2-3 kleine Ponys halten - ist das sehr zeitaufwendig?

    • (1) 27.12.14 - 22:01

      Hallo
      wir sind seit langem auf der Suche nach einer Immobilie.
      Da ich Pferde und Ponys liebe, habe ich auch (erst mal nur aus Spaß) nach einem Haus mit Stall und Weiden gesucht und tatsächlich auch das ein oder andere interessante Angebot gefunden.
      Nun war da ein Haus, welches einen kleinen hellen Stall (4 Boxen) mit 1500 m2 Weide und sogar einen kleinen Reitplatz mit Flutlichtanlage hatte. Da bin ich natürlich gleich drauf angesprungen und bin jetzt total angefixt.
      Ich habe total große Lust, mir 2 kleine liebe Isländer oder Shettys anzuschaffen und diese dort zu halten. Natürlich ist mir klar, dass ich von diesem Hauskauf sehr weit entfernt bin (haben ja noch nicht mal besichtigt), aber es könnte ja sein, dass ich tatsächlich mal so etwas in der Art tatsächlich kaufen kann.
      Mir geht es hier jetzt erst mal nur darum von euch zu erfahren, ob es noch welche so gemacht haben. Ich muss dazu sagen, ich bin als Teenager 6 Jahre geritten, hatte ein Plegepony und kenne das Stallleben mit Ausmisten etc. von früher. Mehr als 2 oder 3 Ponys sollen es auch nicht werden.
      Bin jetzt 37 und habe seit 15 Jahren nichts mehr mit Pferden am Hut.
      Reiten würde ich aber noch gut hinbekommen da bin ich mir sicher. Reite sporadisch immer mal wieder mit ner Freundin aus.
      Meine Tochter ist 5 Jahre und bekommt seit 6 Monaten Reitunterricht und ist total pferdefanatisch. Sie kann aber noch lange nicht alleine reiten.
      Habe noch eine 2 Jährige Tochter die auch jetzt schon total auf Pferde abfährt.
      Ich arbeite in Teilzeit und mein Freund hat absolut nichts mit Tieren am Hut.

      Wer kann mir denn mal erzählen wie der Alltag so aussieht wenn man seine Ponys in Eigenverantwortung am Haus stehen hat. Wie ist es wenn man in den Urlaub fährt?
      Wie oft müssen die Ponys bewegt werden? Oder können die so nebenher leben. Also auch mal 2 Wochen einfach nur auf der Weide stehen ohne dass man was machen muss außer füttern?
      Sorry, für meine blöden Fragen, aber ich muss das jetzt echt mal wissen Zwinkerndes Smiley

      Danke für eure netten Antworten.

      • Hallo!

        Also man sollte schon jedes einzelne Pferd/Pony wenigstens 1-2 Stunden am Tag beschäftigen. Wenn die immer nur auf der Weide (die bei der Größe sehr schnell zum Schlammloch werden würde) stehen, verblöden sie eben auch irgendwann mal. Es fehlt einfach an geistigen Anreizen. Das ist genauso wie bei einem Hund, der immer nur im Garten oder Zwinger ist, aber nicht Gassi gehen darf.

        Bei kleinen Ponys wäre die Frage, ob man sie überhaupt reiten kann als Erwachsener. Die müssen ja das Gewicht auch tragen können. Du solltest das auch bei Ponys für die Kinder einplanen, dass die als Teenager vielleicht auch größer und schwerer werden - auch größer und schwerer als Du. Also mit 70 Kilo brauchen die kein Shetty mehr reiten, gell?

        Pferde sind auch vor allem eine finanzielle Frage, insbesondere der Tierarzt kann ganz übel ins Budget gehen, aber auch Heu, Stroh und Einstreu kosten Geld. Und natürlich auch Versorgung und Misten ist zeitintensiv.

        Im Urlaub müsstet ihr jemanden bezahlen für die Arbeit mit den Tieren.

        • (3) 29.12.14 - 12:44

          "Also man sollte schon jedes einzelne Pferd/Pony wenigstens 1-2 Stunden am Tag beschäftigen. Wenn die immer nur auf der Weide (die bei der Größe sehr schnell zum Schlammloch werden würde) stehen, verblöden sie eben auch irgendwann mal. Es fehlt einfach an geistigen Anreizen. Das ist genauso wie bei einem Hund, der immer nur im Garten oder Zwinger ist, aber nicht Gassi gehen darf."

          Sorry, aber diese Aussage ist totaler Quark! Jeder vernünftige Pferdehalter weiß das. Man muss ein Pferd nicht (be)nutzen und schon gar nicht bespaßen, um es glücklich zu machen. Ne ordentliche Grundversorgung (zu der ein passendes Futter, TA und Schmied gehört), ne handvoll Kumpels und ne vernünftige Weide - fertig ist des Pferdes Paradies.

          Zur TE: Man sollte sich gut überlegen, ob man als Alleinversorger Pferde halten möchte. Es gibt Tage, da ist das Ganze mehr Last als Spaß, und die muss man auch aushalten,wenn die Pferde nicht zum Wanderpokal werden sollen.

