Impfung für (zukünftige) Freigänger Katzen

    • (1) 10.06.14 - 16:15

      Hallo,

      wir haben gestern einen "Second hand" Kater erworben. 10 Monate alt, gechipt, geboren in Litauen. Im Europäischen Impfpass steht ein Wurmmittel (Cestal cat flavour) und ein Antiflohmittel (advantage Bayer), das im Alter von 8 Wochen verabreicht wurde. In Deutschland wurde dann zweimal im Alter von 3 und 4 Monaten mit Purevax RCP Merial geimpft.

      Heute war ich mit den Papieren beim Tierarzt. Sie empfahl eine Untersuchung und die Impfung gegen Tollwut, Leukose und ansteckende Bauchfellentzündung morgen und in vier Wochen und eine aktuelle Wurmkur. Die Impfung soll 2 mal 56 Euro kosten (ob mit oder ohne Untersuchung werden wir morgen beim Bezahlen sehen).

      Ich bin absoluter Katzenneuling. Bitte helft mir bei der Entscheidung.

      Liebe Grüße Andrea

      • Hallo,

        unsere Katzen wurden gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen und Tollwut geimpft.

        Eine Wurmkur ist auch immer ratsam.

        Auch müsste man etwas gegen Zecken und Flöhe geben, das kannst du beim Tierarzt bekommen oder er verabreicht es ihm gleich selbst.

        Ist er kastriert? Das wäre auch sehr wichtig.

        Der Kater müsste aber erst etwa 3 Wochen drin bleiben, denn dann kann er sich erst gut orientieren und kennt euer Zuhause und den Heimweg:)

        Viel Freude. Lotta

        • Hallo Lotta,

          danke für Deine Antwort.

          Ich habe nochmal hier nach geschaut.

          http://www.rehmann-scheffler.de/infos/ratgeber_katzen_impfungen.php

          Diese Praxis empfiehlt diegleichen Impfungen wie unsere Tierärztin.

          Wir werden also alle drei Impfungen machen lassen und auch gleich eine aktuelle Wurmkur. Die Katze hat nur innen gelebt bisher und die erste Wurmkur ist noch weniger als ein Jahr her.

          Ein "Spot on" gegen Zecken und Flöhe liegt hier schon bereit. Zeige ich der Tierärztin morgen.

          Wie häufig macht Ihr die Wurmkur? Viermal jährlich?

          Kastration frühestens in zwei Wochen. Und Freigang dann erst anschliessend - unsere Katze würde in dem umliegenden Genpool auffallen. Es ist eine Russisch Blau.

          Liebe Grüße Andrea

          • Hallo,

            die Wurmkur bekommen unsere einmal im Jahr. Aber frage da nochmal nach.

            Du kannst den Kater auch unter der Narkose, wenn er kastriert wird, chippen lassen.

            Er hat dann seine Nummer, unter der er bei Tasso registriert ist, falls er mal verloren geht.
            Ich hoffe mal für euch, dass niemand eine Russisch Blau mitnimmt.
            Ein Gerät, welches die Chipnummern lesen kann, hat jeder Tierarzt.

            Bei uns ist es allerdings so, dass nicht jeder Tierarzt nachschaut, wenn man eine Katze zur Untersuchung bringt. Das ist schon blöd. So hat man immer die Arbeit, Aushänge bei Ärzten usw. zu machen, wenn ein Tier verloren geht.

            Übrigens machten wir es so, dass unsere anfangs einige wenige Leckerchen aus einer Plastikschachtel bekamen. Um sie wieder ins Haus zu locken, klappere ich mit der Schachtel und schon kamen sie angerannt. Das ist unser Zeichen:)

            Lotta

            • Hallo Lotta,

              danke für die Tipps. Gechippt ist er bereits. Ob der Chip gut lesbar ist wird morgen getestet.

              LG Andrea

              • (6) 10.06.14 - 20:21

                hallo,
                einmal im jahr wurmkur ist bei den meisten freigängern zu wenig! gibt aber auch katzen, die sich nur auf der terasse bewegen, ist natürlich was ganz anderes als eine die täglich mäuse bringt.
                nach drei wochen raus lassen ist was "orientierung" betrifft auch sehr wenig. man sollte schon so 6 wochen warten, zustäzlich ist der impfschutz erst 2 wochen nach der zweiten (!) impfung ausgebildet...
                lg

                • (7) 10.06.14 - 20:26

                  Hallo Jopf,

                  die Katze war bisher reine Wohnungskatze in der 5. Etage. Deshalb wohl bisher nur die eine Entwurmung. Morgen gibt es die erste Wurmkur bei uns. Meine Frage war, wie häufig die Freigänger entwurmt werden sollten. Ich hatte viermal im Jahr gelesen. Aber das sei auch Situationsabhängig. Deshalb erhoffte ich mir hier Erfahrungswerte.

