Wie schütze ich Hund vor Baby?

    • (1) 26.04.14 - 12:23

      Hallo,

      ich bräuchte ein wenig Erfahrungen von Hundehaltern die ein Krabbelkind haben / hatten.

      Unsere zwei kleinen Hunde sind total lieb zu unserer Tochter (9 Monate) und verhalten sich bisher vorbildlich. Trotz alledem lasse ich sie nie unbeaufsichtigt alleine, das versteht sich von selbst.

      Folgende Situation ist aber vorhin passiert: ich sitze hier am PC, die eine Hündin hat sich unter meinen Stuhl gesetzt. Unsere Tochter ist mit im Zimmer, krabbelt herum (das Zimmer ist babysicher). Sie krabbelt in meine Richtung und will mit der Hündin spielen. Diese wollte das wohl nicht, fühlte sich in die Enge getrieben und hat sie kurz angeknurrt. Irgendwie aus Hundesicht verständlich. Da ich ja dabei war ist nichts weiter passiert, ich habe die Hündin kurz aus dem Zimmer verbannt. Jetzt im Nachhinein denke ich dass es vielleicht nicht so gut war, eigentlich hätte ich unsere Tochter wegnehmen müssen... :-( Sie versteht es halt logischerweise noch kein "Nein". Werde also in Zukunft noch besser aufpassen müssen, oder?

      Dann überlege ich wie ich das mit den Schlafplätzen unserer Hunde machen soll. Bisher haben sie in jedem Zimmer ihre Decken auf dem Boden liegen. Unsere Tochter krabbelt natürlich auch dort hin, bevorzugt wenn die Hunde dort sind. Ich möchte das auf keinen Fall, ich denke es wäre wichtig dass die Hunde ihren Rückzugsort weiterhin haben. Nur: wie "erkläre" ich das einem 9-Monate-altem Baby? Geht ja (noch) nicht. So schnell wie sie dort hinkrabbelt kann ich gar nicht immer reagieren :-( Also wäre die Überlegung einen babysicheren Rückzugsort für die Hunde zu gestalten, nur wie sieht sowas aus? Oder sehe ich das komplett falsch?

      Würde mich sehr über ein paar ernst gemeinte Ratschläge freuen.

      LG

      • (2) 26.04.14 - 17:08

        Hallo!

        Die Situation war da zwar echt blöd (Hund in der Enge), aber trotzdem darf der Hund nicht so reagieren (knurren). Den Hund hätte ich auf jeden Fall auch zurecht gewiesen und das Kind woanders hin verfrachtet, damit der Hund aus der Situation raus kommt. Allerdings hätte ich den Hund nicht aus dem Zimmer verbannt. Das wäre jetzt so meine Reaktion darauf gewesen.

        Du kannst dein Kind nur immer wieder da weg nehmen und immer wieder Nein sagen, bis sie es versteht. Irgendwann geht sie dann da auch nicht mehr hin.
        Als meine Tochter noch so klein war, hatte ich so gut wie immer ein Auge darauf und von Klein auf hob ich sie hoch und trug sie weg, wenn sie etwas machte was sie nicht sollte (Ohren vom Hund ziehen usw) und sagte Nein. Klar, am Anfang zeigte das noch wenig bis gar keine Wirkung, aber mit der Zeit lernen sie es auch. :-) Immer dranbleiben heisst es dann und immer wieder Nein sagen. Später kann man dann auch erklären warum man Nein sagt (Hund macht heiha, das tut dem Hund weh usw.). Du kannst ja jetzt schon versuchen es ihr zu Erklären, vielleicht versteht sie es ja doch schon. ;-)

        In jedem Zimmer eine Decke finde ich persönlich übertrieben. Unser Hund hat nur ein Bettchen und das steht im Wohnzimmer. Da darf meine Tochter dann auch nicht hin. Heute noch nicht und sie ist jetzt 10 Jahre. ;-) Ich würde das also schon reduzieren. Vielleicht noch welche im Schlafzimmer bei euch und im Wohnzimmer, wenn ihr euch da oft aufhaltet. Das sollte meiner Meinung nach reichen. Dann gibts da auch keine Probleme mit der Kleinen wegen den Decken.
        Babysicher war das Hundebett bei uns nie. Als sie Krabbeln konnte, krabbelte sie vielleicht 2-3 mal in ihrem Leben zum Hundebett. Meistens waren andere Dinge viel Interessanter.

