Würdet ihr eine Katze mit chlamydien aufnehmen ?

    • (1) 26.11.14 - 11:23

      Hallo !
      Bin heute von einem Bekannten gefragt worden, ob ich nicht ein oder zwei Katzen zu mir holen könnte.
      Diese gehören wiederum bekannten von ihm ( also ich kenne die jetzigen Besitzer nicht )
      Die Katzen stammen jeweils aus einer anderen Zucht und sind ein paar Monate alt. Wie alt genau weiß ich nicht.
      Sie hatten wohl ursprünglich vor selber zu züchten, es sich aber wieder anders überlegt.
      Leider sind beide Katzen krank, haben wie gesagt Chlamydien und Würmer.
      Die Würmer sind ja nicht so das Problem , aber Chlamydien sind doch ansteckend oder ?
      Habe nämlich schon eine Katze ( waren mal 2 ) und 2 Hunde !
      Ach so, außerdem wären wohl beide Katzen unsauber ! Was ich ehrlich gesagt ziemlich merkwürdig finde !
      Würdet ihr sie trotzdem nehmen ?
      Habe übrigens nicht vor zu züchten und würde sie kastrieren lassen !
      Danke #winke

      • (2) 26.11.14 - 12:20

        Sie würden auf jeden Fall Deine Katze mit anstecken, und Freigang ist damit natürlich auch Verboten für alle, Je nachdem welcher Chlamydienstamm genau kann er auch Hunde UND MENSCHEN befallen.

        Also: Finger weg!

        • (3) 26.11.14 - 12:42

          Ohjeh, so problematisch hätte ich es mir jetzt nicht vorgestellt ,
          Dachte das würde man vielleicht mit Medikamenten gut in den Griff bekommen !
          Aber so ein Risiko will ich auf gar keinen Fall eingehen.
          Dann hoffe ich mal, dass sie noch eine gute Lösung finden, sie wollen die beiden halt ......
          Naja, sagen wir mal recht zeitnah irgendwo unterbringen.
          Und ein Tierheim wird sie dann wohl auch eher ungerne nehmen.:-(

          • (4) 26.11.14 - 14:15

            man bekommt Chlamydien auch in den Griff, aber das dauert oft Monate. Und bis dahin besteht Ansteckungsgefahr, also kein Freigang, je nach Stamm Gefahr sich selber anzustecken (mit Spätfolgen über Sehschäden bis zur Unfruchtbarkeit) und auch der Hund darf nicht mehr mit anderen Hunden zusammen treffen.

            http://www.msd-tiergesundheit.de/News/Fokusthemen/Chlamydieninfektion_Katze/Einleitung.aspx

            Auch die erkrankten Katzen können massive Spätfolgen davon tragen, meine erste Katze hatte so eine Infektion im Tierheim durchgestanden und war gesund als sie zu uns kam. Nach ein paar Monaten hat sie trotzdem noch ihr Augenlicht verloren, zwei Jahre später ist sie an fortschreitendem Nierenversagen gestorben, und die letzten Monate waren wirklich nicht schön, trotz Tierarzt - immer kurze Verbesserungen und dann doch wieder Rückfälle.

            Diese Katzen gehören in ein Tierheim. Wahrscheinlich werden die Besitzer was für die Aufnahme zahlen müssen, aber nur da gibt es Quarantäneräume für erkrankte Tiere und ausgebildete Tierpfleger die sie gesund pflegen können, ohne sich dabei selber in Gefahr zu begeben.

            Du kannst das nicht leisten, dafür braucht es Spezialisten, und in einer normalen Wohnung geht es einfach nicht. Natürlich reißt sich kein Tierheim um kranke Katzen, aber sie müssen sie aufnehmen, da darf man sich nicht abwimmeln lassen.

            • (5) 26.11.14 - 15:00

              Stimmt, ne Quarantäne Station kann ich beim besten Willen nicht bieten.

              Vielen Dank für deine Infos !

              (6) 27.11.14 - 16:38

              Vorab: wenn ich selber gesunde katzen hätte, würde ich auch nie weitere aufnehmen die chlamydien haben!

              ABER: bei katzen wird auf chlamydia felis getestet. wenn die TE weiß, dass die katzen nachweislich chlamydien haben, dann ist es C. felis. diese chalmydien sind isR nicht auf hunde übertragbar. auch beim menschen gibt es bisher nur hinweise, dass c. felis infektionen auslösen könnte. der verdacht besteht für immunsuppremierte menschen, kein genereller verdacht. wenn das so ist, geht es aber um bindehautentzündungen oä, nicht um unfruchtbarkeit oder ähnliches!! das sind andere chlamydien (die durchaus drastische krankheitsverläufe mit sich bringen könen, zB die chlamydien der vögel: Chlamydophila psittaci-Stämme)! zusätzlich wäre eine katze die wegen chlamydien nierenprobleme bekommt ein fall für eine publikation, das ist bisher nämlich noch nicht bekannt. erblindung als langzeitfolge ist auch nicht bekannt. es sei denn, die katze verliert ihr auge durch die infektion oder die hornhaut vernarbt so stark, dass sie nicht mehr durch sehen kann.

