Hund kann nicht alleine sein. Tips?

    • (1) 08.02.15 - 12:40

      Hallo.

      Wir haben seit 2 jahren einen kleinen hund. Diesen haben wir als abgabehund geholt aus einem schlechten zuhause. Er war zu dem Zeitpunkt 2 jahre alt. Er kannte es offenbar nicht vor die Tür zu kommen. Gassi gehen war ihm völlig fremd. Sein Geschäft verrichtete er bis dahin wohl immer im Badezimmer. Auch wurde der hund wohl sehr lange alleine gelassen und sich selbst überlassen.

      Heute ist er 4 Jahre und er hat sich zu einem tollen hund entwickelt. Er ist Leinenführig, stubenrein und auch sonst ein toller hund.

      Fremden gegenüber ist er ziemlich misstrauisch und auch sonst ist er ein ziemlich unsicherer hund der aus Unsicherheit auch mal knurrt und im zweifel schnappt. Das tut er aber nicht aus bosgaftigkeit sondern Unsicherheit.

      Ich bin seine absolute Nummer 1. Mir vertraut er, er hört auf mich. Z. B. Kann nur ich ihn das Fell scheren. Da ist er friedlich und schläft sogar dabei ein. Beim hundefriseur zittert er und beisst um sich, er lässt sich nicht beruhigen.

      Ein großes Problem haben wir allerdings. Er kann nicht alleine bleiben!

      Bisher war ich immer zuhause und wenn ich das haus verlasse dann klappt es auch. Er bleibt ruhig liegen und lässt mich gehen. Allerdings fängt er nach einer gewissen Zeit an an der Tür zu kratzen. Er hechelt auch sehr wenn ich wieder komme und seine Freude ist überschwänglich. Ich beachte ihn wenig. Irgendwann beruhigt er sich wieder.

      Wenn ich mal längere Zeit weg bin dann leckt er sich leider auch alle 4 pfoten nass. Er muss wirklich sehr leiden wenn ich nicht da bin.
      Ich fange nun bald an zu arbeiten. Nur 2 mal die Woche. Mit Fahrtzeit bin ich 6 stunden außer Haus. Ich würde als erstes das haus verlassen, meine Tochter eine Stunde später. Allerdings bekommt sie es nicht hin die Wohnung zu verlassen ohne dass der Hund mit raus rennt. Wenn ich nicht da bin sitzt er hartnäckig an der Tür und er lässt es nicht zu meine Tochter gehen zu lassen. Er lässt sich nicht davon abbringen von der Tür zu gehen. Er zittert schrecklich und wenn meine Tochter ihn von der Tür weg schieben will dann beisst er auch. Er will um jeden Preis mit aus der wohnungstür.

      Habt ihr vielleicht einen tip wie man es organisieren könnte sodass er paar Stunden alleine bleibt? Sodass meine Tochter auch nach mir das haus verlassen kann.

      Wir haben einen Garten am haus. Ich hatte schon über einen kleinen Zwinger o. Ä. Nachgedacht.

      Im übrigen lenkt ihn auch kein kong o. Äb. Er rühert keinerlei fressen an wenn er alleine ist.

      • Hallo!

        Im Zwinger würde er nur noch mehr Angst haben, das ist keine Lösung. Ihr müsst ÜBEN. ÜBEN Und ÜBEN. Das macht richtig arbeit, also häng Dich rein.

        1. Schritt: Du ziehst Dich an wie zum raus gehen ohne Hund. Schuhe, Jacke, Handtasche, Schlüssel. wenn der Hund da schon aufsteht und schaut, dann ziehst Du alles wieder aus, setzt Dich fünf minuten hin und ziehst Dich wieder an - und wieder aus.

        2. Schritt: Du hast Dich so lange immer nur an und ausgezogen, dass die Socken glühen, der Hund aber nicht mal mehr den Kopf hebt wenn Du das machst. Jetzt machst Du die Haustür auf und gehst raus. Und sofort wieder rein. Wiederholen bis der Hund auch dabei nicht den Kopf hebt, Dich auch nicht begrüßen will.

