Würdet ihr? Giardien Hunde

    • (1) 11.08.14 - 08:19

      Huhu,

      Ich könnte aus dem Tierschutz eine 17 Wochen alte Chihuahua Hündin haben.

      Problem ist, sie hat/hatte Giardien. Ist gerade in Behandlung.

      Ich habe 4 Kinder wovon das Jüngste gerade beginnt zu krabbeln, und bereits ein Chihuahua Mädchen.

      Die Dame sagte mir die Hund können sich sowas überall holen...

      Ich habe da eine etwas andere Information. Nämlich das es sehr langwierig sein kann, hoch ansteckend. Und mir ist von jemandem der in einer Tierklinik arbeitet geraten worden die Finger davon zu lassen.

      Nun ich würde diesem Hundi gerne ein schönes Zuhause schenken!

      Was habt ihr für Erfahrungen?

      LG

      • Warum kann der Hund nicht so lange noch dort bleiben wo er ist, bis die Behandlung abgeschlossen ist?

        Giardien kannst Du Dir überall herholen, das stimmt.
        Du kannst sie selbst mit den Schuhen in die Wohnung tragen, aber auch der Hund oder auch Katze kann sie sich direkt draußen holen.

        • Der Hund bleibt so lange dort bis die Behandlung abgeschlossen ist. Sie will mir dann auch ne Bescheinigung vom Tierarzt geben, dass der Hundi frei von Giardien ist.

          Die Bekannte aus der Tierklinik sagte mir, dass sie die immer wieder kriegen kann. Und das die Giardien weg sein können für den Moment und dann ne Woche später wieder da sind.

          Im Internet steht zwar viel darüber, aber nicht ab wann man davon ausgehen kann das die Giardien weg sind, und ob sie dann dauerhaft weg sind.

          • Also mal ganz ehrlich, wenn du so viele Bedenken hast, dann lass es doch, es zwingt dich doch niemand.
            Ein Welpe findet doch immer schnell ein Zuhause.
            Ich würde ihn nehmen wenn ich könnte, wir wollten schon immer einen Chihuahua, aber leider hab ich keinen Urlaub mehr #schmoll

            • Hmm ist wohl verständlich das man erstmal darüber nachdenkt wenn man die Verantwortung für 4 Kinder und einen Hund hat oder?

              Ich möchte sie nicht vorsätzlich einen gesundheitlichen Risiko aussetzten.

              Deshalb INFORMIERE ich mich hier über Giardien. Mehr nicht!

              • Natürlich verstehe ich das, aber wie gesagt, wenn du zu viele Bedenken hast musst du ihn ja auch nicht nehmen - was anderes habe ich doch gar nicht geschrieben.

                Ich musste erstmal googlen, was das überhaupt ist, denn unsere Hündin hatte sowas nie und ich habe davon auch noch nie gehört.
                Da es aber gut behandelt werden kann und ja auch offensichtlich wird, sehe ich da eigentlich gar kein Problem.
                Heißt ja auch nicht, dass nicht euer bisheriger Hund sowas "einschleppen" kann oder ;-)

                • Ich bin bisher auch davon ausgegangen das das gut behandelt werden kann.

                  Umso weniger verstehe ich weshalb die Bekannte aus der Tierklinik so ne Panik gemacht hat.

                  Das hat mich verunsichert und deshalb wollte ich hier mal nachfragen.

                  • Naja gut, ich wäre auch verunsichert, wenn mir jemand der sich damit auskennt (bzw. sollte) sowas sagt. Will deine Bekannte vielleicht nicht, dass ihr den Hund nehmt? Ist nur mal so ein Gedanke, der sofort auftaucht bei mir #schein
                    Im Internet steht ja überall, dass es - wenn ausreichend und genau behandelt - es dann auch weg ist. Ich würde da auf den behandelnden Tierarzt vertrauen.
                    Natürlich kann sich ein Hund das jederzeit wieder holen und es müssen dann noch nichtmal eindeutige Symptome auftreten.
                    Wer weiß, vielleicht hatte unsere Hündin das auch, die hat nämlich leider mit Vorliebe Hundesch**** gefressen #schock
                    Also wenn sonst alles dafür spricht, den Hund zu euch zu nehmen (muss sich ja auch mit eurem Hund verstehen), dann sehe ich da kein Problem.

                  Ist Deine Bekannte eine ausgebildete Tiermedizinische Fachangestellte? Wenn ja, woher hat sie dieses Wissen?

