Rassewelpen vs Mischlinge

    • (1) 08.02.15 - 13:56

      Hallo,

      Mich würde interessieren ob ihr Euch für einen Rassehund oder Mischling entscheiden habt und warum.

      Bei mir wird der Hundekauf umstaendehalber nicht in naher Zukunft stattfinden, aber man darf ja schon mal träumen:-)

      Mir sind Mischlinge irgendwie sympathischer, allerdings stelle ich es mir schwieriger vor einen Welpen zu finden der gut sozialisiert und verantwortungsbewusst aufgezogen wurde. Rassehunde dagegen sollen ja oft regelrecht kaputt gezüchtet sein

      Woher habt ihr eure Mischlingswelpen? Nach welchen Kriterien habt ihr die Rassehunde ausgwaehlt, und war der Hund vom Wesen dann wirklich rassetypisch?

      Wie lange habt ihr gebraucht um den für euch passenden Hund zu finden und wie weit seid ihr dafür gefahren?
      Heikle Frage zum Schluss: wieviel habt ihr für das Tier bezahlt (verstaendlich wenn ihr das nicht beantworten wollt.)

      Lg Luci

      • (2) 08.02.15 - 15:40

        Hallo!

        mein Hund war ein Notfall den ich aufgenommen habe, und ich würde immer wieder einen Tierschutzhund holen.

        Auch da gibt es Welpen, die auf die Welt kommen, und in Pflegestellen in einer Familie aufwachsen. Wobei ich aber ehrlich gesagt gar keinen Wert auf einen Welpen lege, da braucht man Anfangs doch extrem lange urlaub um Dinge wie alleine bleiben und Stubenreinheit auf die reihe zu bekommen, dass man am ende in dem Jahr sonst keinen Urlaub mehr planen braucht. Wahrscheinlicher ist, dass erst Frauchen und dann herrchen jeweils mit Hund alleine zu Hause sitzen und trainieren müssen, das ist doch etwas doof.

        Wenn es wirklich ein Welpe vom Züchter sein soll muss man den sehr gewissenhaft aussuchen. Auf jeden Fall den Wurf schon vor dem Abholen mal besuchen und drauf achten, dass die mutter auch wirklich ein dickes gesäuge hat, es gibt mittlerweile einfach so unendlich viele Welpen aus Polen die mit betrügerischen maschen verkauft werden - auch von gepflegten Reihenhäusern aus, da muss man wirklich aufpassen.

        Bei der Rasseauswahl sollte man sich wirklich informieren, am besten auch über Foren und nicht nur Züchter. Züchter neigen dazu die typischen krankheiten klein zu reden, oder behaupten, ihre Hunde hätten das nicht. Man denke an die meisten Mopse die kaum 1km weit laufen können und den neuen Fitniesstest - ein Mops soll 1km in 15 Minuten laufen, bekommt danach weitere 15 Minuten Zeit und dann schaut man ob der immer noch schnauft wie eine Dampflok. sorry, nach 15 Minuten erholungsphase sollte der wieder total gechillt sein, und trotzdem fallen Hunde durch den Test durch. Leider sieht man das nicht beim Welpen, die Atemwege sind da noch frei und gehen erst während der Pubertät des Hundes endgültig zu.

        rede also unbedingt auch mit Haltern, die kein interesse dran haben dir ihren Hund zu verkaufen und frag auch nach kleinen Auffälligkeiten. Es weiß etwa kaum jemand, dass die Retriever-Rassen besonders oft Durchfall haben. Nicht schlimm genug um groß erwähnt zu werden, aber für einen halter der keinen garten hat sondern nachts um 2 Uhr mit dem Hund Gassi gehen muss doch ein echtes Problem, wenn das 3 mal pro Woche der Fall ist.

        (3) 08.02.15 - 16:21

        Wir haben zwei amerikanische collies. Unser Mädel ist jetzt ein Jahr und unser Bub grade mal 9 Wochen.

        Bevor wir uns für diese Rasse entschieden haben,waren wir vor Jahren schon ein paar mal im Tierheim,den ich hätte auch einen mischling genommen,aber das Problem war, zum einem war das Personal nicht qualifiziert für eine Empfehlung und es hat sich herausgestellt,das ein mischlingswelpe wie ein knallbonbon sein kann,man weiß nicht welche Rasse mehr durchkommt und hat unter umständen genau das gegenteil von dem was man sich gewünscht hat.
        Das Risiko war mir mit drei Kindern zu hoch und ich wollte an der Aufzucht in den ersten Wochen teilhaben um den welpen genau zu kennen.
        Ich würde es immer wieder so machen.
        Für unsere Hunde sind wir jeweils 250 und 270 km gefahren und das nur in eine Richtung. Wir haben unsere Hunde auch mehrmals besucht.

        Einen collie gibt es ab 850 Euro aufwärts, unsere waren noch etwas teurer,aber dafür aus kontrollierter Zucht,gesund und sehr sozial.

        Welche Rasse habt ihr im Auge?

        (4) 08.02.15 - 16:24

        Hallo,

        wir hatten bisher lustiger Weise nur Rasse Hund, lustig weil wir da eigentlich so gar keinen Wert drauf legen.