          Shettys und Isländer? Wie kommst du gerade auf diese Rassen? Es gibt wirklich geeignetere Pferde für Kinder UND Erwachsene. Nur weil manche Erwachsene Isis reiten, macht es das für diese Ponys nicht besser.:-(

          Und Shettys werden zum reiten für Kinder schnell zu klein, und sie sind in der Regel für Kinder NICHT einfach zu reiten, wenn man mal von richtigem Reiten ausgeht. Klein, wendig und zeitweise auch widerspenstig,zudem können sich nicht mal eben von einem Erwachsenen Korrektur geritten werden.
          Sie können tolle Kinder-Kumpels sein, aber sie können auch der Kinderschreck schlechthin werden. Weil sie nicht selten durch viele Hände gehen und verdammt fix lernen, auch wie man sich die Blagen vom Hals halten kann. Für mich sind sie die Professoren unter den Pferden.
          Schade dass Ponys oft nicht wirklich ernst genommen werden.

          Lg, Ute

          • (4) 29.12.14 - 13:36

            Wenn es ohne viel Bespaßung gehen soll braucht man aber einiges mehr als 1500m² Weide. Davon ist hier aber die Rede, und die bieten nicht genug Möglichkeit zur Bewegung. Da muss man reiten oder sonst irgendwas machen, und hat wahrscheinlich auch bald Probleme mit einem ziemlichen Schlammloch.

            • (5) 29.12.14 - 13:58

              Dass die Weide zu klein ist, ist mit erzwungener Bewegung und Reiten nicht zu verändern. Die Weide ist als Weide (!) dann immer noch 22 Stunden am Tag zu klein. Das sind zwei Paar verschiedene Schuhe.

              Pferde empfinden permanente und übermäßige Betüddelung als Strafe und in Ruhe gelassen zu werden als Belohnung. Du kannst sie nicht mit Hunden vergleichen.

              Nichts desto trotz braucht Selbstversorgung viel Zeit. Allein Füttern und Weidepflege, abäppeln ist bei einer so kleinen Fläche tägliche Pflicht, dauert mehr als nur mal nen Stündchen.

              Ich habe schon so viele Jahre immer mit Pferden meine Freizeit verbracht, aber eine Eigenversorgung würde ich mir allein deshalb schon nicht zutrauen, weil ich Angst hätte, mal eine Krankheit nicht rechtzeitig zu erkennen. Klar, wenns richtig schlimm ist, würde ich was sehen, aber dann kann es längst zu spät sein. Unsere Stallbesitzerin guckt da ganz anders auf die Pferde. Profi ist Profi.

      Hallo,

      ich kann nur von "unseren" 3 Pferden berichten. Eine Hafistute,ein Welshpony und eine 2 Jahre junge Andalusierdame. Ich weiß, ein bunter Mix#schein
      Jedenfalls stehen die 3 mit noch einem "Fremd"pferd in einem Stall mit 4 Boxen. Die Koppel ist wirklich riesengroß, 1500qm ist jetzt nicht wirklich eine große Koppel.
      An Aufwand ist es in erster Linie das Ausmisten jeden Tag (wobei die Pferde bei uns nur wenn es dunkel wird in der Box stehen und sonst immer alles offen ist) und füttern.

      Geritten werden die Pferde nicht jeden Tag und auch nicht jeden Tag einzeln 1-2 Stunden betüdelt.
      Es ist eine kleine Herde die den ganzen Tag draussen verbringt, die brauchen keinen Menschen als Stimmungsaufheller!

      Man muss sich halt die Kosten überlegen. HUfschmied alle paar Wochen, Futter, Tierarzt.....Zubehör...

      Alles schon recht teuer.
      Möglich ist es aber, sich eine Reitbeteilung zu "besorgen" die mithilft oder sogar was zahlt.
      Wir haben Glück und brauchen keinen Cent für die Pferde zahlen, meine Tochter hat das Pony als Reitbeteiligung und die anderen versorgen wir mit.
      Tja, und dann kommt vielleicht noch ein Pferdetrainer...wir machen Parellie, das kostet natürlich auch dann etwas, die Kurse, die Einzelstunden....

      In meinen Augen können Pferde auch ruhig 2 Wochen auf der Weide stehen. Anders sieht das aus bei diesen Schickimickiställen wo die Tiere alle einzeln in den Padocks hausen und wenig Platz haben. Die müssen sicherlich viel beschäftigt und bewegt werden. Aber eine gesunde Haltung auf einer großen Koppel.....das ist doch das tollste für Pferde...

      Bekannte leben mit ihren Pferden direkt am Haus....im Grunde scheint das irgendwann ebenso Alltag zu sein wie mit einem Hund Gassi zu gehen.
      Aber hast du echt Lust jeden Tag, bei Wind und Wetter die Boxen auszumisten? Das Zeug muss ja auch wieder wohin....der Zaun muss in Schuss gehalten werden...Versicherungen fallen an....

      Ganz im Ernst? Ich würde es nicht machen!
      Eher EIN eigenes Pferd am Haus und die weiteren Boxen vermieten. Dann hast auch immer Leute da die dein Pferd mitversorgen wenn ihr im Urlaub seid!