                  Wenn Du so unsicher bist, fährst Du zu Tierarzt Deines Vertrauens und sprichst mit IHM/IHR über Deine Sorgen. Ein Familienforum ist da sicherlich der falsche Ratgeber, um eine zukunftsweisende Entscheidung zu fällen.

                  Giardien sind - genauso wie Würmer - Parasiten, die sich der Hund überall in der Umwelt einfangen kann. Genau wie bei Würmern erhält der Hund eine Wurmkur, die den Parasiten in all seinen Stadien abtötet. Aber schon einen Tag nach der Kur kann sich der Hund erneut anstecken. dann dauert es wieder ein paar Wochen, bis sich im Darm des Hundes ansteckende Eier befinden. Daher gibt man ja regelmäßig Wurmkuren oder sammelt Kotproben, um den Entwicklungsprozess zu unterbinden bzw. zu kontrollieren.

    Wie lange ist der Hund denn schon in Behandlung ?

    • Das kann ich nicht genau sagen. Die Info die ich habe ist. Die kleine sei in Behandlung Topfit springe durch die Gegend und wirdaber erst abgegeben wenn der Tierarzt das ok gibt das sie gesund ist. Dies bekkäme ich dann auch bescheinigt.

      • Ich habe gelesen das Mittwoch das erste Date stattfinden soll ,ich würde das in dem Fall noch nicht machen ,Die Biester sind ansteckend !

        Unsere hatte auch als sie kam als Welpe Giardien ,5 Wochen hatten wir mit den Dingern zu kämpfen und es waren 3 Panacur Intervalle nötig um die Biester alle zu machen .Es kann tatsächlich eine langwierige Sache werden ,gerade Welpen haben ja noch kein ausgereiftes Immunsystem .

        LG

Hi,

unsere Hündin hatte als Welpe auch einen Giardienbefall, was mit starkem Durchfall (teils blutig) und Erbrechen einher ging. Insbesondere für immunschwache Personen, also auch ältere Menschen oder Kleinkinder können Giardien schon gefährlich sein.

Ich würde an deiner Stelle versuchen mit dem Verein zu vereinbaren, dass der Welpe erst zu Ende behandelt wird und in einer Sammelkotprobe keine Giardien mehr nachweisbar sind. Das heißt, dass über mindestens drei Tage Kotproben gesammelt werden und auf Zysten untersucht werden. Das ist nötig, weil nicht bei jedem Kotabsatz Zysten ausgeschieden werden.

Bei einigen Tieren kann es dann denoch passieren, dass sich die Giardien in die Gallengänge zurückziehen und dort in einem Dauerstadium verweilen. Dort sind sie nicht nachweisbar und können nicht behandelt werden. Wenn das Tier dann z.B. unter Stress steht kann ein erneuter Ausbruch passieren.

Man muss dann bei erwachsenen Tieren insbesondere auf die Futterverwertung achten. Denn Giardien äußern sich nicht immer durch Durchfall sondern auch durch eine schlechte Futterverwertung, also durch vermehrten Kotabsatz, große Kotmengen und vermehrten Appetit des Tieres.

LG

Wenn die Behandlung abgeschlossen ist kannst Du den Welpen bedenkenlos holen.

Giardien kann sich jeder Hund mal holen, dazu muss er ja nur auf der Hundewiese nen Haufen abschnüffeln von einem befallenen Hund. Noch schlimmer sind Katzen, wenn die Mäuse fressen verspeisen sie ja gleichzeitig auch alles, was sonst noch in den Mäusen lebt.

Das Ganze ist aber nicht soooo extrem ansteckend. Es dauert seine zeit, bis die sich in einem gesunden, wohlgenährten Tier überhaupt richtig festsetzen und selber vermehren können, das Immunsystem ist ja auch aktiv und vernichtet viele Parasiten. Nur Welpen und angeschlagene Tiere werden oft akut befallen, bei mittelalten und gesunden Hunden reicht es völlig, 2-4 mal im Jahr eine Kotprobe untersuchen zu lassen - ich würde da nicht mal Entwurmungen geben ohne nachgewiesenen Befall, weil der echt eher selten auftritt.

Damit sich Deine Kinder anstecken braucht es dann schon recht direkten Kotkontakt. Ich weiß, Hunde lecken sich auch mal den "Auspuff" und schlabbern 5 Minuten später Kinderhände ab, aber der Speichel bringt da schon einen großteil der Keime und Erreger um die Ecke. Und Hundehaufen entfernt man ja auch nicht mit bloßen Händen und wäscht sich danach die Hände. Und dann haben auch Deine Kinder ein aktives Immunsystem, das mit einigem an Parasiten fertig wird, bevor sie krank machen.

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