls ein RR.

          Viele Grüße
          Trollmama

          • (19) 30.12.13 - 15:04

            Ja, habe ich - Deine habe ich vorhin schon auf dem Foto in Deiner VK bestaunt, hätte dem Kopf nach aber eher einen Rüden vermutet.#hicks Sehr hübsch ist sie!

            Und bei mir ist es definitiv so, dass ich durch Jabari und seinen "typischen Ridgebackcharakter" erst auf diesen Weg der Arbeit mit Hund gekommen bin. Die Referentin auf einem Seminar, das ich besuchte, sagte mal "Jeder bekommt den Hund, den er braucht - man muss nur erkennen, was er einem zeigen möchte." Bei mir und Jabari stimmt das sowas von 100%.;-)

            Viele Grüße, Alex

            • (20) 30.12.13 - 17:49

              Ich kann nur unterstreichen, was Du schreibst.

              Auch ich mußte lernen, mich auf meine Hündin einzulassen - nicht umgedreht. Sie hat nun einmal den Charakter mit dem sie gezüchtet wurde und deshalb war ich niemals der Meinung, daß sie RR-typisch stur ist. Nein, sie ist so, wie sie ist und genauso nehme ich sie.

              Sie hat mich einige Male an meine Grenzen gebracht und manchmal sogar darüber hinaus. Ich war diejenige, die die (langen) Wege freimachen mußte. Aber sobald das geschafft war, ist sie mir immer und überall hin gefolgt.

              So, wie sie mir vertraut, kann auch ich ihr vertrauen, denn sie ist meine absolute Verlasshündin.

              >>...hätte dem Kopf nach aber eher einen Rüden vermutet.#hicks<<

              Ja, sie ist schon eine Wuchtbrumme. Ungefähr 70 cm und ca. 40/42 kg.

              >>Sehr hübsch ist sie!<<

              Danke #blume. Aber sagen werde ich ihr das lieber nicht, sie ist schon Diva genug. #schein Boah, die kann aber auch manchmal arrogant sein.... Aber das kennst Du vielleicht auch von Deinem Jabari (schöner Name!) ;-)

              Viele Grüße
              Trollmama

(21) 30.12.13 - 14:47

Finde ich schwierig. Was machst Du denn, wenn Dein Hund beim Gassigehen (ohne Leine) etwas ins Maul nimmt, von dem Du nicht willst, dass er es frisst? Tauschen? Hast Du immer was passendes dabei und griffbereit? Ich nicht. Meine Hündin muss auf "AUS" reagieren und zwar pronto.

  • (22) 30.12.13 - 14:58

    Mit Hilfe des Tauschens kann man ja auch Kommandos wie "Aus" aufbauen...

    Und wenn der Hund die Erfahrung gemacht hat, dass es sich für ihn doppelt lohnt, auf Frauchen zu hören, dann funktioniert das "Aus" aber sowas von pronto...

    • (23) 30.12.13 - 18:23

      Wieso lohnt es sich doppelt? Es wird doch nur getauscht. Bedeutet: gib eins - bekommst eins.

      • (24) 30.12.13 - 21:04

        I.d.R. gibt es aber etwas Hochwertigeres - und beim Training gibt es zum Abschluss auch bei den meisten noch zusätzlich das "Tauschobjekt".

        • (25) 31.12.13 - 08:23

          Wenn der Hund aber am Ende des Tauschens beide Dinge bekommt, verknüpft er dies sicherlich nicht mit: wenn ich jetzt mitmache, bekomme ich zum Schluß den doppelten Jackpott.

          Denn das würde logisches Denken voraussetzen, was der Hund aber nicht hat. Der freut sich lediglich über die Zusatzportion, hat aber keinen Lerneffekt.

Top Diskussionen anzeigen