Frage zur Schutzgebühr vom Tierheim für einen Hund

    • (1) 05.07.14 - 19:33

      Hallo,

      heute waren wir in einem Tierheim, um nach einem Hund zu schauen. Der Hund, der gut zu uns passen würde, kam erst heute! aus Ungarn. Er ist kastriert, gechippt, geimpft. Er ist ca. 1 Jahr alt. Die Schutzgebühr beträgt 330 Euro! Er ist ein kleiner Mischling.

      Ist das nicht etwas viel? Ich meine, wenn der Hund schon länger da war und sie haben alles machen lassen und hatten Fahrten zum Tierarzt o.ä. dann könnte ich es ja noch ansatzweise nachvollziehen, aber so ... war ich doch etwas platt. Oder zahlt das Tierheim auch an das Ausland Geld, wo der Hund herkommt. Er kommt von einer Pflegestelle.
      Ich war erstmal so platt, das ich da gar nix drauf erwidern konnte und ehrlich gesagt auch nicht wollte. Ich hab schon überlegt, ob man mit dem Tierheim verhandeln könnte, aber ich glaub, da er wirklich klein, und süss ist und relativ gut erzogen, werden die keine Probleme haben, ihn zu vermitteln.

      Viell. hat ja jemand eine Antwort.

      • Annahme du holst einen Welpen irgendwo gratis von einem Bauernhof. Bis du den gechipt, geimpft, kastriert, entwurmt, entfloht, gefüttert, auf allfällige Krankheiten getestet hast, zahlst du vermutlich einiges mehr als die 330.-Euro.
        Und egal welches Tierheim, welche Tierschutzorganisation nun dies alles veranlasst und bezahlt hat, bis der Hund zu dir kommt, haben schon viele Leute "was dran bezahlt" sei es durch Spenden oder durch Arbeit.
        Zudem hilft die Schutzgebühr auch den Tieren, welche nicht mehr vermittelbar sind, denn damit wird ihr Platz im Tierheim, ihr Futter, ihre Arztkosten mitfinanziert.
        Ach ja, klar machen einige Tierheime hierzulande ein Geschäft damit indem sie möglichst leicht zu vermittelnde Welpen und Junghunde von ausländischen Tierheimen aufkaufen. Im Idealfall kommt aber auch dies wieder den nichtvermittelbaren Tieren zu Gute.
        Und noch etwas: ein Hund der gesund ist, kastriert und geimpft ist, sollte einem auch 330.-Euro wert sein und man müsste in der Lage sein, den Betrag zu investieren.
        Schutzgebühr bedeutet nun mal auch, dass verhindert werden soll, dass Tiere zu Menschen geraten, welche sie nicht wertschätzen oder welche allfällige kommende Kosten nicht bezahlen können oder wollen.

        (3) 05.07.14 - 21:41

        Hallo.

        Ein tier sollte etwas "wert" sein und er verursacht sein ganzes leben kosten, da sollte man die Abschaffungsgebühr aufbringen können.

        Mir wäre es egal ob schon viel in den hund investiert wurde oder nicht, wichtig wäre für mich das meine gezahlte Schutzgebühr den anderen tieren im Tierheim zu gute kommt.

        Hallo,

        ich finde 330 Euro auch nicht so wenig. Ich kenne aber noch die "Standard Stumme" von 250 Euro wobei es lange her ist das wir unsre Bulldogge aus dem Tierheim geholt haben in sofern kann s schon sein das man heut zu Tage eben 330 Euro bezahlt.

        Ich würde nie verhandeln über die Schutzgebühr für einen Tierschutzhund. Das Geld kommt doch den andren Hunden zu gute.

        Ja und wen er klein und niedlich ist dann gibt s bestimmt noch mehr Interessenten für ihn.

        Aber mal ganz ehrlich die Anschaffungskosten sind doch nun wirklich der kleinste Teil.

        Wir haben die letzten zwei Monate für zwei Hunde eine Tierarztrechnung von knappen 700 Euro gehabt.

        Ergebnis: Ein Hund inzwischen in den Himmel geschickt weil unheilbar krank und der andre chronisch krank.