        Andere Möglichkeit ist einfach mal die Türen schließen (Kind und Hunde trennen), oder Kind in Laufstall setzen. Da sind die Hunde vor dem Kind auch erstmal sicher. ;-)
        Ich kann dir nur sagen das es mit der Zeit besser wird. Die Kleine wird noch lernen die Hunde einfach in Ruhe zu lassen.

        LG Sonja

        • (3) 26.04.14 - 19:51

          Hallo Sonja,

          vielen lieben Dank für Deine Antwort.

          Ja ich habe ja die Hündin auch zuerst zurechtgewiesen, das war so aus dem Affekt. Generell wird bei uns niemand angeknurrt, trotz alledem hatte die Hündin ja doch irgendwie "Recht".

          Ich werde es eben jetzt versuchen noch besser zu beobachten und dann dementsprechend reagieren.

          LG

          • (4) 27.04.14 - 04:07

            Recht? Der Hund ist ein Rudeltier. Eure Familie ist das Rudel. Das Baby hat ranghöher zu stehen als der Hund, und das muss der Hund auch wissen - und wenn Geknurre oder Angriffe geduldet werden - anstatt dass der Hund sich angewöhnt, abzuhauen, zu winseln oder schlichtweg zu ertragen und sich nicht zu trauen, irgendetwas anderes zu machen, wird er das Kind eines Tages - wenn die Erwachsenen nicht schauen und es vor ihm hinfällt, möglicherweise angreifen. Das würde ich niemals riskieren. Der Hund darf niemals auch nur auf den Gedanken kommen, seinen Rang dem Kind gegenüber zu verbessern.

            • (5) 27.04.14 - 12:51

              Also ich denke da sind wir an einem Punkt wo es unterschiedliche Ansichten gibt: kann ein erwachsener Hund wirklich ein Baby als ranghöher ansehen? So ein Hund sieht doch auch dass das Baby noch total hilflos ist, deshalb bin ich davon ausgegangen dass ein erwachsener Hund das Baby eher wie einen Welpen sieht. Ich weiß es wirklich nicht so ganz...

              Würde jetzt die eine Hündin knurren weil das Baby nach ihr greift oder grob ist etc dann wird das natürlich nicht von uns geduldet (war zum Glück noch nie so). In dem Fall war es aber echt blöd weil die Hündin eben wirklich nicht abhauen konnte. Sie hat ganz bestimmt vorher Beschwichtigungssignale gegeben (habe das aber nicht gesehen) und hat dann dem "Welpen" eben klar gemacht dass sie das nicht möchte.

              Wie gesagt, ich habe auch zuerst mit ihr geschimpft und habe sie aus dem Zimmer verbannt, bin mir aber im Nachhinein echt nicht sicher was richtig und was falsch ist #gruebel

              • (6) 27.04.14 - 13:51

                Gut erkannt, dass Baby/Kind ist hilflos und in der Tierwelt ist Hilflosigkeit eine Schwäche. Aber um das Verhalten von Hunden verstehen zu können, muss man sich mit ihrer Körpersprache beschäftigen.

                Hunde sind Rudeltiere und ihr seid Ihr Rudel und du solltest der Rudelführer sein. Übernimmst du keine bestimmte und konsequente Führung, wird das dein Hund tun. Lässt du weiter zu, dass es das Kind anknurrt, wird es weiter machen.
                Das mit dem Freifahrtschein war so schön formuliert und passt daher ganz gut.

          (7) 27.04.14 - 06:14

          Hallo!

