Ich glaube meine Katze ist schwanger Seite: 2

                    • (26) 26.03.14 - 20:22

                      Glaub es oder lass es, aber sogar meine Mutter hat irgendwann eingesehen, was da schief gelaufen ist und wir haben unseren Frieden gemacht...

                      Du scheinst dem aber eine ziemllich grosse Bedeutung beizumessen, da du dich sofort darauf berufen hast. Als "Beweis" für eine gute Erziehung taugt es meiner Meinung nach eben überhaupt nicht....wenn du das anders siehst, auch gut.

                      Wie hast du denn nun mit deinen Kindern über das Thema Katzenschwangerschaft gesprochen?

                  (27) 26.03.14 - 20:14

                  Ich stimme Dir in beiden Punkten zu!

                  Weder sind Katzen noch so zuverlässig instiktgesteuert (bzw. sagen die Instinkte eben manchmal auch "lass die Babys krepieren, damit Du selber überlebst" was die Menschen jetzt auch wieder nicht wollen), noch sind Pädagogen automatisch gute Eltern.

                  Eigene Kinder sind keine Versuchskaninchen, und die professionelle Erziehung ist ja vor allem deswegen einfacher, weil man einen professionellen Abstand zu diesen Kindern bewahrt. Ein solcher Abstand zu den eigenen leiblichen Kindern ist aber alles andere als förderlich, innerhalb der Familie sollte eben Liebe und Bindung wichtiger sein als Professionalität.

                  • (28) 29.03.14 - 14:22

                    >>zw. sagen die Instinkte eben manchmal auch "lass die Babys krepieren<<

                    Ist das auch der Grund warum Kaninchen, Meerschweinchen und co ihren Nachwuchs manchmal komplett oder teilweise auffressen?

                    Wollte eigentlich nichts mehr zur Te schreiben aber bin eben auf folgende ältere Diskussion gestossen.

                    http://www.urbia.de/forum/34-mein-tier-und-ich/4296470-katzenproblem

                    Und du willst Kindern WERTE vermitteln?! Das ist für mich mal wieder eine Bestätigung das so ein Diplom nicht mal das Papier wert ist auf dem es geschrieben wurde!!

                    Arme Katze, arme Kätzchen und wahrscheinlich auch armes Kind #contra

                    • (29) 29.03.14 - 14:49

                      Also Meerschweinchen fressen ihren Nachwuchs nicht, weil das Nestflüchter sind. Wenn die auf die Welt kommen sind sie schon so gut wie unabhängig, die brauchen vielleicht noch 10 Tage Muttermilch um ein paar Immunzellen zu übernehmen, können aber ab dem ersten Tag feste Nahrung fressen und hunderte Meter laufen, kein bisschen wackelig, sondern eigentlich schon bei der Geburt so weit entwickelt wie Kaninchenbabys nach 6 Wochen.

                      Die Jungen fressen vor allem Tiere, die sehr hilflose Babys bekommen die blind und unbeweglich sind, wo die Aufzucht das aufwändigste ist. Bei Meerschweinchen ist das Aufwändige die Trächtigkeit, die ist sehr lange und Kräftezehrend. Wäre dumm dann nach der Geburt noch abzubrechen, dafür kommt es durchaus vor, dass Föten noch im Mutterleib resorbiert werden. Nach der Geburt ist die Sterblichkeit mit unter 10% recht gering.

                      Zur TE fällt mir echt nichts mehr ein, mit der Vorgeschichte. Manche Leute sollten einfach ein Haltungsverbot bekommen...

              Soso...Katzen haben grundsätzlich eine gute Bindung zum Nachwuchs, dieser versorgt sich autark und braucht keine menschliche Zuwendung in unserer naturbelassenen Umgebung und gesundheitliche Probleme sind auch nicht zu erwarten?

              Was willst Du dann beim Tierarzt zum Ultraschall???

        (31) 26.03.14 - 19:43

        Ach komm, das zur vorbildlichen Tierhaltung dazu gehört, sich zu informieren wann es Zeit wird eine Katze kastrieren zu lassen um Nachwuchs zu vermeiden, das könntest Du nun wirklich wissen, sogar wenn Du studiert hast.