        Das heißt Tabletten und Blutkontrollen bis an sein Lebensende und der ist jetzt erst 3 Jahre alt geworden.

        LG dore

      • Hi,

        ja das ist wirklich ein stattlicher Preis. Allerdings wäre es mir das trotzdem Wert.

        Bei uns "kostet" ein Hund - wo wir unsere Tiere her haben - 90 Euro. In einem größeren Tierheim hier in der Stadt liegt der Preis auch schon bei gut 250 Euro.

        Meine Eltern z. B. hatten den ersten Hund aus Spanien. Da haben sie 450 Euro bezahlt. Beim aktuellen Hund, auch eine Spanierin, haben sie 500 Euro bezahlt...

        Verhandeln wirst Du nicht viel können. Das Tierheim ist froh und glücklich, wenn etwas Geld in die wahrscheinlich leere Kasse gespült wird. Neben Deinem Hund sitzen da wahrscheinlich noch viele andere Hunde und Katzen, die auch irgendwie über die Runden kommen müssen. Die haben oft nicht das große Glück eine liebe Familie zu finden. Das geht alles ins Geld.

        Entweder Du machst es gerne oder lass es gleich bleiben. Im Leben gibt's nichts umsonst. #winke

        LG
        Caro

        Ich persönlich sehe es nicht als "Eine Leistung bezahlen" sondern eher als eine Spende!

        Ja manche Hunde werden schnell vermittelt und verursachem dem TH kaum Kosten. Dem gegenüber stehen aber zig andere Tiere die schon Jahrelang im TH hocken was glaubst du wo das Geld her kommt um all die anfallenden Kosten für diese Tiere zu stemmen?

        Ich hatte eine Griechin zur Pflege! In dem Tierschutzverein der sie aufnahm hat sie nur 3 Tage gesessen, trotzdem habe ich die volle Schutzgebühr gezahlt.

      • Hi
        Damit werden futterkosten, ablöse aus dem tierheim/tötungsstation, tierarzt und überführung nach deutschland gezahlt. Auch wenn der hund schon nach deutschland geholt wurde, waren die kosten dafür ja entstanden. Wir holen unsere neue hündin, 3 jahre auch von einer tierorganisation, die hunde aus spanien und ungarn holt. Wir zahlen 450 euro!
        Lg conny

        (8) 06.07.14 - 12:00

        Kastriert, gechipt und geimpft (vollständige Grundimmunisierung?).
        Wie sieht es mit Test auf Babesiose, Anaplasmose, Borreliose, Ehrlichiose und Dirofilarien aus (ggf noch Leishmaniose)? Wenn nein, würde ich dieses bei meinem TA machen lassen.

        Aber auch allein durch die gemachten Leistungen werden sich einige Kosten geläppert haben! Frag mal bei Deinem TA nach, was eine Kastration plus Chippen plus Impfung kosten würde. Was bleibt da für das Tierheim an Fahrtkosten, Versorgung und "Gewinn"?

        VG exot

        Hallo,

        Du bekommst den Hund quasi rundumversorgt. Da finde ich 330 € nicht zuviel.

        Schließlich steckt da viel Arbeit dahinter, sich um diese armen Tiere zu kümmern. Irgendwie müssen die auch ihre Unkosten decken.

        GLG

        Hallo,

        mit der Schutzgebühr wollen die meisten Tierheime sicher keinen Gewinn machen sondern lediglich einen Teil der durch das Tier entstandenen Kosten vom künftigen Besitzer zurückerstattet haben.

        In unserem Tierheim, wo ich ehrenamtlich tätig bin, beträgt die Schutzgebühr z. b. für eine Katze 80 € und für einen Hund (Mischling) 150 - 200 €. Dafür bekommst du ein kastriertes, gechipptes, geimpftes und entwurmtes Tier.

        Wenn man bedenkt, dass eine Kastration einer Katze bei unserem hiesigen TA schon 70 € kostet, weißt du, dass bei unserer Abgabegebühr keinerlei "Gewinnspanne" drin sein kann.
        Da die TÄ lt. Honorarordnung auch den dreifachen Satz abrechnen können, decken die 330 € sicher nur die einen kleinen Teil der entstandenen Kosten des TH und weiter nichts.

