Rüde markiert auch drin - kann man das abgewöhnen?

    • (1) 28.07.14 - 12:45

      Hallo,

      also, unser Rüde, den wir jetzt erst bekommen (4 Jahre, aus dem Tierschutz) markiert fleissig. AUf seiner Pflegestelle hat er das wohl die ersten Tage gemacht, nach mehrmaligen Beinchen runter drücken und einem klaren "Nein" macht er es auch nicht mehr.

      Draussen markiert er wirklich ständig, überall, an jeder Hausecke usw... wobei die Pflegeeltern das auch nicht unterbinden... nicht falsch verstehen, er darf das tun, aber halt nicht an jeder hausecke usw... hab schon gelesen, das man dann einfach weitergehen soll oder halt kurze Leine... ich denke, draussen kriegen wir das schon hin....

      ...was mir da schon mehr Kopfzerbrechen bereitet ist, das er das womöglich drin auch tut. Als die zu Besuch hier waren, hat er ständig in unsere Wohnug gemacht... wobei ich da schon wieder denke, lange Autofahrt, Stress, neue Umgebung, Katzen usw... da kan ich es noch verstehen..... aaaaber gestern waren wir wieder bei Pflegefrauchen und sie meinte, wir müssten, wenn wir gehen dann schnell raus, weil er sonst schon in die Wohnuung macht....

      Wenn er das bei uns macht, könnte ich es noch verschmerzen, wobei wenn das ständig passiert über die nächsten zehn Jahre, dann freu ich mich ;-(
      Aber wie ist das woanders? Bei Freunden, im Baumarkt, Im Cafe? usw... Kan er lernen, das wenn wir "drin" sind, er grundsätzlich nicht zu markieren hat?

      Er ist nicht kastriert, ist vom Wesen her ein absolut toller Hund, (Spitzmischling)...
      WIe können wir versuchen, das in den Griff zu bekommen....

      Vielen Dank, fürs zuhören.... lesen....

      • Soweit ich mal gehört habe, sind Spitz schwer zu erziehen.

        Hattet ihr schon einen Hund?

        Unter dir ist mein Beitrag mit meiner Hündin. Ein stubenunreiner Hund ist nicht einfach. Glaub mir.

        MUSS es dieser Hund sein? Ich persönlich würde ihn nicht nehmen.

            • (5) 28.07.14 - 13:22

              Hi,

              wir hatten wie gesagt selbst einen Wolfspitz, weitere habe ich kennengelernt. Viele machen die Begleithundeprüfung mit links, machen sogar Obedience, etc. Aber man muss eben konsequent sein (wie bei eigentlich jedem Hund), denn dumm sind Spitze ganz sicher nicht.

              Wichtig ist eben eine liebevolle, konsequente Erzieheung - nein muss nein bleiben.

              Gruß
              Kim

              • (6) 28.07.14 - 13:34

                Okay, ich denke ein Nein bleibt Nein ist bei jedem hund wichtig.

                Ich kannte nur einen Spitz, und da hieß es immer sie sind schwer erziehbar. Jetzt im nachhinein glaube ich, hätten sie aus jedem hund einen schwer erzielbaren gemacht. Wahrscheinlich waren sie nicht konsequent genug und haben das auf die Rasse geschoben.

                Da siehste mal, was man alles im Kopf behält obwohl es nicht stimmt ;-)

                • (7) 28.07.14 - 13:47

                  Als wir unseren alten Pancho adoptiert hatten (er lebte 10 Jahre auf der Straße und wurde aus der Tötung gerettet), wollten wir zusammen mit unserer Wolfspitzhündin in die Hundeschule gehen.

                  Weisst Du, was der Trainer zu uns sagte?

                  "Mit dem Spitz bringt das sowieso nichts - die sind nicht erziehbar" und "ein ehemaliger Straßenhund wird nie eine Beziehung zu ihnen aufbauen - da brauchen wir gar nicht erst mit dem Training anfangen"

                  Damit war nach 15min der "Schnuppertermin" für uns erledigt und der Trainer wird auch nicht weiterempfohlen.

                  Danach waren wir bei einem Schäferhundeverein... beim ersten Training mit unserem Spitz (Anfängergruppe - ich wusste nicht, was sie alles kann - wir hatten sie aus 2. Hand) bekam ich zu hören: nächste Woche kommst Du eine Stunde später - die ist zu gut für die Anfängergruppe. Die Woche danach hiess es: bleib noch da - Du trainierst mit Sandy in der BH-Gruppe, damit sie mal gefordert wird :-).