        Mein Mann und ich haben/hatten 5 Hunde bisher zusammen. 3 davon waren Tierschutzhunde und trotzdem reinrassig. Es waren ein großer Münsterländer, ein Chihuahua und eine englische Bulldogge.

        Die Bulldogge war Rasse bedingt wirklich krank.

        Vom Züchter gekauft haben wir 2 Collies in all den Jahren. Der erste wurde nur 10 Jahre alt und verstarb an Krebs. Der zweite ist auch nicht gesund er hat eine massive Schilddrüsenunterfunktion.

        Trotzdem bin ich von der Rasse Collie überzeugt. Die andren Hunde haben ihren Weg auf Umwegen zu uns gefunden geplant war keiner von ihnen. #cool Was nicht heißt das sie nicht sehr geliebt wurden.

        Gekostet haben die Tierschutzhunde nicht viel. Der Müsterländer war umsonst den wollt niemand, der Chihuahua auch der bleib bei uns kleben nachdem eine "Zucht" aufgelöst worden ist und die Bulldogge hat 250 Euro gekostet.

        Der erst Collie ca 600 Euro, der zweite 950 Euro.

        LG dore

        PS: von irgendwelchen " Ups Würfen" oder wir wollten nur einmal Welpen weil die sind so süßßßßßßß Würfen halte ich gar nichts. Über Hundehändler und Vermehrer muss ich Dir hoffentlich hier keine Abhandlung rein schreib. #winke

      • (5) 08.02.15 - 16:25

        Ich hatte schon Rassehunde und Mischlinge.

        Mein jetziger Hund ist ein Tierschutzhund, den ich als Welpe aus einer schlechten Haltung übernommen habe - vor fast 6 Jahren. Gekostet hat er mich 250 Euro Schutzgebühr, die unser Tierheim bei Hündinnen damals genommen hat. Mittlerweile kosten Hündinnen 350 Euro und Rüden 250 Euro. Kastrationen werden extra berechnet und müssen nachgewiesen werden, falls der Hund noch unkastriert abgegeben wird.

        Mein roter Cocker war ein Abgabehund von einem englischen Soldaten, der das Tier nach Abzug der Truppe nicht mit nach England nehmen konnte/wollte (auf Grund des damals noch gültigen Quarantänegesetzes). Bezahlt haben wir nichts - der Hund war 4 Jahre als er zu uns kam.

        Nach dem Cocker Spaniel kam ein brauner Labrador vom Züchter. Kostenpunkt: 1500 Euro, da er braun war und das damals noch eine Fehlfarbe war und als "Makel" galt. Der Labbi lebte nur 6 Jahre, da er Knochenkrebs hatte. Soviel zum Thema Schutz vor Krankheiten, wenn man einen "Zuchthund" kauft...

        Dann gab es noch einen Schäferhundmischling aus dem Tierheim, der als Welpe im Wald an einen Baum gebunden wurde und uralt wurde. Kostenpunkt ebenfalls die normale Tierschutzgebühr.

        Joa, ich bin bei Hunden für fast alles zu haben. Da es aber so tolle Tierschutztiere gibt, würde ich jetzt immer erst da schauen. Dankbarer ist niemand!

        Hallo,

        wir haben einen Leonberger und einen Golden Retriever. Also beides "Rassehunde".

        Allerdings nicht weil es Rassen sind, sondern weil wir uns in beide verliebt haben. Den Leo haben wir geholt, weil wir unbedingt einen überdimensional großen Hund wollten.... er ist uns dann einfach so im Internet über den Weg gelaufen #schwitz. Für ihn sind wir ca. 500 km gefahren und haben 400 Euro dafür bezahlt. Wir haben ihn mit 16 Wochen bekommen...

        Cookie kam einfach so. Unser Tierheim wusste, dass wir noch einen Hund haben wollten. Dieser sollte bewusst über 8 Jahre alt sein, kinderfreundlich, mit anderen Hunden und Katzen kein Problem haben und alleine bleiben können und schon einigermaßen erzogen. Tja, irgendwann hat sich das Tierheim dann gemeldet und wir haben sie sofort geholt. Für die Dame sind wir 30 km gefahren und haben 100 Euro bezahlt.

        Wenn unsere beiden süßen nicht mehr sind, warten wir einfach wieder, bis sich das Tierheim meldet. Die einzige Bedingung in Zukunft ist wieder älter, dann die üblichen Kriterien und über 25 Kilo - also ein Hund, keine Hupe. Was das wohl werden wird ist eigentlich egal. Ob Mischling oder nicht, alles gerne genommen! Hauptsache lieb, alt und "von den Vorgängern nicht mehr gewollt". Einen Welpen möchte ich nicht noch ein Mal. Leo hat damals schon sehr viel kaputt gemacht und es war schon anstrengend ihn so zu erziehen, wie er jetzt ist. #schock

        Liebe Grüße
        Caro

      • (7) 08.02.15 - 19:56

        Hallo!