        Die Alternative wäre, zu einem Wald- und Wiesenvermehrer zu gehen, die übrigens ihre Welpen auch nicht umsonst abgeben. Manchmal hängen Offerten bei uns im Supermarkt aus von solchen "Hobbyzüchtern", die für ihre Welpen gern mal bis 500 € für angebliche Rassehunde ohne Papiere haben möchten. Ob die dann geimpft und entwurmt sind, wage ich in manchem Fall zu bezweifeln.

        LG

        Nici

        Hallo,

        In der Bezeichnung SCHUTZGEBÜHR steckt ja schon drin, dass es darum geht den Hund zu schützen. Davor, dass er zu Menschen kommt, die nicht bereit oder in der Lage sind, Geld für ihn auszugeben.

        Davor, dass er nicht bei Leuten aufwachsen muss, die sich der (finanziellen) Verantwortung, die ein Tier mit sich bringt, nicht bewusst sind.

        Und schlussendlich geht es darum, dass diese Kosten ein Mittelwert sind.

        Es wird nicht genau aufgerechnet, welcher Hund wieviele Kosten verursacht hat, sondern von der Summe wird ein Bruchteil dessen gedeckt, was für ein Tier ausgegeben werden muss.

        Frag doch mal beim TA nach, was es kostet, einen Welpen von Geburt an bis zum ersten Geburtstag die nötige Pflege und Behandlung zukommen zu lassen.

        Dann informier dich, was Kost und Logis für einen mittelgroßen Hund pro Jahr ausmachen.

        Als nächstes überlegst du dir, wie viel Arbeit es ist, bis ein Welpe stubenrein, menschenbezogen und "relativ gut erzogen" ist.

        Und den Betrag kannst du dir aufschreiben und für die nächsten 15 Jahre fest für den Hund einrechnen, zzgl. der Kosten für größere und kleinere Katastrophen - wobei eine kleine Katastrophe ein kaputtes Sofa oder kaputte Lieblingsschuhe sind und eine größere z.B. eine ausgewachsene Hüftdisplasie oder eine Magendrehung.

        Bei uns im Tierheim und der Hundeschule machen wir es übrigens so, dass man die Beträge auch abarbeiten kann. Also Zwinger säubern, Kot sammeln, Tiere pflegen und ausführen, Krallen schneiden, nötige Reparaturen durchführen.

        Vielleicht ist das auch eine Option.

        (12) 07.07.14 - 11:26

        Ich finde den Betrag o.k.

        Bei uns im Tierheim bezahlt man auch für Rüden 300 und für Hündinnen 350 Euro.

        Einerseits sind da sicher die Kosten für Impfung, Chip usw. mit drinnen und andererseits kommt das Geld ja auch den anderen Hunden bzw. Tieren dort zugute.

        Ich hab meinen Hund von einer Privatperson übernommen und musste dann die Tierarztkosten selbst bezahlen, inkl. Kosten für den Hund bin ich so weit über 300 Euro gekommen, von daher, ist der Preis für mich so in Ordnung.

        LG

        Ich finde den Betrag auch gerechtfertigt.

        Wenn Du alleine Entwurmungen, Impfungen, Kastration und Chippen rechnest sind da schon ganz locker 200 Euro weg. Es kommt nicht oft vor, dass ein Hund schon vorher kastriert war, und weil oft keine Impfpässe mit abgegeben werden muss man da sowieso nochmal neu impfen, weil man sonst ja keine Ahnung hat, ob und wann geimpft wurde.

        Auch in Ungarn kosten Tierärzte Geld, ich fürchte, so wesentlich weniger hat man da auch nicht gezahlt.

        Und letztendlich: ein Hund, der das Tierheim nicht viel Geld kostet, ermöglicht es dem Tierheim den nächsten angefahrenen Hund der von der Straße gekratzt wird vom Tierarzt wieder zusammen flicken zu lassen, statt ihn kostensparend einschläfern zu lassen. Gerade wenn kein halter greifbar ist.

Top Diskussionen anzeigen