Wir kommen mit unserem Welpen nicht weiter!

Guten Morgen,

da wir uns Ende letzten Jahres von unserem Mischling trennen mussten und unserer kleine Madame (frz. Bulldogge) das nicht verkraftet hat, zog am 27.1. ein Welpe bei uns ein. (ebenfalls frz. Bulldogge)

Bevor jetzt alle "Qualzucht" schreien: Nein - es gibt mittlerweile ganz tolle Züchter, die lieber dem VDH den Rücken kehren und wieder kleine Schnäuzchen züchten! Unsere Hunde sind komplett frei atmend und unsere Große mit 9 Jahren so ein Wirbelwind, dass selbst der Tierarzt staunt!

Zu unserem Problem: trotz Hundeschule kommen wir mit dem "Alleine sein" und dessen Begleitumstände nicht weiter! Raus gehen, Tür hinter mir zu - keine 2 Sekunden und er schreit! Obwohl ja unsere Große dabei ist!

Warten bis er still ist und dann loben klappt nicht, da er keine 2 Sekunden leise ist!!! Ich mache mir jetzt echt schon Gedanken, wie wir das Ostern anstellen können, da gehen wir mit der Familie essen - bisher undenkbar! Ich habe ihn mal 15 Minuten alleine gelassen und war im Ort Lebensmittel holen - da hat er mir die Wände angefressen :/

Das allein sein geht soweit, dass unsere Nächte zwischen 4 und 5 enden. Er schlief erst in der Box neben meinem Bett, jetzt in einem ausrangierten laufstall mit der Hündin. Wir bekommen ihn nicht aus dem Schlafzimmer! Sieht er keinen mehr, gibt's gekreische! Zwischen 4 und 5 winseln und kreischen - geht man mit ihm raus zum gassi und dann wieder ins Bett, kreischt er das ganze Haus wach!

Habt ihr Ideen, wie wir ihn "abnabeln" können?! Hier gehen so langsam alle am Stock und mal wieder schlafen wäre toll!

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Wie alt ist er?

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14. Wochen (wenn ich mich nicht verrechnet habe) am 24.11.2013 geboren.

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Dann ist er nur drei Tage älter als der Welpe bei uns im Gebäude. Er kam ein bisschen später als eurer, ist aber - im Gegensatz zum vorherigen Welpen - auch eher vorsichtig.

Der Kleine wird auch noch nicht alleine gelassen und bis Ostern wird er nicht ein paar Stunden alleine sein können. Das fehlt ihm noch und ihr habt euch ein ehrgeiziges Ziel gesteckt, dass ihr kaum erreichen könnt.

Ich würde eher mit ihm einen Restaurantbesuch üben.

Ansonsten hast du schon gute Ratschläge bekommen, dem muss ich nichts anfügen. Gebt euch einfach viel mehr Zeit.

Unser Welpe darf momentan übrigens überall mit, ist meistens ohne Leine im Bürogebäude und Gelände/ auf wenig befahrenen Strassen und lernt so seine Umwelt gut kennen und sozialisiert sich hervorragend. Was dieser kleine Kerl schon an Selbstvertrauen und umsichtigen Mut gewonnen hat, in den letzten zwei Wochen, ist faszinierend. Aber das braucht viel Geduld. :-)

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Hallo!
Unsere jüngste Hündin war auch so extrem. Auch bei ihr hatten wir keine Chance sie alleine zu lassen, obwohl sie noch drei! andere Hunde zur Gesellschaft hatte!
Wie bei Dir war es schon für sie eine Qual in einem anderen Raum zu sein als ich!

Ich war in der glücklichen Lage das akzeptieren zu können... sie wurde einfach immer mitgenommen oder bei meiner Mutter/ Schwiegereltern abgeliefert, wenn das nicht möglich war.

