Hilfe, im Alter kommt die Inkontinenz...

    • (1) 10.03.14 - 22:36

      Unsere Esra wird alt, und damit leider inkontinent. Wo sie früher zwischen den Gassigängen immer sauber war finde ich heute öfter Pfützchen oder gar Haufen vor, wenn ich von der Arbeit heim komme, obwohl sich die Intervalle nicht verändert haben. Auch ist ihr Kissen öfter mal feucht, wenn sie geschlafen hat.

      TA meint das liegt am Alter (inzwischen fast 14) und den häufigen Trächtigkeiten in früherer Zeit. Wir hatten sie von einem "Hobby" Züchter übernommen, als sie zu alt für Welpen mit Papieren wurde.

      Nun hat mein Mann mehr aus Spaß gesagt ich kauf ihr ein Katzenklo... Der Gedanke an sich ist, glaube ich nicht schlecht. Klar kommt sie weiterhin raus aber so hätte sie keine Not, wenn es halt einfach mal nicht langt und ich arbeiten bin, die Kids in der Schule und mein Mann schläft oder auch in der Nacht und ich hätte keine Sauerei in der Wohnung.

      Meint ihr, ich könnte ihr das angewöhnen? Wenn ja, wie groß müsste das Klo sein (Esra ist ein Westie) Mit oder ohne Haube?

      LG

      die#bla

      • (5) 11.03.14 - 10:47

        "katzenklo" kann bei bewusstem absatz helfen (ist bei kot meistens weil sie es wirklich nciht mehr halten können), daher würde ich es versuchen. aber für den urin im korb wird es eher nicht helfen, da dies für einen unbewussten absatz spricht.

        ihr solltet andere ursachen ausschließen (blasenprobleme, nieren probleme, leber, diabetes, schilddrüse ect) dh urin und blut untersuchen lassen. eine reißbalse kann zB auch zu kotabsatz in der wohnung führen.

        wenn alles unauffällig ist, gibt es medikamente, die den schließmuskel stärken und die hunde können damit wieder kontinent werden...

        • >> gibt es medikamente, die den schließmuskel stärken und die hunde können damit wieder kontinent werden... <<
          und mit ihren Nebenwirkungen den Hund u. U. ander weitig belasten. Je nach Wirkstoff.

          Ich finde das erwähnenswert

          • alle medikamente können nebenwirkungen haben... auch ein aspirin oder die pille, ich gehe davon aus, dass man das heutzutage weiß. die TE hat nach möglichkeiten gefragt und alle medikamente auf dem markt, sind durch lange zulassungsprüfungen gegangen. das kann man von vielen biologischen oder homöpatischen medikamenten nicht behaupten!
            es gibt sehr selektiv wirksame medikamente, die hunde bei korrekter anwendung nicht deutlich anderweitig belasten. NATÜRLICH sind medikamente verschreibungspflichtig, daher immer nur unter beobachtung eines arztes...
            eine abgeklärte inkontinenz ist für den hund kein problem, er kann damit (wenn es wie gesagt, keine krankhafte inkontinenz ist, was vor einer behandlung abgeklärt werden muss!) ohne problem leben. es kann aber sein, dass der leidensdruck für die besitzer sehr hoch wird. es kann auch sein, dass ein hund so stubenrein ist, dass er massiv stress hat, wenn er inkontinent ist. dann gibt es die möglichkeit mit medikamenten zu helfen. wie gesagt, die MÖGLICHKEIT, keine dringende empfehlung...

            • >>eine abgeklärte inkontinenz ist für den hund kein problem, er kann damit (wenn es wie gesagt, keine krankhafte inkontinenz ist, was vor einer behandlung abgeklärt werden muss!) ohne problem leben. es kann aber sein, dass der leidensdruck für die besitzer sehr hoch wird. es kann auch sein, dass ein hund so stubenrein ist, dass er massiv stress hat, wenn er inkontinent ist. dann gibt es die möglichkeit mit medikamenten zu helfen. wie gesagt, die MÖGLICHKEIT, keine dringende empfehlung... <<

              danke für die ausführliche Erläuterung. In Zeiten, wo wir kurz davor stehen, das Alter ansich zur Krankheit zu erklären, finde ich es wichtig

              • es ist aber auch wichtig, nicht alle probleme pauschal aufs alter zu schieben. viele schmerzen und probleme die im alter auftreten können gemindert werden, damit meine ich nicht, dass die ursache geheilt ist, aber die symptome können dem tier erleichtert werden. daher finde ich es wichtig zu betonen, das alter keine krankheit ist, aber man auch nicht alles aufs alter schieben und hinnehmen darf.

