Hundeschule oder Hundeverein, Sozialkontakte

    • (1) 17.02.14 - 08:38

      Hallo,

      nun ist es ja so weit und wir haben unseren neuen Mitbewohner bei uns.

      Da ihm noch jegliche Grunderziehung fehlt und Terrier ja bekanntlich ein klein wenig dickköpfig sein sollen....habe ich mich in den letzten Tagen schonmal angefangen schlau zu machen was die Hundeschulen hier in meiner Umgebung so angeht.

      Ich wohne in einem sehr kleinen Ort, der aber direkt eine Hundeschule hat. Mit der Trainerin treffe ich mich heute nachmittag auch und werde dann mehr erfahren.

      Zwei km weiter gibt es die nächste Hundeschule die sich sehr gut anhört...vom Welpentraining bis zum Agility, Mantrailing ... gibts dort einige Angebote.
      Nach meiner Preisanfrage war ich allerdings geschockt.
      Pflichmäßig müssen erst Einzelstunden genommen werden bis Hund und Halter in die Erziehungsgruppe "passen" (keine Ahnung wie lange das dann dauern soll).

      Eine Einzelstunde kostet dort 38 Euro, was ich nun wirklich heftig finde...das ist mir definitiv zu viel.
      Die Gruppe würde dann für 10 Stunden 140 Euro kosten.

      Ich fürchte fast dass die Hundetrainerin hier im Ort dann ähnliche Preise haben wird.

      Nun gibt es jeweils 15 km weiter noch zwei Hundevereine...in dem Einen bezahlt man für ein halbes Jahr 45 Euro...in dem anderen für eine 10er Karte auch 45 Euro.

      Gibt es denn so gravierende Unterschiede zwischen Hundeschule und Hundeverein?

      Ein weiterer Punkt der mir im Kopf herumschwirrt sind die sozialen Kontakte die ich unserem Hund gerne so oft es geht ermöglichen möchte.
      Die Treffen und Hundeschule oder Verein sind ja dann nur einmal pro Woche.
      Beim Spazierengehen treffe ich hier seltenst mal auf einen anderen Hund, das finde ich ein bisschen wenig.
      Gibt es Seiten für Hundetreffs, gemeinsame Spaziergänge oder sowas?
      Das was ich bisher ergoogelt habe war schon sehr veraltet.

      Danke und VG,

      Melika

      • Hi,

        ich selbst bin seit 2 Jahren mit unseren Hunden in Hundeverein (Schäferhundeverein) aktiv - davor schonmal in zwei anderen Vereinen, aber die sind nach unserem Umzug vor 9 Jahren zu weit weg gewesen). Mittlerweile bin ich auch im Vorstand unseres Vereins.

        Pauschal raten kann ich Dir gar nichts. Alles steht und fällt mit dem / den Trainer/n und der Gemeinschaft. Wir haben im Moment nur Sa/So feste Trainingszeiten, ab ca. April kommt dann noch Agility während der Woche dazu.

        Bei uns können neue Interessenten 3x kostenlos mittrainieren, um zu sehen, ob es für Hund und Herrchen passt. Danach kostet die 10er-Karte 75€, Welpenspielstunde 10er-Karte 30€. Nach Ablauf der 10er-Karte bieten wir an, dass der Teilnehmer Gast in unserem Verein wird - kostet dann 60€ im Jahr. Gaststatus deshalb, weil wir niemanden zwingen möchten, im SV Mitglied zu werden - und um stimmberechtigtes Ortsgruppenmitglied zu sein, muss man auch im Dachverein Mitglied sein (und damit 2x Beitrag zahlen). Einziger Unterschied zum Vollmitglied: man darf bei Versammlungen nicht mit abstimmen - alles andere darf man nutzen wie Vollmitglieder und bekommt auch auf Wunsch einen Schlüssel für das Vereinsgrundstück, um außerhalb der Traningszeiten mit dem Hund arbeiten zu können.

