Nachbar-Hund bellt Tag und Nacht - und das durchgehend!!

    • (1) 08.12.14 - 18:11

      Hallo ihr Lieben,

      ich erzähle kurz, um was es geht...

      Wir haben Haus gebaut, in einem sehr ländlichen Gebiet in Österreich. Schon vor der Bauzeit ist uns aufgefallen, dass unsere direkt angrenzenden Nachbarn einen Hund haben, der immer gebellt hat, wenn wir da waren! Wir haben uns aber nichts weiter gedacht, denn so ist das halt nun mal, wenn wer Fremder um das Grundstück geht und den Grund ausmisst, etc. Der Hund war schon sehr alt - das wussten wir. Und dann ist er gestorben.

      Wir haben dann mit unserem Hausbau begonnen und die Nachbarn hatten einen neuen Hund. Und seit wir auf der Baustelle waren, egal zu welcher Tages- und Nachtzeit hat der Hund gebellt. Während der Bauphase haben wir auch nichts zu den Nachbarn gesagt, denn wir haben uns gedacht, dass sich der Hund vermutlich vom Baulärm gestört fühlt...!

      Der Hund lebt in einem "Zwinger". Dieser Zwinger ist ungefähr geschätze 10m² groß, komplett zugeschallt mit Brettern und in diesem Zwinger gibt es einen kleinen Rückzugsort für diesen Hund. Er ist, glaube ich zumindest, so ein Schäfermischling.

      Nun gut.. wir sind dann im Sommer in unser Häuschen eingezogen und die Bellerei ging weiter, Tag und Nacht. Auch da dachten wir uns noch, er wird sich vermutlich erst gewöhnen müssen, jetzt sind neue Nachbarn da und das kannte er ja nicht. Aber es hörte nicht auf und es hat bis jetzt noch nicht aufgehört.

      Mein Mann ist dann mal zu den Nachbarn rüber gegangen und hat mit ihnen gesprochen, wieso denn der Hund so viel bellt und warum sie ihn nicht ins Haus holen können. Denn so viel wussten wir, der Hund verbringt jeden Tag seines Lebens im Zwinger und in der Nacht muss er in der Garage hausen. Sie haben uns dann erklärt, dass er einfach sehr schwierig ist und das sie halt immer einen Hund gehabt haben. Mein Mann hat dann zu ihnen gesagt, dass das aber kein Grund ist, einen Hund zu halten und wieso sie sich denn nicht kümmern um ihn. Seit wir seit einem halben Jahr hier wohnen, ist bis jetzt vielleicht 4 Mal wer mit dem Hund spazieren gegangen (so 20 Minuten). Der Nachbar hat dann zu meinem Mann gesagt, er weiß das er was tun müsse aber das geht nicht von heute auf morgen und er würde jetzt eh abrichten gehen.

      Gute 2 Monate später war immer noch alles beim alten mit dem Bellen. Und mein Mann ist wieder rüber gegangen. Diesmal war der Nachbar nicht mehr so nett und hat meinem Mann erklärt, dass das nunmal so ist, wenn man einen Hund hat und wenn wir uns direkt neben eine Eisenbahn gebaut hätten, dass müssten wir doch auch mit dem Zuglärm klarkommen - welch eine logische Denkensweise. Ich muss dazu sagen, wir haben auch einen Hund, der mit uns im Haus lebt (für mich selbstverständlich, weil er einfach zur Familie gehört). Auch unser Hund ist nicht der Grund für das ständige bellen, er bellt auch, wenn er unseren Hund 3 Tage nicht "riecht" - sehen kann er ihnen ja durch den Holzverschlag gar nicht.

      Wir haben lange hin und her gegrübelt, was wir nun machen sollen und wie man das am besten "Nachbarschaftsfreundlich" lösen kann. Aber von den Nachbarn ist einfach nichts gekommen - gar nichts.

      Heute ist mein Mann wieder rüber gegangen und es hat ihm keiner aufgemacht. Er hat dann versucht, die Nachbarn telefonisch zu erreichen und die Nachbarin hat dann am Handy abgehoben. Und jetzt kommts - sie hat zu meinem Mann gesagt "das ist halt so, dass ein Hund bellt, denn wir haben ja kein Meerschweinchen so wie ihr" und hat aufgelegt. Wir sind mittlerweile so verärgert und uns tut dieser Hund so leid, dass wir beschlossen haben, morgen beim zuständigen Amt in Österreich anzurufen und denen das zu schildern.