        Ich persönlich hole immer nur Tiere aus dem Tierschutz. Da ist es mir auch egal ob eine Rasse oder nicht. Der Funke muss einfach überspringen. Bisher hatte ich nur Mischlinge und sehr guter Erfahrungen gemacht. Pudel-Cockerspaniel wurde 15 Jahre alt, kaum krank. Schäferhund-Bracke-mix wurde 10 Jahre alt (musste wegen einer typischen Schäferhundkrankheit eingeschläfert werden, bis dato nie krank gewesen) und jetzt haben wir einen totalen Mix, das man nur sehen kann das wohl ein Münsterländer mit drin ist. Sehr schönes Tier und sehr lieb.
        An Züchter würde ich mich nie wenden, weil ich der Meinung bin das es viele Tiere gibt, die im Tierheim hocken und wirklich Hilfe brauchen. Wir haben den Pudel-Cocker damals mit 1 Jahr bekommen, den Schäferhund-Bracke-Mix mit 1 Jahr und jetzt den Mischling mit 5 Monaten( war ängstlich, jetzt der tollste Hund der Welt, aber immer noch vorsichtig, was gar nicht so schlecht ist).
        Ein Welpe musste bei uns nicht unbedingt sein. Einen Jungen Hund schon (sind ja auch noch Jünger). Zur Wahl stand auch ein 2jähriger Hund, aber uns war der viel zu Lebhaft und hektisch. Das passte nicht zu uns.

        Ich finde die Hunde in den Tierheimen schon recht sozial. Ich habe da bisher keinen Hund gehabt der da schwierig war. Mit anderen Hunden gab es nie Probleme und Kinder sowieso nicht. Da fragt man schon nach und meistens wissen die Helfer im Tierheim schon über die Tiere Bescheid. Zumindest ist das in den Tierheimen so, die ich besucht habe.

        Weit sind wir für keins der Tiere wirklich gefahren, weil wir vor Ort in den Tierheimen gewesen sind. Davon gibts hier mehr als genug. Bezahlt haben wir ganz früher ca. 100 DM für den Ersten, 150 DM für den Zweiten und jetzt für die Maus haben wir 300 Euro bezahlt. Wir haben aber noch etwas mehr gespendet.

        LG Sonja

        (8) 08.02.15 - 21:01

        Hallo!
        Wir haben 2 Dalmatiner-Mädels, 4 und 8 Jahre alt, beide reinrassig, aber ohne Papiere.

        Als wir den ersten Hund angeschafft haben, haben wir gezielt bis nach Weihnachten gewartet und sind dann durch die Tierheime gezogen, wollten einem ungewollten Weihnachtsgeschenk eine Chance geben. Und haben da die Maus gesehen, die ein Züchter töten wollte, weil sie zu klein war und außerdem eine "Fehlfarbe" hatte (sie ist dreifarbig, das wollen die Züchter nicht...). Sie war damals 12 Wochen alt und ist direkt bei uns eingezogen. Für sie haben wir 250 Euro bezahlt, das war ein Teil Spende und ein Teil Gebühr fürs Tierheim. Ein toller Hund, sher gut zu führen und erziehen, aber schon etwas speziell, sehr auf ihr Rudel fixiert.
        Als wir dann einen 2. Hund dazu haben wollten, waren wir wieder auf der Suche nach einem netten Mischling, gerne Junghund, kein Welpe. Und wie es manchmal so ist, kommt eins zum anderen, Freunde riefen an und haben uns einen 2. Dalmatiner vermittelt, Scheidungsopfer (junge Mutter mit 1-jährigem Kind zieht in eine 1-Zimmer-Wohnung und schafft sich einen Welpen an.... ARGH!!!), 7 Monate alt, totaler Chaoten-Hund.. Nicht stubenrein, nicht erzogen, aber ohne Ende lieb und dankbar. Sie ist immer noch ein Kasper, nie erwachsen geworden, aber ein echter Goldschatz, vor allem mit Kindern. Bei ihr merkt man allerdings, dass sie nen schweren Start hatte.

        Wenn ihr euch einen Hund vom Züchter holen wollt, dann müsst ihr euch 1. die Rasse sehr sorgfältig aussuchen und dann 2. auch noch einen sehr seriösen Züchter finden. Nicht leicht.

        Und ich persönlich bin eher der Meinung, dass man lieber einem der vielen traurigen Schicksale im Tierheim ein neues Zuhause geben sollte. Da gibt es so viele nette Hunde, deren Wesen sich auch schon so weit gefestigt hat, dass einem das Personal viel erzählen kann und man schnell merkt, ob der Hund zu einem passt. Ein Welpe macht irre viel Arbeit (wir haben den Vergleich..) und ist immer ein bisschen eine Wundertüte, was den Charakter angeht..! Und im Tierheim kriegst du beides, Rassehund und auch Mischlinge. Meiner Erfahrung nach sind Mischlinge im allgemeinen langlebiger und seltener krank, aber das ist sicher keine statistisch verwertbare Info..
        Viele Grüße, kathy

        (9) 08.02.15 - 21:21

        Hallo,

        für uns persönlich kommen nur Rassewelpen mit Ahnentafel und Papieren in Frage.

        Der Grund, wir wollen gesunde (nicht überzüchtete) und wesensfeste Tiere haben. Nur ein guter Züchter kann so etwas "leisten".

        Es gibt natürlich auch tolle Mischlinge. Ich finde aber, dass die Besitzer, die nicht aufpassen und sich ihre Hunde verpaaren lassen, gewollt oder ungewollt - die gehören bestraft. Die können sich doch gar nicht um eine richtige Aufzucht kümmern. Da gehört schon mehr als ne Wurfbox dazu. Ne saftige Geldstrafe für diejenigen und das Thema ist erledigt. Die armen Welpen, werde für nen Appel und nen Ei verscherbelt.

