Hin- und hergerissen...

    • (1) 25.06.14 - 17:46

      Guten Abend #winke,

      wie mein Threadthema schon sagt bin ich im Moment hin- und hergerissen, ob wir den kleinen Hund einer guten Freundin aufnehmen sollen.

      Ich versuche mich zu den umständen kurz zu fassen, möchte Euch aber gleichzeitig ein möglichst umfassendes Bild machen und hoffe auf Eure Meinungen :-)

      Abgabegrund:

      Meine Freundin wohnt mit ihrer Schwester in einer Mütter-WG. Zu Ostern hat meine Freundin dann -ohne wissen ihrer Schwester- einen 12 Wochen alten Labrador mitgebracht. Die Schwester war fuchsteufelswild und damit absolut nicht einverstanden, nach langen Diskussionen hat sie sich wohl ein "na gut, aber ich kümmere mich nicht drum" von sich gegeben.

      Nun bat mich meine Freundin letzte Woche, dass ich den Hund zu mir nehmen, da er aggressiv gegenüber den Kindern ihrer Schwester ist. Ins Tierheim geben können sie ihn wohl nicht, da das eine "voll" ist und das andere wohl eine sehr hohe "Abgabegebühr" haben wollte.

      Ich habe dann zunächst verneint, da ich zum einen Schwanger bin und wir daher bald selbst zwei Kinder haben und bei uns zwei Katzen leben.

      Die älteste Tochter M... (12) meiner Freundin hat mich gestern angerufen und mich gebeten Paule aufzunehmen, sie hat mir erzählt, dass die Kinder der Schwester den Hund öfters geärgert und wohl auch getreten haben und er sich mit bellen und schnappen "gewehrt" hat, aber gebissen (so wie es die Schwester behauptet hat) hat er nie. Mittlerweile lebt Paule im Zwinger und keinen Familienkontakt mehr und kommt nur noch kurz zum spazieren raus. M... meinte dann, dass er es bei uns bestimmt viel besser hätte.

      Ich habe mir das zwar alles angehört und ich kenne M... zwar auch seit sie Säugling ist und bin mir auch relativ sicher, dass sie sich das nicht ausdenken würde, aber ich weiß nicht inwiefern ihr das doch eingeredet wurde das zu mir zu sagen und mir somit den Hund "schmackhaft" zu machen. Wisst ihr was ich sagen möchte?

      Nach dieser "Geschichte" aber bin ich doch am überlegen es mit Paule zu versuchen. Allerdings kann ich überhaupt nicht einschätzen, ob der Hund, wenn das von M... erzählte stimmt und durch das Leben im Zwinger ohne größeren Menschenkontakt schon einen "knacks" wegbekommen hat.

      Wir haben nicht wirklich Hundeerfahrung und da denke ich nicht, dass ein "besonders pflegebedürftiger" das richtige für den Anfang wäre. Nicht zuletzt weiß ich nicht, ob mit Schwangerschaft und das aneinander gewöhnen von Hund und den Katzen zu viel werden würde.
      Wie würde ihr damit umgehen? Was würdet ihr machen?

      LG

      • Hallo!

        Am besten wäre es, einen Tierschutzverein zu suchen, der mit Pflegestellen arbeitet, und die Situation da zu schildern. Die können dann eine erfahrene Pflegestelle ohne eigene Kinder aussuchen, wo man sich sowohl mit problematischen /traumatisierten Hunden auskennt und man auch die passenden Rahmenbedingungen hat.

        Du bist da ganz ehrlich nicht der ideale Kandidat als neues Frauchen, weil eben Hundeerfahrung fehlt und Kinder da sind. Man weiß ja auch nicht, ob der Hund so nachhaltig gegenüber Kindern traumatisiert ist, dass es da nie wieder klappt.

        Bei meinem alten Hund war die Angst vor Männern im Blaumann so ausgeprägt, dass die sein ganzes Leben lang geblieben ist.

        Es kann aber auch schwierig werden, da einen Platz aufzutreiben, aber besser als nichts.