        Ich nehme mal an, dass Katzen keine Einzelgänger sind und kein Trockenfutter mit hohem Getreideanteil fressen sollten, sondern möglichst nur Nassfutter mit hohem Anteil an Fleisch und Innererein oder gleich Barf ist auch an Dir vorbei gegangen.

        Und wieder mal jemand der meint, die TV-Werbung würde ihn mit allem notwendigen Wissen über eine Tierart ausstatten. Und so jemand kriegt ein Diplom, nur leider wird der gesunde Menschenverstand wird auf der Uni vernachlässigt.

        Ich kenne so manchen einfachen Arbeiter, der doch tatsächlich auf die Idee kommt, sich vor der Anschaffung von Haustieren zu informieren. Sogar wenn die Familie vor 30 Jahren diese Tierart mal hatte schadet es kaum, ein wenig im Internet zu stöbern, kostet ja nicht mal was. Aber die Akademiker neigen ja leider dazu, ihre Nase in höheren Sphären zu tragen und haben das nicht nötig.

          • (32) 26.03.14 - 20:15

            Hallo,

            vielen Dank für die Katzentipps. Eigentlich wollte ich genaus sowas hören. Gute Pflege, der richtige Umgang und alles dies.

            Wieso kommt das bei Dir in einem so übellaunigen Kleid daher?

            Egal, trotzdem Danke #blume

            • (33) 26.03.14 - 20:36

              Weil es einfach wünschenswert wäre, sich solche Basis-Infos RECHTZEITIG und SELBSTÄNDIG zu beschaffen, ideal BEVOR eine Katze einzieht! Nicht hinterher, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist!

              Trotzdem, weil Du so lieb Danke sagst:

              1. Behalte die Telefonnummer vom Tierarzt, auch vom Notdienst am Wochenende, rund um den Geburtstermin bereit, falls Deine Kätzin Schwierigkeiten haben sollte, auch Geld für einen Kaiserschnitt und eine Taxifahrt sind eine gute Sache. Besorg Dir Katzenaufzuchtsmilch und Fläschchen, falls sie es alleine nicht schafft. Wieg die Welpen und vergleiche die Daten mit entsprechenden Tabellen.

              2. Lass die Welpen untersuchen und mache dabei gleich Termine für die erste Impfung aus. Denk dran, die Kleinen eine Woche vorher zu entwurmen, dann wirkt die Impfung besser.

              3. Katzenwelpen sollten mindestens 12, besser 14 Wochen bei Mama und Geschwistern bleiben, auch wenn es so aussieht als ob die Mama sie öfter mal abwatscht - das ist nur Erziehung und das dürfen sie auch ruhig lernen, dass es Ärger gibt wenn man die Erwachsenen nervt.

              4. Nur zu Mehreren oder zu bereits vorhandenen Katzen abgeben, erst nach der zweiten Impfung. Gewöhne sie gleich an hochwertiges Nassfutter ohne pflanzliche Zusätze oder an Barf, und sag den neuen Haltern, dass sie gar nicht erst mit Trockenfutter-Mist anfangen sollen, das schadet nur.

              5. Abgabe nur mit Schutzvertrag und dem ernsten Angebot, die Kleinen zurück zu nehmen, auch bei Verhaltensstörungen wie Rumpinkelei. Es landen wirklich viele Katzen im Tierheim, weil sie Probleme machen. Und weil die Tierheime auch genau wissen dass sie Katzen die in die Wohnung pinkeln nie vermitteln können, werden solche Katzen oft eingeschläfert oder sterben "aus Versehen" bei einer angeblich notwendigen Operation - ebenso wenn schon 8schwarze Katzen im Tierheim sitzen haben schwarze Neuankömmlinge schlechte aussichten die Kastration zu überleben.

              6. Jungkatzen mit 5-6 Monaten spätestens kastrieren lassen, auch wenn sie keinen Freigang haben, beide Geschlechter. Katzen merken immer zuerst, wenn sie rollig werden und sind dann recht kreativ dabei, Lösungen zu finden doch aus dem haus raus zu kommen. Zur Not klettern sie auch aus einem gekippten Fenster im dritten Stock, weil die Hormone es so befehlen. Völlig unnötige Risiken und großer Stress.