        Einen Tierheim-Hund möchten wir nicht. Haben im Bekanntenkreis einige Leute damit. Die haben fast alle irgendwelche Probleme. Eine Nachbarin hat z.B. über 1000 Euro TIerarztkosten gehabt. Der Hund einer Freundin, der hat ne Macke #schein. Sorry, aber es gibt auch doofe Hunde ;-). Sie hat unwahrscheinlich viel Geld in Hundeschule und Hundetrainer gesteckt - half alles nicht.

        Als ich Kind war, hatten wir einen Rauhaardackel. (geb. 1980) 1992 kam ein Rottweiler dazu. Der hat 1000 Mark gekostet. Nach langen Jahren ohne eigenen Hund holen wir uns einen Chihuahua. Er wird in ca. 2 Wochen geboren. Der Preis wird zwischen 1200 und 1500 Euro kosten, je nach Farbe.

        Ps: Bevor jetzt auf mich eingehackt wird, dass ich doch lieber ein Tier aus dem Tierschutz holen soll - lasst es bleiben. Das ist hier meine Meinung und die bitte ich zu akzeptieren/respektieren.

        (10) 08.02.15 - 22:08

        Hallihallo,

        also unser erster Hund war ein Mischlung und der wurde mir damals regelrecht hinterhergeworfen. Ich lebte als Kind in einer kleinen Stadt, in der es einige "freilaufende" Hunde gab, denen wir uns immer angenommen hatten. Besitzer hatten die alle, die wir suchten und ihnen die "Ausreißer" wiederbrachten. Bei einigen der Hunde ergab sich so eine Art Pflegschaft. Unter anderem war da auch eine Hündin dabei, die wir als Kinder versorgten. Den Besitzern war sie gleichgültig, sie ließen sie immer durch den Ort ziehen. Sie sammelte sich überall Futter... naja und auch Rüden...auf. Die Besitzer der Hündin wollten die Kleinen nur los werden, so hatten wir den ganzen Wurf gehabt und für sie Leute gesucht. Einen nahm meine Oma, einen die Oma meiner Freundin und die anderen verschenkten wir an Freunde... Der Kleine, der bei uns blieb, lebte 16 Jahre und war ein einfach toller Hund. Klar, anfangs hatten wir mit Parasiten zu kämpfen, als das aber überstanden war, war er fast unverwüstlich. Wir sind also durch Zufall zu einem Hund gekommen....
        Als ich dann erwachsen war, wollte ich gerne mal einen Rassehund haben... so mit allem drum und dran... aussuchen beim Züchter, sozialisiert usw... Es war ein Weißer Schweizer Schäferhund, ohne Papiere, kostete 400 € damals. Auch ein toller Hund, aber anspruchsvoller als unser Mix. Leider hatte er von klein auf Darmprobleme, das meiste Futter hatte er nicht vertragen. Mit nicht mal ganz 9 Jahren musste er eingeschläfert werden, wegen heftigen Darmtumoren, die zu Darmverschluss und heftigen Schmerzen führten.
        Die Nachfolge trat wieder ein Mischling an. Über Kleinanzeigen im Internet sind wir auf die Kleine gestoßen. Eine ältere Dame hatte Leute für ihren ungewollten Nachwuchs gesucht. Ihre Bolonka-Hündin war im Urlaub entwischt und hatte einen Jacky-Rüden angeschleppt. Als der Wurf 3 Wochen alt war, waren wir zum ersten Mal dort. Die Dame war sehr symathisch und wir haben uns in unsere Kleine verguckt. Wir durften von diesem Zeitpunkt an teilhaben an der weiteren Entwicklung. Die Besitzerin knüpfte in der Zeit auch Kontakt zu einer Züchterin und holte sich viele Tipps, so dass sie doch sehr engagiert die Kleinen aufzog. Einziges Manko war, dass es ein eisiger Winter war, die Familie in einem Mehrfamilienhaus lebte und deshalb die Welpen bis zur Abgabe nur einmal draußen waren, als wir zum Helfen dabei waren. Naja, dafür gab sie die Kleinen erst mit 10 Wochen ab, sie waren durchgeimpft, entwurmt und mit hochwertigem Futter aufgezogen. Wir machten einen Schutzvertrag und zahlten 250 €. Mittlerweile ist die Kleine 2 Jahre alt, top gesund und einfach nur ein Klasse Hund.

        Vor einem Jahr kam trotzdem wieder ein Schäferhund dazu - diesmal ein erwachsener Hund aus dem Tierheim. Wir wollten gerne einen Zweithund, damit unsere Kleine nicht allein ist, als ich wieder mit arbeiten anfing. Eigentlich suchten wir etwas kleineres. Wie der Zufall so will, passte ausgerechnet der Riese wie Faust auf Auge. Der Rüde ist sehr ängstlich und die Kleine kann sich ungeniert als Boss aufspielen und ergänzen sich so. Für den Rüden mussten wir "nur" 115 € bezahlen, da schwer vermittelbar. Naja, wir haben mit ihm schon ein ordentliches Stück Arbeit hinter uns, damit man mit ihm unter Leute gehen kann und trotzdem noch viel vor uns. Aber er macht sich ganz gut und der Kleinen tut die Gesellschaft auch gut. Ein Welpe wäre zu diesem Zeitpunkt nicht drin gewesen, weil ich da nicht ewig Urlaub machen konnte zur Eingewöhnung.
        Um es nun noch kurz zusammenzufassen: Ob Rasse oder Mix, jeder Hund war anders und jeder für sich etwas besonderes. Mir ist es ehrlich gesagt egal, was konkret ins Haus kommt, es muss nur das gewisse etwas herüberkommen!

