Gewichtsverlust, schlechte Nierenwerte, Epilepsie beim Hund

    • (1) 13.01.15 - 13:35

      Hallo,

      unsere Yorkidame ist 13 Jahre alt. Sie bekommt seit 1 Jahr Herz- und Wassertabletten. Gewicht vor 1 Jahr betrug 4,45 Kilo, nun schaut sie wie ein Hungerhaken aus und hatte heut ein Gewicht von 3,6 Kilo. Sie hat einen überaus guten Appetit, kotet aber auch häufig.

      Bluttests letztes Jahr waren alle okay. Heute wurde wieder einer gemacht: Nierenwerte sind arg erhöht. Nun Spezialfutter.

      Zudem hat sie wohl eine Infektion, denn die Werte sind ebenfalls erhöht. Hat heute ein Antibiotikum gespritzt bekommen und dann am Donnerstag nochmal.

      Nun kommt der nächste Hammer. Vor 2 Wochen fiel sie beim Spazieren gehen einfach auf die Seite und zitterte arg und blieb dann reglos liegen. Dauerde max 1 Minute. Dann stand sie wieder auf und war noch kurz wackelig und lief dann weiter als wäre nichts gewesen.

      Heute früh dasselbe, nur das sie hinterher noch gekotet hat und deutlich länger benommen und anders war.

      Diagnose: Epilepsie

      Blutwerte schließt wohl anderes aus.

      Was würdet ihr machen? Wir lieben sie und am Geld solls nicht scheitern, aber wir wollen sie nicht leiden lassen und wenns nicht mehr ist lieber erlösen. Sie hatte 13 schöne Hundejahre bisher.

      Habe den Tierarzt auch drauf angesprochen, er würde jetzt aber erstmal das Spezialfutter geben und zusätzlich nen Medikament gegen Epilepsie.

      Bin total überfordert und möchte gerne zu ihrem Wohl eine Entscheidung treffen.

      Vllt. hat hier jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

      Gruß Chris

      • Hi,

        Spezialfutter ist gut - hat unserem alten Pancho auch geholfen.

        ABER:

        Bei den von Dir beschriebenen Krämpfen musste ich an gleiche Situationen bei unserem Pancho (Dackelmix, 7-7,5kg) denken. Der hatte keine Epilepsie - da kamen die Krämpfe vom Herz.

        Er fiel 2 oder 3 mal in den ersten 3 Jahren bei uns (bekamen ihn erst mit 10 Jahren) auf einem Spaziergang einfach um, krampfte, war nicht ansprechbar - das dauerte eine gefühlte Ewigkeit aber es war vielleicht 1min. Irgendwann war der Krampf vorbei, er wackelte die ersten paar Meter etwas - und war dann wieder fit wie Nachbars Lumpi.

        Nach Anpassung der Medikamente bzw. beim zweiten Anfall nach einem Wechsel des Medikamentes waren die weg und traten nie wieder auf.

        Dazu habe ich die Entwässerungstabletten irgendwann weg gelassen. Die haben so starkt entwässert, dass Pancho Nierenprobleme bekam und massiv abbaute. Zu Beginn brauchte er diese Entwässerungstabletten, weil das Herz krank war und geschwächt. Durch die Herzmedikamente war das Herz aber irgendwann so gestärkt, dass es ohne Hilfe den Körper "entwässern" konnte und der Körper mit den Tabletten einfach zu stark entwässert wurde.

        Unsere Tierärzte waren zuerst nicht erfreut darüber, dass ich die Tabletten wegliess und prophezeiten Probleme - bis zur nächsten Kontrolluntersuchung. Da gaben sie mir dann Recht.

        Pancho wurde fast 18 Jahre alt - und bekam die letzten 5 oder 6 Jahr ausschließlich seine Herztablette. Davor 2-3 Jahre zusätzlich die Entwässerungsmedikamente.

        LG
        Kim

        (3) 13.01.15 - 18:58

        hallo Chris,

        "Diagnose: Epilepsie
        Blutwerte schließt wohl anderes aus"..

        du hast alleine in deinem beitrag 2 ursachen für solche anfälle genannt! das herz und die schlechten nierenwerte können absolut zu solchen anfällen führen...

        epilepsie idR tritt nicht erst im hohen alter auf. sie ist angeboren. muss zwar nicht von geburt an auftretetn, aber bleibt nicht 13 jahre verborgen. vor allem nicht, wenn man zwei solch deutlich möglichen diagnosen als ursache für die anfälle hat!

        zusätzlich ist epilepsie eine ausschlußdiagnose, aber NICHT ausschließlich durch blutwerte...

        ich würde mir an eurer stelle auf jedenfall die medikation für die epilepsie sparen. euer hund hat recht sicher KEINE klassische epilepsie, sondern epileptiforme anfälle die durch das herz oder er nieren verursacht werden können. zusätzlich sind die epilepsie medikamente recht leber toxisch. daher sollten sie nur nach strenger indikation genommen werden. wenn ein hund solch einen gewichtverlust, schlechtes herz und schlechte nierenwerte hat, würde ich auf keinen fall auch noch die leber belasten...

        ich würde abwarten ob es ihm mit der nierenbehandlung besser geht.

        alles gute

        Vielen Dank für eure Antworten.

        Ich werde unseren Tierarzt am Donnerstag nochmal auf die von euch genannten Dinge ansprechen.
        1. Wassertabletten
        2. Epilepsie Medikament und Leberwert (Leberwert ist lt. Blutbefund an der Grenze zu niedrig)

        Zwecks Epilepsie: So in der Art hat es der TA auch erklärt. Nur weiß ich das ne Schwester aus ihren Wurf damals mit 3 oder 4 Jahren wegen starken epileptischen Anfällen eingeschläfert werden musste. Elfi hatte in der Richtung allerdings bisher nie Probleme. Deshalb wird wohl das Herz und die Nieren der Grund sein..

        Aber die genannten Dinge machen ein schonmal Mut :-) Muss dazu sagen das sie 12 Jahre lang völlig gesund war, bis auf wenige Magen-Darm - Infekte...

        LG Chris

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