                • wenn sich im Falle von Inkontinenz aber kein anderer Grund als das Alter finden lässt, dann liegts nun mal am Alter. Da braucht man nichts "aufs Alter schieben" es ist halt so!
                  In wie weit man dann gewillt ist, altersbedingte Dinge zu akzeptieren oder wie du sagst, hin zu nehmen, ist etwas ganz anderes.

                  Im Falle von Inkontinenz können die Symptome des Tieres erleichtert werden, was wohl eher bedeutet, dass dem Besitzer das Zusammen leben mit dem Tier erleichtert wird, was ja grundsätzlich nicht negativ gesehen werden braucht. Wenn aller dings die Nebenwirkungen eines Medikamentes im Gegensatz zum wirklichen Nutzen zu hoch sind, dann sollte man auf die Medikamente verzichten

                  • Ich finde es schon auch wichtig immer erst mal zu suchen, ob die Ursache wirklich NUR das Alter ist.

                    Ich kenne so viele Tiere die alt sind und nicht mehr gerne laufen, Probleme beim Aufstehen haben - und das wird dann eben aufs Alter geschoben, aber Schmerzmittel bekommen sie keine.

                    Klar ist das meistens Altersbedingter Gelenkverschleiß, aber der tut doch trotzdem weh!

                    Natürlich kann es sein, das Schmerzmittel dann andere Folgen haben, vielleicht die Leber in Mitleidenschaft gezogen wird, aber da kann man ja auch suchen bis man was passendes findet.

                    • äh, in der Diskussion gings um Inkontinenz. DIe verursacht ja normalerweise keine Schmerzen. Wenn ein Tier aufgrund des alterns wegen des ganz normalen Verschleißes Schmerzen hat, dann ist das eine andere Geschichte und da gilt, dass man dem Tier natürlich Schmerzmittel geben sollte. Und trotzdem die Nebenwirkungen im Auge haben sollte, abwägen, ob nicht das Schmerzmittel gegen das eine anderweitig Schmerzen oder Krankheit auslöst

                  inkontinenz ist in der tat etwas, womit ältere hunde ohne problem leben können, WENN es sie wegen der stubenreinheit nicht massiv stresst.
                  man sollte generell immer pros und contras gegeneinander aufwiegen.

              dieses "etwas hin nehmen" klingt so dramatisch. "ich fasse mir theatralisch mit der Hand an die Stirn und seufze laut".
              Etwas zu akzeptieren klingt viel positiver, es an zu nehmen im Wissen, dass es nun mal passieren kann, beim Älter werden und sich entsprechend drauf einstellen und zu organisieren.
              Das ist nicht nur im Zusammen leben mit Hunden/Tieren zu sehen, auch beim Menschen selbst

              • nur weil etwas beim älter werden passieren kann, muss man die auswirkungen nicht generell akzeptieren, auch wenn es viel positivier so klingt... es kommt aufs gleiche raus. da geht es um keine inkontinenz. ich treffe regelmäßig tiere auf der straße die leiden bzw schmerzen haben und das kommentar lautet dann "der wird halt alt"! es geht nicht darum die tiere zu heilen, aber wenn man leid mindern kann dann sollte man das tun, aber das hat mit dem "problem" der TA nichts zu tun
                "...dieses "etwas hin nehmen" klingt so dramatisch. "ich fasse mir theatralisch mit der Hand an die Stirn und seufze laut"..." man kann sich alles schön reden. ich verstehe sowas nicht. aber gut, man braucht da auch nicht weiter ins detail zu gehen.

                • >>nur weil etwas beim älter werden passieren kann, muss man die auswirkungen nicht generell akzeptieren<<

                  wie du an anderer Stelle dieser Diskussion hier sicher gelesen hast, betreffen auch meine Kommentare das Thema Inkontinenz.

                  Wenn ein Tier Schmerzen hat, dann sehe ich es sogar als Pflicht an, dem Tier zu helfen! Aber wie gesagt, es muss gesehen werden, was fürs Tier das best mögliche ist, Nebenwirkungen und Auswirkungen aber immer im Blick.

(17) 13.03.14 - 20:14

Hallo!

Katzenklo wird nichts bringen. Die Hunde verlieren wie schon gesagt einfach so Urin.
Das können sie nicht kontrollieren und merken das meist auch nicht. Und ich glaube ehrlich gesagt nicht das man einen 14 Jährigen Hund noch an ein Katzenklo gewöhnen kann.
Ich sehe das eher so, das sie mehr raus sollte um das etwas zu reduzieren. Die normalen Intervalle passen nicht mehr.
Ebenso gibts diese Höschen die Hunde bekommen wenn sie Läufig sind. Vielleicht klappt das.