        (11) 09.02.15 - 05:47

        Hallo,

        wir haben drei Hunde, ein Mischling und zwei Rassehunde.

        Erster Hund ist ein Mischling aus einem “Unfallwurf“ einer Bekannten. Ich hatte mir vorher nie Gedanken gemacht. Ich liebe diesen Hund über alles, aber sie hat so viel Arbeit in der Erziehung gemacht, ich würde mir das nicht mehr antun, zumindest nicht mit kleinen Kindern. Was wir bezahlt haben weiß ich nicht mehr.
        Zweiter von BorderCollie-in-Not. Auch Macken durch die Vorgeschichte aber Rasse liegt mir eher. Bezahlt glaub ich 350 Euro.

        Dritter Hund vom Züchter, lange gesucht, auf Ausstellungen gewesen. Mit Leuten unterhalten die bei diesen Züchter gekauft haben. Ich muss sagen, der Hund ist ein Traum. Züchter waren eine Familie mit Kindern, toller Welpenplatz im Wohnzimmer mit Anschluss an den Garten. Das restliche Rudel von jung bis zum Greis, alle haben wir kennen gelernt. Eine herzliche Atmosphäre. Wir wurden eingehend geprüft, man merkte wie wichtig denen ein gutes zu Hause ist.

        Fahren mussten wir nur 150km. Preis 1.200 Euro. Und jeden Cent wert.

        Nächster Hund kommt wieder vom Züchter oder von BorderCollie in Not.

        Gruß Farina

        Hallo!

        Unser 1. Hund war ein Schäferhund-Mischling aus dem Tierheim, ca. 7 Monate alt, für damals 250 DM.
        Sie war sonst immer gesund, verspielt, anhänglich und wurde knapp 12 Jahre alt (Tumor). Ein wundervoller Hund, den ich noch sehr vermisse.

        Seit 7 Wochen haben wir nun einen Welpen, eine französische Bulldogge.
        Eigentlich wollte ich keinen Welpen und schon gar keine franz. Bulldogge, zum einen wg. dem Zeitaufwand neben meinem Beruf und zu anderen wg. der evtl. Krankheiten die diese Rasse nunmal mit sich bringen kann.
        Da aber diese Rasse der Herzenswunsch meines Mannes war (der sonst eher so kein Tiermensch ist), haben wir uns nun dafür entschieden und ich bin echt super happy mit der Wahl! Bezahlt haben wir den "normalen" Preis für einen Welpen vom Züchter ;-)

        Diese Rasse ist für uns perfekt, pflegeleicht, kinderlieb, nicht zu groß und nicht zu klein, nicht anspruchsvoll. Bisher trifft alles zu, was man uns über diese Rasse gesagt hatte.

        Das Welpenalter ist zwar anstrengend aber auch so schön - wie bei einem Kind eben - und hätten wir meine Eltern nicht für die Betreuung wenn ich halbtags arbeite, wäre uns diese schöne Zeit durch die Lappen gegangen.

        Viel Spaß beim Aussuchen!

        sonntagskind

        (13) 09.02.15 - 09:31

        Hi,

        wir haben / hatten Mischlinge und Rassehunde, allerdings alle nicht als Welpen bekommen. Der jüngste Hund, den wir übernommen haben war 6 Monate alt - der älteste mindestens 10 Jahre alt.

        Unsere Wolfsspitzhündin kam mit knapp 5 Jahren zu uns und war charakterlich absolut so, wie wir nach Gesprächen mit Züchtern erfahren haben, wie ein Wolfsspitz sein soll. Sandy war gut sozialisiert, verträglich und einfach klasse.

        Pancho (mallorquinischer Dackle-Mix kamm mit 10 Jahren), Spike (Dackel-Malinois-Mix von privat kam mit 6 Monaten), Sana (rumänischer DSH-Mix kam mit 9 Monaten) haben wir vom Tierschutz übernommen bzw. Spike als Notfall aus dem Nachbarort (Vorbesitzer wollte ihn erschlagen). Alle drei waren/sind ganz tolle Hunde, aber eben mit "Baustellen". Alle zeig(t)en auch typische Eigenschaften der beteiligten Rassen - und noch mehr.

        Vor knapp 1 Jahr zog dann unser erster Hund vom VDH-Züchter ein. Unsere Kurzhaarcolliehündin war zwar auch "schon" 7,5 Monate alt, aber eine absolut wohlüberlegte Entscheidung. Wäre sie uns nicht über den Weg gelaufen, würde jetzt im Frühjahr ein Welpe der gleichen Rasse einziehen. Wir merken erst jetzt, was es bedeutet, einen Hund vom Züchter und mit sehr guter Prägung von klein an zu haben. Yule ist 100% verträglich, hat vor nichts Angst, ist sehr anhänglich und Menschen besonders mein Mann sind für sie wichtig. Sie ist ein typischer Kurzhaarcollie, wenn auch durch ihre skandinavischen Linien arbeitsgeiler als die meisten anderen KHC mit z.B. amerikanischen Linien. Wir kennen auch ihre Schwester und die ist ganz genauso.