        (3) 25.06.14 - 21:26

        Also aus Mitleid einen Hund auf zu nehmen bringt euch und dem Hund gar nicht´s. Der lebt 10 - 15 Jahre und es muss überlegt werden was mit dem Hund passiert wenn ihr in der Arbeit seit, in´s Krankenhaus müsst etc.
        Im Zwinger einen Welpen zu halten finde ich aber auch unter aller Kanone! Wo hat die Freundin den Hund denn her? Wenn er von einer vernünftigen Züchter/in ist sollte sie ihn dorthin zurück geben. Ansonsten einen Tierschutzverein kontaktieren, damit dieser Hund möglichst schnell eine Pflegestelle, oder Besser noch Endstelle, kommt. Bei einem so jungen Hund zählt jeder Tag wie er sich entwickelt!
        Solltet ihr euch entscheiden den Hund auf zu nehmen, empfehle ich euch auf JEDENFALL eine Hundeschule, sonst bist du mit einem unerzogenen Welpen und Baby wirklich bald überfordert und musst den Hund dann aus seiner Familie raus reißen.
        Wenn du jetzt nicht weißt ob und wo es bei euch in der Nähe einen Tierschutzverein gibt, dann guck einfach mal auf Facebook. "Club der 4 Pfoten" hat da z.B. viele Connections so wie ich das mit bekomme und die probieren auch immer zu helfen und zu vermitteln!

        Also, hol den Babywuff aus der Situation, aber zu dir nur wenn du dir das reichlich überlegt hast! Ein Hund kostet Zeit und Geld, und die Anschaffung sind die geringsten Kosten in einem Hundeleben.

        • (4) 25.06.14 - 22:17

          Wo der Hund herkommt weiß ich nicht genau. Da müsste ich sie mal nach Fragen, dass könnte ja auch die Entwicklung bzw. Anfälligkeit für Krankheiten beeinflussen. Also zumindest bilde ich mir das ein, da das ja bei Katzen auch so ist, wenn die aus nicht ganz so verantwortungsvoller Zucht kommen. Ich weiß nur, dass sie nicht alt zu viel bezahlt hat.

          Ich werde mich informieren, wer uns schnell helfen kann und auch mal bei Facebook schauen. Danke für den Tipp :-)

          • (5) 25.06.14 - 22:51

            Gerne, halt uns mal auf dem Laufenden.

            Bzw. darfst du mir gerne PM schreiben, wo ihr her kommt. Ich hab in Bayern auch zu dem ein oder anderen Verein Kontakte so dass ich probieren könnte da zu helfen (kann aber nix versprechen).

      (6) 25.06.14 - 23:52

      Diese person wäre die längste Zeit meine Freundin gewesen. Mit solchen asoz... würde ich im Leben nichts zu tun haben wollen.

      Den hund aufnehmen? Wolltest du denn überhaupt einen hund haben ? Der hund ist noch jung, mit Hundeschule kann man da bestimmt einiges richten. Du solltest dir allerdings absolut sicher sein. Gerad mit Baby wird es bestimmt nicht einfacher.

      Ich würde zusehen das der hund da weg kommt. Tierschutz. Oder ich würde Tierheime in der Umgebung abtelefonieren und den hund da hin bringen.

      Die abgabegebühr ist zu teuer? Es ist schon erstaunlich wie widerlich Menschen sein können.

    • (7) 26.06.14 - 06:58

      <<<Wie würde ihr damit umgehen? Was würdet ihr machen?<<<

      Ich würde mich zuerst mit der Hundebesitzerin zusammensetzen, denn du allein darfst leider nichts machen da es nicht dein Hund ist.

      Mit Ihr zusammen nochmals alle Tierheime abklappern, klar eine Abgabe ist teuer, bei uns hier ist eine 10 Tagesgebühr von ca 15 Euro + Tierarztkosten fällig.

      Zudem wie schon geschrieben auch an den Tierschutz wenden wenn das alles nichts fruchtet eine Anzeige schalten(nicht ideal aber man kann sich ja die Interessenten anschauen.

      Der Hund muss da weg und zwar in liebevolle Hände.

      Bei dir habe ich rausgelesen das du ihn im Grunde gar nicht möchtest, ihn aber nehmen würdest.
      Wenn du nicht 500% überzeugt bist das du diesen Hund möchtest dann lass es,Es hilft weder dir noch dem Hund.

      VG 280869

      Hallo,

      zunächst mal ist es so, dass deine Freundin einen großen Bockmist verursacht hat, in dem sie den Hund ohne Wissen ihrer WG-Mitbewohnerin angeschafft hat. Nun ist die Sache eskaliert und du sollst es richten. Ich wette, wenn du dich entschließen solltest, den Hund nicht zu nehmen, wirst du ein mega-schlechtes Gewissen haben, obwohl du mit der Sache eigentlich nichts zu tun hast.

