Wen sollte ich kastrieren lassen - Rüde oder Hündin?

    • (1) 06.09.14 - 10:34
      Inaktiv

      Hallo ihr,

      ich brauche mal etwas Entscheidungshilfe.... Und zwar habe ich einen Schäferhund-Rüden und eine Jack-Russel-Bolonka-Mischlingsdame. Nun möchte ich natürlich einen der beiden kastrieren und wäge nun ab, für wen es das geringere Übel wäre. Beide sind knapp 2 Jahre alt.
      Die Hündin ist ein kleines quirliges Wesen, die bisher 2 mal läufig war. Bei beiden Läufigkeiten gab es keine Probleme. Eigentlich war sie bis auf den Ausfluss so wie immer. Also schloss ich für mich eigentlich erstmal aus, sie zu kastrieren, da ja bei einer Hündin der Eingriff gewaltig größer ist als beim Rüden.

      Der Rüde ist sehr unsicher, aber aggressiv gegen andere Rüden. Aber sonst zeigt er kein aufdringliches Rüdenverhalten (außer natürlich wenn er in Kontakt mit einer heißen Dame kommt). Also wollte ich eher in kastrieren, bin aber nicht sicher, ob es seine Unsicherheit verstärken könnte.
      So, nun habe ich mich von unserem TA beraten lassen: Er empfiehlt nun genau anders herum, also Hündin kastrieren um Gebärmuttertumoren und Milchleistentumoren vorzubeugen und dem Rüden die Männlichkeit zu lassen, um ihm die Unsicherheit nicht zu verstärken.

      Mmmhh, nun wie denkt ihr darüber? Die Kleine hatte ja eigentlich keine Probleme, keine Scheinträchtigkeit... ist da die Argumentation des TA überhaupt begründet? Ich habe aber auch keine Erfahrungen mit Hündinnen, sie ist unsere erste. Davor hatten wir immer nur Rüden in der Familie, keiner kastriert, so dass ich auch hier keine Auswirkungen abschätzen kann....
      Danke schonmal für die Antworten.

      • (2) 06.09.14 - 11:08

        Bin absolut dafür beide kastrieren zu lassen.

        Für die Hündin hat es Vorteile: Keine Läufigkeit (du musst nicht den Blutflecken hinterher wischen), dadurch weniger Mamatumore und was ich viel schlimmer finde - die Gebärmutterentzündung.

        Für den Rüden: Wenn auch nur eine Hündin in der Nähe läufig ist hast du kein Gefiepe und Gejaule zuhause sitzen. Oder nen Hund der ständig weglaufen will.

        Ich bin immer für eine Kastration. Bei unserer Hünding hat die Vorbesitzerin es leider aus Kostengründen nicht machen lassen. Wir mussten zwei mal beide Brustleisten entfernen lassen und letztendlich musste sie wegen einer Gebärmutterentzündung eingeschläfert werden.

        LG,

        Mizzie

        Hallo celini,

        finds erstmal toll dass du dir so viele Gedanken dazu machst, heutzutage wird leider viel zu oft einfach kastriert.

        Also zur Hündin: eine Frühkastration kann tatsächlich das Risiko für Gesäugetumore verringern, der Effekt nach 2 durchgemachten Läufigkeiten ist allerdings nicht mehr wirklich da, da hätte man vor der ersten Läufigkeit kastrieren müssen. Und die Gebärmutter kann logischerweise nicht mehr entarten wenn sie weg ist ;) Vielleicht wird sie auch etwas ruhiger wenn sie erstmal durch die Pubertät durch ist und "erwachsen" wird.

        Zum Rüden: Angstproblematiken verschärfen sich eher nach einer Kastration, da die Geschlechtshormone wegfallen, und die machen selbstbewusst. Bei der Aggression deines Hundes gegen andere Rüden ist die Frage ob das besser werden würde, kann auch gleich bleiben.
        Wie wäre es wenn du einen von beiden strerilisieren lässt? Dann gibts auch keinen Nachwuchs, die Geschlechtshormone bleiben jedoch erhalten und die Nebenwirkungen einer Kastration treten nicht auf.
        Oder du machst beim Rüden einen "Testlauf" mit dem Kastrationschip, der hält für 1 Jahr und du könntest sehen wie er sich ohne Testosteron verhält.

        Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen!
        LG

        • Ach ja, eine Kastrtion ohne medizinische Indikation (und die hast du streng betrachtet nicht...) ist laut Tierschutzgesetz verboten (§6 wenn du das nachlesen willst ^^).

          Wenn dich das Thema sehr interesseirt kann ich das Buch "Kastration und Verhalten beim Hund" von Sophie Strodtbeck und Udo Gansloßer sehr empfehlen, da gehts genau um das Thema welche Auswirkungen hat eine KAstration denn wirklich.

          LG

              • Ein Chip nach dem anderen ist aber auch keine Lösung, das verursacht Krebs.

                Mal davon abgesehen: bei Katzen, Kaninchen, Farbmäusen etc. gibt es gar keine Diskussionen ob Kastrationen erlaubt sind oder nicht, da ist das einfach völlig normal weil zwingend notwendig - basta. Nur in Hundeforen kommen irgendwelche abenteuerlichen Interpretationen des Tierschutzgesetzes daher, die einfach falsch und frei erfunden sind.

          Hallo,

          dann lies das Gesetz genau durch:

          § 6

          (1) Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres. Das Verbot gilt nicht, wenn...

          5. zur Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung oder - soweit tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen - zur weiteren Nutzung oder Haltung des Tieres eine Unfruchtbarmachung vorgenommen wird.

          http://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/BJNR012770972.html

          LG
          Lilly

    So, der Tierarzt möchte gerne die Hündin kastrieren.

    Hmh, ein Schelm, der Böses dabei denkt... schließlich kostet eine Hündinnenkastration im Schnitt ca. 280 bis 300 Euro und ein Rüde ist schon für einen Hunni weniger entmannt... Ja, auch ein Tierarzt muss kaufmännisch rechnen können, um am Ende seine Rechnungen bezahlen zu können.

    Für einen unsicheren Rüden ist es völlig Banane, ob es kastriert wird oder nicht. Unsicherheit wird nur durch Interaktion zwischen Mensch und Hund anerzogen oder auch eben behoben. Eine Kastration ist da völlig zweitrangig, da sie null Effekt hat. Unsicherheit ist ein Erziehungsproblem, kein Hormonproblem.

    Trotzdem würde ich den Rüden wählen, da die OP für ihn weniger belastend ist. Ein kleiner Schnitt am Hoden und gut is. Eine Hündin hat eine richtige Bauchoperation zu verarbeiten, da die wenigsten Tierärzte endoskopisch arbeiten. Die Wundheilung, die Schmerzbehandlung, das Fädenziehen... alles ist umfangreicher (und damit auch teurer).

    LG

    (10) 06.09.14 - 13:38

    Wenn du dir noch unsicher bist, probiere es erstmal mit dem Hormonchip. Frag bei deinem Tierarzt nach und lass dich nochmal beraten.

    Ich stand vor dem selben Problem. Mein Hund reagiert auf andere Rüden auch unsicher. Allerdings nur auf die, die selber randale machen, ansonsten werden die nicht weiter beachtet.

    Kastration ersetzt nicht die Erziehung.

    Deswegen hab ich es erst mit dem Hormonchip probiert. Der hält schon seit über einem halben Jahr an.
    Die Kosten sind von Tierarzt zu Tierarzt unterschiedlich. Ich habe 60 Euro dafür bezahlt. Aber es dauert paar Wochen bis der Chip anfängt zu wirken.

    Ich würde dir den Chip auch empfehlen, dass du einfach mal schaust, ob und wie sich das auswirkt umd ansonsten rate ich dir mit deinem Hund dieses unerwünschte Verhalten zu trainieren. Wird er jetzt kastriert, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es seine Unsicherheit noch mehr verstärkt.