      Wie kann man nur zu seinem eigenen Haustier so grausam sein? Der Hund muss jeden Tag und jede Nacht seines Lebens alleine verbringen, keiner nimmt sich Zeit für ihn. Er ist mittlerweile richtig verhaltensgestört und läuft in seinem Zwinger auf und ab - durch den ganzen Kot, der ungefähr einmal im Monat weggemacht wird. Er bellt und knurrt richtig - er bellt schon los, sobald wir nur die Türklinke unserer Haustüre betätigen. Und es nervt mich auch schon so - wenn wir Besuch bekommen, läuft unser Hund zur Tür und begrüßt die Leute die kommen - ohne einen einzigen Beller und der Nachbarhund hockt in seinem Zwinger und bellt und bellt und bellt - man kann sich draußen nicht mal mehr unterhalten, weil er richtig "durchdreht". Ich kann auch zB mittags mit meiner 2 jährigen Tochter nicht spazieren gehen, ohne das sie munter wird, wenn wir heimkommen!

      Vielleicht hat ja jemand von euch auch schon mal so etwas erlebt und kann mir erzählen, wies bei euch war? Wir wollten definitiv keinen Streit mit den Nachbarn, aber wir wissen uns echt nicht mehr anders zu helfen!

      Danke fürs lesen, ist doch einiges geworden :-)

      LG Kiki

      • (2) 08.12.14 - 18:58

        Hallo,

        das ist echt furchtbar. Abgesehen davon, dass es euch nervt seid ihr verpflichtet dagegen was zu unternehmen. Der Zwinger scheint allerdings groß genug zu sein, denen kannst du nur über Lärmbelästigung kommen. Stell die Frage doch mal bei www.dogforum.de.

        Lg

        • (3) 08.12.14 - 20:36

          Danke für deine Antwort, barney!

          Ja der Zwinger scheint ausreichend groß zu sein - aber artgerechte Tierhaltung ist das mM nach gar nicht. Ich frage mich immer nur, wieso man sich ein Tier anschaffen muss, um es dann so leiden zu lassen! Für mich ist ein Hund einfach ein Familientier - das bei der Familie leben sollte - nicht außerhalb und nebenbei :-(

          GLG

          • (4) 08.12.14 - 20:46

            Ja genau, drum sag ich ja Lärmbelästigung. Leider wird das andere dem Ordnungsamt wurscht sein, da der Zwinger ja die ausreichende Größe hat. Armes Tierchen, nur bei denen würde ich befürchten dass sie sich danach wieder einen anschaffen. Wir haben einen Bullmastiff und im Traum würde ich den nicht so halten.

            • (5) 08.12.14 - 20:48

              Ja genau!

              Ich hoffe, dass sie danach eine Auflage bekommen, das sie keinen mehr halten dürfen! Oder das sie selber so schlau sind und sich keinen mehr anschaffen werden :-( Mir tut das Tier auch unendlich leid!

              GLG

              • Hallo!

                Wir haben auch so einen Kläffer nebenan, aber der wohnt mit ihm Haus. Der ist absolut unterfordert, ist ein junger Terrier-Mix und die Besitzer sind schon älter und auch "körperlich eingeschränkt", lassen ihn meistens nur in den Garten.
                Er wurde von den Kindern angeschafft als der alte Hund starb "weil man ja immer einen Hund hatte" - also wie bei euch #augen
                Mir tut der Hund auch leid, weil ich weiß, warum er bellt, aber ändert ja nichts daran, dass er einfach nur nervt. Obwohl er uns kennt und auch oft mit meiner Tochter spielt (wenigstens sie spielt mit ihm).

                Wir haben auch mit den Nachbarn geredet, weil sie ihn oft spät abends (nach 22 Uhr und manchmal am Wochenende sogar noch um 3 #schock) rauslassen und er IMMER bellt wenn er draußen ist und uns dann weckt. Wenigstens das haben sie zu 90 % geändert.