        Die Hundeschulen bei uns sind alle für mich unfähig - wir bekamen z.B. zu hören, dass man Spitze nicht erziehen kann oder Straßenhunde kein Bindung aufbauen und deshalb ebenfalls nicht erziehbar sind. Oder dass grundsätzlich alle Hunde - egal, ob neu oder bereits bekannt oder ob klein/groß, einfach mal freilaufen MÜSSEN und Rangfolgen ausmachen sollen... da geht mir sämtliches Verständnis flöten.

        Und wenn ich dann sehe, mit welchem Stand einige Hundehalter zu uns kommen, nachdem sie in verschiendenen Hundeschule schon zwei Jahre zugebracht haben, dann finde ich das wirklich schade.

        Perfekt ist es bei uns sicher auch nicht für jeden, aber wir geben uns große Mühe, klären welche Ziele der Hundehalter hat und unterstützen soweit wir eben können. Leider gibt es auch hundehalter, die meinen, 1x Hundeplatz reicht und der Hund läuft perfekt an der Leine - die sind dann enttäuscht, wenn es nicht so ist und durchaus auch mal unzufrieden.

        Für mich wichtig sind bei der Auswahl der Hundeschule / des Hundevereins:

        - geht der Trainer individuell auf jeden Hund ein
        - wie reagiert mein Hund auf den Trainer (meine Hündin z.B. kann mit einem unserer Trainer gar nicht - reagiert total ängstlich auf dem Platz bei ihm, obwohl er ihr nie etwas getan hat)
        - gibt es 2-3 Probestunden
        - wird auch Stadttraining angeboten
        - wie ist der Umgang untereinander und mit den Hunden
        - Kosten

        Gruß
        Kim

        ach so...

        Wir haben zwar zwei Hunde, aber treffen auch selten andere Hunde bei Spaziergängen. Im Verein haben sich aber Kontakte ergeben, mit denen wir uns auch außerhalb der Trainingszeiten zum Spaziergang verabreden.

      Hallo!

      Es kommt wirklich auf den Einzelfall an. Bei uns ist der Hundeverein auch nicht teuer, aber:
      - die Hunde dürfen da nie frei laufen und spielen, sondern werden nach dem Training in Boxen oder Autos gesperrt, während die zweibeiner noch Bier trinken, essen und "Vereinsmeierei" betreiben.

      - Arbeitseinsätze verpflichtend
      - zwang nach dem Training da zu bleiben
      - Hundeplatz wird nie verlassen

      Ganz ehrlich, das war nichts für mich. Trainer haben wir aber auch keinen vernünftigen gefunden und dann eben selber einiges über Hundeerziehung angelesen, und ein wenig erfahrung hatten wir auch vorher.

      Zum Gassi gehen haben wir uns immer in der Nachbarschaft verabredet.

      • Hi,

        ist das auch ein Schäferhundeverein? Hört sich schlimm an...

        Allerdings muss ich auch sagen, dass unsere Hunde durchaus vor/nach dem Training in den Boxen warten (da liegen dicke Kissen drin und sie sind so groß, dass unsere DSH-Mix-Hündin sich entspannt hinlegen kann) - zumindest im Sommer. Im Winter sind sie je nach Temperatur im Auto oder wir fahren eben direkt nach dem Training nach Hause, wenn es zu kalt ist. Natürlich ist das auch alles eine Frage der Zeit, aber vor dem Training sind es max 20min - danach bis zu 2h (ggfs. mit Unterbrechungen bei z.B. 2. Trainingseinheit), aber dann sie die beiden so k.o., dass sie pennen.

        Kein Freilauf in der Gruppe? #schock Ich meine, wir schauen auch, welche Hunde zusammen laufen können und welche nicht - da spricht man sich ab, aber der Platz ist doch nicht nur zum Arbeiten da! Unsere Hündin und eine Border Collie Hündin können sich nicht leiden. Liegt aber am nicht ausgelasteten Border - die ist mehrfach von hinten ohne Provokation auf meine Hündin losgegangen (teilw. aus 5m Entfernung an der Schleppleine). Uns seit meine Hündin erwachsen und selbstbewusster geworden ist, hält sie dagegen... würden die zusammen laufen, dann gäbe das mindestens Schwerverletzte:-(.