    (11) 06.09.14 - 15:30

    Danke erstmal für die ersten Meinungen zu diesem Thema...

    Was den Rüden und sein Verhalten betrifft: Ich weiß, dass es zu 90% Erziehung ist, wie der Hund sich benimmt, nur leider habe ich das Problem, dass bei ihm vermutlich in der wichtigen Prägephase verpasst wurde ihm die Welt zu zeigen. Vermutlich wurde er im 1. Lebensjahr in einem Zwinger oder Ähnlichem abgeschirmt von der Umwelt gehalten. Ich habe ihn nun seit Ende Februar und arbeite kontinuierlich an seinem Verhalten. Aber jede neue Situation bringt ihn aus dem Konzept. Ja, er hat Grundgehorsam gelernt, auch die Leinenführigkeit ist schon fortgeschritten - aber nur an Orten, die er kennt. Gehe ich eine neue Runde, fangen wir wieder von vorne an. Ich habe ihn mit Clicker und Leckerlies trainiert, aber im fremden Umfeld kann er keine Leckerlies annehmen. Er gerät sogar schon von der Rolle, wenn ich ein neues Outfit anhabe, was in der Farbe völlig anders ist. So hat er mich auch schon angebellt. Aber beim Ansprechen hat er mich erkannt und alles war wieder gut. Also hier haben wir noch einen sehr sehr langen Weg vor uns...

    Sterilisieren von einem der beiden wird auch nix bringen, denn die Hormone wirken ja trotzdem. So müßte ich einen von beiden aus dem Haus sperren, wenn wir außer Haus sind in der heißn Zeit. Denn der körperliche Unterschied könnte schon zu erheblichen Verletzungen bei der Kleinen führen, wenn er versuchen sollte sie zu decken.

    Deshalb sollte es schon eine Kastration werden. Was die medizinische Indikation betrifft - da weiß der TA genau, was er schreiben muss. Eigentlich ist dieses Tierschutzgesetz auch nur so eine Papierklausel...

    Die Idee mit dem Kastrationschip ist aber nicht schlecht...

    Den Schutz der Kleinen vor schlimmen Erkrankungen durch Kastration kann man jetzt wohl nicht mehr bekommen, oder? Vor der 1. Läufigkeit hätte ja bedeutet mit 6 oder 7 Monaten.... Ist das nicht extrem früh? Gibt es eine Statistik dazu, wieviel Hündinnen tatsächlich davon betroffen sind??

    (12) 06.09.14 - 15:36

    Bei uns werden alle Arbeitshunde kastriert. Die Beobachtungen sind sehr unterschiedlich, vor und nach der Kastration.

    Die Rüden verarbeiten es alle eigentlich sehr gut, sind etwas ausgeglichener und ruhiger, allerdings nimmt nach der Heilung der Kastration auch das Arbeitspensum zu, dies kann man also nicht als direktes Produkt der Kastration sehen. Aber sie sind im Rudel verträglicher.

    Umkastrierte Rüden können bei den Rudelführern Stress auslösen, müssen aber nicht. Eher nicht, wenn es ein Jüngling ist.

    Am Grundcharakter hat sich nichts verändert, auch Probleme haben sich nicht verstärkt oder verbessert aufgrund der Kastration. Auch ein sehr junger Rüde, der immer unsicher war, hat sich trotz Kastration bestens entwickelt. Das lag aber an der wunderbaren Geduld seiner Zieheltern, die ihn konsequent an die Umwelt gewöhnt haben und dass er trotz Kastration männlicher und erwachsener geworden ist.

    Dies betrifft Rüden zwischen 7 Monaten und 3 Jahren.

    Die Mädchen fallen länger aus. Da auch unsere kastrierten Rüden auf die läufigen Hündinnen aufmerksam werden und sie sich ihnen manchmal anbieten, allerdings nicht können und sollen, bedeutet das für alle nur Stress. Die kastrierten Hündinnen fügen sich besser ein und sind entspannter.