              7. sobald sie nicht mehr säugt sollte dann auch die Mutter kastriert werden, ich würde sie übrigens auch vor Abgabe der Jungen auf sexuell übertragbare Krankheiten wie z.B. Katzen-Aids testen lassen. Der Sexualakt bei Katzen erfordert ja einen Biss in den Nacken, der oft bis aufs Blut geht, auch die Scheide blutet normalerweise durch die Wiederhaken am Kater-Penis, daher ist das Risiko einer Ansteckung sehr hoch, noch dazu lassen sich rollige Katzen meistens von wirklich JEDEM Kater im Umkreis von Kilometern besteigen. So verbreiten sich Krankheiten extrem schnell. Ihre Hormone lassen sie wirklich wie ferngesteuert Dinge tun, die eine Katze normalerweise nie machen würde, das ist auch kein schöner Zustand für die Katze.

              • (34) 26.03.14 - 21:25

                Hey, danke Dir für die klasse Antwort.

                Man merkt, dass Du Ahnung hast.

                Ich habe sie mir ausgedruckt und wrde die Tipps beherzigen, auch wenn ich hoffentlich keine Katzenbabys mit der Hand aufziehen muss.

                #katze#flasche

                #torte#paket

        (35) 26.03.14 - 19:54

        Und in Sachen Überbevölkerung: solange die meisten Frauen höchstens 2 Kinder bekommen bleibt die Weltbevölkerung stabil. In Deutschland sind wir da gut auf der sicheren Seite, trotz der Wollnys. Die wenigen Großfamilien sind ja nur eine Randerscheinung.

        Kinderwunschbehandlungen betreffen auch allem voran das erste Kind, in seltenen Fällen versuchen Paare sich damit noch den Wunsch nach einem zweiten Kind zu erfüllen, aber um mit mehr als einem Kind eine Hormonbehandlung durchzustehen muss man eine echt stabile Konstitution haben - und ein prall gefülltes Bankkonto. Das findet in der Praxis so gut wie gar nicht statt. Also hat die Kinderwunschbehandlung sicher nichts mit der Überbevölkerung am Hut, mal davon abgesehen, dass sie sowieso nur in etwa 20% der Versuche zu einem lebenden Baby führt.

        • (36) 27.03.14 - 16:42

          >>sie sowieso nur in etwa 20% der Versuche zu einem lebenden Baby führt<<

          Leider sieht es wie folgt aus:

          2012
          IVF, ICSI, IVF/ICSI und Kryo, errechnet nach Befruchtung der puktierten Eizellen:

          64.160 Transfere
          8865 Geburten

          macht traurige 13,82 %

          • (37) 27.03.14 - 17:31

            Urgs, noch schlimmer. Mir hat mal so eine tolle Kinderwunschpraxis erklärt, sie hätten eine Erfolgsquote von 60% - auf einen positiven Schwangerschafstest bei einem Versuch ICSI. Das ist doch echt Beschiss, da macht man den Menschen Hoffnung, dass sie sich da mit Hormonen zubomben und ihre Psyche unendlich belasten, für so geringe Chancen.

            Ich habe mich dagegen entschieden, ich wollte das nicht, ich kenne zu viele Paare die den ganzen Marathon mit mehreren Versuchen hinter sich gebracht haben ohne Erfolg. Dafür mit Depressiven Episoden und massiven Eheproblemen. Muss ich nicht haben.

            • (38) 28.03.14 - 10:38

              Unsere Kiwu hantiert auch mit 60-80 % Erfolg (das sind kumulierte Werte) - aber der Wert der tatsächlich ausschlaggebend ist (die Baby Take Home Rate) verrät einem aber niemand... die findet man tatsächlich nur in den Jahresberichten des IVF Register und muss sie selbst errechnen, weil auch dort alles schön gerechnet wird...

              Wir haben dennoch mehrere Versuche inkl. Kryos und Aborten hinter uns... es ist nicht einfach gewesen, aber jetzt ist Zeit zum loslassen angebrochen und der Scheidungsanwalt hat uns nicht eingeholt ;-)

              • >>aber der Wert der tatsächlich ausschlaggebend ist (die Baby Take Home Rate) verrät einem aber niemand<<

                weil das ganze ein Geschäft ist, überzogen mit dem Mäntelchen der Hilfe. Ein mieses Geschäft über zogen viel Geld zu verdienen
                http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung-medizin/medizin/kuenstliche-befruchtung-das-milliardengeschaeft-mit-dem-kinderwunsch/v_microsite/3768678.html

                • Ja, da sagst Du was. Aber die Leute könnten auch selber die Augen aufmachen, wenn DAS Kiwuzentrum für Nordbayern Marmor in der Toilette hat und nen Springbrunnen im Wartezimmer, dann weiß ich doch, dass ich den mit bezahle.