        3. Schritt: Du gehst die Treppe runter. Und wieder hoch. selbe Wiederholungszeit.

        4. Du bleibst 2 Minuten weg.

        5. Du bleibst 10 Minuten weg.

        Der Hund muss lernen, dass Du IMMER WIEDER KOMMST. Das braucht aber viele hundert Wiederholungen, damit er das wirklich lernt. das geht nicht von heute auf Morgen.

        Wegen dem Hinter der Tür liegen könnte eine Hundebox helfen. Die sollte für ihn zum tollsten Schlafplatz der Welt werden, also er bekommt da drin Leckerlies und Kauknochen, wird aber erst mal nicht eingesperrt, sondern er soll erst mal richtig gerne da rein gehen. Er soll sich da drin sicher und geborgen fühlen, man kann eine Decke drüber legen, eine ruhige Ecke wo es schön warm ist, und erst wenn das sein liebster Schlafplatz ist, macht ihr da auch mal die Tür zu. Wenn er die Box richtig angenommen hat, dann lockt ihr ihn mit einem Leckerchen oder Kong oder Ochsenziemer rein, wenn ihr aus dem haus müsst und macht zu. Aber auch da erst mal nur ganz kurze Übungen, wenn Du nur 2 Minuten weg bist und heim kommen und auf machen, bevor er recht merkt dass Du weg warst. Vorher sollte also schon sitzen, dass er nicht mal mehr aufsteht, wenn Du kommst und gehst.

        Das alles macht jetzt wirklich viel Arbeit, das habt ihr leider die letzten jahre echt verpasst. Wenn er sich weiter die Füße wund leckt kann er sonst aber nicht alleine bleiben und Du kannst nicht arbeiten.

        Sich einen Hund zu halten erfordert eben viel Zeit und Verantwortung.
        Wünsche dir viel Glück und Erfolg.
        Die Tipps von Hasipferdi klingen alle sehr vernünftig!

        • Das ist nicht mein erster hund, hatte bereits 11 Jahre einen Yorki. Nur dieser hund ist leider ein kleiner Problemfall. Traurig was Menschen achtlos mit einer hundeseele anrichten.

          Bisher war er max 2 stunden alleine, was auch immer gut klappte. Ansonsten habe ich ihn immer mit genommen weil er an meiner Seite wirklich immer lieb und unkompliziert ist. Wenn wir länger weg waren haben wir immer eine hundbetreuung. Aber nun muss er 2 mal die Woche für 6 stunden alleine bleiben.

      (5) 17.02.15 - 21:03

      Ich würde da ein wenig Zeit und Geld investieren und einen fähigen Hundetrainer suchen. Im Einzelunterricht lassen sich da sehr schnell Erfolge erzielen, sofern man als Besitzer die Tipps und Ratschläge des Trainers befolgt und auch fleißig lernt.

      wenn ich abby alleine lassen muss, denn zieh ich mich an... geh zu ihrem leckerlie glas und "schmeiß" ihr die leckerlies ins wohnzimmer. das habe ich von welpenalter an gemacht (jetzt ist sie 2).. sie is durch die leckerlies abgelenkt und ich geh denn...
      wenn ich angezogen bin und ans glas gehe, rennt sie immer schon ins wohnzimmer ;)

      • Hihi das klingt süß. Hab es natürlich auch schon mit Leckerli versucht aber sobald er ahnt das er alleine gelassen wird rühert er nichts an. Keine Leckerlis, keine Knochen, keine geliebten putenhälse, noch nicht mal eine wiener. Ich hsb ihn mal 2 wurst Stückchen hin gelegt. Die lagen noch da als ich wieder gekommen bin, sobald ich wieder da bin frisst er wieder mit Hingabe Leckerlis. Meisst trinkt er auch erstmal recht viel. In meiner Abwesenheit rühert er also offenbar auch kein wasseenapf an.

        Er wurde früher tagelang alleine gelassen, sein geschäft verrichtete er in der Badewanne weil er nicht raus kam. Seine Angst sitzt wohl einfach sehr sehr tief.

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