        Und Zwang, nach dem Training zu bleiben - WER lässt sich sowas bieten? Meine Freizeit - meine Entscheidung, wo ich bleibe oder auch nicht.

        Platz wird nie verlassen... klar - das sind dann vermutlich die ganzen unverträglichen Schutzhunde, die ich auch schon kennenlernen durfte... die kennen idR nur Zwinger, Hundeplatz, Prüfungen - mehr nicht :-(.

        Was aber nicht heisst, dass Schutzdienst nicht auch vernünftig gemacht werden kann - das habe ich in den letzten 2 Jahren ebenfalls gelernt. Und glücklicherweise lerne ich immer mehr Leute kennen, die zwar Schutzdienst bis zur IPO3 machen, aber trotzdem nette, verträgliche und durchaus kuschelbare Hunde haben, die mit im Haus leben, mit den Enkeln spielen etc.

        Arbeitseinsätze verpflichtend - das machen viele Vereine (kenne ich z.B. von Reitvereinen - kommt man nicht, zahlt man 10-20€ pro Arbeitstag). Unserer bisher nicht - und es ist auch nicht angedacht.

        Aber ich stimme Dir zu: so ein Verein wäre auch nichts für mich!

        Gruß
        Kim

        • Das ist ein ganz normaler verein, der alle Rassen nimmt. Aber die wollen eben in erster Linie zusammen sitzen und saufen, die Hunde sind eher Nebensache mit denen man eben vorher ne Dreiviertelstunde im Kreis geht, während die Frauen (war ja klar) Essen kochen dürfen. Und dann bei jedem Wetter, auch wenn es sehr heiß oder sehr kalt ist, Hunde in Boxen oder Kofferraum. Klar ist ein Hund nach dem Training müde, aber mir wäre schon wichtig, dass der nach der Anspannung noch ein wenig Dampf ablassen darf.

          Und dann gibt es noch die Hundesportler, aber auch da - erst Training, dann zusammen saufen.

          Die Hunde die seit Jahren in den verein gehen, funktionieren auf dem Platz absolut toll, und draußen auf dem Feld sind sie dafür kaum abrufbar. Weil sie eben NUR auf dem Platz arbeiten und sonst gar nicht, da sagt einem auch keiner, dass man auch mal woanders "Sitz" üben könnte.

          Für mich macht das alles ein wenig den Eindruck von einem Fußballverein, wo die Leute kurz ein paar Bälle kicken und danach 2 Stunden saufen gehen.

          Wir waren da einmal zum Probetraining und die waren sehr deutlich, dass es ihnen sehr wichtig ist, dass man nach dem Training da bleiben soll. Auch die Sache mit Kochen, Bierausschank etc. ist als Arbeitseinsatz gedacht. Die haben sogar ne eigene Zapfanlage, nur mal zur Relation wie wichtig das Bier ist...

          ich würde sowas NIE machen wollen, diese ganze Sauferei ist mir zuwieder, und das Samstagvormittag schon mal. wenn man abends trinkt, ok, aber mittags schon größere Mengen?

          • O wei... das kenne ich hier bei uns von Angelvereinen... die angeln 3-5x im Jahr (sonst darf man nicht an den Vereinsteichen angeln!) und treffen sich nur zum saufen. Dafür soll man dann abber eine Aufnahmebebühr von 500-800€ bezahlen und dann wird nach einem Jahr entschieden, ob man aufgenommen wird oder nicht.

            Bei dem Hundeverein werden die Hunde zu Sportgeräten degradiert :-( - wie die Pferde in vielen Ställen: 23h Box, 1h reiten - und auf dem Turnier Leistung bringen - frei alleine auf der Weide rennen oder gar mit anderen Pferden in der Herde mal laufen dürfen ist ja viel zu gefährlich für das teure Pferd :-[.