                  Und man weiß doch, dass 60% der Schwangerschaften in einer Fehlgeburt enden, meistens in den ersten paar Wochen - wer erst testet wenn er mindestens 2 Wochen überfällig ist dürfte viele Fehlgeburten gar nicht bemerken. Bei einer IVF testet man eben so schnell es geht, und ist dann entsprechend am Boden bei einer Fehlgeburt in der 5. Woche - ich teste grundsätzlich nie wenn die Regelblutung weniger als 10 Tage zu spät kommt, damit weiß ich dann zwar auch nie 100% ob es eine Fehlgeburt war, sondern kann nur raten - aber erspare meinem Seelenfrieden viel Leid.

              (41) 28.03.14 - 17:02

              Ja, die haben mir auch die Werte gesagt und ich habe einfach gefragt, da kam nur herumgedruckse. Ich hab dem Arzt dann direkt gesagt, dass ja wohl etwa 60% der Schwangerschaften in Fehlgeburten enden, bei meiner Vorgeschichte eher noch mehr, und wo ich dann den Wert bei mir ansetzen müsste, aber nicht mal da wollte der was sagen.

              Mein Eindruck war einfach, dass ich die Praxis mit kleinem Springbrunnen im Wartezimmer und Marmor auf der Toilette mit bezahlen sollte, das hat mich so schon abgeschreckt, plus die geringen Chancen plus pflegebedürftiger Vater. Mir haben aber auch viele Leute gesagt ich wäre verrückt, nicht alles zu versuchen.

              Ich denke mir, vielleicht klappt es irgendwann auch mal so, ich weiß es nicht genau, aber ich glaube, ein oder zwei frühe Fehlgeburten hatte ich auch im Laufe der Jahre (wenn man nicht frühzeitig testet weiß man eben nie so genau, ob es eine Fehlgeburt war oder nur eine verspätete und außergewöhnlich heftige Regelblutung), und wenn es der Herrgott so will, dann klappt es vielleicht ja doch. Wenn nicht - dann kann ich auch ohne Kinder leben, und das auch glücklich.

              • >> Mir haben aber auch viele Leute gesagt ich wäre verrückt, nicht alles zu versuchen.<<
                finde ich schrecklich. In den Köpfen hat sich eingenistet, dass vieles möglich ist und wer es nicht durch zieht, muss verrückt sein. Gut, dass du dich nicht beeinflussen lässt!

    (43) 27.03.14 - 08:07

    Schade, dass eine Frau mit Diplom ihre Katze mit 8 Monaten noch nicht hat kastrieren lassen!
    Wie ist das mit deinen anderen Katzen?

Ich denke, Du fängst an Birnen mit Äpfeln zu vergleichen und legst menschliche Emotionen und Moralvorstellungen in die Waage. Das ist nicht böse gemeint, sondern nachvollziehbar. Dennoch ist es Blödsinn.

Ich kann Dir sagen, dass ich damals von Mitarbeitern aus dem Tierschutz ebenso angerempelt wurde und man mir nahelegte, die Jungen abtreiben zu lassen (mit gleichzeitiger Kastration der Kätzin). Ich war - genau wie Du - entsetzt und habe mich über diese Menschen bei der Tierschutzorganisation beschwert.

Für mich war es damals undenkbar, die Welpen im Mutterleib abzutöten und ich war stinksauer über diesen Vorschlag. Fazit: meine Katze durfte ihre Jungen bekommen, ich habe sie 9 Wochen bei mir zuhause aufgezogen (und sie haben eine Menge kaputt gemacht) und dann per Zeitungsanzeige an vernünftige Menschen abgegeben. Die Kitten wurden entwurmt und geimpft und dann gegen eine Schutzgebühr mit Vertrag abgegeben.