    Allerdings gibt es zwischendurch immer wieder Hündinnen, die die Kastration schlechter vertragen, gerade im Vergleich zu Rüden. Meistens sind diese Hündinnen aber sowieso hormonell oder charakterlich etwas langsamer oder kindlicher entwickelt.

    Ansonsten musste noch kein Hund aufgrund Kastration aus dem Training oder Dienst entlassen werden.

    Beim einem Arbeitshund ist es natürlich ein Unterschied, aber grundsätzlich ist es im Rudel immer ruhiger und verträglicher, wenn alle einen ebenen Hormonlevel haben bzw. kastriert sind.
    Bei zwei Hunden kann man es sich überlegen und in dem Falle würde ich den Rüden legen lassen. Trotzdem musst du mit ihm intensiv an seinen Problemen arbeiten.

    Nach zwei Läufigkeitszyklen ist der gesundheitliche Vorteil bei der Kastration des Weibchens aber kaum mehr vorhanden. Ihre Kastration würde ich abhängig von der Hundeumgebung bei euch machen.

    • (13) 06.09.14 - 17:22

      Danke für den ausführlichen Bericht zu deinen Erfahrungen.

      In welchem Bereich arbeiten eure Hunde?

      Mein Schäferhund kannte ja wirklich gar nix, kein Spielen, keine Menschen, keine Autos, Umweltgeräusche....eigentlich war er unvermittelbar. Das Tierheim hatte keine Kapazität mit ihm zu arbeiten. Ich habe mit ihm an der Schleppleine mit dem Grundgehorsam angefangen... jetzt folgt er mir auf Schritt und Tritt. Er kann jetzt "Sitz", "Platz", "Bleib", "Komm", "Nein" und "auf deinen Platz". Nachdem er Vertrauen zu mir hatte, hatten ich ihm "Spielen beigebracht" - also Ball oder Dummi holen. Diese Dinge klappen schon toll, er ist dabei sehr fleißig und dreht regelrecht auf und ist gierig nach Befehlen. Das alles ist aber nur in unserem näheren Wohnumfeld so. Woanders hat er nur Angst (Schwanz eigeklemmt, Ohren auf Durchzug und hängt sich in die Leine, um schnell aus der Situation zu fliehen). Auch anfassen können ihn nur eine Handvoll Menschen aus Familien- und Bekanntenkreis. Also er rennt halt weg oder bellt, aber zeigt jetzt keine Aggression. Er versucht halt aus der Situation zu gehen.
      Ich habe schon überlegt, was ich noch mit ihm arbeiten könnte, wo er vielleicht selbstsicherer wird... Jedenfalls wird hier noch sehr viel Geduld nötig sein.

      Ich denke ja auch, dass die Komplikationen bei einer Hündin schon beträchtlicher sein können, gerade bei so einem kleinen Pupser von 6 kg Kampfgewicht. Sie "funktioniert" mittlerweile ja perfekt, hört gut ist lieb und verspielt und so weiter...Sie hat total profitiert von der Anwesenheit eines Artgenossen. Eigentlich soll sie auch genauso bleiben...

      • Im sozialen Bereich, also Blindenführhunde, Therapiehunde u.a. Deshalb muss ihr Sozialverhalten weitgehend tadellos sein.

        Wir nehmen zwar auch Hunde in Ausbildung, die nicht von unseren ausgewählten Personen als Welpe aufgezogen wurden, aber bei solchen Unsicherheiten, wie du sie beschreibst, nehmen auch unsere Instruktoren Abstand. Zum einen haben wir nicht die Zeit, die so ein Hund benötigt, zum anderen kann man nie alles verbessern.
        Ich denke, du musst damit rechnen, dass dein Hund immer Baustellen haben wird bzw. gelöste Probleme wiederkommen können.

