Hunde und Vermieter

    • (1) 30.04.14 - 15:17

      Hallo,

      wir wollen gerne eine Hund holen aus einer Tiervermittlung für Hunde aus Griechenland.

      Aber, wir wohnen zur Miete und sollen daher eine schriftliche Bestätigung vom Vermieter einholen.

      Ich warte auf die Antwort, aber frage mich, welchen Grund er haben sollte, es nicht zu erlauben.

      Es gab hier schon mal Mieter mit Hunden im Haus. Laut dem Mietvertrag sind Hunde nicht erlaubt, aber unser Vertrag ist ja schon älter und es gibt ja inzwischen dieses Urteil. Die Hunde hier im Haus waren zum Teil schon hier drin, als wir einzogen, ein anderer kam später von den Nachbarn dazu.

      Danke

      • Aber ob der Vermieter Hunde erlaubt ist halt immer noch seine Sache... einfach abwarten, ggf mal nachfragen... erlauben muss er es wenn nicht kann er dir die wohnung kündigen.

        Meinst du das Urteil:

        "Vermieter dürfen nicht über Hundegrösse bestimmen."?

        Es ist nie verkehrt sich eine schriftliche Genehmigung einzuholen.

        Grundsätzlich muss der Vermieter einen plausiblen Grund nennen, warum keine Hunde erlaubt sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob er sie nicht mag weil sie dreck machen. Denn das ist keine Begründung.

        Ich kann dir nur von mir berichten, wie es bei uns war. Ich hab es versäumt es veim Vermieter zu melden.

        Ich hab die Genehmigung nachträglich bekommen. Das lag auch daran, dass ich alle benötigten Unterlagen eingereicht hab. Also Versicherungspolice, Hundesteuer Bescheid, Chipnummer und Bild. Da es auch sonst keine Beschwerden seitens der anderen Mieter gab, war es auch kein Problem.

        Aber wenn du nicht vor hast dir einen grösseren Hund anzuschaffen, sondern was kleines wie einen Chihuahua, der zählt nämlich als Kleintier, hat der vermieter das nachsehen.

        Das gibt es natürlich auch zum nachlesen :-)

        Drücke dir die Daumen

        • (4) 02.05.14 - 14:09

          Hallo,

          Seit wann muss sich das denn als Vermieter begründen, noch dazu plausibel? Gibt es dazu einen Paragraphen oder ein Grundsatzurteil?

          Davon habe ich noch nie gehört. Das wäre m.M.n. Auch ziemlich vermessen.

          Danke und Grüße

          Cunababy

          • (5) 02.05.14 - 14:56

            Das sollte Antwort genug sein.

            Hält ein anderer Mieter bereits einen Hund in seiner Wohnung, darf der Vermieter einem anderen Mieter die Hundehaltung nicht willkürlich und ohne sachlichen Grund verbieten (LG Berlin WuM 1987, 213).

            Hundehaltungsverbot im Mietvertrag

            Viele Mietverträge enthalten pauschal ein Verbot der Tierhaltung. Dann kommt es darauf an, ob das Verbot individuell oder formularmäßig in Sinne allgemeiner Geschäftsbedingungen vereinbart wurde und ob das Verbot pauschal für jede Art von Tieren Geltung hat oder sich nur auf bestimmte Tierarten bezieht.

            a. Individuelle Vereinbarung

            Soweit das Verbot individuell zwischen Vermieter und Mieter verhandelt und vereinbart wurde, ist es weitgehend wirksam und der Mieter muss sich daran halten, da er das Verbot in Kenntnis seiner Tragweite akzeptiert hat. Dies gilt insbesondere dann, wenn das Verbot nicht pauschal jegliche Tierhaltung erfasst, sondern sich auf bestimmte Tiere, beispielsweise Hunde oder bestimmte Hunderassen bezieht.

