teures Spezialfutter wirklich besser?

    • (1) 04.03.14 - 18:08

      Hallo zusammen,

      hab ein Problem mit unserem fast 6-jährigen BKH Kater, er leidet zur Zeit an Blasenentzündung und Struvit Steinen. Mein Tierarzt hat mir für die Zukunft Spezialfutter empfohlen und mir auch gleich eine Probetüte Royal Canin Urinary mitgegeben. Dieses ist ja bekanntlich sehr teuer. Ist das wirklich auch besser? Hab gesehen von Purina One gibt es auch Urinary Futter.

      Vielleicht hat jemand Erfahrung damit??

      LG Eva und Katerchen Balu

      • Hallo!

        Wichtig ist vor allem: NUR NASSFUTTER!

        Ich weiß, Tierärzte verkaufen da gerne Trockenfutter, aber ein hochwertiges Nassfutter ohne Getreide und pflanzliche Nebenerzeugnisse hilft ebenso gut wie Urinary-Trockenfutter. Gerne auch öfter Rohfleisch, und ideal kochst Du größere Portionen Hühner oder Rinderbrühe, frierst die in Eiswüfelbehältern ein und machst dann immer ein paar geschmolzene Brühe-Eiswürfel übers Futter.

        So bekommt Dein Kater ganz sicher genug Flüssigkeit und eventuelle neu entstehende Struvitsteine werden ausgespühlt solange sie noch ganz klein sind und keine Schmerzen verursachen.

        Das Urinary-Futter soll vor allem den pH-Wert in der Blase ändern, damit sich da nicht so leicht Kristalle bilden. Das ist auch nicht verkehrt, nur wenn es eben Trockenfutter ist, trinken die meisten Katzen viel zu wenig (bei nur Trockenfutter müsste Dein Kater etwa einen Viertelliter am Tag trinken). Dadurch wird dann aber die Blase nicht mehr ausreichend durchgespühlt und die Kristalle bleiben eben dann drin und wachsen auch mit verbessertem pH-Wert weiter.

        Ideal wäre ein Urinary-Nassfutter, das sowohl für ausreichend Flüssigkeit übers Futter UND den richtigen pH-Wert sorgt, da gibt es eines von Kattovit und auch von Royal Canin.

        Die meisten Tierärzte empfeheln Royal Canin, da Royal Canin viel Werbung macht bei den Tierärzten. Leider haben Tierärzte nicht viel Ahnung von Katzenernährung.

        Es gibt auch andere gute Nierenfutter z.B. Katovit oder auch Vetconcept.
        Etwas teurer als normales Futter ist jedes Nierenfutter, aber es muss nicht Royal Canin sein.

        Ganz wichtig: KEIN Trockenfutter!!! Das ist Gift.

        • Wie darf ich das verstehen, "Trockenfutter ist Gift"?

          Ist das generell so bei Katzen oder jetzt nur im besagten Fall bei einer kranken Katze?

          Was ist mit diesen Knusper Stangen?

          • Generell ist Trockenfutter "Gift" . Die Katze ist ein Wüstentier und nimmt Flüssigkeit hauptsächlich über die Nahrung auf. Eine Katze trinkt nur im Notfall.
            Trockenfutter entzieht dem Körper noch Wasser.

            Um das auszugleichen müsste die Katze bei 10g Trockenfutter die 3-fache Menge Wasser zu sich nehmen (30g) Das tut keine Katze.
            Meisten besteht das Trockenfutter noch aus Getreide und Zucker, was ebenfalls ungesund ist.
            Unabhängig davon verklebt das Trockenfutter die Zähne, was wiederum zu Zahnstein führen kann. Diese Marketingmärchen von wegen Trofu reinigt die Zähne ist absoluter Mist.
            Wir putzen uns auch nicht mit Zwieback die Zähne.
            Die besten Zahnpflege für Miezen ist ein ordentliches Stück Fleisch an dem Mieze nagen kann.

            Trockenfutter aller höchsten als Leckerchen, 1-2 x die Woche.

            Generell ist Trockenfutter ungesund.

            1. zu wenig Feuchtigkeit. Katzen kommen aus sehr trocknen Gegenden, und auch in Europa haben sie einen Großteil der Flüssigkeit die sie brauchen aus ihrer Nahrung geholt - so ne Maus ist ja auch recht "saftig". Daher haben sie ein sehr gering ausgebildetes Durstgefühl, sie trinken wirklich nur minimale Mengen. Nassfutter hat einen Flüssigkeitsanteil, der dem von Beutetieren recht nahe kommt, die Katzen sind damit gut versorgt.
            Trockenfutter dagegen braucht erst noch zusätzliche Flüssigkeit, um überhaupt verdaut zu werden, und am Ende kommt auch etwas flüssigeres hinten wieder raus, es wird also zu Verdauung Wasser verbraucht. So viel trinken die Katzen aber einfach nicht, nach und nach können sie sogar dehydrieren. Mit nur Trockenfutter müsste eine normal große Katze etwa 250ml Wasser am Tag trinken, das schaffen Katzen einfach nicht.