                  Und unser Pancho hat eine extrem enge Bindung zu uns aufgebaut - er ist nur einmal stiften gegangen, weil er schauen wollte, ob bei unserem Sohn auf dem Spielplatz alles ok ist. Als er sich davon überzeugt hatte, drehte er um und kam nach Hause. Danach ist er nie wieder weggelaufen.

                  Es gibt so viele Grüchte zu vielen Hunderassen, die einfach nicht stimmen. Man muss sich nur etwas auf den Hund einlassen und berücksichtigen, wozu die Rasse mal gezüchtet wurde und dann klappt es auch mit der Erziehung. Leider entscheiden sich viele nur aufgrund optischer Merkmale für einen Hund - ohne sich damit zu befassen, was sie da eigentlich haben (Sitchwort: Herdenschutzhunde etc.)

                  LG
                  Kim

                  • (8) 28.07.14 - 13:52

                    Haha, das ist geil #pro

                    Also für die Straßen Hunde muss ich auch ne Lanze brechen. Unsre ist echt super geworden. Bis auf das Pipi Problem seit neuestem. Da wissen wir echt nicht weiter.

                    Aber in unsrer "VorKindZeit" war sie ein absoluter Bilderbuchhund.

        Hallo,

        ich hab deinen Beitrag gelesen, ist schon hart... also allg. hält sich die Aussage, das Spitze recht leicht zu erziehen sind#gruebel

        Ich bin mir halt unsicher, ob es einfach Stress ist, der sich erstmal legen muss oder ob das generell ein Problem ist, er kam vor 4 Wochen erst nach Deutschland auf eine Pflegestelle jetzt wieder umziehen... aber ich glaub ich habs net geschrieben, die Pflegeeltern sind da auch nicht so hinterher, das markieren zu unterbinden, da sie der Auffassung sind, das gehöre nun mal dazu.... das sag ich auch, aaaber nicht immer und ÜBERALL...

        Vielleicht liegts halt auch daran, das es bis jetzt nicht konsequent unterbunden wurde... wer weiss... wir werden sehen... Danke!

        • Ja, habe gerade die Berichtigung bekommen, sollen los nicht anders zu erziehen sein.

          Unsre hat am Anfang 2x in die Wohnung gemacht. Und sie kam per LKW nach D.

          Mittwoch losgefahren, Samstag an der Pflegestelle angekommen und sonntags haben wir sie geholt.

          (13) 28.07.14 - 13:20

          Hi,

          zur Erklärung:

          Wir hatten 10 Jahre lang einen Wolfsspitz und ich kannte vorher einen vom Nachbarhof, wo mein Pferd stand. Ich selbst war damals auch sehr angenehm überrascht, wie gut die Hunde zu erziehen waren und wie schnell und gerne sie gelernt haben! Spitze sind sehr intelligent und tolle Hunde!

          Leider halten sich viele Gerüchte sehr hartnäckig (sogar bei Hundetrainern!) - von wg schwer / gar nicht erziehbar, kläffen viel, sind hinterhältig, etc.

          Das alles kann ich NICHT bestätigen. Weder für die reinrassigen Spitze (alle, die ich kennengelernt habe waren sehr verträglich mit allem und jedem) sondern auch für die Mixe. Meine Schwiegermutter hat einen Spitz-Sheltie-Mix - eine total süße, verschmuste Maus (die Frauchen total im Griff hat - aber Frauchen kann damit gut leben ;-)).

          Gruß
          Kim

          (14) 28.07.14 - 14:16

          Na da hast du es doch. Wenns auf der Pflegestelle nicht unterbunden wird, warum solls der Hund dann bei euch im Haus lassen?

          Kommt ein neuer Hund ins Haus müssen ihm Grenzen aufgezeigt werden.

          Sonst heißt es einfach beobachten und hinterher wenn er bereits schnüffelt und/oder das Bein hebt.

          So schwerwiegend ist das Problem jetzt nicht. Es bedarf eben Geduld und Ruhe.