      Mona

    • (7) 28.12.14 - 01:06

      als ich noch bei meinen eltern wohnte, hatten wir 11 eigene pferde direkt am haus stehen (keine landwirtschaft, sondern wirklich nur die pferde und eine ziege + ein paar schafe als rasenmäher). ich hab meine beiden boxen morgens vor der schule ausgemistet und mich nachmittags um die pferde gekümmert, hatte aber immer auch zeit, freunde zu treffen, schwimmen zu gehen oder -später- einen freund zu haben ;-) . gefüttert haben wir morgens und abends, das war jeweils keine halbe stunde aufwand.

      mittlerweile gehören meiner familie nur noch 3 von aktuell 10 pferden auf dem hof, mein uraltes islandpony, mein großer und das pferd meiner mutter, die anderen boxen sind vermietet. ich selbst wohne 500 km entfernt und bin nur noch selten da. wir hatten damals wie heute immer eine menge mädchen auf dem hof, die bei der pflege und bewegung geholfen haben, wir waren regelmässig im urlaub, das war nie ein problem, weil immer jemand von den reitbeteiligungen da war und dann die verantwortung übernommen hat.

      offenstallhaltung ist grundsätzlich etwas unkomplizierter, dafür sind shettys wie isländer ja auch wie gemacht. natürlich muss aber trotzdem täglich jemand nach den tieren sehen und sie füttern. mit meinen wäre es jederzeit möglich gewesen, sie nur jeden zweiten oder dritten tag zu bewegen, jedenfalls im sommer, wenn sie sowieso den ganzen tag draußen sind. eine woche oder gar zwei ohne bewegung wären für meine aber nicht gegangen. mit shettys kenn ich mich da allerdings nicht aus, keine ahnung, wie bewegungsfreudig die sind.

      hach, das klingt ja ganz toll, ich glaub, bei so einem angebot würde ich auch ans nachdenken kommen. #winke

      Hi du! Was mir beim Lesen aufgefallen ist, du schreibst dein Mann hat damit nichts am Hut. Was machst du wenn du krank bist, nicht da bist oder oder oder? Würde er dann mithelfen? Ne Freundin von mir hatte mal nen Pferdestall und hatte dazu auch ein GEwerbe angemeldet. Nachdem in der Beziehung es schwieriger wurde hatte sie sich an dem einen Tag auch noch dummerweise den Fuß gebrochen. Sie musste ins Krankenhaus. Mann tat dies nicht, brachte auch das gemeinsame Kind nicht mal in den Kindergarten. Und den Stall hab ich damals viel versorgt. Da war der Mann nämlich auch weit weg! Deswegen frage ich so blöde.
      Gruß Ela

      Hallo,

      ich meine am Wochenende bei "Hund,Katze, Maus" gehört zu haben, dass ein Pferd im Durchschnitt monatlich 400 € (ohne Tierarzt) im Unterhalt kostet. Nun weiß ich nicht, ob die Miete für eine Unterkunft da mit eingerechnet war. Die würde ja bei dir wegfallen.

      Ich kann dir aber sagen, dass unsere Nachbarin zwei Häuser weiter, drei große Pferde am Haus hält. Geritten werden die gar nicht, die stehen zeitweise auf einer der Weiden am Haus bzw. im Sommer auf den Pachtweiden im Umland unseres Ortes.
      Früher war sie zu Hause, vor einiger Zeit musste sie aus verschiedenen Gründen wieder eine Vollzeitstelle annehmen. Meinem Mann gegenüber hat sie erwähnt, dass die Arbeit mit den Pferden ohne Mithilfe der ganzen Familie nicht zu schaffen wäre und sie bereits in Erwägung gezogen hat, sich von den Tieren zu trennen.
      Ich entnehme daraus, dass neben dem Platz und den finanziellen Voraussetzungen ZEIT ein wichtiger Faktor darstellt, der vorhanden sein sollte, wenn man sich Pferde halten möchte.

      LG

      Nici

      (10) 30.12.14 - 08:06

      Hallo!

      Zunächst mal ist das eine schöne Idee, die bestimmt ganz viele Leute haben, die ihre Kinder- oder Jugendzeit mehr oder weniger komplett auf einem Reithof verbracht haben!
      ABER, und da fängt es an:

      Wenn die Ponies so klein sind, dass Erwachsene oder Jugendliche sie nicht mehr reiten können, ist der Spass nur noch halb so groß! Du kannst mit den Ponies zwar trotzdem noch was machen, Kutsche fahren zum Beispiel, oder spazieren gehen, aber ich würde auf das Reiten nicht verzichten wollen, deine Tochter wohl eher auch nicht, wenn sie jetzt schon reitbegeistert ist!

      Es ist ausserdem schon noch was ganz anderes, die eigenen Pferde immer selbst versorgen zu müssen. Im Reitstall früher war das ein Hobby, und wenn es mal eiskalt war oder du Magen-Darm-Grippe hattest, musstest du nicht in den Stall. Wenn du es trotzdem gemacht hast, umso besser, aber wenn kein Zwang dahinter steht, ist es einfacher, sich aufzuraffen. Bei Pferden, die bei dir "wohnen" hast du keine Wahl, es gibt keine Ausrede und du allein trägst die ganze Verantwortung.

      Ich hatte früher auch Pferde bei mir stehen, es war eine schöne Zeit, keine Frage, aber auch eine Zeit, in der die Pferde bei allem, was ich tat, im Mittelpunkt standen. Nicht unbedingt vom Zeitfaktor her, ich schätze mal, wenn alles gut läuft, reichen 2-3 Stunden am Tag an Arbeitszeit aus, aber von der Verantwortung (wie oft war ich einkaufen und dachte "o je, da könnte ein Gewitter aufziehen, die Pferde sind draussen, schnell nach hause", oder habe abend am Schreibtisch gesessen und verzweifelt gerechnet, wie ich die horrenden Tierarztkosten bezahlen kann...

      Was noch dazu kommt, ist, dass du mit vielen der anfallenden Arbeiten allein bist, weil alle anderen, die sich im Stall herumtreiben in der Schule oder arbeiten sind, und du einfach keinen hast, den du um Rat fragen kannst, weil keiner da ist. Auch daran muss man sich gewöhnen.

