Giardien - wirklich so schlimm?

    • (1) 29.11.14 - 19:22

      Hallo,

      Bei unserer fast 7 Monate alten Hündin wurden am Donnerstag nach immer wieder kehrendem Durchfall Giardien diagnostiziert. Sie bekommt jetzt 5 Tage lang 1x am Tag drei Tabletten metra..... danach sollen wir wieder eine Kotprobe abgeben und es wird entschieden wie weiter behandelt wird.

      Jetzt habe ich mich im Internet mal ein bisschen belesen und gerate so langsam in Panik....überall ist die Rede von monatelangen Therapien und Rückfällen. Die Dinger sind resistent gegen so ziemlich alles.

      Habe wenn der Durchfall in die Wohnung gegangen ist immer alles gründlich desinfiziert - jetzt lese ich dass Desinfektionsmittel unwirksam sind.

      Beim spazieren gehen sammel ich immer alles auf - aber bei Durchfall oder nicht festen Stuhlgang bleibt natürlich was liegen - gehen wir den nächsten Tag wieder daher würde sie sich ja im Prinzip am eigenen haufen ständig wieder anstecken wenn die Dinger wochenlang in kot und Boden weiter leben.

      Ich habe ein einjähriges und ein vierjähriges Kind zu hause und wirklich Angst dass die sich anstecken.

      Decken habe ich natürlich gewaschen und näpfe ausgekocht.
      Ist es denn wirklich so schlimm? Odermache mimich umumsonst komplett verrückt?

      • Hallo!

        Les nicht so viel im Internet. Wenn man das macht wird jeder geschwollene Lymphknoten gleich zum bösartigen Tumor. Aus dem einfachen Grund, weil keiner wegen einer unkomplizierten Behandlung schreibt, sondern nur dann, wenn es ewig dauert.

        Giardien sind hartnäckig, aber das Immunsystem vom Hund hilft mit.

        Statt Desinfektionsmittel: Dampfreiniger. Damit schwemmt es die Biester weg, bei Wasser können die sich schlecht halten. Auch beim Gassi gehen kannst Du eine Flasche Wasser mitnehmen und die Reste einfach weg schwemmen, da schleppt man zwar ganz schön im Rucksack, aber ist ja nicht für lange.

        Man bekommt Giardien sogar bei Meerschweinchen in selbst gebauten Holzgehegen in den Griff, und die kacken noch wesentlich schlimmer überall hin wo sie eben gerade stehen (locker 50-100 Köttel am Tag) und haben viele Einrichtungsgegenstände aus Holz - und als Gruppentiere muss man da natürlich eine ganze gruppe behandeln, bei der sich die einzelnen Tiere ja auch untereinander immer wieder neu anstecken können. Da ist es im Vergleich mit einem Hund der nur wenige Haufen am Tag macht wirklich ein Kinderspiel.

        • Danke, du machst mir Mut.
          Mir geht's halt besonders darum dass die Kinder sich nicht anstecken.

          Halte schon Ausschau nach einem gebrauchten Dampfreiniger, neu sind die doch sehr teuer.

          • So ne kleine Dampfente gibts beim großen Onlineversand schon unter 50 Euro. Klar, die großen Geräte im Format eines Staubsaugers sind nicht billig, damit geht es halt auch wesentlich schneller, aber für den Notfall hilft auch schon so was kleines. Besser als mehrere Wochen suchen.

      (5) 30.11.14 - 00:48

      Hallo!

      Wir haben Arbeitshunde und Zwingerboxen, drinnen und draussen, inkl. einer Versäuberungswiese und einer eingezäunten Spielwiese.

      Einer hat sich dann Giardien eingefangen, weiss Gott wo.

      Wir haben alle Decken (in den Büros und Boxen) gewaschen und immer wieder gewechselt. Selbiges gilt für die Näpfe.
      Die Boxen haben wir mit einem Dampfreiniger geputzt, jeder Hund musste dann vorübergehend einzeln in eine Box. Sie bekamen eine Therapie, auf den jeweiligen Hund angepasst, nachdem von jedem der Kot untersucht wurde.