        Wir erwarten, dass unsere Welpen soweit es geht immer und überall mitgenommen werden, denn nur so lernen sie es kennen. Das geht im jungen Alter halt am besten, aber die Sozialisierung und die Umwelterfahrungen sind sehr wichtig. Leinenlaufen und Kommandos sind schnell da, ich meine unsere Hunde lernen viel mehr später, wenn sie in die richtige Ausbildung kommen.

        Der unsichere Welpe hatte zum Beispiel Probleme mit Schulen. Dann ging es einen Tag halt 200m nah an die Schule (gerade bevor der Welpe beginnt Unwohlsein zu zeigen) und bleibt 10 Minuten da stehen. Am nächsten Tag bleibt man 15 Minuten da stehen. Am nächsten Tag geht man 180m nah an die Schule usw. Und das zweimal täglich, nach zwei Wochen hat er es gelernt.

        Du musst deinen Hund in Minischritten an alles neue Sachen gewöhnen und zwar noch so, dass er ok ist und nicht schon offensichtlich weg will. Er braucht Zeit und Ruhe zum Beobachten und Abschätzen, damit er zum Schluss kommen kann, dass die Situation für ihn ungefährlich ist.

        Wichtig ist auch viel Ruhe von dir aus, du darfst dich von ihm nicht irritieren lassen.

        Ihr habt ja alle Zeit der Welt.

        • (15) 06.09.14 - 18:13

          Oh ne, diese Aufgabe ist wirklich nix für ihn #zitter

          Mmh, so wie du beschreibst, sieht unser "Training" aus... Wenn er von sich aus an fremde oder wenig vertraute Personen gehen kann, dann schaut er neugierig und schnuppert vorsichtig an, sobald die Hand hoch geht, erschrickt er sich. Deswegen bitte ich drum, ihn nicht zu streicheln und erkläre, dass sie ihm eine größere Freude bereiten, wenn er nur mal schauen darf. So haben wir jetzt immerhin 7 Personen, die uneingeschränkt zu ihm gehen können, streicheln, schmusen usw.... Hihi, jeder Schritt zählt. Momentan arbeiten wir am Stadttrubel... wir gehen immer mal wieder in belebtere Straßen, lassen ihn schnüffeln und schauen...
          Naja, mich bringt er nicht aus der Ruhe. Es war ja eine bewusste Entscheidung. Ich hatte auch keine Erwartungen in ihn, dass er eine bestimmte Anforderung erfüllen soll. Ich wußte ja, wie er ist. Er hatte ja auch vor mir mal Angst, aber ich habe ihn einfach zu "seinem Glück gezwungen", als ich ihn mit zu mir nach Hause nahm. Das Vertrauen kam außerhalb der Tierheimwände sehr schnell.
          Mal schauen, wieviel er schafft...

          • Ich denke, das kommt schon. Unsere private Hündin, die nunmehr auch schon ein paar Jahre verstorben ist, ist nach Staupe-Erkrankung von den Strassen Ex-Jugoslawiens über ein Tierheim und ergebnislose Vermittlungsversuche zu uns bekommen.

            Hatte auch vor allem Angst, aber sie hatte starke Fortschritte gemacht. Die Angst vor grossen, dunklen Männern blieb und Kinder und Welpen nervten sie. Im Haus und Garten war sie sehr verteidigend. Abruf und Freilauf waren allerdings super.
            Im Alter kam alles wieder zurück und sie wurde dann eingeschläfert, weil sie nur noch gestresst war. Muss bei euch nicht sein.
            Aber mit viel Geduld kriegt man auch viel hin. Das wird schon! Und nicht vergessen: die Zeit geniessen! :-)

