Muss ein guter Hundetrainer eigene Hunde haben?!

    • (1) 15.02.14 - 10:49

      Hallo!

      Mein Mann und ich haben uns dazu entschieden, dass wir uns einen Hund anschaffen möchten und suchen seither nach einem geeigneten Trainer, der uns unterstützt. Nun haben wir eine Hundeschule gefunden, die uns zusagt und die Trainerin hat mit uns Kontakt aufgenommen. Sie sagte, dass sie keine eigenen Hunde hätte. Ich bin immer davon ausgegangen, dass ein guter Hundetrainer selbstverständlich einen hat. Bin jetzt doch ein wenig verunsichert...

      Was meint ihr?

      Liebe Grüße

      • Hmh. Ich habe mal überlegt, wie das bei den diversen Hundetrainern in meinem Umfeld so ist. Und tatsächlich haben alle Hunde. Eigentlich alle irgendwelche Secondhandhunde mit Vorgeschichte.

        Ich fände es schon komisch, wenn ein Hundetrainer noch nie einen eigenen Hund hatte. Das vielleicht phasenweise mal keiner da ist, weil gerade gestorben, kann ja sein. Aber noch nie einen eigenen fände ich merkwürdig.

        Eine gute Hundeschule sollte Hauptberuflich betrieben werden und nicht als Hobby im Freizeitbereich. Somit sollte ein eigener Hund eigentlich kein Zeitfaktor sein.

        Ich muss gerade an meine beiden Geburten meiner Kinder denken. Ich lag da fluchend in den Wehen und meine Hebamme gab mir die tollsten Anweisungen, was ich alles machen sollte. Irgendwann habe ich sie angeraunzt und gefragt, ob sie eigentlich selber Kinder geboren hat und weiß, wie schmerzhaft Wehen sind? Sie musste schmunzeln und bejahte meine Frage. Von da an hatte ich irgendwie mehr Vertrauen zu ihr, weil ich wusste, sie hatte den ganzen Käse selbst auch schon mal am eigenen Leibe erfahren.

        Manche Dinge kann man besser beurteilen, wenn man sie selbst erlebt hat. Und jemand, der noch nie einen Hund hatte, weiß einfach nicht, wie es in der Wirklichkeit manchmal aussieht. Menschen ohne Kinder verstehen auch vieles nicht und schütteln nur mit dem Kopf, wenn sie Familien beobachten.

        Also Fazit: Für mich wäre es wohl ein Ausschlusskriterium, wenn ein Hundetrainer noch nie einen Hund hatte. Wenn es nur eine Phase wäre, hätte ich kein Problem.

        LG

        • Ja, ich gebe dir recht! Ich habe die Trainerin gerade angeschrieben und gefragt, wann sie das letzte Mal einen Hund hatte. Ob sie mal einen hatte, weiß ich nicht. Sie schrieb nur, dass sie keine eigenen hätte, dafür aber Vögel. Da stand kein "keine eigenen Hunde mehr"... Gebe dir recht. Wenn sie selbst keinen Hund hatte bis jetzt oder evt. noch am Anfang steht oder sonst was, wäre das auch für mich ein Ausschlusskriterium! Danke!!

          Sie hatte wohl noch nie einen Hund und ist ganz frisch, hat noch nie selbst ausgebildet... Mmmh, enttäuschend, weil ich seit Wochen auf Antwort gewartet habe, weil es eine ganz spezielle Ausbildung werden soll... Bin gerade echt enttäuscht. :(

          • Um Himmels Willen! Gerade wegen dieser zukünftigen verantwortungsvollen Aufgabe für den Hund würde ich NIEMALS einen Frischling ohne Ausbildungserfahrung und Hundeerfahrung dafür wählen.

            Das ist doch so, als hättest du einen Fahrlehrer, der selbst nicht Auto fahren kann, aber schon mal irgendwo was drüber gelesen hat. Würdest du da einsteigen, oder gar dein Kind dort zur Fahrschule schicken?

            Ich bräuchte da nicht zu überlegen.

            #schock Ute

            • Nachdem ich das erfahren habe, war das auch klar für uns. Aber das musste ich mir ja erst alles auch bei der Dame erfragen... ich finde es von dem Zentrum auch unverantwortlich, dass man uns jemand Unerfahrenes schickt... Gebe dir da recht!

      Hallo

      Erst mal finde ich es ganz toll dass du dir über einen guten Hundetrainier Gedanken machst BEVOR ihr euch einen Hund anschafft!! #pro

      Der Begriff "Hundetrainer" ist in D nicht geschützt. Wende dich doch am besten an das nächste Tierheim. Die kennen vielleicht jemanden oder haben selber Leute die sich auskennen.

      Von wo aus D kommst du? Kannst du über das Internet weitere Trainer finden.

      Eine Hundeschule muss nicht hauptberuflich betrieben werden. Viele machen das nebenbei, weil es sich anders gar nicht lohnt, und das sagt nichts, aber auch gar nichts über die Qualität aus. Wichtig ist, dass ein Trainer das Verhalten der Hunde kennt und richtig deuten kann und dir auf eine verständliche Art und Weise Informationen zukommen lassen kann. Du musst die Trainer persönlich kennen lernen und dir angucken wie sie arbeiten. Such doch auch mal nach einem Hundesport in deiner Nähe, ruf da an und geh mal vorbei. Die haben meist auch ganz fähige Leute.