                Da aber in eurem Fall keinerlei Einsicht kommt und der Hund immer draußen ist, würde ich vielleicht mal bei Nachbarn anfragen, ob sie das Gebelle nicht auch stört und dann eine Unterschriftensammlung machen mit der Bitte, sich um das "Problem" zu kümmern.
                Zusätzlich ein "Bell-Protokoll" und wenn es gar nicht anders geht, damit zur Polizei und Anzeige wg. Ruhestörung machen. Vielleicht noch mit weiteren Zeugen.

                Vielleicht hilft es ja, wenn schon nicht dem guten Nachbarschaftlichen Verhältnis dann vielleicht dem Hund, auch wenn es schwierig sein wird, so einen Hund noch zu resozialisieren.

                Alles Gute!

                • Hallo,

                  danke für deine Antwort. Oje, also du weißt genau, von was ich "schreibe".

                  Wir haben desöfteren versucht, mit den Nachbarn freundlich zu reden und mein Mann hat immer wieder gefragt, ob sie denn das Gebelle nicht selbst stören würde! Ihre Anwort war, dass sie das nicht einmal hören!

                  Das Problem ist, dass wir die einzigen direkten Nachbarn sind. Die anderen wohnen etwas weiter weg und hören das natürlich nicht so stark wie wir.

                  Aber es geht heute schon wieder seit 6.15 Uhr dahin.... vermutlich bis Abends um 18.00 Uhr, bis jemand von der Arbeit nach Hause kommt und ihn dann in die Garage einsperrt. Werde heute beim zuständigen Amt anrufen, denn ich habe keine Nerven mehr und das Tier wird jeden Tag noch ärmer und ärmer!

                  Wir haben uns lange überlegt, ob wir wirklich beim Amt anrufen sollen oder nochmal reden, aber als die blöde Meldung gestern gekommen ist "er bellt weil er ein Hund ist und kein Meerschweinchen" sind uns wirklich alle Geduldsfaden gerissen. Diese Nachbarn sind sogar so primitiv (glauben wir zumindest) - das der Krieg dann weitergeht und sie beim Jugendamt anrufen (wir haben ja eine Tochter mit 2 Jahren). Ich meine, dass können sie ruhig tun, denn wir haben nichts zu verbergen, aber wir wollten grundsätzlich alles ruhig regeln. Naja, was solls... dem Hund muss auf alle Fälle geholfen werden. Sie wären auch noch nicht so alt, wie deine Nachbarn, dass sie nichts mit ihm tun können... :-(

                  GLG

                  • Oh Mann, wie ich solche ignoranten Menschen verabscheue :-[
                    Wie gesagt, da hilft nur ein Bell-Protokoll, Zeugen und eine Anzeige wg. Ruhestörung!
                    Frag doch auch mal beim örtlichen Tierschutz nach, vielleicht haben die noch eine Idee, wie man vor allem dem Hund helfen könnte.

                    • Ja, dem stimme ich vollkommen zu!

                      Ich habe gerade ein Mail abgeschickt an den zuständigen Tierschutzverein! Mein Mann hat da heute früh schon angerufen, die haben gesagt, dass das so natürlich nicht geht wie sie den Hund halten und wir sollen doch bitte eine Mail schicken mit sämtlichen Infos! Dann kommt jemand vorbei und schaut sich das ganze vor Ort an!

                      GLG

      (11) 09.12.14 - 08:43

      in Ö gelten so ziemlich die gleichen Vorraussetzungen wie in D

      http://www.daktari.at/Artikel/Hund_Tierschutz_in_Oesterreich_3.htm

      Du solltest also umgehend Meldung machen!

      • 2x tägl. Kontakt zum Menschen - da reicht dann schon das Füttern oder wie? ;-)
        Ansonsten ist die Auflistung gut!

        • Das habe ich mir auch gedacht. Das liest sich für mich so, wenn ich kurz in den Zwinger gehe, "Hallo" sage, den Hund kurz streichle und dann wieder abdüse.... :-( Schrecklich, wieso solche Menschen überhaupt Haustiere haben (oder haben dürfen)...

          • (14) 09.12.14 - 11:29

            klar, das mit dem 2 mal täglich Kontakt ist Schwachsinn.....aber der Rest der Auflagen wird doch sicher nicht erfüllt.....

            Also auf auf....anzeigen!

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