            Ne, da wäre ich auch sofort wieder gegangen.

            Gruß
            Kim

      Hallo,

      das liest sich ja schrecklich!
      Ich trainiere in einem Retriever Verein, da gibt es keinen Zwang!
      Bei Festlichkeiten hilft man. Nach dem Training bleibt man, wenn man Zeit hat und verträgliche Hunde dürfen auch dabei bleiben!
      Freilaufen ist zwar auch nicht gestattet, da bin ich aber dafür - auf dem Platz wird trainiert und Sozialkontakte gibt es außerhalb des Trainingsplatzes!

      @TE
      bei 38,- Euro hört es für mich auf! Meistens sind es dann auch nur 45 Minuten!
      Es ist mir sowieso ein Kreuz, wenn ich die Masse der Hundetrainer/innen sehe, die aus dem Boden schießen!
      Da werden einige Monate Seminare gesammelt und fertig ist Hundetrainer!
      Man könnte meinen, niemand ist mehr in der Lage, seinen Hund selbst zu erziehen!
      Und das Schlimme daran: jeder hat seine eigene Meinung und was Trainer A sagt wird von Trainer B kategorisch abgelehnt!

      Zuletzt hatte eine Bekannte von mir ihren Hund durch Tipp eines Trainers mit dem Futterbeutel trainiert und hatte nach 1/2 Jahr einen derart futteragressiven Hund, dass Trainer B das ausbügeln musste!

      Deshalb: Einzeltraining generell ist nicht nötig, wenn der Hund kein Problemhund ist!
      Bei Welpen schon mal garnicht!
      Ein Trainer, der einen Welpen nur in einer Einzelstunde einschätzen kann und nicht in einem Gruppentraining gibt sich selbst ein schlechtes Zeugnis!
      Hundeschulen die so arbeiten, sind nur auf das Geld aus!
      Eine gute Hundeschule schätzt einen ausgewachsenen Hund in einer Einzelstunde ein und erlässt die Kosten, wenn die Hundebesitzer sich für diese Schule entscheiden!

      LG Pechawa

      • Huhu,

        ich muss dazu sagen, wir haben keinen Welpen zu uns geholt...er ist schon über 3 Jahre alt.
        Aber ein Problemhund auf keinen Fall.

        Ich denke mir ehrlich gesagt auch manchmal...ein bisschen Ahnung was Hundeerziehung angeht habe ich ja selbst auch schon.
        Und meistens suche ich mir auch das aus den verschiedenen Ratgebern und Erziehungsmethoden raus, was eben für mich stimmig ist.

        Wahrscheinlich würde ich die Erziehung also auch ohne Hundetrainer hinbekommen, aber ich finde es auch eine sehr gute Sache in einer Gruppe Übungen zu machen.
        Da ist gleich eine ganz andere Ablenkung geboten als beim Einzeltraining zu Hause.

        In letzter Zeit hatte ich ja z.b. ganz gerne die Sendungen vom "Hundeflüsterer" gesehen, solange bis ich dann vorgestern selbst eine Folge gesehen habe in der er ohne mit der Wimper zu zucken ein Teletakt anwendet - nun hat sich der Typ auch für mich erledigt.

        Trotzdem muss ich sagen dass ich einige Grundzüge die er gezeigt hat gerne mitnehme.

        Die andere Hundeschule, in der ich gestern war, sagt mir erstmal zu.
        Dort war gerade eine Gruppe fertig als ich ankam, die Trainerin hat mich dann zu ein paar anderen Hunden mit reingelassen um zu sehen wie es klappt.
        Insgesamt war ich über 1 Std. dort und dafür hat sie auch nichts verlangt.
        Die Gruppenstunde die ich nun am Samstag besuchen darf kostet dann pro Stunde 10 Euro.

        Das ist zwar noch mehr als im Verein, dafür ist es aber direkt im Ort...und wenn ich mich in der Gruppe wohlfühle werde ich wohl hier bleiben.

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