      Trozdem fand ich die Zeit wunderschön, weil du natürlich auch die tollen Momente bei eigenen Pferden mehr genießen kannst! Im Sommer um 21:00 Uhr noch mal eben ausreiten, im Winter die Kinder mit Schlitten hinter die Kutsche spannen, vor dem Schlafengehen noch mal mit den Pferden kuscheln ist quasi unbezahlbar!
      Du musst dir überlegen, ob du die Arbeit auf dich nehmen willst!

      lg leonore

      Hallo,

      meine Freundin hält sich drei kleine Pferde direkt am Haus. Sie arbeitet Vollzeit, aber das meiste was mit den Pferden zu tun hat macht sie alleine bzw. zwei Mädels aus der Nachbarschaft helfen ihr bei Kleinigkeiten.

      Die Pferde werden morgens und abends gefüttert, abends zusätzlich der Offenstall ausgemistet. Sie bringt die Pferde jeden Tag für ein paar Stunde auf die Weide, im Sommer sond sie teilweise mehrere Tage am Stück dort.

      ausreiten geht sie nicht so oft, schätzungsweise zwei bis dreimal monatlich, dafür macht sie aber ziemlich oft Bodenarbeit und geht mit den Pferden spazieren.

      Alles in allem finde ich nicht, dass sie so wahnsinnig viel Arbeit mit drb Pferden hat, sie hat durchaus Zeit für andere Sachen.
      Andererseits hat sie keine Kinder oder Partner um die sie sich kümmern muss hat ein großes Netzwerk das notfalls ( zB bei Krankheit ) einspringen könnte.

      (12) 30.12.14 - 15:02

      Hallo!

      Ich denke, du musst dir vor allem darüber im Klaren sein, wie du dir die Zukunft mit den Ponys vorstellst. Wie alt sollen sie sein? Möchtest du nur mit ihnen ab und zu ausreiten? Soll deine Tochter die ersten Schritte darauf machen? Oder möchtest du einfach Ponys haben, damit du sie hast?

      Ich denke, resultierend aus deinen Wünschen kannst du dann planen, wie der Zeitaufwand neben der Fütterung, Pferde-, Weide- und Zaunpflege, sowie dem Misten ist.

      Je weniger dein Aufwand, desto weniger solltest du erwarten und wenn du nur sporadisch mal ausreitest, nach 15 Jahren ohne wirkliche Übung, läufst du vielleicht auch die Gefahr, dass das Pferd eigentlich reitet bzw. heimlich bestimmt und nicht du. Bei einem gutmütigen Pony merkt man das anfangs gar nicht.

      Für eine Beziehung, ein Gewissens Vertrauen und Akzeptanz ist aber Zeit unerlässlich - Bodenarbeit, körperliche und geistige Auslastung, Erziehung und Spiel und Pflege... Natürlich können Ponys zufrieden sein, wenn sie auf einer Weide stehen, dort Futter, Wasser, Unterstand und Artgenossen haben, nur, wenn du dann kommst... was passiert dann? Und ich denke nach 15 Jahren und dazwischen mal sporadisch ausreiten ist Reitunterricht bzw. Sitzschulung beinahe unerlässlich.

      Sherrys wollen übrigens auch gerne gefördert werden, z.B. Zirkustricks und Kutschenfahren bietet sich bei ihnen an.

      Für mich kommt es auch ein bisschen so rüber, als ob du dann auch nicht auf das eigentliche Leben, wie zwei Wochen Ferien, verzichten möchtest. Aber in Ermangelung einer Unterstützung muss man Prioritäten setzen.

      Zumal du die finanzielle Seite nicht unterschätzen darfst, Futter für zwei bis drei Ponys, Unterhalt der Weide und Zaun, sowie Stall, Kosten für zusätzliches Wasser, Versicherungen, Material für Pflege und Arbeit - abhängig, davon was du machen willst, aber schon ein passender Sattel ist nicht billig, Tierarztkosten (Sparbetrag auf der Seite), Zahnarzt und Hufschmied, der auch bei Barhufern regelmässig kommen muss und unter Umständen sogar ein Ausbilder/ Reitunterricht/ Beritt.

      Ich denke, bei dir ist das so eine momentane Idee, die Vorstellung ist auch schön und sei dir gegönnt, aber auf Dauer und in der Realität eher nichts.

      Um eine bessere Idee zu bekommen, würde ich dir eher vorschlagen, mal täglich bei deiner Freundin mitzuhelfen oder dir ein Pflegepferd oder eine Reitbeteiligung zu suchen und dann zu sehen, wie du mit dieser Verantwortung und Teilzeitarbeit und zwei Kindern klarkommst. Es gibt dir einfach eine bessere Idee, als Meinungen aus einem Forum.

      Und du hast wieder Kontakt zu einem Pony/ Pferd und kannst auch eine Bindung aufbauen.

      LG
      margaery

      • (13) 30.12.14 - 18:29

        "...Bodenarbeit, körperliche und geistige Auslastung, Erziehung und Spiel und Pflege... Natürlich können Ponys zufrieden sein, wenn sie auf einer Weide stehen, dort Futter, Wasser, Unterstand und Artgenossen haben, nur, wenn du dann kommst... was passiert dann?"

        Ich finde es erstaunlich, wie hartnäckig sich diese Vorurteile in der Pferdewelt immer noch halten. Und genau DAS sind dann die Abgabegründe.