Aber heutzutage sehe ich es anders und würde auch anders handeln. Ich bin ehrenamtlich im Tierschutz tätig, fahre oft nach Italien wo eine Tierschutzorganisation Straßenhunde und Katzen Aufklärungsarbeit leistet und Massenkastrationen durchführt. Und wenn Du Dich einmal in ein deutsches Tierheim begibst und ein wenig hinter die Fassade schaust, wirst Du schnell merken, dass jeder private "Ups-Wurf" eine weitere Katastrophe für die Katzenschwemme bedeutet.

Moralvorstellungen - so wie wir Menschen sie haben - darfst Du nicht haben. Unerfüllter Kinderwunsch hat rein gar nichts mit der Fortpflanzung unserer Tiere zu tun. Wie kommst Du darauf?

Ein trächtiges Tier, welches kastriert wird empfindet keinen Trennungsschmerz zu seinen ungeborenen Jungen. Eine Bindung - so wie wir Menschen sie emphatisch empfinden - gibt es nicht. Die entsteht erst im Augenblick der Geburt - und dabei speilt es auch keine Rolle, ob das Tier eine Frühgeburt oder eine volle Austragung ist. Erst dann trauert ein Muttertier über den evtl. Verlust.

Beleidigt um sich zu schnappen ist zwar menschlich, dennoch aber blöd. Und was die Hundekacke nun mit trächtigen Katzen zu tun hat, erschliesst sich mir auch nicht ganz.

LG

  • Hallo,

    vielen Dank für Deinen Beitrag.

    Wieso eigentlich fahren Leute aus Deutschland nach Italien um dort die Katzenprobleme zu lösen? Können die das dort nicht selber? Oder haben die einfach nicht diese Aufräummentalität und es stört sie nicht, was bei uns freiwillige Helfer auf den Plan ruft?

    Na wie auch immer, ich werde verantwortungsbewusst mit unserem Nachwuchs umgehen und anschließend weiteren verhindern.

    Di Hundehaufen kamen mir spontan in den Sinn, weil bei mir der Eindruck entstanden ist, dass Katzennachwuchs als Umweltverpestung angesehen wird und da finde ich dass die ersteren bei Kontakt viel unangenehmer sind.

    • Du fragst mich allen Ernstes, warum ich in ein südeuropäisches Land fahre, um dort Tierschutz zu betreiben?

      Nun, Deutschland hat eine hervorragende Tierschutzlobby. Es laufen zwar immer noch stumpfe Idioten rum, aber der eigentliche Prozentsatz gemessen an der Gesamtmenge ist doch recht gering.

      In Süd/Osteuropa sieht das nun mal anders aus. Da musst Du noch Missionsarbeit in der Kindergärten leisten und den Kindern mühsam beibringen, dass Hunde nicht an die Kette in sengender Sonne gehören, ohne Schatten, Wasser oder Futter. Mit tiefen Verletzungen von gewaltsamer Misshandlung, ohne Zuneigung oder gar Interesse. Die Menschen dort haben einfach kein- bis sehr unwissendes Verhältnis zu Tieren. Das Tiere Schmerzen empfinden und Gefühle haben ist denen einfach unbekannt und interessiert auch nicht großartig.

      Aufklärung ist dabei da A und O. Kastrationen werden nur nebenbei gemacht, wenn man denn schon mal da ist.

      Und, nein... es macht bei Weitem nicht "Jedermann", so wie Du es beschreibst. Denn es ist mit Mühe und Kosten verbunden, die nun mal nicht "Jedermann" leisten kann oder will. Aber mir ist es wichtig.

      (47) 26.03.14 - 22:36

      In vielen Ländern hat man ein ganz anderes Verhältnis zu Tieren. Sie haben dann nur einen gewissen Wert als Nutztier, mehr aber auch nicht. Den Indern sind ihre Kühe zwar heilig, aber das heißt nicht, dass man sie mit Nahrung versorgen oder tierärztlich betreuen würde, die sind klapperdürr und haben kein schönes Leben.

      Das ist übrigens auch eine nützliche Info, wenn Du Deinen Katzennachwuchs abgeben willst: nur an Menschen mit einer sehr Deutschen Einstellung zu Tieren. Es gibt Migranten, die diese Einstellung besitzen, aber bei weitem nicht alle.