          Also das Problem bei Hunden ist, das sie immer mal versuchen einen Rang höher zu steigen. Manche weniger, andere mehr. Das Baby ist so gesehen neu im Rudel und es wird natürlich versucht sich über das Baby zu stellen. Daher hätte ich den Hund getadelt solange das Kind das noch nicht kann. Fehlverhalten sollte man immer tadeln, Zeitnah. Genauso sollte auch positives Verhalten gelobt werden.
          Dem Hund muss klar sein das du das Baby IMMER im Auge hast und es beschützt. Das Knurren ist eine Warngebärde und zeigt an das er sich von dem Baby nichts gefallen lassen will und auch zeigt das er anders kann. Lässt man sowas durchgehen, dann besteht die Gefahr das die Hunde noch weiter gehen als nur noch Knurren wenn ihnen was nicht passt (dem Kind gegenüber).

          Natürlich muss das Kind das auch noch alles lernen wie es sich richtig gegenüber eines Hundes verhält, aber noch ist es dazu nicht in der Lage. Daher ist es ja deine Aufgabe das zu übernehmen.
          Die Lage war blöd und so etwas muss man auch verhindern, das ist klar. Ein Hund darf niemals in die Enge getrieben werden, aber trotzdem darf ein Hund - zumindest bei der eigenen Familie - keine Drohgebärden zeigen. Das muss man IMMER unterbinden. 'Rechte' darf man dem Hund nicht geben. Ein Hund ist ein reiner Egoist. Er tut alles um sein Leben so angenehm wie möglich zu gestalten, werde unangenehm wenn er negativ auf das Baby reagiert. ;-)
          Zeig beiden Hunden wo ihr Platz ist, nämlich ganz unten in der Rangordnung.

          LG Sonja

          • (8) 27.04.14 - 12:58

            Hallo,

            mit dem Thema Rangordnung bin ich mir beim Baby eben nicht so sicher. Da gibts auch Meinungen dass ein Baby vom Hund wie ein Welpe angesehen wird. So ein Baby ist halt noch nicht fähig über dem Hund zu stehen, das sieht ein Hund doch. Dabei geht es ja bei den Rangordnungen nicht um den stärkeren sondern um den, der sich besser durchsetzen kann bzw der am ehesten das Rudel leiten kann. Und das kann eben kein Baby, deshalb habe ich im Moment noch meine Zweifel daran.

            Sagen wir es mal so: woher soll ein Hund wissen dass ein Baby das Knurren nicht versteht? Ein Welpe würde das sofort verstehen, beim Baby muss dann eben ich eingreifen. Würde die Hündin jetzt knurren weil unsere Tochter sie zu sehr an den Ohren zieht etc dann würde ich auch eingreifen. Aber in die Enge treiben ist halt doch was anderes, oder?

            Lasse mich aber gerne eines besseren belehren, das mit der Rangordnung leuchtet mir eben nicht so recht ein.

            LG

            • (9) 27.04.14 - 15:21

              Hallo!

              Also was das Baby angeht sieht der Hund es eher als krabbelndes Ding. Sicher nicht als Welpe. Der Hund weiss das es kein Welpe ist. So klug sind Hunde schon das sie ihre Art erkennen. ;-)
              Ich gehe sogar davon aus das er es als DEINE Beute sieht, das er nicht anzurühren hat.
              Zumindest im Moment. Da das Baby ja noch klein ist, komisch riecht, rumbrabbelt usw. bin ich mir noch nicht mal sicher ob er es überhaupt als Mensch erkennt.
              Daher ist es wichtig das du sagst/zeigst was Sache ist.
              Später geht das dann schon um den Rang im Rudel. Momentan bist du der lange Arm deiner Tochter und zeigst dem Hund wie er sich ihr gegenüber zu verhalten hat.