        Wir haben Pferde auf dem Hof eingestellt stehen,die sind in völlig gesund und fit und ehemals geritten, und seit Monaten bzw. Jahren macht niemand mit ihnen was. Keine Bodenarbeit, kein Reiten, kein Gespiele und Getüddel. Die Besitzer haben allerdings lediglich den Anspruch, dass es ihnen gut geht -mehr erwartet keiner von diesen Pferden. Ebenso gehts den Pferde-Senioren.

        Sie weiden zusammen,putzen sich gegenseitig, toben miteinander rum,haben ihre besonderen Freunde,pflegen das gesamte Repertoire an Sozialverhalten, was ein Mensch niemals ersetzen könnte.Definitiv sind das die glücklicheren Pferde.

        Glücklicher auf jeden Fall als jene, auf denen jeden Tag ein anderer Reitschüler rumtrullert, oder an denen sich ein ungeschulter "Bodenarbeiter" versucht, sie nach etlichen Jahren Reitpause nicht korrekt reitet, oder auf die man einen unpassenden Billigsattel packt, weil alles andere ja eh schon so teuer ist,ganz zu schweigen von den Ehrgeizigen, die dem Pferd für nix wirklich Zeit geben, weil die Schleifen an der Boxentür so wichtig sind...Whatever! Am Ende ist keiner damit glücklich, und du findest diese Pferde irgendwann "aus Zeitmangel" in den Kleinanzeigen.

        Unter den Voraussetzungen der TE würde ich bestenfalls ein paar Not-Ponys ohne Arbeitsaufgabe zu Hause betreuen. Wenn ich genug Kohle in der Hinterhand hätte und ein paar Pachtweiden dazu. Würde ich mehr vom Pferd wollen,dann nur mit geschultem Hintergrund was die Arbeit mit dem Pferd UND dem Reiter betrifft.

        Ute

        • (14) 30.12.14 - 18:32

          Ach ja: Der Tinker auf dem Hof bekommt max. zwei mal im Jahr von seinem Besitzer Besuch. Wenn der kommt, dann lässt er jedes Pferd der Herde und jedes Futter stehen und begrüßt umgehend seinen Menschen. Bindung ist manchmal mehr als das, was über das gemeinsame arbeiten passiert.;-)

          • (15) 30.12.14 - 18:56

            Und wie lange hatte der Besitzer den Tinker bevor er ihn nur noch zweimal im Jahr sieht? Und was hat er da mit ihm gemacht?

            Weil, ganz ehrlich, von zweimal im Jahr sehen sein Kauf baut weder Mensch, noch Tier eine Beziehung auf. Das geht selbst mit einem Labrador nicht.

            • (16) 30.12.14 - 19:23

              Sie haben schon eine gemeinsame Geschichte, aber die ist einige Jahre her und war auch nicht mit wahnsinnig viel gemeinsamer Zeit verbunden. Nicht die Quantität macht eine Beziehung aus, sondern die Qualität der gemeinsamen Zeit.

              P.S. Wer will schon eine Beziehung zu einem Labrador? #rofl ;-)

              • (17) 30.12.14 - 20:36

                Eben, da war zumindest vorher etwas. Und abhängig vom Pferd, bindet es sich schneller oder langsamer, durch gewisse Erlebnisse einfacher oder schlechter. Und Pferde haben ein gutes Langzeitgedächtnis.

                Was haben sie denn gemacht?

        (19) 30.12.14 - 18:53

        Du argumentierst völlig verkehrt und nimmst das schlechte um das passive zu rechtfertigen. Ausserdem hast du nicht meinen ganzen Satz gelesen. Ich habe klar geschrieben "[...] wenn du dann kommst... was passiert dann?"

        Ich habe ganz klar geschrieben, dass Ponys oder Pferde, wie viele Tiere, mit Bewegung, Futter, Wasser, Schutz in Form eines Unterstandes bei Unwetter und Kälte, wenn nötig und Artgenossen zufrieden sind. Und dann eben, wie es aussieht, wenn die TE etwas von den Pferden verlangt. Du schreibst, keiner erwartet mehr etwas von den Pferden. Das ist doch der grosse Unterschied! Im Endeffekt verlangt sie etwas von ihnen und wenn es nur sporadisches Ausreiten ist. Vielleicht möchte die Tochter später sogar darauf reiten. Aber das wird mit Pferden, die tage- oder wochenlang ohne menschlichen Bezug, der über das Futter verteilen hinausgeht, nicht funktionieren.

        Deine Übertreibungen von offensichtlich unpassenden Fällen sind dabei argumentativ einfach Fehl am Platze, weil sie nicht vergleichbar sind, da es sich um Reiter handelt, denen das Wohl der Pferde nicht gleichermassen wichtig ist. Korrekt wäre es, wenn man als vergleichen Pferde nimmt, von denen man nichts erwartet, die aber auf einer matschigen Koppel mit Hufrehe stehen, die nicht abgeäppelt wird. Deren Futter nass am Boden ist und nicht genug vorhanden und die keinen Schutz haben. So wird ein Schuh daraus.

        Das korrekte Gegenargument zu zufriedenen Wiesenpferden, von denen keiner was will wären nämlich Schulpferde von verantwortungsvollen Reitlehrern, ein informierter Reiter, der sich Hilfe bei der Bodenarbeit holt und langsam mit seinem neugierigem Pferd die Grundlagen erforscht, der nach Reitpause wieder Reitunterricht und Sitzschulung nimmt (FYI, wie ich der TE auch geraten habe!), der einen passenden Sattel für sein Pferd sucht und der sein Turnierpferd auch Pferd sein lässt. So wird ein Schuh draus!