        Yule kommt ursprünglich von einem unserer zwei favorisierten Züchter, war allerdings zunächst woandershin verkauft worden. Wir sind also Zweitbesitzer.
        Zunächste erstmal haben wir uns daran gemacht eine passende Rasse zu finden (mien Mann hatte recht konkrete Vorstellungen), dann geschaut, welcher Züchter bei der Aufzucht und Haltung unseren Vorstellungen entspricht, welcher Züchter auf den MDR1-Status achtet und wer auch auf Fragen zur Rasse von uns eingeht (telefonisch oder per Mail) etc. Und natürlich musste auch die Chemie zwischen Züchter und uns stimmen.

        Für unsere Yule sind wir bis nach Österreich gefahren. Sie wohnte gut 800km entfernt von uns, allerdings kam die Vorbesitzerin uns 100km entgegen. Wir haben an dem Tag gut 15 Stunden im Auto verbracht. Aber es hat sich absolut gelohnt.

        Ich persönlich würde mir keine Mischlingswelpen von privat kaufen, sondern im Tierheim / Tierschutz schauen. Einfach deshalb, weil ich der Meinung bin, dass man diese "Upps-Würfe" oder "Och-einmal-Welpen-der-eigenen-Hündin-haben-wollen-Würfe" nicht unterstützen sollte.

        Gruß
        Kim

        (14) 09.02.15 - 12:09

        Ich sage auch - Finger weg von "ups-und-süß-Würfen". Ich habe selber aus Unwissenheit meinen ersten Hund aus einem solchen Wurf - gesund ist sie, hat aber Wesensmängel, die erkennbar erblich bedingt sind.

        Und Finger weg von "die besten Eigenschaften dieser beiden Rassen vereint"-Anzeigen - ich könnte immer kotzen wenn ich das lese. Wäre toll, wenn Zucht so einfach wäre.

        Ich selber züchte seit Jahren Hütehunde für die Arbeit am Vieh, da steckt eine Menge Zeit und Arbeit dahinter. Unsere Welpen kosten je nach Wurfgröße zwischen 750 und 1000 € - nur mal so als Anhaltspunkt.

        Es gibt tolle Mischlinge - ich persönlich würde keinen aus dem Auslandstierschutz wollen, das ist aber Geschmackssache. Und ein Mischling ist eher ein Überraschungspaket als ein Rassehund vom seriösen Züchter, das muss ja aber auch nichts schlechtes sein ;)

        Mir wäre es wohl im Endeffekt lieber, wenn es ein Mischling aus Mischlingseltern ist.

        (15) 09.02.15 - 17:09

        Wir hatten immer nur Mischlinge. Von den überzüchteten Hunden halte ich garnichts, die werden schon krank geboren. Hd,Atemprobleme, zu kurze Gliedmaße, Glubschaugen, nach innen gestülpte Nasen um einiges zu nennen.
        Mischlinge sehen immer anders aus, da werden nicht absichtlich die beeinträchtigen Elternpaare mit den meisten und ausgeprägtesten missbildungen (sorry, man nennt es ja rassemerkmale) zum Verkehr gezwungen.

        Bezahlt habe ich bisher noch nie für einen Hund und die wurden mir bisher immer gebracht ich habe noch keinen abgeholt irgendwo.
        Mein erster war ein Berhardiener-Colli Mix den hatte ich mit 16, musste ihn aber wegen nem Umzug abgeben leider. Dann einen Rottweiler-Schäferhund der aussah wie ein reiner Rotweiler den mein bester Freund dann behielt als er in den Norden zog die beiden waren Topf und Deckel.und nun einen Pitbull-Schäferhund

        Alle sind liebe und treue Tiere gewesen und sehr gut sozialisiert

        • Darum wird dein Hund ja auch von dir getreten!

          Zusammenfassung Deines Posts:

          * Hunde haben Verkehr - #kratz

          * Hunde werden gezwungen, "Verkehr" zu haben #rofl

          * Bei Rassehunden gibt es nur "beeinträchtigte Elternpaare" #klatsch

          * Rassemerkmale sind "ausgeprägte Missbildungen" (wird immer besser hier) #schock

          * All Deine Hunde hast Du durch Umzug im Stich gelassen - suuuuuuper!

          Heiler Bim Bam, bei Deinen Postings kriege ich echt Schnappatmung und Bluthochdruck! selten so viel Käse gelesen.