              Es ist im Rudel egal ob ein Hund in der Enge ist oder nicht, er hat das zu akzeptieren, sich unterzuordnen und nicht zu knurren. Denn mit Knurren ordnet er sich ja nicht unter, sondern gibt Kontra, was in einem Rudel nicht zu akzeptieren ist. Da gibts dann auch Ärger. Theoretisch hätte er auch bellen, winseln, sich auf den Rücken legen können (Unterwürfigkeit).......er hat aber gekurrt. Das hat er gemacht weil er das Baby in dem Moment als Gefahr gesehen hat. Das soll er aber nicht, da das Baby eben KEINE Gefahr ist. Wenn du ihn tadelst zeigst du ja auch, das du dieses Verhalten nicht akzeptierst und das er keine Angst vor dem Baby haben muss, weil du alles im Griff hast. Es liegt also schon sehr viel an dem was du tust und wie du reagierst, danach richtet sich der Hund. Das nächste Mal könnte er da also schon viel entspannter sein.

              Einfacher ist es, solche Situationen gar nicht zu haben, gar keine Frage. Ich denke auch das du darauf achten wirst. Ebenso das der Hund immer ausweichen kann.
              Das Ziel sollte sein das der Hund sich bei Streß zurückzieht und nicht nach vorne geht.
              Wenn meine Tochter damals übertrieben hat, ist der Hund einfach gegangen, auch an dem Kind vorbei. Sie kam damals da nicht so schnell hinterher. ;-)

              Es gibt sicherlich mehrere Sichtweisen und das hier ist eben Meine.
              Bisher bin ich auch gut damit gefahren.

              LG Sonja

              • (10) 28.04.14 - 14:02

                Hallo,

                vielen Dank, das hilft mir jetzt schonmal ein bisschen weiter.

                Ich habe jetzt einen Termin mit unserer Hunde-Trainerin ausgemacht weil das Problem mit dem Knurren jetzt wieder war. Ich möchte einfach nichts falsch machen, das soll sich lieber jemand anschauen der die beiden Hunde kennt.

                Nächste Woche kommt sie vorbei, bis dahin werde ich so verfahren wie Du geschrieben hast.

                LG

    (11) 26.04.14 - 20:26

    Moin,

    ich glaube ich gehöre zu den wenigen, die den Hund GELOBT hätten fürs knurren... Er hat gewarnt, der Erwachsene konnte die Situation entschärfen, alles super!!

    Wenn er ärger fürs Knurren kriegt, geht er nächstes mal evtl. direkt nach vorne...

    Sollte man auch mal drüber nachdenken...

    Bye,

    WIbbi

    • (12) 26.04.14 - 20:30

      Hallo,

      wie gesagt, im ersten Moment habe ich geschimpft. Im Nachhinein ist mir dann bewusst geworden dass die Hündin ja absolut Recht hatte.

      Deshalb werde ich ja auch in Zukunft mehr aufpassen müssen.

      LG

      (13) 27.04.14 - 09:33

      Jemand der Ahnung hat, was?

      Ja genau, man sollte mal wirklich darüber nachdenken und zwar über den Schwachsinn, den du hier von dir gibst!

      Wie schon erwähnt, sind Hunde Rudeltiere und das Kinder bzw Kinder sind im Rang immer höher als der Hund.

      Knurren, Zähne blecken und weitere Negative Verhaltensweise gehören sofort unterbunden.

      Und auch beim nächsten Punkt liegst du falsch. Lässt man dem Hund Knurren etc durchgehen, wird er es immer wieder machen und das Kind irgendwann beißen.

      • (14) 27.04.14 - 12:42

        Genau das was du schreibst sollte man nicht tun!
        Rangordnung gibt es unter Hunden und nicht unter Mensch/Hund!

        Als Mensch muss man dafür sorgen, dass Hunde nie in die Lage kommen, ein Kind anknurren zu müssen!

        (15) 27.04.14 - 17:08

        >>Lässt man dem Hund Knurren etc durchgehen, wird er es immer wieder machen und das Kind irgendwann beißen.<<

        Also braucht man einem Hund nur das Knurren etc. nicht mehr durchgehen zu lassen und schon beißt er nicht?