        Alles in allem deshalb ganz klar, wenn die TE wieder mehr Bezug zu Pferden will, dann mit einer Pflege- oder Reitbeteiligung und Reitunterricht!

        Und nur so ganz allgemein: weder Umgang mit Tieren, noch Reiten lernt man völlig. Man macht immer Fehler, auch mit Reitunterricht. Das ist normal und in der Regel verkraftet so ein Tierchen das auch. ;-)

        margaery

        • (20) 30.12.14 - 19:20

          Mein grundsätzlicher Ansatzpunkt ist der, dass Pferde nicht dafür geboren sind, Menschen zu tragen oder uns zu bespassen. Man kann es aber tun, wenn man es richtig macht. Im Sinne des Pferdes.

          Und weil ich meine "Übertreibungen" jeden Tag im Umfeld erlebe, und diese Pferde eindeutig darunter leiden, führe ich diese dunkle Seite der Pferdehaltung in meiner Argumentation einfach mal mit auf.

          Denn besonders dann passieren unschöne Dinge mit Pferden, wenn sich Selbstversorger mit ihrer Unterhaltung und Beschäftigung überschätzt haben. Hätte es vor ihrer Anschaffung mehr kritische Stimmen gegeben, hätte so manchem Pferd einiges erspart werden können. Kaputte Beine, kaputte Rücken, Verhaltensauffälligkeiten,ein frühes Ende... Nur weil man nicht drüber spricht, heißt es noch lange nicht, dass das nicht passiert. Dann lieber ein Pferd gar nicht benutzen, als falsch.

          Dieses ständige Schreien nach Auslastung und Beschäftigung baut beim Halter einen unnötigen Druck auf. Also legt man los, machen ja alle so.

          Anfang ist noch alles schön, aber irgendwann kommen immer mal Zeiten,wo dieses hohe Pensum an Betüddelung nicht machbar ist. Damit kommt das schlechte Gewissen dem Pferd gegenüber und am Ende die Abgabe aus Zeitmangel, was aber unnötig wäre, wenn man sich mehr vor Augen führen würde, wie wenig Anwesenheit eines Menschen ein Pferd zur Zufriedenheit braucht.

          DAS ist der Punkt, der mich brassig macht!

          Natürlich kenne ich auch die positiven Beispiele, erlebe ich sie doch auf unserem Stamm-Hof regelmäßig. Da guckt aber auch jeder nach jedem und keiner kann seinem Pferd was tun. Da hast du dann eben auch die Pferde stehen, die du nach 6 Wochen von der Koppel pflückst und ein Kind drauf setzen kannst. WEIL sie ne gute Grundlage haben UND durch die Haltung zufrieden und gelassen sind, auch ohne tägliche Beschäftigung.

          Das nützt aber der TE überhaupt nicht weiter, weil sie solche Bedingungen nur schwer alleine schaffen könnte.

          Lg, Ute

          • (21) 30.12.14 - 20:35

            Ich sehe das nicht komplett anders, aber bei mir spielen noch zwei andere Faktoren hinein. Ja, das Pferd an sich ist kein "Heimtier" und für mich eher ein Nutztier, aber wie jedes Tier nicht dafür geboren. Durch gezielte Züchtungen passt der Mensch das Pferd dem Nutzen an. Dadurch auch die Rassenvielfalt und letztendlich die Charaktervielfalt. Alleine durch ihre Arbeit haben z.B. Paint Horses ein ganz anderes Gemüt als ein Araber. Und da sehe ich, dass es durchaus Pferde gibt, die einen gewissen Leistungswillen haben und denen die Arbeit Spass macht und gewissermassen auch einfordern. Aber die pferdegerechte Haltung muss immer den Hauptteil einnehmen.

            Und dann sehe ich das auch ein bisschen pragmatisch, da ich mit Arbeitshunden involviert bin: ein Labrador ist auch nicht zum Blindenführhund geboren und trotzdem hat er die Arbeit zu machen. Viele der Hunde brauchen die geistige und körperliche Auslastung, aber nicht allen macht die Arbeit direkt unübertrefflichen Spass. Natürlich, Hunde, die Unwillen zeigen werden nicht ausgebildet, aber ein Nutzhund hat halt auch seine Arbeit zu machen.

            Und ein Nutztier wie ein Pferd, eine Kuh oder ein Huhn ebenso.
            Aber gerade weil es sich um Nutztiere handelt, auf die man angewiesen ist, werden sie zum Grossteil sorgfältiger und artgerechter gehalten.

            Da ich auf einem Pferdesportzentrum reite, auf dem hauptsächlich Springpferde stehen und einige Spanier, sind die meisten durchaus Nutztiere, die eine gewisse (angepasste) Leistung erbringen müssen. Und wie bei dir kann keiner seinem Pferd etwas tun, man hilft einander, zumal der Besitzer ein strenges Regiment führt und das Wohl der Pferde voran stellt.

            Die einzige Gruppe Pferde, die dem Heimtier am nächsten kommt sind vier nord- und südamerikanische Rassen, mit denen die Besitzer Wanderritte machen, also doch wieder Nutztiere auf eine Art.