            50% der ausgesuchten Welpen werden früher oder später übrigens ausgeschieden. Heute wird in der schnelllebigen Zeit von Arbeitshunden im sozialen Bereich viel, viel mehr abverlangt, als noch vor zehn Jahren. Die Hunde müssen ein sehr starkes Nervenkostüm haben und erdulden. Die meisten der ausgeschiedenen Hunde werden aus Wesensgründen ausgeschieden, trotz sorgfältiger Zucht und Aufzucht. Das kann der Jagdtrieb sein, z.B. Das zweite sind gesundheitliche Einschränkungen, oftmals HD- und ED-Werte. Unsere ausgeschiedenen Hunde werden mit Kusshand genommen, die haben eine Warteliste. Das sind perfekte Familienhunde und werden nur ausgeschieden, weil eine Person mit einer Behinderung sie nicht korrigieren kann. Die Hunde müssen sich bis zu einem gewissen Grad selbst disziplinieren.

            Da ist der Blindenführhund im Führgeschirr, im Einsatz und das heisst: eigener Hund an die Leine und einfach vorbei… die meisten Hunde schauen, sind aber konfliktfrei. Aber dann kommen Menschen mit ihren kläffenden kleinen Hunden an der Flexileine, bei der sie 0 Kontrolle haben… Ich meine, eine blinde oder sehbehinderte Person kann nur begrenzt eingreifen. Und was glaubst du, was das Ergebnis ist, wenn der Führhund auch nur ein Anzeichen von Unwohlsein zeigt?

            Polizeihunde haben einen gewissen Ruf, die werden auch mal hinter verschlossenen Türen ausgebildet, weil das will man nicht sehen. Das darf man nicht sehen! Da werden Eigenheiten akzeptiert, ein Therapie- oder Blindenführhund ist eigentlich immer in der Öffentlichkeit, als Welpe schon und muss immer brav sein.

            Dabei vergisst man oft, sie sind auch nur Hunde und sie sollen auch Hunde sein dürfen, gerade wenn sie nicht im Einsatz sind. Unsere Hunde sind nämlich ganz tolle Viecher. :-D

(17) 06.09.14 - 19:35

Beide.

Gruß

Manavgat

(18) 06.09.14 - 23:02

Hallo

Ich würde beide kastrieren lassen.

Liebe Grüsse

(19) 06.09.14 - 23:13

Ich würde die Hündin kastrieren lassen.

Gesäugetumore sind zwar sehr selten, aber Gebärmutterentzündungen kommen extrem oft vor, gerade bei älteren Hündinnen, die man dann vom Alter und der Krankheit her nicht mehr gut operieren lassen kann.

Beim Rüden gibt es gesundheitlich keine Gründe, die für eine Kastration sprechen, da würde ich nur kastrieren lassen, wenn es vom Verhalten her nötig ist.

(20) 07.09.14 - 07:58

Bei uns ist alles unkastriert - das erfordert aber ein großes Maß an Beobachtung und Disziplin, wenn dann eine Hündin läufig ist.

Gerade einen Rüden mit einer solchen Angstptoblematik würde ich nicht, und schon gar nicht in einer pubertären Phase kastrieren lassen.

Meine Wahl würde auch auf die Hündin fallen.

(21) 09.09.14 - 11:39

Ich würde auch beide zum kastrieren bringen.

Meine Hündin wurde nach der 1. Läufigkeit kastriert (weil Frühkastration von meinem TA nicht gemacht wird) und sie hat es sehr gut verkraftet. Wir haben sie nicht komplett wachgespritzt, sondern ganz sanft über den halben Tag von alleine wachwerden lassen. Abends war sie dann wieder so fit, das sie sogar noch ein Stück Gassi gehen wollte #schock

Sie hat nen OP Body angehabt die ersten Tage, ist aber auch ohne Body erst an die äußere Naht gegangen, als die Fäden gezogen werden konnten.

Sie hat kein Gewicht zugelegt, weil ich direkt ab OP ein wenig reduziert habe und sie ist vom Wesen her unverändert, was ja nicht so die Überraschung ist.

Probleme mit Schilddrüse oder Inkontinez haben wir ebenfalls nicht... was das dann im Alter wird, wird sich zeigen.

LG netty

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