Merkwürdiges Hundeverhalten, Labrador

    • (1) 09.11.14 - 21:01

      Hallo,

      ich brauche mal Rat oder einfach nur ein "das kenn ich auch!":

      Unsere Labradorhündin Smilla ist 3,5 Jahre alt. Wir sind eine Familie mit 2 Kindern (7 und 9), mein Mann ist den ganzen Tag bei der Arbeit und ich arbeite halbtags, nehme Smilla mit ins Büro. Nachmittaggs ist sie auch manchmal alleine, je nachdem, was wir für Termine oder Verabredungen haben. So weit so gut. Jetzt versuche ich mal, das Problem zu beschreiben: Smilla war schon immer schreckhaft, bekommt aber bei uns zuhause regelrechte Angsattacken und zuckt zusammen und rennt plötzlich los. Wir erschrecken uns natürlich immer alle und sind, mittlerweile, zugegeben, auch genervt. Wir finden einfach keien Ursache. Sie meidet auch unsere Gesellschaft - wenn andere Hunde beim essen unterm Tisch liegen, flieht sie quasi aus dem Raum, wenn wir da sind. #gruebel Vor allem, wenn die Kinder lauter sind, verlässt sie fluchtartig den Raum. Wenn wir mit den Kindern nach Hause kommen, kommt sie nicht zur Begrüßung zu uns, sondern liegt an ihrem Platz, manchmal zitternd. Sie vermeidet im Haus jeglichen Kontakt zu uns.

      Die Kinder haben sie nie geärgert, sie sind eher, im Gegenteil, auch nicht besonders interessiert an ihr.

      Draußen ist alles in Ordnung. Sie hat keine Angst, ist ein super mantrailing-Hund, geht freundlich auf alle Menschn zu und ist anfangs unterwürfig, dann aufgeschlossen anderen Hunden gegenüber.

      Was ich vermute: Smilla hat irgendwie keine Bindung zu uns, vor allem nicht zu den Kindern und sie hat Angst vor etwas, aber nur im Haus. Sie geht nur bestimmte Wege und versteckt sich unter Rischen etc.

      Wir sind ratlos (und leider, ja, genervt). Hat irgendjemand einen atipp, was wir machen können? Gibt es Bachblüten oder Homöopathie - Erfahrungen bei Euch? Wir hatten sogar schon einen Hundetrainer bei uns zuhause...

      Vielen vielen Dank für Euren Rat und Eure Gedanken#herzlich

      Katrin

      • Hallo!
        Aus was für einer "Zucht" habt ihr Sie.Mit wieviel Wochen bekommen? Klingt für mich irgendwie, wie nicht sozialisiert /Kellervermehrung oder ganz ganz schlimme Erfahrungen evtl. scho als Welpe gemach! Zu früh von Geschwistern/Mutter getrennt usw!
        Lg Sportskanone

        • Hallo,

          schön, dass Du antwortest, danke:-)

          Smilla kommt aus Dänemark, sie ist von einer Zucht, die uns von der Hundeschule "Hundeleben" in Bad Bramstedt empfohlen wurde. Die kannten die Züchter und hatten schon viele tolle Hunde von denen (sagen sie ...). Wir haben sie abgeholt, als sie 10 Wochen alt war und ich hatte schon das Gefühl, dass sie sozialisiert waren (unter anderem viel Spiel mit den Enkelkindern der Züchter, haben wir als Fotos gesehen). Als Welpe hatte sie diese Angst auch noch nicht. Das kam so mit etwa einem Jahr.

          Hmm. Wie können wir ihr bloß helfen? Und uns?#schwitz

          Viele Grüße,

          Katrin

          • Hallo nochmal!

            Ich würde nochmal schauen, ob euer Hund konkret vor irgendwas im Haus Angst hat, weil Draußen hat er keine? Vielleicht Geräuschevon elekt. Geräten (die ihr gar nicht hört?)
            Ich kenne mich mit Hunden nicht wirklich gut aus und unserer ist absolut problemlos also sind das nur Dinge die mir gerade dazu einfallen.Soweit ich weiß, treten aber gerade solche Probleme mit Hunden, wie Ängstlichkeit oder Aggresivität typischerweise oft erst in der Hundepupertät auf. Normal ist das Verhalten ja auf alle Fälle nicht, schon gar nicht für einen Labbi.
            Lg Sportskanone

      Hallo!

      Hmmm..wenn ihr sie schon mit 10 Wochen habt, dann muss da doch etwas gewesen sein. Da könnte ich mir vorstellen das sie irgendwie krank ist. Habt ihr sie mal untersuchen lassen?! Reagiert sie nur Ängstlich wenn sie drin ist?
      Was habt ihr bisher gemacht um ihr zu helfen?
      Wenn sie sich draußen wohler fühlt, dann könnte es durchaus sein das Enge für sie ein Problem ist.
      Wenn sie so mit anderen Hunden zurecht kommt, liegt das Hauptproblem ja nur bei euch Zuhause, oder? Sozialisiert scheint sie in dieser Hinsicht ja zu sein.

      Ich habe selber einen Angsthund (war 5 Monate aus dem Tierheim), aber so extrem hab ich das auch noch nicht gehabt.
      Bei meinem Hund weiss ich aber die Ursache warum sie so viel Angst hat und kann da auch gegensteuern.

      Bachblüten hat damals mein älterer Hund bekommen, weil sie nicht alleine bleiben konnten. Ob es jetzt gewirkt hat, kann ich nicht wirklich sagen. Es kann auch einfach sein das sie sich daran gewöhnt hat alleine zu bleiben. Auf sowas würde ich erstmal verzichten.