            Das eine Pferdehaltung "zeitintensiv" ist, setze ich jedem denkenden Menschen voraus. So ziemlich jedes Tier beansprucht genug Zeit, auch ein Hamster möchte seinen Käfig gereinigt haben. Deshalb ist es, wie beim Menschenbaby, wichtig ein soziales Netz zu haben, das einspringen kann. Entweder bei Zeitknappheit, gewisse Wochentage über längere Zeit oder bei Notfällen.

            Und von Auslastung und Beschäftigung habe ich gar nicht geschrieben, dass ist deine Interpretation! Ich habe ganz klar geschrieben, dass sie sich bewusst sein muss, was sie mit dem Pferd oder Pony machen will und dann dahingehend arbeiten.

            Wenn sie nichts machen will - prima! Dann kann das Pferd mit seinen Kumpels auf einer guten Weide bleiben.
            Aber sobald Ansprüche dazukommen, muss mit der Pferd gearbeitet werden. Eine Erwartungshaltung bedeutet nunmal Zeitinvestition. Denn von nichts kommt nichts. Und die Grundlage, worauf ein Pferd auf eine Koppel gestellt wird und man nach sechs Wochen ein Kind darauf setzen kann, muss eben auch erst geschaffen werden!

            Mal ganz abgesehen davon, dass man dazu das richtige Pferd braucht! Auch bei vorheriger Grundlage bleibt nicht jedes Pferd sechs Wochen auf demselben Erziehungsstand - ich kenne Pferde, denen ich es zutrauen würde und Pferde, denen ich es nicht zutraue, ausgebildet wurden alle vom gleichen Menschen und stehen auf dem gleichen Hof.

            Nochmal, es geht nicht darum, dass ein Pferd die Anwesenheit des Menschen zur Zufriedenheit braucht. Das ist generell anzunehmen, dass es nicht so ist, aber auch hier können bestimmte Pferdepersönlichkeiten von der Annahme abweichen. Es geht darum, dass die Zeitinvestition abhängig von den Zielen mit dem Pferd ist.

            Und ganz abgesehen davon: ein Pferd und Mensch, die eine Bindung, einen Draht zueinander haben, profitieren von der gegenseitigen Anwesenheit auch für die eigene Zufriedenheit.

            LG
            margaery

            • (22) 31.12.14 - 12:24

              Sieh an, sooo unterschiedlich denken wir ja gar nicht! #huepf

              Hier wurde über Beschäftigung und Auslastung geschrieben. Das triggert mich wahrscheinlich doch mehr als gedacht. #hicks Ich kanns nicht mehr hören, weils so oft so schlecht gemacht wird - bei Pferden UND bei Hunden.

              Aber schön das wir beide drüber geschrieben haben, denn so ist ein kleiner Nebendialog entstanden, der für die TE in ihrer Entscheidung sehr hilfreich sein kann.

              Komm gut ins neue Jahr! #winke Ute

          (23) 31.12.14 - 12:36

          Du hast da eine interessante Einstellung.

          Allerdings sehe ich es so, dass Pferde seit Jahrtausenden durch Zuchtauswahl doch eher zu Nutztieren geworden sind, eben zu Reittieren, die auch intensiv genutzt wurden seit eben jahrtausenden. Wer sich Pferde leisten konnte hat die in aller Regel auch genutzt und nicht frei auf der Weide laufen lassen mit ein paar Kumpels.

          Natürlich ist Boxenhaltung scheiße, da brauchen wir gar nicht drüber reden, und auch irgendein blutiger Anfänger der wie ein Mehlsack auf einem viel zu kleinen und schmächtigen Pferd hängt ist keine Option.

          Aber bei einer großen Weide mit Unterstand ist doch eine sachgerechte Beschäftigung mit genug Sachverstand nichts schlechtes, oder?

          Und außerdem frage ich mich dann doch, warum jemand die doch heftigen Kosten für die Pferdehaltung auf sich nehmen sollte, der dann nur zugucken darf. Das kann ich mit meinen Meerschweinchen machen, die sind auch nur zum gucken, nicht zum anfassen, weil ich da auch kein Freund von zwangsbekuschelei bin. Aber Pferde sind halt doch eine andere Hausnummer, selbst wenn man den Stall selber am Haus hat.

          • (24) 31.12.14 - 12:54

            Zu dumm nur, dass bei aller Zucht die Rücken immer noch nicht einfach so nen Menschen tragen können,nicht? Nur weil es viele machen, macht man es nicht automatisch richtig.

            Wie soll eine Frau, die 15 Jahre nicht geritten ist, als Selbstversorger Ponys so sachverständig reiten und arbeiten können, dass den Pferden nichts getan wird? Ich seh das nicht. Und schon gar nicht "jedes Pony täglich 1 - 2 Stunden".

            "Und außerdem frage ich mich dann doch, warum jemand die doch heftigen Kosten für die Pferdehaltung auf sich nehmen sollte, der dann nur zugucken darf."

            Jetzt kommste endlich mal auf den Punkt. Es geht nämlich nicht darum, was das Tier braucht, sondern was der Mensch von ihm will. Du verkaufst deine Auslastungs- und Beschäftigungsempfehlung immer gern als Notwendigkeit für das Tier.Ich wollte einfach mal aufzeigen, dass das nicht für jede Tierart auch so ist. Für Pferde z.B. nicht.

            Sprich:Ich muss mich mit de Pferd beschäftigen, wenn ICH was auch immer an Nutzung von ihm will.