        • (16) 27.04.14 - 20:01

          Es geht nicht nur allein um das Knurren 'abgewöhnen', sondern vielmehr um das daraus resultierende Fehlverhalten, welches es zu unterbinden gilt.

          Kennt ein Hund seine Grenzen nicht oder hat ws nie gelernt, ist es ein aus Hundesicht logisches Verhalten, dass er die Führung übernimmt.

          Ich merke ich schweife vom Thema ab

      (17) 27.04.14 - 18:38

      Wenn man einem Hund das Knurren - die letzte Warnung vor einem Zuschnappen oder sogar Beißen - verbietet, ändert man überhaupt gar nichts an seiner Reizschwelle. Dann überspringt er das Knurren halt (weil er das ja nicht darf) und beißt beim nächsten Mal ohne Vorwarnung.

      • (18) 27.04.14 - 19:49

        Danke ihr drei, das ist genau das, was ich meine.

        Klar sollte keine Situation aufkommen, wo der Hund überhaupt in die Bedrängnis kommt, knurren zu müssen, aber wenn es dann doch passiert, sollte man das beste draus machen... Situation entschärfen, Kind wegnehmen, Hund kurz loben und dann auch aus der Situation nehmen...

        (19) 27.04.14 - 19:55

        Es geht nicht nur um das Knurren alleine, sondern um das damit verbundene negative verhalten.

        Es geht auch nicht darum, dass der Hund das Kind nicht 'einfach' nur anknurrt. Hunde senden Signale aus, die wir Menschen oft genug fehlinterpretieren oder gar ignorieren und was das schlimmste ist, es gar verharmlosen.

        Deswegen schrieb ich:

        Um das Verhalten von Hunden verstehen zu können, muss man sich damit beschäftigen!

        Weil man Gefahr läuft das Verhalten fehl zu interpretieren.

        Und was du behauptest, ist kompletter Schwachsinn!

        Wenn ein Tier seine Grenzen nicht kennt und es nicht gelernt hat, DANN ist es nicht wirklich verwunderlich, wenn er so reagiert.

        Wenn man aber in genau so einem Moment richtig reagiert und das Fehlverhalten sofort unterbindet, entschärft man die Situation.

        Und es ist kompletter Unsinn zu behaupten, das Tier würde beim nächsten mal direkt zubeißen, sobald man es maßregelt.

        • (20) 28.04.14 - 23:28

          Wo ich Dir absolut Recht gebe ist der Punkt, dass ein Hund schon weit vor dem Knurren kommuniziert, aber die wenigsten Halter in der Lage sind, das richtig zu erkennen bzw. überhaupt zu sehen. Ein Kind kann das i.d.R. erst recht nicht.

          Danach gehen unsere Meinung allerdings komplett auseinander.

          Da ich aber die Erfahrung gemacht habe, dass Diskussionen an diesem Punkt seltenst etwas bringen, mache ich mir jetzt gar nicht erst die Mühe, alles zu tippen, was ich zu diesem Thema zu sagen hätte...;-)

          • (21) 29.04.14 - 18:15

            Dazu kann ich nur folgendes immer wieder sagen, um das Verhalten von Hunden zu verstehen muss man sich damit beschäftigen.

            Ich erlebe öfters das ein Hund das Kind anknurrt und die Leute nichts machen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es der eigene oder ein fremder Hund ist.

            Ich stimme dir diesbezüglich zu.

            Also wünsche ich dir einen angenehmen Abend :-)

(22) 27.04.14 - 11:23

Hallo!

Das sehe ich total anders. Ein Hund ist ein Hund und sieht manche Sachen nicht so wie wir Menschen. Der sieht nur Schwarz und Weiss. Hunde haben keine Rechte und das muss man einem Hund auch immer wieder vermitteln wenn er versucht sich zu behaupten.