            Wird jede Art von Tieren erfasst, kann das Verbot unwirksam sein, weil dann auch Kleinsttiere (Fische im Aquarium, Wellensittiche) erfasst werden und den Mieter in seinem Persönlichkeitsrecht zu sehr einschränken. Es empfiehlt sich, im Mietvertrag möglichst zu differenzieren.b. Enthält der Mietvertrag hingegen formularmäßig (AGB) ein uneingeschränktes Verbot jeglicher Tierhaltung, ist eine solche Klausel unwirksam. Da dadurch auch Kleinsttiere erfasst würden, beurteilt die Rechtsprechung eine solche Klausel als unangemessen (BGH WuM 2008, 23).

            So darf eine Wohnungsgenossenschaft im Rahmen allgemeiner Geschäftsbedingungen ihren Mietern nicht generell verbieten, Hunde in ihren Mietwohnungen zu halten. Weil so die Hundehaltung ausnahmslos und ohne Rücksicht auf die jeweilige Interessenlage verboten wird, ist der einzelne Mieter unangemessen benachteiligt (BGH Urt.v. 20.3.2013, VIII ZR 168/12). Vermieter behält sich im Mietvertrag seine Zustimmung vor

            Eine vierte Variante kann darin bestehen, dass der Vermieter mietvertraglich die Hundehaltung ausdrücklich von seiner Zustimmung abhängig macht. Soweit sich die Zustimmung nicht auf alle Tierarten, insbesondere auf Kleinst-und Kleintiere bezieht, ist der Vorgabe wirksam. Der Vermieter kann dann entscheiden, ob der Mieter einen Hund wieder ausquartieren muss oder nicht (LG Köln ZMR 2010, 533).

            Hat der Vermieter seine Zustimmung erteilt, kann er diese aus wichtigem Grund auch widerrufen. Ängste vor einem Bullterrier (LG Nürnberg-Fürth WuM 1991, 93) oder einem Dobermann (LG Hamburg 1999, 453) sind wichtige Gründe. Der Widerruf darf auch nicht willkürlich sein, da der Mieter aufgrund der ursprünglichen Zustimmung des Vermieters darauf vertrauen kann, dass er das Tier behalten darf.

            Verunreinigt der Hund wiederholt das Treppenhaus und dringt er in fremde Wohnungen ein (AG Hamburg-Altona WuM 1989, 624), ist der Widerruf begründet.

            • (6) 26.05.14 - 14:22

              Hallo,

              Danke für die Info.

              Zusammen gefasst bedeutet es, das ich als privater Vermieter die Hundehaltung verbieten kann ohne dieses gesondert zu begründen. Sofern ich den Text richtig verstanden habe, bzw. Nichts überlesen habe.

              Naja, G.s.D. Hätte ich es auch bei einer Begründung total einfach. Wir haben eine Bäckerei mit im Haus, deren Räumlichkeiten durch den Treppenhausflur getrennt werden. Da ist es natürlich überhaupt nicht tragbar, dass dir Tiere durch laufen.....

              LG Cunababy

      "aber frage mich, welchen Grund er haben sollte, es nicht zu erlauben."
      Zerkratzte Türen, Gekläffe, was andere Mieter stören könnte, Angst...da gibts schon so einige Gründe, warum ein Vermieter kein Bock auf Hunde hat...
      Du solltest einfach abwarten und mit Deinem Vermieter drüber sprechen, warum, wenns ne Absage gibt!

      Hallo,

      wenn der Vermieter keine Hundehaltung erlaubt, ihr NICHT aus der Wohnung ausziehen wollt....wo landet dann der Griechenlandhund (unsere Tierheime sind übringens auch voll)? Natürlich, in einem Tierheim bzw. wieder bei der Vermitllungstelle des Griechenlandhundes.
      Und genau deswegen will die Vermittlungsstelle einen Nachweis darüber dass bei euch im Haus Hundehaltung erlaubt ist.

      LG

      Hallo,

      unser Vermieter hat sich Zeit gelassen, aber er erlaubt es.

      Jetzt warten wir auf unseren süßen Hund, der bald aus Griechenland einreisen wird.

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