            Selbstverständlich muss man mit Pferden sachgerecht was tun,wenn man was von ihnen erwartet. Aber dann ist das so, weil der Mensch sie sonst nicht händeln kann oder ihnen sogar schadet, aber nicht, weil die Art das braucht.Siehst du den Unterschied?

(25) 06.01.15 - 14:00

Huhu,

also meine Freundin hat 4 Pferde /ponys, ein Shetty davon haben wir vor kurzem zusammen gerettet und gehört uns zusammen. Die Pferde stehen bei ihr. Die haben einen großen Hof mit Weiden und Offenstall.

Die Zwei Shettys brauchen schon viel Beschäftigung, da die sonst echt nur Mist machen und sich langweilen. Nur auf der Wiese geht auch nicht, da die schnell fett werden. Dann neigen viele Isländer ganz schlimm zu Sommerekzemen und das ist verdammt aufwendig.

Bei Shettys ist ja auch die Sache mit dem reiten. Eingeritten bekommt man die sehr selten und wenn, dann natürlich von Kindern. Auf unsere kommen nur die Kleinen (3 Jahre alt) drauf und auch nur wenn wir führen, da die an der Longe ihren Dickkopf haben und eben nicht sonderlich ausgebildet sind. Wir machen Spaziergänge mit denen und Bodenarbeit und longieren sie. Aber richtig reiten tut da auch kein Kind drauf.

Die Araberstute ist mein Pflegepferd. Sie ist quasi wie mein eigenes und braucht täglich ausreichend Bewegung. Dazu morgens und abends füttern und immer nach frischem Wasser schauen.

Hufschmied zahle ich für sie und das sind alle 6-8 Wochen je nachdem wo sie gelaufen ist ect. 25€

Das Pony ist ein Noriker Mix nehmen wir an. Sie hat ihn seit er ein Fohlen war. Er ist jetzt 13 Jahre alt und meine Stute 7 Jahre. Letztes Jahr November war der Wallach sehr krank. Verdacht auf geplatzten Tumor im Bauchraum. Das waren irrsinnige Kosten! Gott sei Dank geht es ihm wieder gut.

na ja neben Futter., Pflege und Zubehör kommen noch weitere Kosten auf dich zu für die Versicherung, die Impfungen, Hufschmied und im Notfall Tierarzt.

Versicherung ist ein Muss und ist je nach Versicherungssumme ect. unterschiedlich teuer.

Misten ist auch so eine Sache! Du darfst nicht überall einen Misthaufen anlegen. meine Freundin muss den Mist regelmäßig wegfahren aus Wasserschutzgründen.

Urlaub ist so eine Sache. Du musst immer jemanden haben auf den du dich zu 10000% verlassen kannst. Und der müsste dann mehrmals täglich kommen zum füttern und tränken und nach dem rechten sehen. Ponys sind super darin überall auszubrechen. Und im Notfall muss auch Geld für den Tierarzt da sein oder du erreichbar. Pferdehänger sollte schon vorhanden sein oder im Notfall ausgeliehen werden können, denn als Lord krank wurde, hätte er beinahe in die Tierklinik gemusst und ohne Hänger ist das nicht möglich. Im Notfall zählt da jede Minute. Und man sollte mehrere Tierärzte kennen die gut erreichbar sind. Wir hatten das Problem das wir 3 anrufen mussten, bis wir eine erreichten die schnell genug da sein konnte. Der Dicke war nämlich nicht transportfähig.

Es ist auf jeden Fall anstrengend und zeitaufwendig. Die Tiere wollen früh ihr Futter und nicht erst wenn man mittag ausgeschlafen hat und das jeden Tag, ganz egal ob du Magen-Darm grippe hast oder 40 Fieber.

Und je nach Ernte musst du halt schauen wo du gutes (!!) Heu herbekommst und Stroh und gelagert werden muss das ja auch irgendwo.

Klar, es ist schon toll, aber so ein Reitstall bietet natürlich Vorteile. Gerade wenn es einem richtig mies geht, man in den Urlaub fährt ect.pp. Im Notfall ist immer irgendeiner da der es sieht wenn es deinem Pferd nicht gut geht, nachts ist etwas anderes, aber zumindest am Tage achten da schon viele drauf und wenn ein Tier krank ist, kann immer irgendeiner da sein wenn der Tierarzt kommen muss. Wenn du in den Urlaub fliegst und dein pferd sollte krank werden weil es sich vergiftet hat oder was auch immer, ist sofortiger Handungsbedarf und da muss einer da seind er alles in die Wege leitet so wie du es absprichst.

Klar kann auch alles gut gehen, Ponys sind immer gesund und brauchen nur mal den Tierart zum impfen. Gibt es alles, aber man kann Pech haben und hat ein Tier was dauernd was hat und das ist grade bei Ponys und Pferden wegen der Größe besonders teuer.

Als mein Wallach 2011 eine Kolik hatte, war ich Tag und Nacht bei ihm und am Ende mussten wir doch in die Klinik wegen Darmverschlingung. Bei der Op stellte man dann fest das er zwei riesige, unoperable Darmtumore hatte, weshalb wir ihn nicht mehr aufwachen ließen.Das waren auch Kosten von über 2.000€ und nicht jede bzw. kaum eine Klinik lässt sich auf Ratenzahlung ein, da die eben oft erleben das die Rechnungen dann nicht bezahlt werden.

lG germany die jetzt mit 3 Kids keine Zeit mehr für ein eigenes Pferd hätte

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