Zweite Katze zu 6 jährigem Kater (Wohnungshaltung) dazu holen?

    • (1) 26.01.15 - 12:12

      Hallo ihr Lieben!! #winke

      Wir haben einen Kater (wird im Mai 6 Jahre alt), der jetzt seit 5 Jahren bei uns lebt. Wir haben ihn mit 8 Monaten von einem Bauernhof zu uns geholt, bis dahin hat er dort mit seiner Schwester nur in der Wohnung gelebt (Handaufzucht, da Mutter verschwunden).

      Seit er bei uns ist, ist er allein und ist immer super damit zurecht gekommen. Er zeigt keine Verhaltensauffälligkeiten und ist natürlich sehr auf meinen Partner und mich bezogen. Wir arbeiten beide ganztags aber auch da hat er sich dran gewöhnt und schläft dann in der Zeit.

      Er ist auch total pflegeleicht, hat noch nie aus Protest wo hin gemacht oder was kaputt gemacht. Wirklich ein Traum von einer Katze ;-)

      Trotzdem haben wir hin und wieder überlegt, ob er nicht doch einsam ist oder sich vielleicht noch einen kätzischen Spielgefährten wünscht… #katze

      Nun ist in unserem Tierheim eine Katze (5 Jahre alt) zu vermitteln, auch reine Wohnungshaltung und hatte vorher auch schon mit einem Kater zusammengelebt. Wir haben sie gestern angeschaut, sie ist sehr ruhig und zurückhaltend.

      Jetzt überlegen wir natürlich, ob sie mit unserem Kater zusammen passen würde, ob er das überhaupt noch möchte (oder ob er so auch zufrieden ist) und wie das überhaupt mit Krankheiten wäre. Ich habe ja die schlimmsten Sachen von Leukose und FIP gehört und möchte natürlich ungern, dass die Katze diese Krankheiten vielleicht hat und unseren Kater damit ansteckt…

      So nun meine Frage an euch… Was würdet ihr tun? Würdet ihr es wagen oder lieber nicht? Bin so unentschlossen und auf eure Meinungen gespannt.

      LG kiwutante

      • Hallo,
        Ich würde zunächst mit dem Tierarzt sprechen. Er kennt ja deinen Kater. Du sagst ja, die Katze sei sehr ruhig. Jetzt ist die Frage wie dein Kater so drauf ist. Wenn er totale Lust aufs Spielen hat, wird sie sich vielleicht belästigt fühlen weil sie es nicht möchte. Generell finde ich den Gedanken, Wohnungskatzen mindestens zu zweit zu halten immer gut. Ich habe zu meiner Katze damals auch einen Kater dazu geholt und bin da relativ blauäugig ran gegangen. Ich habe alles falsch gemacht, was man so falsch machen kann. Kater kam aus seiner Box gestiefelt und machte sich sofort breit. Meine Kleine ist aber sehr ängstlich. Über 2 Wochen flogen die Fetzen, teilweise bis aufs Blut. Ich wollte den Dicken wieder abgeben aber das Tierheim riet mir dran zu bleiben da eine Zusammenführung manchmal über Monate gehen kann. Ich bin froh am Ball geblieben zu sein denn den Dicken will ich nicht mehr missen. Sie hatten sich irgendwann arrangiert. Der eine in dem Raum, der andere in dem. Nach mehreren Wochen begannen sie auch mal zu Spielen, kuschelten sogar irgendwann und putzten sich gegenseitig. Mittlerweile leben sie schon 4 Jahre zusammen und können nicht mehr ohneeinander. Obwohl ich anfangs alles falsch gemacht hatte. Ich hatte daraus gelernt und das berücksichtigt, als vor 2 Jahren der Mops dazu kam. Erstmal in getrennten Räumen halten Hund die ersten Wochen nur an der Leine in der Wohnung und enge Zusammenarbeit mit dem Tierarzt. Dieser gab mir für meine Kleine so eine Art Antidepressiva (aber unschädlich) damit sie wegen dem Hund nicht so gestresst ist. Ich weiß leider nicht mehr den Namen aber mein Tierarzt sagte, das geben viele Leute ihren Tieren zu Silvester damit sie entspannter sind Teilweise behandelt er einige Tiere mit Verhaltenstörung damit auf Langzeit da das Medikament sehr schonend ist. Ich habe es auch über Wochen angewandt als wir im August umgezogen sind weil meine Kleine starke Probleme damit hatte. Ich habe nur gute Erfahrungen damit gemacht.
        Ich hoffe, mein Beitrag konnte dir etwas helfen. Ich wünsche dir und deinem Kater alles Gute :-)

        Ich würde es versuchen. Mindestens drei, besser 6 Monate Geduld solltest Du haben, anfängliches Anfauchen, Knurren und kleine Raufereien sind einfach normal, gerade wenn eine Katze so lange alleine war. Aber es wird besser werden, es dauert nur einfach sehr lange.

        Leukose kann man testen, und FIP kommt insbesondere bei Jungtieren vor, nicht erst bei 5jährigen.

        Ich habe auch mal eine Katze die 7 Jahre alleine war aus dem Tierheim geholt und nach ein paar Monaten Eingewöhnungszeit eine zweite geholt, es war eine meiner besten Entscheidungen. Klar war der Anfang nicht immer schön, aber nachdem sie sich aneinander gewöhnt hatten war sie sehr glücklich über ihren Freund.

        Hallo,
        unser Kater war 7 als wir noch eine zweite 4-jährige Katze dazu geholt haben. Ich war echt skeptisch ob das klappen würden, aber heut kann ich sagen, es war die beste Entscheidung. Wir sind lange arbeiten und somit ist er nicht mehr so lange allein. Die beiden lieben sich sehr ;)

        Probiert es!

        LG MM1988#winke

      • Vielen Dank für eure Antworten!!

        Nun hat sich das Thema zunächst von selbst erledigt, da die Tierheim-Miez vermittelt wurde. Freut mich total für sie :-)

        Falls es aber doch mal wieder zur Debatte stehen würde, hätte ich noch Fragen an euch. Wenn die Zusammenführung doch ein paar Raufereien gibt, wie macht ihr das dann? Ich mein, ein Wochenende könnten wir da sein oder dann Urlaub nehmen, aber da sich die Zusammenführung ja über nen längeren Zeitraum zieht, müssen wir ja doch irgendwann mal wieder arbeiten gehen... Habt ihr die Katzen dann einfach ihrem Schicksal überlassen? ;-)

        Unser Kater ist jetzt zwar nicht der wilde Spieler, aber er möchte schon jeden Abend ein bisschen bespielt werden (mit Angel und verstecken und so). Ich hab mal gelesen, dass Katzen und Kater unterschiedliche Spielweisen haben. Wäre dann nicht generell ein Kater passender? Wie sind da eure Erfahrungen?

        Und wegen Krankheiten nochmal: können die sich nicht spätestens im Tierheim mit allem möglichen bei anderen Katzen anstecken? #zitter

        LG kiwutante und #katze

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