      Auf die Auslaufwiese durfte vorübergehend keiner, es hat dann ein paar Mal geregnet. Die gesunden Hunde durften dann wieder drauf, die erkrankten nur unter Aufsicht, damit man sah, wenn sie wieder Kot gelassen haben und nur mit wenig Kontakt zu den gesunden Hunden. Dieser wurde aufgenommen und die Stelle mit kochendem Wasser übergossen. (Wir haben beim Auslauf Steckdose und Strom.)
      Der Versäuberungsplatz wurde einmal mit kochendem Wasser übergossen, dann wie oben gehandhabt.

      Einer hat sich angesteckt oder hatte es vielleicht zeitgleich aufgegriffen, die anderen nicht, auch keine Gasthunde und Gott sei Dank nicht der Welpe. Keiner der erkrankten Hunde hatte es noch ein zweites Mal, nach ein paar Tagen war auch der Durchfall vorbei und der Tagesablauf und die Arbeit wurde wieder aufgenommen.

      Du kannst den Kot auf dem Spaziergang nicht mit kochendem Wasser übergiessen, aber ich würde Durchfall durchaus wegspülen.

      Unter Umständen halt eine Versäuberungsstrecke aussuchen, bei der sie an der Leine ist... weiss jetzt nicht, ob es ein Labrador ist, der sowieso alles frisst. ^^

      Ich würde halt den Dampfreiniger eher als Desinfektionsmittel empfehlen, ansonsten musst du einfach ein gutes Auge auf die Hygiene haben, bei den Kindern und dann ist der Spuk auch vorbei. Hast ja an sich alles richtig gemacht, bisher.

      LG
      margaery

        • (7) 30.11.14 - 11:42

          Jaaa... Sind halt so eine spezielle Rasse. ^^

          Habe jetzt auch gelesen, was die Vorschreiberin geschrieben hat, deckt sich ja etwa mit meinem, ich hoffe, das konnte dich etwas beruhigen.

          LG
          margaery

    Hallo,

    NICHT IM NETZ GOOGELN! :-p:-p:-p

    Das war das Erste, was der TA zu uns gesagt hat. Unsere Katze hatte Giardien. Nicht nur sie wurde behandelt, sondern auch unser Kater und unsere beiden Hunde... Wir hatten hier eine Apotheke, lauter Tabletten...

    Ist zwar ansteckend, aber nicht dramatisch. Wasch Dir die Hände, wenn Du Kot wegmachst und dann ist auch schon wieder gut!

    Falls Ihr Durchfall bekommen solltet, der nicht wieder geht, geht zum Arzt und weist ihn direkt auf Giardien hin. Dann testet er und Ihr werdet auch behandelt.

    ABER NICHT LESEN!!!!! Das spart an Nerven und man macht sich nicht komplett Gaga.

    Nix Dramatisches, das vergeht wieder! #schein

    LG
    Caro

    (9) 03.12.14 - 18:22

    Vielen Dank, ihr alle habt mich sehr beruhigt

    (10) 30.12.14 - 21:19

    Hallo,

    auch wenn Dein Beitrag schon ein wenig älter ist schreibe ich Dir mal unsere Erfahrungen damit. Wir hatten im Frühjahr einen jungen Kater vom Tierschutz bekommen und dieser hatte die Dinger. Nach zig mal Panacur, Dampfreinigerorgien und Putzaktionen habe ich es sein gelassen und den Rat befolgt die ich auf einer Internetseite gelesen habe - ich tat nix mehr außer in hochwertiges Futter mit einem extrem hohen Fleischanteil zu achten. Mein kleines Katerlein 2,5kg schwer ist jetzt ein Kater mit einem Kampfgewicht von über 5kg. Irgendwann waren seine Abwehrkräfte wieder so gut, dass er beschloss wieder in der Nachbarschaft fressen zu gehen und nicht mehr mein superteueres Futter zu fressen, sondern lieber die Eigenmarke vom Discounter. Als ich meine Tierärztin wieder traf, bestätigte sie mir den von uns gewählten Eigenversuch als recht sinnvoll, aber nicht jeder Tierhalter will das hören.

    LG Geli

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