          Gäbe es keine Rassehunde, gäbe es auch keine Mischlinge - irgendwie sind ja schließlich alle Hunde mal entstanden, auch deine Mischungen #aha

      (19) 10.02.15 - 11:14

      Hallo,

      mir persönlich ist es egal ob Rassehund oder Mischling. Da ich ehrenamtlich in unserem Tierheim mitwirke, habe ich meinen Hund natürlich auch von dort. Ein Jagdterriermix, der aussieht wie ein Jagdterrier aber keinerlei Jagdinstinkt zeigt;-).
      Naja, zumindest muss er wohl vom Vorbesitzer super auf Katzen und andere Haustiere sozialisiert worden sein. Ein kleiner Trottel vor dem Herrn. Unsere Katzen und Kaninchen tanzen ihm auf der Nase herum.
      Gefahren bin ich für ihn fast eineinhalb Jahre lang zum hiesigen Tierheim, jede freie Minute haben mein Mann und ich genutzt, um mit ihm Gassi zu gehen und ihn zu bespaßen.
      Gezahlt habe ich keinen Cent, jedenfalls in Form einer Schutzgebühr nichts, da ich Mitglied im TSVerein bin und der Hund damals schon geschätzte 10 Jahre war.

      Als Kind/Jugendliche hatten wir in der Familie zwei Deutsche Schäferhunde mit Papieren, die einfach nur ein Traum waren. Sie wurden von meinem Bruder im Verein ausgebildet, haben einige Prüfungen abgelegt und waren super sozialisiert.
      Von daher sage ich immer wieder, für mich persönlich muss es DER Hund sein. Es muss zwischen uns passen. Das kann die große Dogge sein oder der unscheinbare Mischling in der Ecke. Der Hund muss von seinem Energielevel einfach zu uns passen. Ok, das ist bei einem Welpen wahrscheinlich nicht so einfach vorauszubestimmen.

      Grundsätzlich bin ich so eingestellt, dass ich gern einem älteren Hund aus dem Tierschutz wieder ein Zuhause geben möchte, sollte unser Dicker einmal über die Regenbogenbrücke gehen.

      Allerdings habe ich auch einen Traum:, ich habe mich schon als Jugendliche unsterblich in die Rasse Bobtail verliebt. Wie ich herausgefunden habe, gibt es hier im Umkreis von 50 km sogar einen Züchter, der seine Welpen für 1.400 € abgibt. Ich kann heute noch nicht sagen, ob ich im Laufe meines weitern Lebens nicht doch einmal so ein kleines Fellknäul zu mir holen werde..

      LG

      Nici

      ,

      (20) 10.02.15 - 12:53

      Wir wollten

      a) keinen Welpen (bin froh, dass meine Kinder durchschlafen, da fang ich bestimmt nicht von vorn an und steh nachts für nen Hund auf ;-), außerdem arbeiten wir beide, hatten also nicht ewig Zeit, um das Alleinbleiben zu trainieren.

      b) keinen Rassehund für tausende Euronen.

      Also ist's ein Mischling geworden, den niemand mehr haben wollte und der zu uns passt für die Faust aufs Auge, für ne Schutzgebühr.

      (21) 11.02.15 - 05:34

      Unser erster Hund war ein Dorfköter :-D Mutter haben wir gesehen Vater unbekannt.
      Dieser Hund war ein Traumhund nie krank, unkomliziert lernwillig, drollig, Einfach nur Super.
      Bezahlt haben wir einen Kasten Bier (20,00 DM)

      Unsere jetzigen Hunde sind aus dem Tierheim,(keine Welpen) ich weiß nicht ob ich die Tierheimpreise nennen darf. deshalb sage ich nur es war ein unterer dreistelliger Betrag für Beide.
      Es ist eine Pudeldame ohne Papiere und ein Schäferhund auch ohne Papiere. Beide sind Super.

      Ich selbst betreue 5-6 Hunde da ist von Reinrassig bis Strassenmix alles dabei.

      Erstmal alles sind sehr liebe Hunde und jeder Hund hat seinen Charakter Es spiegelt sich auch viel die Erziehung der Besitzer durch aber auch die reinrassige Dame die manchmal die Diva raushängen lässt, mit suhlt sich genauso gern im Dreck wie der struppige Mischling.

      Ich finde es ist egal ob Reinrassig oder nicht.Hund ist Hund Ich selbst würde nie beim Züchter oder Händler kaufen, es gibt genügend Hunde in Tierheimen, da müssen nicht noch welche Produziert werden.
      Der Vorteil eines älteren Hundes ist auch der, meist sind sie schon Stubenrein ;-)

      VG 280869

      • (22) 11.02.15 - 05:38

        Ach habe vergessen

        Wir wussten nur wir wollen einen Hund haben und er sollte Kniehoch sein, alles andere war egal,
        Im Tierheim suchte sich unsere Pudeldame uns aus, nicht wir Sie. der Schäferhund war schon älter und keiner wollte Ihn.Und da kam auch unsere großes Herz durch und ad sich die beiden vertragen haben kamen beide mit.

        Und wir haben es noch keine Minute bereut.:-)

        Ich bin der gleichen Meinung. Ein lieber Hund ist ein lieber Hund und ich helfe gerne ein paar armen Straßenhunden oder Tierheimhunden, anstatt unnötig Geld auszugeben und diese Überzüchtungen zu unterstützen. Bisher hatte ich immer Mischlinge und sie waren charakterlich top und sehr selten krank.

    (24) 13.02.15 - 11:36

    Hallo.

    vielen Dank für Eure ausführlichen Antworten. Leider konnte ich erst jetzt antworten, weil sich unser alter Pc verabschiedet hat.

