CaLeLo Dogs Hundevermittlung aus dem Ausland

    • (1) 04.09.14 - 14:11

      Hallo!

      Ich möchte jetzt mal was los werden, weil es mich ärgert, dass ich beim Aufruf in der Internetsuche des Namens "CaLeLo Dogs" außer der Startseite des Vereins nur diese Negativ-Meinungen hier aus dem Forum finde und dazu muss ich mal was sagen.

      Ich habe einen Hund über CaLeLo Dogs bekommen und bin von diesem Verein absolut begeistert. Es nicht mein erster Hund und auch nicht mein erster Hund aus dem Ausland und kann mir somit eine Meinung bilden. Die Leute (fast ausschließlich Frauen) sind total arrangiert und mit Herzblut bei der Sache. Es finden vor dem Abflug des Tieres aus Spanien unzählige Gespräche statt und alle offenen Fragen werden geduldig und kompetent beantwortet. Die Tiere kommen beachtlich gepflegt, auf Mittelmeererkrankungen getestet etc. aus Spanien an und sind genauso wie beschrieben. Nicht wie bei manch anderen Vereinen, wo die Tiere dann statt der angegebenen 2 Jahre plötzlich 5 Jahre alt sind und als verträglich und lieb geschildert werden und dann in Wirklichkeit aggressiv sind. Mein Hund ist genauso wie er von den Damen beschrieben wurden und einfach nur ein absoluter Traumhund. Auf alle Eventualitäten wurde ich hingewiesen vorab und bekam zahlreiche gute Tipps mit auf dem Weg gegeben. Die Damen fliegen selbst nach Spanien und die Tiere dort abzuholen und kümmern sich bis zur Übergabe der künftigen Herrchen oder Frauchen persönlich um alles. Nach der Ankunft mit dem Hund zu Hause wird abermals nachgefragt, wie es läuft und ob man zurecht kommt oder Fragen hat. Dann nach Wochen und Monaten immer mal wieder eine Nachfrage, ob alles gut läuft.

      Die meisten anderen sind doch nur daran interessiert schnelle Kasse zu machen und von denen hört man niemals wieder was. So läuft es bei CaLeLo Dogs nicht.

      Und dann der Blödsinn mit dem "Leasing-Vertrag", den ich da gelesen habe von jemandem, der wahrscheinlich wieder nur irgendwas gehört hat über tausend Ecken. Natürlich gehört mir der Hund, aber CaLeLo Dogs verbietet es ausdrücklich im Vertrag, dass der Hund weiterverkauft wird. Wenn es Probleme gibt oder man möchte den Hund nicht mehr, dann geht er an CaLeLo zurück und DARF NICHT VERKAUFT WERDEN. Ok ... könnte man als "Leasing-Vertrag" auslegen, aber ich persönlich finde diese Klausel GUT!!! CaLeLo möchte damit doch nur verhindern, dass mit den Hunden Geschäfte gemacht wird und genauso MISSBRAUCHT werden wie es hier in Deutschland vielfach mit den sogenannten Rassehunden der Fall ist. Ich käme niemals auf die Idee meinen Hund wieder zu verkaufen und somit ist es MEIN HUND bis zu seinem Tode und das vermutlich ebenso wie bei den meisten anderen Leuten, die sich für einen Hund von CaLeLo entschieden haben.

      Ich kann abschließend nur sagen, dass ich diesen Verein uneingeschränkt weiterempfehlen kann und diese Damen, die sich für die armen Hunde für "ein Ei und ein Butterbrot" so zerreißen, haben absolute Hochachtung verdient.

      • (2) 04.09.14 - 16:44

        Hi,

        ich würde mich gar nicht so aufregen.

        Es gibt für jeden Tierschutzverin und für jedes Toerheim, jeden Tierarzt etc immer gute und schlechte Beurteilungen.

        Und ganz oft ist es einfach so, dass die Leute sich selbst überschätzen oder welche Arbeit ein Tierschutzhund machen kann etc. und anstatt das zuzugeben, ist der Vermittler schuld.

        Ich kenne es gar nicht anders, als dass Tierschutzvereine Rückgabeklauseln im Vertrag haben und untersagen, dass der Hund/die Katze/ etc weiter gegeben wird. Abgesehen davon, dass diese rechtlich nicht haltbar sind, finde ich es gut. Es gibt aber auch TSV, die klar sagen, dass sie keine Rücknahmemöglichkeiten haben, aber bei der Weitervermittlung helfen.