              man braucht auch keine spezialisten. mann muss die katzen isolieren, behandlen, eine gewisse hygiene einhalten und danach müssen sie korrekt negativ getestet werden. das kann man durchaus leisten als besitzer.

              wenn eine korrekte behandlung mit korrektem negativ nachweis erfolgt ist, bestünde auch durchaus die möglichkeit die katzen zu vermitteln. (hier hört es sich aber nicht so an, als seinen die jetzigen besitzer dazu gewillt).

              nehm es mir nicht böse, aber du hast viel geschrieben was so nicht richtig ist. slche felhinformationen im internet sind häufig mal der grund wieso tierbesitzer nicht korrekt handeln.

              an die TE: die katzen aufzunehmen ist für deine katze viel zu gefährlich. wenn die beiden aber therapiert werden würden und danach auch negativ getestet wären, wäre es was anderes.

      (7) 26.11.14 - 20:29

      Also ich hätte auch kein gutes Gefühl wenn ich ehrlich bin. Vor allem weil ich weder die Besitzer kenne und mir dann noch Tiere hole die meine Krank machen. Dann kennst du deren Haltungsform nicht und und und.... So leid es mir für die Tiere tut aber ich würde es auch lassen.

      Ela

      Hallo,

      zu den Zu den Clamydien wurde ja schon gut geantwortet.

      Ich möchte gerne hierzu etwas beitragen:

      >Ach so, außerdem wären wohl beide Katzen unsauber ! Was ich ehrlich gesagt ziemlich merkwürdig finde !<

      Verständlich findest du das merkwürdig.

      Katzenwelpen lernen in der Gruppe mit den Wurfgeschwistern von der Mutter viele Dinge.
      Wo die Krallen fetzen, wie benehmen beim Fressen, Körperpflege und und vieles mehr. Natürlich auch, was Katze tun muss, wenn Katze mal muss. ;-)

      Das ist selbstverständlich, dass Katzenbabies das alles schon von Muttertier und in der sozialen Gruppe mit den Geschwistern gelernt haben, wenn sie an Menschen abgegeben werden mit 12 Wochen mindestens, besser noch mit 14 Wochen.

      Aber was ist, wenn das hilflose #katze-Baby schon mit 8 Wochen, oder sogar schon mit 6 Wochen (habe ich alles schon gehört :-[) der Mutter und den Geschwistern entrissen wird?

      Ja dannn haben wir es mit einem Tier zu tun, das folgende soziale Störungen hat / haben kann, da es es ja nicht besser weiss:

      - Unsauberkeit, was das kleine und große Geschäft angeht.
      - Defizide bei der Fellpflege
      - Füßejagen/-beissen/-kratzen (Menschenfüße)
      - Fressen in der Bude rumschleppen und alles vollsauen
      - Fauchen / Buckel machen / Angreifen dem Menschen gegenüber, in einer harmlosen, aber unbewohnten Situation
      - Krallen werden an jeder Wand / jedem Möbel etc. gewetzt, wie es gerade passt
      - es gibt noch einige andere Dinge, die mir dazu einfallen

      Das Tier hatte einfach nicht genug Zeit, um zu Erlernen, wie "Katzesein" funktoniert.

      Ich hatte in der Verwandschaft einen Kater, der wurde in der 7 Woche vom Bauern gerettet (sonst hätte der ihn erschlagen) und dieser Kater hat sich NIE geputzt, ständig die Möbel und die Wände verkratzt und die Tapenten von den Wänden geholt, das Fressen durch die Bude geschleppt und niemand wagte es in dieser Wohnung ohne Schuhe zu laufen.

      Die Besitzer haben viel versucht, aber geändert hat er sich nicht - und er wurde 21 Jahre alt.

      Ein Tier, das erst einmal keinerlei oder ungenügend soziales Verhalten gelernt hat in den ersten Wochen, das ist meist für immer "versaut".

      Also eine Bitte an alle:
      Holt euch kein Tier vom Profitvermehrer!
      Diese armen Lebewesen bezahlen ihr Leben lang dafür.

      vg

      (9) 28.11.14 - 08:58

      Vielen Dank für eure Antworten

      Bin froh hier nochmal nachgefragt zu haben, aus den informationen im Netz bin ich nicht ganz so schlau geworden.
      Da stellte ich mir es nicht so problematisch vor.
      Naja, auch jeden Fall kommt eine Aufnahme in dem jetzigen Zustand nicht in Frage .

      (10) 03.12.14 - 10:45

      Nein!

      Die wissen schon, warum sie sie nicht dem Tierschutz geben.

      Gruß

      Manavgat

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