            2. Zu viel Getreide und zu wenig Fleisch. Katzen sind reine Beutetierfresser, das einzige was sie normal an Pflanzlicher Nahrung zu sich nehmen ist ein bisschen Mageninhalt eines Beutetieres, der da aber schon von Verdauungssäften und Enzymen vorverdaut ist. Trockenfutter ist aber kein Trockenfleisch, sondern ein Mix aus Getreide, Soja und Tiermehl (also das was nach der Verwertung für den Menschlichen Bedarf über ist, etwa bei einem Huhn Innereien, Knorpel, Füße, Köpfe getrocknet und gemahlen).

            3. Nur mit Aromastoffen wird es angenommen. Zu dem ohnehin schon nicht wirklich leckeren Zeug dazu kommen einige Öle und Geschmackstoffe, die meisten Trockenfutter fühlen sich so an wie mit Öl und Gewürzen überzogen, sonst würden Katzen sowas gar nicht erst fressen. Das ist wie bei Kartoffelchips, möglichst auf einen rutsch die Schüssel leeren wird angepeilt, kein natürliches Sättigungsgefühl - bis die Katze was trinkt, die Pampe aufquillt und der Magen total überfüllt ist. Ich habe eine Katze die nach Trockenfutter immer sofort gekotzt hat, und das waren extreme Mengen wenn das Zeug aufgequollen ist, wo ich mich echt gefragt habe, wie die in dem bauch nur Platz haben sollen.

            4. Das Mittel gegen Durchfall ist gleich enthalten. In den meisten Trockenfuttersorten ist von Anfang an bei den Zutaten das eine oder andere versteckt, was Durchfall verhindern soll. Nur so behält die Katze das Zeug überhaupt lange im Körper, sonst würde der das als unverträglichen Müll schleunigst richtung ausgang schleusen. Damit merkt der Halter natürlich gar nicht, dass Katzen das schlecht vertragen oder gar Gluten allgemein nicht zu sich nehmen sollten.

            5. Viel zu viele Kohlehydrate. Katzen sind Fleischfresser und darauf ausgelegt, fast nur Eiweiß und Fett zu fressen. Das wird dann auch für den Stoffwechsel verwendet. Kohlehydrate dagegen werden bevorzugt in Fettpolstern angelegt, das Risiko für Übergewicht ist bei Trockenfutter wesentlich höher. Auch wenn man reichliche Mengen an Nassfutter füttert bleiben die Katzen doch eher Normalgewichtig, bei Trockenfutter werden sie schnell dick. Noch dazu sind die empfohlenen Mengen echt erbärmlich wenig im Napf, da füllen viele auch lieber etwas mehr auf...

            Knabberstangen kannst Du als kleines Leckerchen ab und zu natürlich trotzdem geben, aber eben keine 5 Stück am Tag.

      (7) 05.03.14 - 09:41

      Hallo Eva

      Ich habe eine kleine BKH Dame von 8 Jahren.
      Vor einem Jahr hatte sie starke Blasenbeschwerden----es blutete sogar. Gott sei Dank aber keine Steine.
      Bei ihr hatte ich das Problem, dass sie kein Nassfutter fraß--- so hat unser Tierarzt zu

      "Hills Feline" geraten. Das bekommt man beim Tierarzt----- oder man lässt es sich bei "Medici Animal" schicken.
      Sicher ist es teuer---aber meiner Katze geht es seitdem sehr gut.

      2 Mal in der Woche bekommt sie einen Durchspülungstee. Wassernäpfe habe ich mehrere verteilt und sie liebt es im Badezimmer am Waschbecken oder in der Wanne Wasser zu schlecken-----das gönne ich ihr auch so oft wie möglich.
      Ausserdem ich habe es endlich geschafft, dass sie etwas Nassfutter annimmt.
      Man soll doch niemals aufgeben.;-)

      Eva

      Hallo :-)

      Mein kleiner Schatz hatte letztes Jahr auch ganz arge Blasenprobleme und war 3 Tage stationär in der Klinik, auch BKH-Kater ;-)

      Wir sollten ihm auch zuerst das Trockenfutter geben, wollte ich aber nicht und war mir auch nicht logisch. Nach langer Recherche im Internet bin ich dann auf Guardacid gestoßen. Davon bekommt er seitdem 4 Stück (in Absprache mit der TÄ) und nur hochwertiges Nassfutter (wie z.B. Bozita).

      Seitdem hatte er keine Probleme mehr und auch sein PH-Wert ist perfekt.

      Wir haben uns extra PH-Wert-Teststreifen zugelegt um es zwischendurch selbst zu Hause zu testen.

      LG

      Mein Onkel wohnt in Berlin und füttert seine Haustiere (Hund und Katz) jetzt nur noch mit frischem Fleisch vom speziellen Tierkost Metzger.

      Das ist frei von irgendwelchen Zusätzen, also rein natürlich und die kleinen "gehen total drauf ab".

      Noch dazu vertragen sie es besser als Dosenfras.

      Wenn es so etwas bei uns geben würde, hätte ich das auch schon mal ausprobiert.

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