Parallel hab ich immer weiter gemacht mit dem üben. Türe vor der Nase zu und so. Irgendwann wurde es besser und heute ist sie zwei Jahre und das alleine lassen klappt eigentlich problemlos. Sie ist immer noch am liebsten mit mir zusammen und wenn ich den Raum wechsle, kommt sie hinterher, aber das macht mir nix ;-)
Hast Du die Möglichkeit den Hund an Ostern mitzunehmen? Oder hast Du einen Hundesitter? Bei so einem hartnäckigen Fall würde ich mir an Deiner Stelle jemanden suchen, der im Notfall mal aufpassen kann.
Viel Erfolg und gute Nerven! #klee
LG
asira

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Danke für deine Antwort! Meine Schwester und Eltern helfen uns zwar (noch) beim Bully-Sitten, aber als Dauerzustand hätte ich das ungern! Im Mai/Juni bekomme ich unser 2. Kind und bin dann in Elternzeit, aber selbst da stehen Kinderarztbesuche, Einkäufe etc an, wo ein Hund einfach nicht mit kann. Da jedesmal einen sitter suchen müssen ist nahezu unmöglich; Eltern, Schwester etc sind ja voll Berufstätig.

Ich denke 2-3 std sollte für jeden Hund machbar sein. Das Problem, so wie bei dem kleinen Eumel, hatten wir noch nie.

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Naja, der 27.1 ist ja gerade erst gewesen.

Man muss es auch so sehen, dass ein Welpe ja noch ein Baby ist und gerade von seiner Familie getrennt wurde.

Er muss sich ja auch erst mal an euch und seine neue Umgebung gewöhnen und sich heimisch fühlen. Das geht nicht von heut auf morgen und denke, dass das Üben diesbezüglich noch einfach zu früh ist und 1-2 Wochen oder so warten.

LG

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Der Welpe ist erst 3 Monate alt.

Ihr habt ihn sehr sehr früh bekommen, mit gerade mal zwei Monaten - da hat er ja Mama und Geschwister und die Züchterfamilie, sein ganzes Umfeld und zu Hause verloren, also sehr sehr früh schon die erste massive Verlusterfahrung.

Viele Welpen stecken das gut weg, und für andere wird das ein richtiggehendes Trauma, und das dauert eben länger als 5 Wochen, um das wieder auszugleichen.

Übe erst mal, dass er überhaupt Sekunden in einem anderen Zimmer bleiben kann, wirklich nur Sekunden. Wenn das sehr gut klappt darfst Du mal die Klotür zumachen, wenn Du da nur eine Minute brauchst.

Mach viel viel kleinere Schritte. Übe auch Dich anzuziehen, Handtasche und Schlüssel zu nehmen - und ohne raus gehen wieder ausziehen, Schlüssel zurück legen etc. damit er da nicht schon in Alarmbereitschaft steht. Danng eh vor die Tür und mach sie zu wie üblich, geh dann aber gleich wieder rein, wirklich nur Tür zusperren, einmal umdrehen, Tür wieder aufsperren und rein gehen. Dann darfst Du mal die Treppe runter gehen. Wenn das einwandfrei klappt kannst Du ohne ihn einmal den Müll raus bringen, aber eben auch da SOFORT wieder rein gehen, er ist noch nicht so weit Minuten alleine zu bleiben.

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Das stimmt, dass der kleine sehr früh kam. Die Mama konnte nicht mehr, das hat man auch deutlich gesehen. Mit dem Tierarzt wurde wohl gemeinsam entschieden, dass die jungen (4 Stück) soweit sind. Das traf wohl nicht auf unseren Mäuserich zu!

Ich will es ja auch auf keinen Fall auf die hammer-Methode machen sondern sanft entwöhnen. Was mir nur sorge bereitet ist, dass wir bisher ja keinen Millimeter weiter sind wie am 1. Tag.

Ich versuche es übrigens auf die von dir genannte Weise. Leider mit wenig Erfolg bis hier :(

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Doof gelaufen, echt. Der Tierarzt kann ja leider nur sagen ob ein Hund körperlich überlebensfähig ist - psychisch kann der ja nichts beurteilen, dafür sieht er die Hunde zu wenig.

versuch einfach noch kleinere Teilschritte zu machen und hab geduld. Mach Dir keinen Druck. Vielleicht könnt ihr eher üben, ihn mitzunehmen, also mal an einem Wochentag essen gehen und schauen wie es im Restaurant klappt. Oder probiert mal, ihn alleine im Auto zu lassen, das klappt oft besser als alleine in der Wohnung. Und für die Rasse braucht man ja auch keine große Hundebox. So kalt ist es zur Zeit ja auch nicht draußen, da hält er es gut mal ne stunde aus.