    Ich bin mir nicht sicher, was für ein Hund es werden soll. Optisch finde ich Golden Retriever absolut toll. Seine Grösse macht mir dann aber doch Angst, wenn ich daran denke, dass er am Anfang und evtl. auch am Ende seines Lebens Treppen getragen werden muss...das mit dem Durchfall wusste ich auch nicht.

    Auch sonst gefallen mir einige Rassen wie Collie, Husky oder Boxer, Auf jeden Fall grössere Rassen, die gerne laufen ( ich gehe 4 Mal pro Woche joggen, wäre schön wenn er mich irgendwann begleiten würde).

    Am liebsten wäre mir ein Mischlingswelpe, aufgezogen vom Züchter, aufgewachsen in der Familie vermittelt vom Tierschutz. :-) Das wird es so wohl nicht geben,

    Eigentlich bin ich auch nicht wirklich scharf auf einen Welpen, aber ich habe drei Kinder, und auch wenn die bis dahin grösser sein werden, erwachsen sind sie dann bestimmt noch nicht. Ich bin da ehrlich gesagt sehr feige und weiss nicht ob ich einem erwachsenen Hund genau so vertrauen könnte wie einem den ich von Anfang an kenne. Natürlich liegt die Verantwortung immer beim Halter, aber bei unserer Hündin, die der liebste Hund der Welt war, hatte ich doch immer Angst, das irgendwann DAS Geräusch oder die Bewegung kommt, die sie an ihr früheres Leben erinnert, indem es ihr nicht so gut ging. Bei uns im Tierheim wurden immer nur vage beschrieben, aus welchen Verhältnissen der Hund kommt, und selbst da mussten sich die Mitarbeiter darauf berufen, was ihnen gesagt wird ( falls überhaupt).

    Bei Rassehunden habe ich aber auch ein schlechtes Gefühl. Im Endeffekt muss sich ja immer der Körper dem Aussehen "anpassen". Auch wenn mich jetzt die Züchter hier hassen werden: denn Kommentar mit den "Missbildungen" finde ich nicht ganz falsch.
    Würden wir nur Möpse mit Nasen oder Schäferhunde mit geradem Rücken kennen, würden wir die heutigen Rassestandarts als Missbildung empfinden. Auch evolutionstechnisch würden sich viele Rassemerkmale nie durchsetzten.

    Trotzdem schliesse ich einen Rasswelpen nicht aus, einfach weil ich denke das sie am besten sozialisiert wurden. Allerdings habe ich noch nicht über in Pflegestellen geborene Tierschutzhunde nachgedacht #kratz Kann mir aber vorstellen, dass es davon nicht so viele gibt und man sehr lange danach suchen muss. Aber gut, ich hab ja ( leider) noch Zeit.

    Stimmt es wirklich das Tierheimhunde "dankbarer" sind. Hab schon oft gehört, dass das erwartet wurde, aber nicht so war. Oder haben die Hundehalter da einfach viel zu hohe Ansprüche was das "dankbar sein" angeht

    Kennt jemand wirklich gute Tierheime nähe Stuttgart? Wie offen muss man dort eins Leben legen? Habe schon von einigen gehört, die wirklich sehr private Dinge wissen wollten....

    @frischerduft: wie reagieren denn deine Hasen auf den Hund und lässt du sich wirklich nahe aneinader?

    Ich hoffe wirklich, ich kann mir irgendwann diesen Traum erfüllen...vielleicht spielt mir auch der Zufall irgendwie in die Hand...;-)
    Lg Luci

    • (25) 13.02.15 - 16:39

      Ich kenne mich in Stuttgart leider nicht aus, aber ich weiß, dass das Tierheim von Stuttgart oft bei "Hund-Katze-Maus" im Fernsehen lief. Und das spricht doch eigentlich nicht total gegen das, Tierheim, oder?

      Sein Leben offen zu legen - tja, das ist oft so eine Sache. Unser Tierheim will auch viel wissen. Zum Beispiel: wie lange geht Ihr arbeiten, wie lange wird der Hund alleine sein, was passiert im Urlaub mit dem Hund, wie ist die Wohnsituation (Haus, Mietswohnung, Garten), usw.

      Ich möchte noch etwas zu bedenken geben: Ein Welpe, egal welcher Rasse, ist sicherlich ein kleiner Rohdiamant, der noch komplett formbar ist. Aber er ist auch negativ formbar - bedeutet: Menschen ohne Vorerfahrung oder Hundeverstand können auch eine Menge kaputt machen und den Hund eigenständig versemmeln.

      Zudem entwickeln sich mache Charaktereigenschaften, wie z. B. der Jagdtrieb oder der Schutz- und Hüteinstinkt erst viel später, sodass man manchmal bei einem Junghund noch gar nicht genau sagen kann, wo die Reise mal hingeht.

      Daher fände ich einen 4 jährigen Hund - evtl. von privat vermittelt (Scheidungs- oder Umzugsopfer) ganz gut, da man diesen Hund sicherlich charakterlich schon ganz gut einschätzen könnte und die nervige Welpen- und Junghundzeit vorbei wäre.

      Und bitte schlag Dir den Husky aus dem Kopf. Diese Rasse ist so fordernd (selbst die nicht so arbeitswütigen Showlinien), dass Du es vermutlich nicht schaffen wirst, diesen Hund geistig und körperlich zu fordern.

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