        Wir haben schon mehrere TSV-Hunde adoptiert bei unterschiedlichen Vereinen/Tierheimen. Mit den Hunden waren wir immer sehr zufrieden! Und trotzdem haben wir, als wir vor 3 Jahren wieder auf die Suche gingen, mit "unserem Haus- und Hof-Tierheim" keine guten Erfahrungen gemacht. Die hunde konnten da nichts für, aber wenn ich von zwei Mitarbeitern unterschiedliche Aussagen zu einem Hund bekomme und das in wichtigen Dingen (schnappen/beißen - und wir haben ein Kind), dann ist das nicht akzeptabel. Letztlich haben wir den Hund nicht genommen - tat mir leid, weil er einen echt guten Eindruck machte, aber das Risiko konnten wir nicht eingehen. Das TH spricht nun mit uns nicht mehr, obwohl wir unsere Entscheidung vernünftig und sachlich begründet haben - und das, obwohl wir es bis dahin immer fleißig finanzielle unterstützt haben und sie uns sehr gut kennen. Immer wieder kam in den Jahren davor die Anfrage, ob wir nicht Platz für einen weiteren Hund hätten... War damals allerdings noch eine andere Leitung (wurde schwer krank und gab die Leitung ab - arbeitet aber noch dort) - diese riet uns von diesem speziellen Hund auch ab.

        Trotzdem empfehle ich das Tierheim weiter - die Tiere dort können nichts für die blöde Tussi, die die Leitung hat. Es gibt dort ja noch andere, vernünftige Mitarbeiter.

        Der TSV wo wir letztlich unsere Hündin her haben, erntet auch gelegentlich negative Kritik - der nimmt dann aber Stellung dazu, wenn diese öffentlich gemacht wurde und 99% der Adoptanten sind mehr als zufrieden. Das zählt für mich mehr, als Hörensagen von schlechten Erfahrungen.

        Außerdem bin ich der Meinung, wenn ich ein Tier anhand eines Bildes adoptiere, dann muss mir klar sein, dass es evtl. anders ist, als ich es mit vorstelle. Außerdem verhalten sich Tiere in Tierheimen etc anders, als wenn sie eine eigene Familie haben. Diese Verhaltensänderung kann sich eben sofort oder auch erst später zeigen. Naja, und das Alter kann eh immer nur geschätzt werden... unser Pancho kam aus Mallorca - und sollte 10 Jahre alt sein. Lt. verschiedener TÄ, die wir in 7 Jahren hatten, war er mind. 2 Jahre älter, aber sie bringen ja nun auch keine Geburtsurkunde mit, wenn sie im TH landen. Na und? Deshalb war er ein genauso toller Hund!

        Gruß
        Kim

        • (3) 04.09.14 - 17:09

          Hallo Kim,

          freut mich deine Meinung zu meinem Beitrag zu lesen. Danke dafür!

          Naja "Aufregen" ist auch zu viel gesagt, aber ich mußte das einfach mal los werden, weil ja meistens alles schlecht geredet wird und positive Dinge ganz selten mal geäußert werden.

          Und wie du schon ganz richtig sagst, kann man eben immer und überall auch positive und negative Erfahrungen machen. Die Leute stecken eben auch nicht in der Haut des Tieres und können nur ihre "subjektive" Meinung dazu äußern, wie SIE das Tier erlebt haben. Und wie du ebenfalls richtig sagst, verhält sich ein Tier im Tierheim oder in so einer Auffangstation in Spanien oder Portugal oder wo auch immer, völlig anders als später zu Hause. Dann kommt ja auch noch dazu, dass die meisten Menschen nicht über Geduld und Einfühlungsvermögen verfügen und erwarten, dass so ein armes Geschöpf von einem Tag zum anderen zum Hund ihrer Träume wird und alles richtig macht. Ich selbst habe einen Hund von CaLeLo bekommen, wo mir schon gesagt wurde, dass der Hund sehr verängstigt ist. Ja ... und sie war total verängstigt und hatte vor ALLEM und NICHTS Angst. Aber ich besitze genügend Einfühlungsvermögen und Geduld, diesem Hund Stück für Stück die Angst zu nehmen und jeden Tag wurde es besser.