      Der erste Schritt wäre bei mir definitiv der Tierarzt und dann muss man überlegen in welchen Situationen sie Angst hat. Ist es nur Zuhause? Wann rennt sie weg? Wo bekommt sie eine Angstattake usw. Auch würde ich extreme Verstecke (Nischen) dicht machen. Sie sollte aber weiterhin die Möglichkeit haben auszuweichen.
      Was würde sie machen wenn ihr sie in so einem Zustand einfach mal Abruft? Kommt sie dann an, oder bleibt sie 'versteckt'? Wieviel Vertrauen hat sie zu euch? Wie geht ihr mit ihr um? Eher unsicher, oder sicher? Unsicherheit macht sie unsicher. Gerade bei ängstlichen Hunden muss man klar auftreten. Sie müssen wissen woran sie sind.
      Einer guten Hundeschule würde ich auch mal drüberschauen lassen, falls der Tierarzt nichts findet.

      Wenn sie sonst normal erzogen ist und auch keine traumatischen Erlebnisse hatte, dann kann es durchaus sein, das sie krank ist. Das kann man dann eventuell mit Medikamenten in den Griff bekommen.
      Ist sie Kastriert? Wenn nicht, vielleicht liegt ein hormonelles Problem vor.
      Aber das kann ich schlecht beurteilen.
      Wie gesagt: Ich würde sie untersuchen lassen.

      LG Sonja

      Hallo,

      ich kenne mich nicht so wirklich gut mit Hunden aus, aber ich würde erst mal einige Situationen ausprobieren.

      Frag mal Freunde um Mithilfe, geh mit dem Hund und deiner Familie in deren Haus, dann lass den Hund mit der anderen Familie kurz in euer Haus, Vielleicht kannst du da schon etwas erkennen, ob sich das Verhalten ändert wenn die Umgebungh und die Personen variieren.

      Ausserdem würde ich ausprobieren ob die An- oder Abwesenheit einer Person eine Veränderung bringt. Vielelicht haben sie die Kinder doch mal geärgert::kann man sich als Mutter immer gar nicht vorstellen, kommt aber oft vor.

      Viel Glück, ich hoffe ihr könnt das Problem lösenI

    • Hallo Katrin,

      könnte der Hund Schmerzen haben?
      Welche Wege benutzt er im Haus? Evt nur über Teppich oder Böden wo er nicht ausrutschen kann? Meiner benimmt sich ähnlich im Haus, allerdings hat er schlimme Arthrosen und ne beidseitige ED seit er ein Jahr ist.

      Draußen ist mein Hund wie ausgewechselt. Da benimmt er sich wie ein junger Hund und Schmerzen werden vergessen.
      Ich würde ihn röntgen lassen um Arthrosen, ED, HD oder Spondylose aus zu schließen.

      Lieben Gruß
      Eva

      Hallo Ihr alle,

      das ist ja großartig, was Ihr Euch für Gedanken gemacht. Ich kann so viel dazu antworten:

      Tierarzt und auch Hundeschule ist hinzugezogen worden, wir hatten sogar mal einen Hausbesuch, um gucken zu lassen, was bei uns nicht stimmt.

      Smilla wurde kastriert, als sie noch jung war; kurz nach der ersten Läufigkeit hatte sie eine Gebärmutterentzündung (die wir erst nicht als solche erkannt haben!!) und dann wurde sie quasi im letzten Moment operiert. Als sie da in Vollnarkose war, wurden auch gleich Röntgenbilder gemacht, Hüften und Ellenbogen sind ok.

      Was sie tatsächlich gesundheitlich hat, sind Allergien. Und zwar gegen sehr viel (Rind, Weizen, Kartoffeln, Mais, Milben, Staub etc ...#heul). Ich war gestern noch einmal wegen ihres Verhaltens bei der Tierärztin und die meinte, dass durchaus auch solche Allergien dazu führen könne, dass sie sich "nicht wohl in ihrer Hautfühlt". Sie scheint auch das jetzige Futter nicht besonders gut zu vertragen, hat Ohrenentzündungen und schuppige Haut. Die Tierärztin rät zu einer Futterumstellung, ganz neu. Das klingt für mich plausibel (das mit dem nicht wohl fühlen), aber trotzdem glaube ich auch, dass irgendwann in ihrem Leben mal etwas passiert sein muss, was sie so geprägt hat.

      Ob die Futterumstellung auch bei der Schreckhaftigkeit hilft, bezweifle ich. Vielleicht ist sie einfach so ... ich denke auch immer, dass es an mangelnder Auslastung liegt (sie ist ein Jagd-LabbI9, aber das wurde mir von Hundetrainer und Tierarzt ausgeredet.

      Hmmm.

      Schönen Tag Euch allen!

      Viele Grüße,

      Katrin (mit Smilla unterm Büroschreibtisch)

      Hallo Katrin,

      macht sie das in anderen geschlossenen Räumen auch? Also im Büro oder wenn ihr sonst irgendwo drinnen seid?

      Ansonsten schreibst du weiter unten, sie hat viele Allergien. Unsere Katze ist total allergisch gegen Herbstgrasmilben. Wenn sie die hat, ist sie auch vom Verhalten her total gaga. Verkriecht sich im Haus, schleicht geduckt durch die Gegend, hockt wenn sie draußen ist irgendwo rum und will nicht ins Haus kommen etc.
      Sie braucht meistens eine kleine Dosis Kortison, um wieder "runterzukommen".

      Also das könnte schon eine Möglichkeit sein warum euer Hund so komisch ist, dass er auf irgendwas in eurem Haus reagiert.

      LG juju

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