Lobst du den Hund wenn er Knurrt, sieht er das generell als Freifahrtschein für den weiteren Schritt. Frauchen gefällt das ja und er fühlt sich überlegen dem Kind gegenüber. Tadelst du den Hund, wird er sich das 2 mal überlegen ob er nochmal knurrt oder lieber der Situation aus dem Weg gehen/oder sich dem fügen was kommt. Denn er weiss: Rudelführer tadelt mich dann wieder und das ist unangenehm.
Verhalten das man nicht haben will, muss man IMMER unterbinden, egal ob der Hund im 'Recht' ist oder nicht.

Also von daher sollte man es unterlassen einen Hund für sein Knurren zu loben. Das kann einfach nur nach hinten losgehen.

LG Sonja

  • (23) 27.04.14 - 19:47

    Moin,

    dein Beitrag liest sich wie: Ich bin das Alpha-Tier, ich habe das Sagen... Wenn etwas nicht nach meiner Pfeife tanzt, gibt's haue...

    Gut, bleib du bei deiner Einstellung, ich bleibe bei meiner!

    • (24) 27.04.14 - 20:02

      So ist das nicht gemeint.
      Es geht einfach darum das der Hund weiss wo sein Platz ist. Für einen Hund ist das durchaus wichtig.
      Meine Hunde waren/sind immer gut erzogen und ich kann auch behaupten das sie ein glückliches Hundeleben haben/hatten.
      Und klar bin ich für den Hund das 'Alphatier'. Ich bin am Meisten mit dem Hund zusammen und erziehe ihn auch Hauptsächlich.
      Auch gehe ich zur Hundeschule und bin sonst auch viel in dieser Richtung aktiv.

(25) 27.04.14 - 09:58

Guten Morgen,

Du hast ein schlechtes Gewissen dem Hund gegenüber? ! Warum?

Also mich würde es eher stören, wenn hier überall Hundedecken liegen würden, damit wauzi auch ja genügend Rückzugsmöglichkeiten hat.
Ich hab lediglich eine Decke im Schlafzimmer liegen, die aber selten benutzt wird, da ist der kleine Läufer vorm Bett viel bequemer ;-D

Oder eben der Hund liegt iwo in der Ecke und schläft. Entweder, wie erwähnt in irgendeiner Ecke oder auf der Couch bzw Hocker.

Aber kommen wir zur eigentlichen Frage.

Das Thema Kind und Hund ist bei manchen sehr heikel.

Ich dagegen finde, dass da eh viel zu viel Wirbel drum gemacht wird.

Mein Sohn ist jetzt zwei Jahre alt und unser Hund wird demnächst zwei. Exakt liegen vier Monate zwischen den beiden. Unser Hund kam damals zu uns, als er gerade 5 1/2 Monate alt war. Wer neugierig ist, kann gerne in meiner VK schauen.

Beide waren jung und wie das eben bei Krabbelkindern ist, sind sie unbekümmert und 'belagern' das Tier auch mal. Finde ich jetzt so nicht dramatisch. Ich hab halt immer ein Auge auf beide gehabt.
Beide lagen nebeneinander am Boden und haben quasi 'gekuschelt'

Jetzt wo Sohnemann älter ist, hat er auch mehr Flausen im Kopf. Da wird sich mal auf den Hund drauf gesetzt, gestreichelt und mal küsschen gegeben.

Aber wenn mein Sohn doch mal zu weit ging und Hund geknurrt hat, hab ichs sofort unterbunden. Hund wird angemessen gemaßregelt und meinem Kind sag ich NEIN.

Punkt ist, egal wie freundlich und lieb der Hund ist, er hat das kind nicht anzuknurren.

Und hingegen aller Erwartungen wird ein Hund der zurechtgewiesen worden ist das Kind nicht angreifen.

Es seih den du bestärkst das Negative verhalten und lobst deine Hündin dafür, dass sie dein Kind angeknurrt hat.

Und hab kein schlechtes Gewissen deinem Hund gegenüber. Sie wird es dir nicht nachtragen.

Hunde leben im Moment und sie wird gar nicht mehr daran denken, was gestern war.

Lg

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