      Wenn ich dir weiterhelfen kann, sag Bescheid. Als erstes müsst ihr euch aber klar werden was für ein Hund es werden soll. Denkt darüber nach was ihr leisten könnt, was ihr bereit seid zu leisten und was eben nicht. Das ist ganz wichtig, weil jede Rasse unterschiedliche Bedürfnisse hat und es mit dem jeweiligen Menschen nicht immer harmoniert.

      Interpretieren bringt dich nicht weiter. Frag sie konkret nach ihren Erfahrungen mit Hunden und was sie qualifiziert andere zu unterstützen.

      LG, Ciara

      • Danke für deine Antwort! Wir suchen gezielt nach einem Trainer, der uns dabei helfen kann einen Golden Retriever zu einem Behindertenbegleithund / Assistenzhund für unsere fast dreijährige Tochter auszubilden. Wir suchen und recherchieren seit Monaten, weil es ein gut ausgebildetes Tier werden soll.

        Das Veterinäramt konnte mir nicht helfen; Montag rufe ich noch einen Mann an, der hier im Kreis die Prüfung für Blindenhunde abnimmt. Die Nummer habe ich vom medizinischen Dienst. Ich hoffe, dass er uns helfen kann. (Wir kommen aus dem Münsterland)

        Ich weiß, dass so eine Ausbildung am Ende mehrere Tausend kosten kann... Aber wenn ich schon so viel ausgebe, erwarte ich auch schon echt einen Trainer, der Erfahrung hat und der gut ist... :)

        • OK, hier sieht die Sachlage ganz anders aus. Ich weiss nicht wie das in D läuft. Nicht jeder Hund ist für so eine Aufgabe geeignet. Das heisst aus vielen Welpen muss der Welpe rausgesucht werden der die besten Voraussetzungen hat. Und selbst dann ist es nicht gesagt, dass dieser Hund so eine anspruchsvolle Aufgabe am Ende auch bewerkstelligen kann. Den Hund werdet ihr sehr wahrscheinlich auch nicht in eurer Familie erziehen. Ihr werdet Kontakt zu ihm haben, aber erzogen wird er woanders, bis er fertig ausgebildet ist.

          Der Mann wird dir sicher weiterhelfen können. Ich drück dir die Daumen das alles reibungslos läuft.

          Aber ich muss gestehen, dass ich einem Goldy nicht unbedingt ein so junges Kind anvertrauen würde. In der CH verwenden wir ausschliesslich schwarze Labradore als Blindenhunde und das nicht Grundlos.

          Golden Retriever sind dafür bekannt, dass sie alles mit sich machen lassen. Das stimmt eben nicht. Man kann sie 1000 Mal am Ohr ziehen, beim 1001 Mal schnappen sie dann zu und zwar ganz ohne Vorwarnung. Solche Fälle haben wir leider häufiger. Aber der Mann wird dir Montag sicher weiterhelfen können.

          LG, Ciara

          da kann ich Dir einen guten Tipp geben: http://www.rainbows-dog-service.de/

          Sabine hat auch unseren Epilepsiemeldehund ausgebildet und ist super nett und locker drauf.
          Auch wenn dir der Weg zu weit ist....frag sie ob sie Dir einen Tipp geben kann an wen Dich wenden kannst in Deiner Nähe

    Hatte sie denn mal nen Hund?

    Ansonsten würde ich sie nicht nehmen.

    Lg

    Hallo,

    ich würde mich mit diesem Verein in Verbindung setzen
    http://www.vita-assistenzhunde.de/

    LG Pechawa

    (13) 16.02.14 - 08:17

    Hallo,
    hast du mal nach dem Grund gefragt? Ich finde es spricht für sie, wenn sie selbstständig ist und der Laden brummt hat sie ja nicht wirklich Zeit für eigene Hunde. Ich kenne einige Leute, die keine Eigenen mehr haben aber dafür mit unsagbar viel Wissen um Hundererziehung durchs Leben gehen. Bei denen ist es eine reine Vernunftsentscheidung kein Tier zu besitzen. Im Sinne für das Tier.
    LG

    • Mittlerweile hat sich raus gestellt, dass sie jo noch nie einen Hund hatte und auch noch nie ausgebildet hat... wir waeren anscheinend die ersten. Wir haben uns dagegen entschieden... Danke für deins Antwort!

Hallo,

ich habe ja schon gelesen, dass ihr es nicht machen werdet.

Ich habe keine gute Erfahrung mit unserer ehemaligen Hundetrainerin gemacht.
Sie hat eine eigene Hundeschule, auf ihrer Internetseite sind fein alle Seminare aufgelistet, die sie bei den bekannten Hundetrainern absolviert hat.
Leider haben wir erst nach etlichen Trainingsstunden (ohne erkennbaren Erfolg) davon erfahren, dass sie noch nie einen eigenen Hund besessen und erzogen hat.
An richtige Problemhunde (für mich persönlich welche, die in Beißvorfälle verwickelt waren oder schweres Problemverhalten) traut sie sich nicht heran.
Da frage ich mich im nachhinein wirklich, wo da die Erfahrung herkommen soll.

LG

Nici

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