          Einen Hund aus dem hiesigen Tierheim habe ich auch schon gehabt und der hat nach einer Weile reihum alle aus meiner Umgebung irgendwann mal gebissen. Trotzdem habe ich ihn behalten, aber es war schwierig. Jetzt deshalb zu sagen, ich würde keinen Hund mehr aus dem Tierheim nehmen, halte ich für blödsinnig. Aber mit einem Kind wäre es gar nicht gegangen. Wogegen mein jetziger Hund aus Spanien ist der Frieden in Hundegestalt und verträgt sich mit Kindern, anderen Hunden ... eigentlich mit allen, nur vor Männern hat er oftmals etwas Angst und geht ihnen dann schlichtweg aus dem Weg ohnen böse zu werden, aber das ist auch schon besser geworden.

          Warum hier oder woanders die Leute etwas gegen Hunde aus dem Ausland haben, würde mich mal interessieren. Ich kann keine plausible Erklärung dafür finden. Hier in Deutschland habe ich die Möglichkeit entweder ein Welpe vom Züchter zu nehmen und gerate da womöglich an solchen Leuten, die die Hunde als Gebährmaschinen mißbrauchen oder ich gehe ins Tierheim. Im Tierheim, zumindest hier bei uns, sind aber zu 90% sehr große Hunde oder Kampfhunde. Beides sagt mir nicht so zu. Was also spricht dagegen, mir einen Hund, der mir sympathisch ist (denn das ist auch sehr entscheidend) aus dem Ausland zu holen, der es sicher nicht minder verdient hat, endlich ein schönes Plätzchen zu bekommen als die Hunde, die hier in Deutschland leben. Oder gibt es immer noch Menschen und Tiere der 1. und 2. Klasse?! Wenn ja, dann möchte ich jedenfalls davon nichts wissen.

          • Hallo,

            "Warum hier oder woanders die Leute etwas gegen Hunde aus dem Ausland haben, würde mich mal interessieren. Ich kann keine plausible Erklärung dafür finden...."

            Unser hiesiges Tierheim nimmt Hunde aus einem großen rumänischen Tierheim auf. Viele Leute stehen auf dem Standpunkt, dass durch die Aufnahme der ausländischen Hunde unsere Hunde hier aus Deutschland, die in den Tierheimen sitzen, kaum noch eine Chance auf Vermittlung haben. Besonders, wenn wieder eine Ladung Welpen aus dem Ausland zur Vermittlung steht.
            Das könnte eine von mehreren Erklärungen sein.
            Ich bin in diesem Tierheim ehrenamtlich tätig und mir gegenüber wurde schon mehrmals geäußert, dass DIE (die Verantwortlichen in den entsprechenden Ländern) sich gefälligst selbst etwas einfallen lassen sollen und das es vom deutschen Tierschutz ganz schön doof wäre, sich noch mehr Probleme auf den Tisch zu ziehen. Vor allem, weil das ja auch zusätzlich Geld kosten würde.

            Mir persönlich wärs egal gewesen, ich hätte meinen "Krawallbruder" auch aus dem ausländischen Tierschutz aufgenommen. Weils einfach gepasst hat und die Tiere nichts dafür können.

            LG

            Nici

      (5) 04.09.14 - 20:07

      Na, ist ja prima!

      Wir blöden Deutschen adoptieren die Hunde aus dem Ausland, wo es bei uns schon viele Tiere gibt die kein Zuhause haben, und die Spanier mússen sich nicht selbst eine Lösung überlegen....

      Gruß

      Manavgat

      • (6) 09.09.14 - 14:25

        Informieren und nicht pauschalisieren!

        Hier ein netter Bericht zum Auslandstierschutz.
        http://www.tierrettung-ausland.com/index.php?id=56

        Die Tierschützer vor Ort versuchen ihr möglichstes. Es geht hier ja nicht darum das im Ausland wild Hunde von der Strasse eingesammelt werden um sie dann hier rüber zu schippern sondern der Tierschutz vor Ort wird halt unterstützt im dem man ihnen den ein oder anderen Hund abnimmt!
        Und Strassenhunde gibt es nicht nur in Spanien #augen

    Warum suchst Du nach irgendwelchen alten Forenbeiträgen? Das ist doch lange nicht mehr diskutiert worden, im Endeffekt machst Du jetzt eher schlechte Stimmung gegen den Verein.

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