      In Deutschland sind wir mittlerweile Gott sei Dank weitgehend durch: die meisten Katzen sind kastriert, auch in ländlichen Regionen laufen erfolgreich Kastrations-Aktionen bei denen Katzen auf Bauernhöfen eingesammelt, kostenlos geimpft und kastriert und danach zurück gegeben werden. Auch in den "neuen" Bundesländern wird das Straßenkatzenproblem besser, in den ersten Jahren nach der Wende sind sehr viele Familien in den Westen gezogen und haben ihre Haustiere zurück gelassen, und da waren auch zu viele unkastrierte dabei, was in den Folgejahren zu einem massiven Problem mit Straßenkatzen geführt hat. So ganz allmählich bekommt man aber auch dort die Katastrophe in den Griff, durch Kastrationen und Impfungen.

      Es gibt aber leider immer noch Länder, in denen man seelenruhig zuschaut wie ein Großteil der Katzenwelpen, die durch die fehlenden Kastrationen entstehen, an Katzenseuche und Katzenschnupfen krepieren, sozusagen als postnatale Reduktion. Das ist denen einfach nicht bewusst, dass man überhaupt impfen und kastrieren könnte, vielleicht fehlt es auch am Geld oder der Möglichkeit selbiges auszugeben.

      Auch deutsche Landwirte haben oft kein rechtes Bewusstsein dafür gehabt, dass sie für die Kastrationen der 8 Katzen die auf ihrem Hof leben an die 500 Euro ausgeben sollten, daher übernehmen das oft Tierschutzvereine.

      Und nachdem es in Deutschland echt gute Fortschritte gegeben hat, bei weitem nicht mehr so viel zu tun ist wie vor wenigen Jahren, bestehen jetzt eben auch Möglichkeiten das auch im Ausland zu machen.

      Es läuft übrigens nach einiger Zeit von alleine: wenn die Bauern mal gesehen haben, dass man die Katzen alle mal kastriert und impft, und sich damit selber auch undankbare Dinge wie Kätzchen ersäufen oder an Katzenseuche verendete Kätzchen zu entsorgen ersparen kann, das macht ja nun keiner gerne, dann kastrieren sie eine neue Katze gleich freiwillig. Ist dann halt auch nur EINE Katze auf einen Schlag. Die Höfe sind auch nicht mehr so übervölkert, sondern da leben nur 2 Katzen auf einen ganzen Bauernhof, für die die Beutetiere dann auch besser reichen um satt zu werden.

      Es wird einfach echt besser in Deutschland, warum sollte man sich dann nicht dem Rest Europas zuwenden?

      "Aufräummentalität?"

      Schau Dir mal das Elend dieser unabhängigen Wesen an in südlichen Ländern, bevor Du so einen Unsinn schreibst.
      Würde Dir der gleiche Umgang mit uns Mängelwesen gefallen, sollten wir uns vom Sozialstaat und Solidarprinzip verabschieden und wieder mehr auf natürliche Auslese - zur Abschreckung in aller Öffentlichkeit am Straßenrand - setzen?

(49) 26.03.14 - 23:29

falls dich der TA nicht darauf hingewiesen hat: bei einem welpen treten die häufigsten geburtskomplikationen auf. wenn ihr euch für den nachwuchs entschieden habt, dann ist es empfehlenswert zu wissen wie viele wepen wirklich da sind. das ist ab dem 42. tag röntgenologisch möglich. beim ultraschall werden häufig tiere übersehen oder doppelt gezählt. falls es sich bestätigt, dass nur ein welpe da ist, wäre es ratsam mit dem TA vorher abzuklären ob er im fall der fälle erreichbar ist oder wo ihr sonst hinfahren solltet. einzelne babys werden oft zu groß was zu komplikationen führt. zusätzlich setzt die geburt bei einzelnen welpen oft nicht korrekt ein.
"Und meine Kinder heulen dann Rotz und Wasser, weil ich die Babys, getötet hab." kinder als begründung vorzuschieben ist nicht in ordnung.
"zumal die Menschen sich ihren Kinderwunsch mit Unterstützung versuchen zu erfüllen" da gehöre ich auch dazu. realitätsfremder vergleich und für mich auch geschmacklos, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. du weißt wohl nicht wie es vielen katzen in deutschland ergeht.
"noch besser die Zuhausekackpflicht für Hunde durchgesetzt werden" komischerweise kommt sowas immer von katzenbesitzern die einen freigänger haben... ich habe noch NIE einen katzenbesitzer den katzenkot aufsammeln sehen... hunde besitzer überdurchschnittlich bei uns schon.

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