Labrador-Rüden kastrieren?

    • (1) 09.01.14 - 21:03

      Hallo :)
      Ich habe einen 9 Monate alten Labrador und der steckt gerade voll in der Pubertät!! Noch ist er sehr verträglich mit anderen Rüden und "rammelt" auch noch nichts und niemanden an!
      So nun meine Frage: Labrador kastrieren oder nicht? Was sind da die vor- und Nachteile?

      Ich bin eigentlich eher dagegen aber mein Freund hatte bereits einen Labrador, der nicht kastriert wurde und er hatte es bereut! Oder kann man das Extreme Rüden-Verhalten (falls es kommt) auch durch konsequente Erziehung in den Griff bekommen??
      Lieben Gruß :)

      • (2) 09.01.14 - 23:44

        Also einfach proforma kastrieren würde ich nicht, mache ich bei meinem auch nicht.
        Kastrieren bringt auch nur etwas wenn der Rüde unter seinen Hormonen leidet.
        Ansonsten Unverträglichkeiten mit anderen Rüden und co bekommt man nicht unbedingt mit einer Kastration weg.
        Konsequente Erziehung muss sein.

        Sollte es bei eurem so weit kommen das er sobald er irgendwo ne läufige Hündin sieht den ganzen Tag nicht mehr gradeaus laufen kann oder selbst ihr zuhause noch nach jault dann würde ich auch kastrieren, oder würde er jeden und alles rammeln wollen dann auch, aber nicht mit dem Gedanken im Hinterkopf das er dann weniger dominat ist oder sich leichter erziehen lässt.

        Von einer Bekannten der Rüde ist kastriert und ist weiterhin sehr dominant und braucht eine sehr konsequente und strenge Hand.

        LG

        • (3) 10.01.14 - 07:46

          Danke für deine Antwort! So denke ich nämlich auch...und es ist ja auch nicht jeder Hund gleich, egal jetzt ob's die gleiche Rasse ist! Er ist schon immer sehr dominant gewesen und ich kann mir eigentlich auch nicht vorstellen, dass es noch schlimmer werden kann :) Und das haben wir nun auch in den Griff bekommen! Werde einfach abwarten und dann entscheiden.

      (4) 10.01.14 - 09:39

      >>So nun meine Frage: Labrador kastrieren oder nicht? Was sind da die vor- und Nachteile?<<

      Sonst habe ich immer wenig Einwände bei einer Kastration, aber bei einem Labbi würde ich immer besonders gut überlegen, ob es sinnvoll ist. Der Stoffwechsel ändert sich nach der Kastration und da der Labbi eh zu Hüftgold neigt, wird es nach der Kastration meist noch schlimmer.

      >>Oder kann man das Extreme Rüden-Verhalten (falls es kommt) auch durch konsequente Erziehung in den Griff bekommen??<<

      Was ist für Dich extremes Rüdenverhalten? Rammeln, Urinlecken, Aufreiten? Das bekommst Du nur bedingt durch Erziehung weg.

      LG

      • (5) 10.01.14 - 12:57

        Genau! Rammeln, andere besteigen, aggressives Verhalten gegenüber Rüden! Noch ist er sehr umgänglich und ich hoffe es bleibt auch so, oder ich kann es ihm "austreiben" ;)

    eine Kastration ist kein Ersatz für eine gute, konsequente Erziehung, Arbeit und Beschäftigung mit dem Hund!
    Wieso denken so viele Menschen immer noch, Kastrieren und das Leben mit Hund ist ohne Aufwand fluffig?

    Schöne Grüße an deinen Freund

    • Die Kastration soll kein Ersatz für die Erziehung sein! Die frage war, ob man es dem Hund beibringen kann dass er nix rammelt und nicht agressiv gegenüber anderen Hunden wird!

      • >>Die Kastration soll kein Ersatz für die Erziehung sein! <<
        dann ists ja prima!

        >>Die frage war, ob man es dem Hund beibringen kann dass er nix rammelt und nicht agressiv gegenüber anderen Hunden wird! <<
        ja kann man, das ganze nennt sich tatatataaaaaaaaa
        Erziehung;-)
        wenn ein Rüde allerdings regelmäßig ausflippt, wenn eine läufige Hündin in der Luft liegt, dann ist eine Kastra für die Erziehung unterstützend

        • Ok danke :) Dann bin ich mal gespannt wie der "kleine" sich entwickelt und hoffe ganz doll, dass er um ne kastration herum kommt! Aber bis jetzt macht er noch keinerlei Anstalten!
          Lg

(10) 10.01.14 - 11:00

Hallo,

unser Labbi ist nun fast 2 und ist nicht kastriert. Auch nicht unser 13 jahre alter JAck Russel. Unser Labbi ist mit jedem anderen Hund gut Freund und rammelt auch nichts an oder der Gleichen. Ich lass meine Hunde nicht kastrieren wenn es nicht unbedingt sein muß.

Gruß jaro01

  • (11) 10.01.14 - 12:56

    Das ist toll! Ich wünsche mir auch drum herum zu kommen, aber das gibt mir Hoffnung! :)

    (12) 10.01.14 - 14:21

    Bevor du den HUnd kastrieren möchtest dann sollstest du evtl. überlegen den erst Chemisch zu kastrieren. Meine Schwägerin hat es mit ihren "Rammel-Rüden" erst ausprobiert ob es überhaupt einen Sinn macht den HUnd zu kastrieren. Diese Hormone wirken ca. 6 Monate

(13) 10.01.14 - 19:12

wir haben einen Golden Retriever.....als er 1 Jahr alt war kam er so langsam in die Rüpelphase.....Gehorsam gleich null. So hätte ich niemals mit ihm die Begleithundeprüfung bestanden.