          (15) 29.07.14 - 13:27

          Hallo,
          ich bin seit 2Jahren Pflegestelle für Hunde aus Andalusien und kenne das mit dem Markieren nur zu gut;-)
          Bisher konnte ich das Verhalten allen Hunden mehr oder weniger schnell abgewöhnen,u.a, hatten wir auch mal einen wunderschönen Spitz,der übr. tatsächlich versehentlich unkastriert bei uns ankam,was normalerweise gar nicht geht.
          Dieser Hund war das was man sich unter dieser Rasse so vorstellt,selbstbewußt,hat gerne gekläfft(genau das hat man ursprünglich auch von dieser Rasse erwartet,sie sollten schließlich aufpassen) und war sich seiner Schönheit irgendwie bewußt;-)
          Das Problem hier war das alle anderen Hunde im Haus kastriert sind und ebenfalls Rüden,er hat markiert was das Zeug hält!Es gab soweiso große Probleme mit den anderen Hunden,aber das war wohl eher typbedingt.Zum Glück war der Hübsche schon nach 5Tagen vermittelt,denn bei uns hing der tierische Haussegen schief!Was ich aber eigentlich damit sagen wollte ist das er in seinem neuen Zuhause nicht mehr markiert hat ,er durfte hier ja Chef sein und mußte nicht teilen!Nachdem er kastriert wurde hat auch das übermäßige Markieren nachgelassen.
          Wie alt ist der Hund überhaupt ?Was ich auch nicht verstehe wieso ein Hund aus dem TS unkastriert abegegeben wird?Leben in seiner jetztigen PS auch andere Hunde?Wenn ja wie versteht er sich mit ihnen?Ist er eher dominant im Verhalten(der häufigste Grund für das Markierverhalten)?Wurde bei ihm Blasentechnisch schon alles überprüft(wir hatten mal einen Hund der eine verschleppte Blasenentzündung hatte,danach hat er sofort aufgehört zu markieren)?

          Finde es toll das ihr einen Hund aus dem TS eine zweite Chance geben wollt,aber es muß für eine glückliche Zukunft auch immer hinterfragt werden ob alles zu Euch paßt!
          LG Nicole

    (16) 28.07.14 - 13:15

    Hi,

    die gleiche Frage hast Du doch vor ein paar Tagen gestellt.

    Natürlich kann man den Hund entsprechend erziehen. Es kann aber sein, dass das nicht in 3 Tagen erledigt ist. Und solange es zu Hause noch nicht 100% klappt, kann er eben weder alleine bleiben noch zu Freunden, Bekannten etc mit.

    Es ist auch völlig normal, dass Rüden draußen viel markieren. Auch das ist eine Erziehungssache. Unserer könnte alle 2m einen Marker setzen, wenn wir ihn lassen würden. Aber wir rufen ihn dann weiter. An Hausecken nehme ich ihn kurz und sobald er anfängt zu schnüffeln (das geht dem Markieren idR voraus!) gibt´s ein "Nein" und einen leichten Zupfer (kein heftiger Ruck! Das ist nicht nötig!) an der Leine mit dem Kommando "weiter". Alternativ eben Kommando "Fuß" sofern der Hund das kennt.

    Und in der Pflegestelle haben sie ihn doch auch hinbekommen - warum siehst Du da so ein Problem drin?

    Jeder Hund, auch einer, der eben zu 100% stubenrein ist, kann in einer neuen Umgbung erstmal unsauber werden. Das ist nicht ungewöhnlich. Ich glaube auch eher nicht, dass der Hund wirklich markiert sondern einfach noch nicht richtig stubenrein ist.
    Solltet ihr ihn übernehmen, dann muss Du ihn die erste Zeit wie einen Welpen behandeln: nach dem Schlafen / Fressen / Spielen umgehend rausgehen zum lösen. Die Zeiten werden nach und nach länger und es reicht, wenn er morgens / mittags / nachmittags & abends rauskommt.

    Insgesamt wird der Hund in den ersten Wochen / Monaten für euch uU eine große Einschränkung sein, weil ihr ihn ja nicht direkt alleine lassen könnt. Das wird aber jeder Hund sein!

    Habt ihr denn eine gute Hundeschule oder einen guten Hundesportverein in der Nähe? Für euch dürfte fachliche Unterstützung wirklich wichtig sein, wenn ihr euch wirklich zur Aufnahme eines Hundes entscheidet.

    Gruß
    Kim

    P.S.: Nicht dass es blöd rüber kommt: ich finde es toll, dass Du Dir VORHER viele Gedanken machst!

    • (17) 28.07.14 - 13:22

      Hallo,

      danke für die Einschätzung... ja so nebenbei hatte ich die Frage schon mal gestellt, aber nicht so explizit..

      Hundeschule werde ich/wir auf jeden Fall machen...

      Ja, die Pflegestelle hat es hinbekommen und da ist er tägl. 5 Std. allein und es klappte (auch schon nach 10 Tagen Urlaub bei denen)...

      Aber jetzt fängt er halt wieder an...wobei wie gesagt, es könnte auch Stress sein... ich denke er merkt schon, das wir immer wieder kommen und evtl. eine Veränderung ansteht...

      Wir müssten dann halt wirklich konsequent von der ersten Minute das unterbinden, oder?

      VIelen Dank für deine Meinung!

      • (18) 28.07.14 - 13:38

        Hi,

        Dir ist klar, dass ihr die Zeit zum Alleine bleiben langsam steigern müsst, wenn er zu euch kommt, oder?

        Hundeschule ist #pro.