Ansonsten muss man damit Leben. Ich hatte auch einen älteren Hund (sie was kastiert) und hat später etwas Urin verloren. Dann hatte sie mal eine kurze Zeit wo nichts mehr war und dann gings wieder los. Etwas besser wurde es, wenn ich sie mehr in den Garten rausgelassen habe.
Meist wurde bei uns nur der Fliesenboden nass, oder ihr Bettchen. Das konnte man in die Waschmaschine werfen.

LG Sonja

(18) 16.03.14 - 13:08

Hallo,
wir hatten auch eine Westie-Hündin, die mit zunehmenden Alter inkontinent wurde. Es wurde uns erklärt, dass der Stumpf der Gebärmutter (sie war kastriert) auf die Blase drückt und halt das Gewebe nicht mehr so stark ist. Sie hat Tropfen (ich glaube Ephedrin war da drin?!) dagegen bekommen, die recht gut geholfen haben, die haben den Schließmuskel wohl gestärkt/verengt?!, genau weiss ich es nicht mehr. Aber ich kann dich gut verstehen, es ist ja doch nicht schön, wenn´s überall feucht ist, gerade wenn man mit dem Hund lebt, sprich, er überall in der Wohnung sein darf.

Katzenklo halte ich auch für nicht hilfreich, da es wahrscheinlich unbewusst "wegläuft", so war´s bei unserer auf jeden Fall.
LG
clapama

  • (19) 17.03.14 - 19:50

    Danke für deine (und alle anderen) Antworten.

    Esra läuft unbewusst in der Nacht aus, bzw wenn sie schläft. Dies ist kein Problem, ich habe ihr einfach eine Inkontinenzunterlage auf ihr Kissen gelegt und eine auf den Nacht-Schlafplatz. Sie wird dann einfach jeden Tag gewechselt.

    Das Problem am Tag ist folgendes: Sie kann den Urin zwar halten aber nur noch ca 2 Std. Dann muss sie dringend und macht eine entsprechende Pfütze in die Wohnung. Einfach alle 2 Std. mit ihr zu gehen wäre nicht möglich, da wir (zwar in der Gegenschicht) Berufstätig sind.

    Sie kommt nun schon 2x mehr als sonst raus, aber das strengt sie auch arg an (2OG, bis zum Feld ist ein Weg von 300 m ca) und reicht noch immer nicht.

    Deswegen habe ich überlegt ich versuche es nun einfach, ob sie auch auf ein Katzenklo geht. So käme sie wie sonst auch raus (aber anstatt wie z.Zt. 7x, eben nur die früher "normalen" 4x, damit sie nicht so fertig ist und kann zwischendrin aufs Klo gehen.

    Es ist für sie ein extremer Druck, wenn sie einhalten muss und ich freue mich über Pfützen auf Laminat auch nicht sonderlich. TA ist alles abgeklärt, sie war als junger Hund leider eine Zuchthündin und hat viele Würfe gehabt. Sie kam in unsere Familie, als sie keine Welpen mit Papieren mehr haben konnte.

    Tabletten wollen wir ihr nicht geben, da Herz und Nieren auch schon alt sind und nicht mehr so gut funktionieren. TA riet da auch von ab deswegen.

    Sie soll einen schönen Lebensabend hier haben.

    Ich merke wie sie sich schämt, dass sie nicht mehr sauber ist und hoffe es geht ihr besser. Wenn es nicht klappt müssen wir halt ne Alternative überlegen. Dann müssen wir wohl Fliesen legen oder sowas #schwitz

    LG

    Vielen Dank für die Antworten

    die#bla

    • (20) 17.03.14 - 19:55

      Vertippt: Sie kam früher 5x tgl raus, z.Zt 7x....

      (21) 18.03.14 - 09:12

      Wenn´s mit dem Katzenklo nicht klappt, versucht es doch mal mit Zeitungen. Unser neuer Hund war es als Welpe wohl gewöhnt, wenn er es nicht geschafft hat, bis zum nächsten Mal rausgehen, dass er auf Zeitungen gemacht hat.

      Wir haben ihn erst mit einem halben Jahr bekommen, da war das nicht mehr nötig, aber der Züchter hat es mir erzählt, dass sie das, weil sie die Junghunde mit in der Küche hatten, so gehandhabt haben und es gut geklappt hätte.
      LG
      clapama

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