      Ich empfehle, zu versuchen denn Hund über den Tierschutz in eine gute Pflegestelle abzugeben. Wenn der Hund durch die Kinder der Schwester schon arg drangsaliert wurde, kannst du nicht wissen, ob sich nicht schon eine Aggressivität gegen Kinder aufgebaut hat. Nimmst du den Hund jetzt zu dir und es ist an dem, wirst du dich mit dem Problem herumschlagen müssen inkl. Einschaltung eines Hundetrainers, der ja bekanntlich einiges an Geld kostet. Du hast bald ein weiteres Kind, da ist deine Zeit sicher begrenzt, sich umfassend um den Hund zu kümmern. Vor allem kannst du nicht jede Minute ein Auge auf Kind und Hund haben, damit auch wirklich nichts passiert.
      Du schreibst ebenfalls, dass du nicht wirklich Hundeerfahrung hast.
      Aus dem Grund rate ich dir, es bleiben zu lassen. Dem Hund ist wirklich nicht geholfen, wenn du mit ihm nicht zurechtkommen solltest oder ein Unfall Hund/Kind passieren sollte.
      Im Grund lese ich aus deinem Post heraus, dass du es auch nicht wirklich willst sondern eher deiner Freundin damit einen Gefallen tust (warum eigentlich??).

      Ich persönlich würde ihr Hilfe bei der Suche nach einem neuen Zuhause für den Hund anbieten.
      Ich bin ehrenamtlich im Tierschutz tätig, ich kann mir nicht vorstellen, dass euch euer Tierheim nicht bei der Suche behilflich sein wird.
      Im Übrigen finde ich das Argument deiner Freundin, dass die Abgabegebühr in dem einen von ihr kontaktierten Tierheim zu hoch wäre, unmöglich und zeigt, wie wenig überlegt die Anschaffung des Hundes war. So nach dem Motto: ich will jetzt und sofort einen Hund haben, scheißegal wenn es nicht klappt. Dann entsorge ich Hundchen einfach in ein Tierheim, die müssen ihn ja nehmen...
      Das auf das Tierheim auch Kosten zukommen, wenn ein Hund aufgenommen wird, scheint ihr wohl nicht klar zu sein.

      Der ganze Mist, den unüberlegt angeschaffte Tiere durchmachen müssen, geht immer zu Lasten der Tiere.
      Ehrlich gesagt, hätte ich meiner Freundin deswegen ordentlich den Kopf gewaschen.

      LG

      Nici

      (9) 26.06.14 - 11:48

      Hi,

      "Mittlerweile lebt Paule im Zwinger und keinen Familienkontakt mehr und kommt nur noch kurz zum spazieren raus."

      DAS ist tierschutzwidrig und ich scheue mich nicht, sowas anzuzeigen! Ob dann mehr als eine Verwarnung passiert sei mal dahin gestellt, aber vielleicht wird dann man jemand wach gerüttelt.

      Da auch ich Deinem Posting entnehme, dass Du eigentlich keinen Hund möchstest, würde ich Dir auch raten, den Tierschutz mit ins Boot zu nehmen. Die Kosten muss Deine Freundin dann übernehmen . vielleicht hilft es, wenn Du mitteilst, dass der Welpe nur noch im zwinger ohne Familienanschluß gehalten wird. Oder wende Dich an Labrador in Not - die helfen sicherlich auch und können uU eine Pflegestelle vermitteln.

      Ohne Erfahrung halte ich es nicht für sinnvoll, dass Du den Hund übernimmst. Zumal nicht klar ist, wie schlecht die Erfahrungen mit den Kindern sind.

      Was Du aber machen kannst: solange der Hund dort vor sich hinvegetiert (für mich ist das nichts anderes, wenn man sich nicht kümmert) dafür sorgen, dass er altersgemäße Spaziergänge bekommt (5min pro Lebensmonat) und das so oft es täglich geht.

      Naja, und diese Freundin würde, nachdem der Hund gut untergebracht ist, aus meinem Leben gestrichen werden.

      Gruß
      Kim

      (10) 26.06.14 - 19:36

      Guten Abend#winke

      also ich war heute mal bei dem Tierheim aus dem ich meine beiden Katzen geholt habe und habe mit denen darüber gesprochen. Es ist zwar nicht deren "Bezirk" aber eine Mitarbeiterin möchte sich die Situation morgen mal anschauen und wenn es alle zulassen schnell reagieren. Sie meinten zu mir, dass es sie ihn nicht einfach mitnehmen könnten, wenn doch noch jemand "nein" sagt oder Bedenkzeit braucht.