Mein Hund war ja zutiefst traumatisiert als ich ihn bekommen habe, er war die ersten Lebensjahre ganz alleine in einem Kellerraum wo er zwei mal am Tag raus kam um bis zum nächsten Grünstreifen und zurück zu laufen. Er hatte nicht mal ausreichend futter und wasser, keine decke, kein Spielzeug. Er hatte auch große Probleme mit dem alleine bleiben, er hatte wohl angst er müsste wieder 23,5 stunden am Tag alleine sein.

Aber im Auto war es wesentlich besser, also fuhr er eben anfangs überall hin mit. Zum Supermarkt, zum Zahnarzt, echt überall hin, und dann saß er eben im Kofferraum und wir haben unsere Einkäufe halt auf den Rücksitz gequetscht weil mit Golden Retriever im Kofferraum der schon voll war. dann gleich noch ne kleine Runde Gassi und wieder heim, und alle waren glücklich. Er hat im Auto auch nie gebellt, und wenn es zu sonnig war und ggf. zu warm geworden wäre, haben wir eben das auto in ein Parkhaus gestellt und sind von da aus mit dem Bus zum Ziel gefahren.

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Hallo! Ich habe selber zwei Hunde - beide allerdings erst mit einem bzw. sieben Jahren bekommen. Hatte mit beiden allerdings dass Problem, dass die beiden mir regelrecht an den Hacken geklebt haben. Unser Beagle saß sogar vor der Badezimmer wenn ich diese hinter mir zugezogen hatte und hat geheult wie ein kleiner Wolf. Ich weiß nicht ob es dir weiterhilft, aber ich habe bei beiden das gleiche gemacht.

Zunächst mal, habe ich den Hund komplett ausgepowert, also spazieren gehen bis der Arzt kommt und spielen, bis sie von sich aus nicht mehr wollten. Sprich: Auf ein Level bringen wo der Hund die nächsten ein, zwei Stunden nichts anderes mehr will als schlafen.

Dann hab ich ihnen einen Moment gegeben um zu Hause runter zu kommen und dann hab ich angefangen ununterbrochen von Raum zu Raum zu latschen. Bei meiner ersten Hündin hab ich die Türen hinter mir zugemacht, bei der zweiten (dem Beagle) erstmal nicht. Und das ganze hab ich dann immer ne Weile gemacht (den Hund dabei komplett ignoriert) und immer wieder in kleinen Etappen wiederholt, bis es den beiden irgendwann zu blöd wurde mir ewig hinterherzurennen. Und als ich immerhin schonmal den Raum verlassen konnte, hab ich das ganze dann auf die Haustüre erweitert, also kurz raus und wieder rein. Ich habe dabei allerdings komplett auf Belohnungen verzichtet, weil ich da gar kein großes Dings draus machen wollte. Inzwischen bleiben die Beiden völlig problemlos alleine - 3x die Woche bin ich arbeiten und dann jeweils 5 Stunden aus dem Haus, dann kriegen die beiden einen Kauknochen und wenn ich wieder komme, kommen mir sie mir total verpennt aus ihren Körbchen entgegen. :)
Ich wünsche dir gaaaanz viel Geduld und vielleicht wendest du dich im Zweifel tatsächlich an nen Trainer.

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hallo

ich glaube hunde, die sehr früh von ihren eltern/geschwistern weg kommen haben tendenziell eher probleme mit dem alleine sein (soviel zum thema super züchter und so)

habt einfach geduld und bringt keinen stress rein.

wenn du im badezimmer bist, wartet er dann draussen? falls nicht würde ich das zuerst üben.
einfach wieder und wieder türen hinter dir schließen und ihm keine beachtung schenken.

ich glaube aktuell ist er noch nicht soweit um überhaupt alleine bleiben zu können.

unserer hatte auch große probleme mit dem alleine sein (er war bereits 1,5) wir haben mit ihm genau so klein angefangen. heute, fast 2 jahre später, bleibt er auch mal 5 stunden alleine.