Als der Zeitpunkt kam das er das Standartröntgen und Augenuntersuchung hatte, hab ich ihn gleich mit kastrieren lassen - da war er 14 Monate alt.
War das Beste was ich machen konnte........er war danach lammfromm und total gehorsam.

Allerdings war es mir wichtig das es erst gemacht wird wenn er wirklich so ziemlich ausgewachsen ist......also mindestens 12 - 14 Monate alt.

(14) 10.01.14 - 19:50

Hallo,

Kastration ja oder nein - diese Frage sollte man sich bei einem 9 Monate alten Labrador (noch) nicht stellen.
Eins sollte dir klar sein: gute Erziehung ist der beste Weg, aaaber: damit bekommst du Testosteron nicht gesteuert!

Mein Labradorrüde wird im Juni 3 Jahre alt, ich habe demnächst den Kastrationstermin.
Eigentlich hatte ich keine Kastration vor!
Ich hatte immer einen folgsamen Hund, nur wenn der eine läufige Hündin in der Nase hatte, drehte der durch....
Ich dachte mir, das gibt sich, wenn sich die Hormone normalisiert haben und er ausgewachsen ist - aber so war es nicht!
Im Alter von knapp 2 Jahren kam noch eine Rüdenunverträglichkeit hinzu. Jüngere intakte Rüden mochte er nicht mehr und wenn die sich meinem Hund in spielerischer Absicht näherten, dann fletschte er die an....
Ältere intakte Rüden forderte er im Freilauf heraus, indem er provozierend seine Pfote auf deren Rücken legte, was dann immer die schönste Rüdenfletscherei als Folge hatte.
Es war eine Frage der Zeit, bis er mal richtig gebissen wurde. Um das zu verhindern, ließ ich ihn nicht mehr in den Freilauf zu intakten Rüden - mit kastrierten Rüden hatte er keine Probleme.

Ebenfalls wurde er von allen intakten Rüden abgelehnt, angefletscht, wenn die an der Leine waren - mein Hund blieb immer ruhig!

Für mich waren das Gründe genug, ihm den Kastrations Chip setzen zu lassen und ich war/bin ganz begeistert!
Es dauerte 4 Wochen bis der Chip wirkte. Läufige Hündinnen sind ihm nun egal, er ist wieder mit Rüden verträglich und er ist nun zuverlässig folgsam!

Ich gebe dir den Tipp: wenn dein Hund so bleibt, wie du ihn beschreibst, dann würde ich ihn nicht kastrieren.
Verändert er sein Verhalten und du vermutest, es kommt von seinen Sexualhormonen, dann lass ihm den Kastrations Chip setzen. Aber bitte nicht, bevor er 1 1/2 - 2 Jahre alt ist!
Danach kannst du ihn immer noch kastrieren lassen, wenn der Chip sich positiv auswirkt.
Wenn nicht, dann musst du an der Erziehung des Hundes arbeiten!

LG Pechawa

(15) 11.01.14 - 08:56

Hallo!

Ich wollte meinen kleinen Rüden auf keinen Fall kastrieren lassen. Außerdem ist er ein besonders hübsches Exemplar und unsere Züchter würden ihn gerne als Zuchtrüden sehen.

Aber jetzt mit 1 1/2 ist unser Rüde wirklich schlimm geworden. Er hat von Anfang an starkes "Rüdenverhalten" gezeigt. Immer aufgeritten und schon früh die Backen geblasen wenn Hündinnen in der Nähe waren. Erziehungstechnisch haben wir es gut hinbekommen. Er lief gut ohne Leine und ist auch nicht mehr aufgeritten.
Dann ist es aber extrem geworden mit seinem Stress. Gehört hat er trotzdem. Also ich konnte ohne Leine mit ihm an intakten Rüden vorbei, aber er stand komplett unter Strom. Und wenn er nicht unter meinem Einfluß stand ist er auf Rüden sofort los. Auch wenn die 4 mal so schwer waren. Und er war im Dauerstress. Pinkeln, lecken, imponieren, scharren, ständig zitterte draußen der Unterkiefer.

Auch hat er ständig versucht mich auf die Probe zu stellen. Es war ein Dauerkampf. Am Hundeplatz haben sie sich schon über ihn totgelacht weil er dermaßen erfinderisch darin war.

Ich hab mich vor Weihnachten dazu durchgerungen den Kastrationschip zu versuchen. Und ich habe einen anderen Hund. Er ist konzentriert, arbeitet gerne mit mir und nicht nur zähneknirschend weil er muß. Er versteht sich mit anderen Rüden und spielt sogar mit Hündinnen (vorher hing er denen nur am Hintern).

Ich kann mich immer noch nicht mit dem Gedanken anfreunden ihn kastrieren zu lassen. Aber sollte er wieder so schlimm wie vorher werden, werde ich es wohl tun.

Aaaaaaaaaber, sie werden nicht ruhiger. Viele lassen ja kastrieren dass der Hund ruhiger wird. Halte ich für Schmarrn. Ich hab eher das Gefühl er ist jetzt noch verspielter und hat noch mehr Hummeln im Hintern. Eben weil er nicht mehr so abgelenkt ist von seinen Hormonen. Und wo es vorher erziehungstechnisch ein Defizit gab ist es jetzt auch da.

Gruß Sabine

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