                  Besser sechs Wochen warten? Wäre auch o.k. Nur schade, dass wir dann sehr lange mit der Terrassentür aufpassen müssen. Wir leben bei gutem Wetter mehr draussen als drinnen (drei Kinder).

                  Impfschutz erst zwei Wochen nach der 2. Impfung? Auf welche Erkrankung bezieht sich das? Oder einfach nur verallgemeinert?

                  LG Andrea

                  • (8) 10.06.14 - 20:39

                    viermal im jaht is das für einen "wurmfreien" freigänger empfohlen wird. würmer machen im körper eine entwicklung, sie leben nicht nur einfach im darm, sondern durchwandern zB auch leber und lunge in larvenstadien, bevor sie als "erwachsener" wurm im darm leben. der entwicklungszyklus geht über solch einen zeitraum, dass man mit einer entwurmung alle 3 monate in der regel eine ziemlich wurmfreie katze hat. (die entwurmung wirkt nicht auch alle stadien bzw auf alle organe in denen sich die jeweiligen stadien befinden). wenn man eine katze hat, die jeden tag mäuse frisst, dann ist der infektionsdruck natürlich höher, da kann das unter umständen nicht ausreichen. eine terassen katze, hat natürlich einen geringeren infektionsdruck... bei vielen freigängern weiß man aber einfach nicht was sie machen wenn sie unterwegs sind. da würde ich für mich auch nummer sicher gehen. natürlich gibt es auch meinungen die niemals eine wurmkur machen würden ohne nicht vorher eine sammelkotprbe zu untersuchen, das ist meinungssache und typabhänig.
                    sechs wochen würde ich warten zur sicherheit, er darft dann ja sein ganzes leben raus ;)
                    impfschutz bei der tollwut (die ja nach der 16 woche nur einmal grundimmunisiert werden muss, liegt bei jungtieren an maternalen antikörpern dass man zweimal impft) 2 wochen nach der ersten impfung, bei leukose und FIP 2 wochen nach der zweiten impfung. die impfschutz würde ich auf jedenfall abwarten!

      (10) 10.06.14 - 20:14

      hallo,
      eine katze sollte im besten fall vor einer impfung entwurmt werden. die impfung kann dann besser greifen. wenn ihr in den letzten tagen/heute entwurmt habt, würde das passen.

      bei der tollwut impfung reicht die einmalige grundimmunisierung wenn die katze über 16 wochen alt ist (was sie mit 10 monaten ja ist!).

      die leukose impfung macht bei freigängern sin. allerdings kann eine katze schon an leukose erkrankt sein, ohne dass ihr es merkt, daher ist ist es nicht schlecht vorher auf leukose zu testen. wenn bereits leukose vorliegt, bringt eine impfung nichts mehr. zusätzlich sollte die dann kein freigänger werden und dann wäre auch die tollwut impfung nicht mehr nötig... die grundimmunisierung bei der leukose muss nach 4 wochen wiederholt werden.
      gegen die "ansteckende bauchfellentzündung" gibt es keine imfpung!! sie ist strenggenommen nichtmal ansteckend... sie entsteht durch einen mutierten durchfall erreger in jeder katze neu. der simple durchfallerreger (coronavirus) ist ansteckend, der mutierte aber so gesehen nicht. sehr viele katzen duechleben eine coronavirus infektion, ohne dass FIP entsteht. gegen diesen nicht mutierten durchfallerreger kann man nicht impfen im klassischen sinne. man kann die abwehrkräfte der schleimhäute quasi aktivieren und somit einer infektion unwahrscheinlicher machen, aber man kann die katze nicht so schützen wie man es von klassischen impfungen kennt. gegen die mutierten vieren gibt es keine impfung, da die mutation erst im tier stattfinden und diese nicht immer gleich abläuft (man kenn die vorgänge noch nicht genau, hat daher noch kein allgemeines ziel gegen das ein impfstoff entwickelt werden könnte). die FIP impfung schadet nicht und wirkt (wei gesagt) auf die abwehrkräfte der schleimhäute. wenn mann also alles mögliche gemacht haben möchte, dann ist die impfung vertretbar. aber man darf nicht den irrglaube haben, dass die katze dann 99,99% vor FIP geschützt ist...
      die untersuchung ist sehr sicher im impfpreis mit drin, da jede impfung eine untersuchung vorraussetzt. was nicht drin wäre, ist der leukose test und die dafür nötige blutentnahme.
      lg