      Ich habe mir nun auch überlegt, dass wenn die sich deswegen wieder aufregen ich im Zweifel die Abgabegebühr bezahlen werde, damit Paule da so schnell wie möglich kann.

      Es ist nicht so, dass ich mir das nicht vorstellen könnte einen Hund zu haben, aber jetzt im Moment ist dafür nicht der richtige Zeitpunkt. Wir bekommen ja gleich zwei Babys #huepf auf einmal, deshalb sprach ich davon, dass wir bald zwei Kinder haben werden ;-)#verliebt
      und das wird ja schon "Abenteuer" genug für uns, der erste Nachwuchs und dann gleich doppelt.

      Ich hatte nur kurz darüber nachgedacht ihn zu uns zu nehmen, weil er mir so leid tat, der kleine Kerl in seinem Zwinger, aber es wäre keine vernünftige Entscheidung, aber wenn er in ein Tierheim o.ä. kommt, dann werde ich zumindest so lange Pate bis er ein hoffentlich schönes zuhause finden. Bin schon ein bisschen traurig, dass ich nicht mehr für ihn machen kann #zitter

      • (11) 27.06.14 - 10:40

        Hi,

        "Bin schon ein bisschen traurig, dass ich nicht mehr für ihn machen kann"

        Du machst schon mehr für den kleinen Kerl, als viele andere tun würden! Bleib einfach weiter dran und rede der Freundin ins Gewissen!

        LG
        Kim

        (12) 21.07.14 - 18:40

        Mach dich nicht verrückt, Du machst doch alles, was Du kannst und vor allem, was zielführend ist.

        Ganz ehrlich - bald hast Du gleich zwei Säuglinge und dazu noch einen Hundewelpen und mit beidem bist Du noch unerfahren - das kann nicht klappen.

        Konzentriere dich auf Deine Zwillinge, das wird sicher eine schöne aber eben auch anstrengende Zeit, die jetzt kommt und belaste dich nicht mit Problemen, die sich andere eingebrockt haben - das wäre Deinen Kindern gegenüber sehr unfair.

        Ich finde es super, dass Du Hilfe angeleiert hast und dich weiterhin für das Schicksal des Hundes interessierst und stark machen willst, aber mehr geht einfach nicht. Sicher findet er eine tolle Familie in die er rein paßt und wo er glücklich wird.

        • (13) 21.07.14 - 23:32

          Guten Abend,

          seit meinem Post ist ja schon ein bisschen Zeit vergangen und in der Zeit ist nicht nur mein Bauch dicker geworden ;-) #verliebt sondern ich habe auch für den kleinen Kerl ein neues zuhause gefunden.

          Ein Kollege war, als ich ihm von der Sache erzählt habe sofort Feuer und Flamme und meinte, dass ich mal "Druck" machen soll, dass meine Freundin den Hund rausrückt und endlich abgibt. Hat sie dann auch gemacht (allerdings ging dies nicht ohne harte Überzeugungsarbeit ab) und nun ist der kleine Kerl bei meinem Kollegen und seiner Frau. Die Kinder sind schon groß, weil die beiden schon knapp über 60 sind und haben aber viel Erfahrung mit Hunden. Bis jetzt scheint er sich bei den beiden auch sehr wohl zu fühlen :-)
          Ich hoffe, dass es für den kleinen Billy (so wurde er nun von meinem Kollegen genannt) ein Happy End ist :-)

          LG

    Hallo,

    ich erlaube mir mal, dir dringendst davon abzuraten, diesen Hund aufzunehmen!
    Du bekommst Zwillinge und da kannst du mit Sicherheit keinen Hund gebrauchen, der viel Zuwendung braucht.
    Wenn ich lese, was mit diesem armen Hund gemacht wird, schwillt mir echt der Kamm!#aerger
    Es ist lieb von dir, zu überlegen, den Hund aufzunehmen, aber glaube mir: du wirst es bereuen! Meine Schwester hat auch Zwillinge und hat sich erst einen Hund angeschafft (den sie wirklich wollte), als die Zwillinge in die Schule kamen.
    Wende dich, wie schon geschrieben, an eine Tierschutzorganisation und am besten sollte dieser Hund in einen kinderlosen Haushalt kommen, bzw. in einen Haushalt, wo schon ältere Kinder sind, die keine Hunde treten!#schock

    Liebe Grüße und alles Gute!:-)

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