        Versuch Dich mal in den Hund rein zu denken:

        Erst muss er jahrelang für sich selbst sorgen, landet in einem ausländischen "Tierheim" wo es sicher nicht so toll zugeht, muss eine lange Fahrt nach D ertragen, kommt in die Pflegestelle - alles neu - immer wieder neue Leute, etc. Das ist verdammt viel, was so ein kleines Hundköpfchen verarbeiten muss.

        Stress kann ein Auslöser dafür sein - es kann aber auch einfach sein, dass die Pflegestelle nicht konsequent genug ist bzw. er so schnell eben nicht zu 100% sauber ist.

        Und klar merkt er, dass irgendwas anders ist, wenn ihr immer wieder kommt. Er spürt ja auch euer Interesse an ihm.

        Und ja, sobald er bei euch zur Tür reinkommt (im Idealfall sollte er sich direkt vorher schonmal "leermachen" können) müsst ihr es konsequent unterbinden. Und eben entsprechend häufig mit ihm rausgehen (oder in den Garten lassen, wenn ihr einen habt und er dort hinmachen darf).

        Ich weiß, dass die Entscheidung einen Hund aufzunehmen gut überlegt sein will, aber man kann auch zuviel denken. Was sagt denn euer Herz? Hat es "click" gemacht? Wenn ja - dann wagt es einfach! Vielleicht kennt ihr auch einen Homöopathen, der die Umstellung für den Hund mit Bachblüten unterstützen kann - unserem Spike haben sie sehr geholfen.

        Du wirst auch merken, wenn ihr ihn wirklich adoptiert: je länger er bei euch ist (und 4 Wochen sind NICHTS), umso sicherer und entspannter wird der kleine Kerl werden. Damit reduzieren sich auch die Stressfaktoren. Verlangt nicht zuviel am Anfang, aber unterbindet alles, was ihr auch in zukunft nicht dulden wollt (z.B. Couch, Markieren, etc.).

        LG
        Kim

        • (19) 28.07.14 - 13:50

          Ja, über das Thema allein bleiben weiss ich gut Bescheid, hab genug gelesen, hoff ich!

          Ich lass ja den Stressfaktor auch nicht ausser Acht! Er hatte wohl früher ein Zuhause bei einem alten Mann, der dann wohl im KH gestorben ist, daher kommt sicher auch, das er sehr gut an der Leine laufen kann usw... er war wohl aber immer nur draussen im Hof, soweit ich das averstanden habe.

          Die Enkel wollten ihn dann nicht mehr und haben ihn ausgesetzt, sodass er 2 Monate an einer Tankstelle gelebt hat. Tja, schon schlimm...

          Ich hoffe, das sich das dann alles legt, wenn er merkt, das er angekommen sein darf.

          Ich danke Dir!

          • (20) 28.07.14 - 14:24

            ok - wenn er im Prinzip nur draußen gelebt hat, dann kennt er es auch gar nicht, dass man drin nicht markieren darf. Da würde ich mir (!) dann keinerlei Gedanken machen - mit liebevoller Konsequenz ist das in den Griff zu bekommen. Es kann etwas dauern, aber das wird er lernen. Ihr dürft nur nicht verzweifeln udn aufgeben, wenn es nicht innerhalb von 2-4 Wochen perfekt klappt.

            Ich finde es wirklich toll, wie Du Dich informierst!

            Alles Gute - und wenn er eingezogen ist, dann mag ich ein Foto sehen :-).

Der würde bei mir zu Hause genau EINMAL versuchen, zu markieren - dafür würde der ne Ansage kassieren, die er im Leben nicht mehr vergißt.

Und an jeder Hausecke dürfte der bei mir auch nicht - unser wird, bis wir im Feld sind, an der kurzen Leine gehalten, so dass er gar keine Gelegenheit hat, auf dumme Gedanken zu kommen. Und wenn doch - kurzer Leinenruck und "nein" und weiter.

Ich finds übrigens ziemlich daneben, dass die Pflegeeltern dem Hund erlaubt haben, in eurer Wohnung zu markieren bzw. das nicht unterbunden haben. Die hätte ich ziemlich fix samt Hund wieder raus befördert.

Leute gibts ... Und ganz ehrlich, ich würde den Hund nicht nehmen. Und wenn doch, ihn definitiv nirgendwo mit hin nehmen, bevor er zuverlässig gelernt hat, dass er drinnen nicht sein Bein zu heben hat. Ansonsten kann es nämlich passieren, dass ihr bei euren Freunden kein zweites Mal eingeladen werden.

Hallo

Mein Rüde hat das auch gemacht was echt nervig war. Ich hab ihn kastrieren lassen seit dem markiert er Nicht mehr.

LG

Top Diskussionen anzeigen