      (11) 10.06.14 - 20:16

      sehe gerade, dass er gestern erst zu euch gekommen ist. wenn ihr es nicht total eilig habt aus irgenwelchen gründen, würde ich ihm auch noch ein paar tage geben sich einzugewöhnen. der umzug ist ja stress, da wäre es nicht schlecht, wenn man die freigänger impfung noch ein paar tage aufschieben würden. dann klappt das auch mit der vorherigen wurmkur.

      • (12) 10.06.14 - 20:21

        Hallo,

        danke für die ausführliche Antwort.

        Das mit der "Impfung" über die Schleimhaut hatte ich bereits gelesen. 100% Schutz besteht durch keine Impfung. Aber auch bei unserern Kindern bin ich Impfbefürworter.

        Zum Tierarzt werde ich mit dem Tier morgen trotzdem erstmal gehen. Ob wir dann besser erstmal die Wurmkur machen und dann nächste Woche Impfen werden wir dann sehen. Ich kann nur Dienstags und Mittwochs vormittags zum Tierarzt.

        Die Kastration würden wir dann zwei Wochen nach der Impfung machen. MAl schauen wie sie morgen mitmacht.

        LG Andrea

        • (13) 10.06.14 - 20:29

          da hast du recht, keine impfung bietet 100% schutz. der schutz der FIP impfung liegt aber noch deutlich darunter. sehr viele katzen haben antikörper gegen coronavieren, in den fällen bringt eine zusätzliche impfung keinen noch besseren schutz. ich bin totaler impfbefürworter, man sollte nur wissen, dass sie FIP impfung kein impfung im klassischen sinn ist.
          man kann im zuge der kastration auch über ein täto nachdenken (geht nur in narkose). blöd gesagt, jeder kann erkennen, dass eine katze irgendeine art von kennzeichung hat wenn sie tätowiert ist und geht mit einem findling dann eventuell eher zum TA. dieser schaut dann in der regel nach einem chip, der im fall einer unleserlichen tätowierung immer zu lesen ist.
          lg

    Hallo!

    Ich würde ihn erst mal auf Leukose testen lassen. Ist er schon infiziert kann die Impfung die Infektion ausbrechen lassen - und auch wenn Leukose bei gesunden wohlgenährten Katzen allgemein oft viele Jahre schläft sollten sie die Krankheit nicht zwischen Straßenkatzen ausbreiten können, da wäre Wohnungshaltung Pflicht.

    Ist die Leukose negativ und die Wurmkur gemacht kannst Du ihn gegen Leukose und Tollwut impfen lassen, die FIP- "Impfung" empfinde ich eher als Geldmacherei. Kann man machen wenn man dran glaubt, ist aber eigentlich Quark.

    Wegen Wurmkuren bei Freigängern: einen bekennenden Mäuse-Gourmet kannst Du ruhig alle 3 Monate entwurmen. Einen Garten-Kater der kaum jagt hat weniger Wurmprobleme, da kann man überlegen, ob oder wie oft. Reine Wohnungskatzen kann man auch per Kotprobe untersuchen lassen, ob da überhaupt Würmer sind, bekommen sie dann auch noch zu 99% Dosenfutter ist eine Wurminfektion so gut wie ausgeschlossen und Wurmkuren auf Verdacht daher recht sinnlos.

    • Hallo hasipferdi,

      auch Dir vielen Dank für die Antwort. Also werde ich morgen die allgemeine Untersuchung, Chipkontrolle und Wurmkur machen lassen und abklären, ob wir ein ausreichendes Antifloh/Antizeckenmittel gekauft haben. Dann werde ich auf Leukose testen lassen und die Impfungen dann auf nächste Woche verschieben.

      Da er eh erst in einigen Wochen "raus" darf haben Impfungen und Kastration noch etwas Zeit.

      Wir füttern Dosenfutter morgends und abends und Trockenfutter tagsüber. Dazu Wasser. Eine einmalige Wurmkur jetzt vor den Impfungen machen wir mal ohne Testung - danach ist er dann Freigänger - dann schauen wir mal, ob er lange draussen ist und auch jagt.....

      Andrea

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