Katze einschläfern? Oder zurückziehen und sterben lassen?

    • (1) 15.02.15 - 12:54

      Was für eine scheußliche Situation gerade...

      Unsere Katze - mindestens 12 Jahre alt, möglicherweise aber auch älter (Fundkatze aus dem Tierheim) - scheint sich gerade auf das Ende vorzubereiten.

      Sie war nie wrnsthaft krank, durchgeimpft usw. Freigänger. In den letzten ein zwei Jahren merkte man schon, dass der Übermut nicht mehr da war, aber eine aktive Katze (und Jägerin) war sie immer noch.

      Am Freitag war plötzlich schlagartig alles anders: sie hat sich den ganzen Tag nicht bewegt, lag nur schlafend auf dem Sofa. Wollte abends auch nicht fressen, wollte nicht mehr raus, nichts. Gestern das Gleiche, man durfte sie noch streicheln, aber wenn man sie seitlich anfasste, hat sie kurz geschrien. Von daher vermuten wir Nierenversagen.

      Nahrungsaufnahme und Trinken: null, seit mindestens Freitag Morgen.

      Gestern Abend/Nacht hat sie sich mehrfach erbrochen, kam aber nur Galle.

      Tierarzt: nein, und zwar ganz bewusst so entschieden. Jeder (seltene) Tierarztbesuch war ein Riesenhorror. Man musste sie schon mit Gewalt in den Korb befördern, sie hat die ganze Fahrt geschrien, der Tierarzt hat in ihrer Akte schon den Vermerk "sehr lebhaft und wehrig", weil sie ihn schon öfter gebissen hat.

      Sie ist sonst sehr sanft und kuschlig, aber Tierarzt ist der Mega-Horror für sie. Wir wissen: wenn wir sie jetzt zum Tierarzt verfrachten, wird sie einen grauenhaften Stress erleben, und tendenziell in diesem unguten Moment sterben. Das wollen wir ihr unbedingt ersparen.

      Zum anderen kommt dazu, dass sowohl mein Mann als auch ich einige Behandlungen im wahrsten Sinne des Worten widernatürlich finden bei einer alten Katze.

      Jetzt ist die Situation: vor zwei Stunden stand sie auf, ging zur Balkontür, wollte erkennbar raus. Wir haben sie gelassen, erst saß sie auf der Fußmatte, danach zog sie sich unter den Liegestuhl zurück auf einen kleinen Teppich der dort liegt. Da sitzt sie, und man merkt, sie möchte jetzt auch keine Gesellschaft mehr. Wir sind noch hin, wollten sie streicheln, aber sie dreht sich weg oder schreit sogar. Sonst sitzt sie nur dort, zusammengerollt, und scheint sich aufs sterben vorzubereiten. Es sieht nicht aus, als wäre es schmerzhaft für sie.

      Was tun? Sollen wir sie lassen? Oder sollen wir doch jemanden kommen lassen, der sie einschläfert?

      Was würdet ihr machen?

      Traurige Grüße

      • Hallo,

        du denkst deine Katze hat Nierenversagen, weil du sie an der Seite anfasst und sie schreit?

        Sie frisst seit Freitag nichts mehr? Entschuldigung, aber es gibt 1000 Gründe, warum sich deine Katze gerade so verhält und ihr denkt direkt ans Sterben?

        Ich kann verstehen, dass ihr eher nicht zum Tierarzt fahren wollte, weil sie wohl etwas schwierig ist, was das betrifft.

        Lasst doch bitte einen Tierarzt kommen und sie erstmal untersuchen. Es kann auch sein, dass sie irgendwo was Vergammeltes gegessen hat und eine Vergiftung hat oder oder oder....

        Hallo,

        Tierärzte machen auch Hausbesuche. Ist zwar teurer, aber für mein Tier würde ich es in Kauf nehmen.

        Und möglicherweise hat sie ja nur etwas, was zwar Schmerzen bereitet und Hunger und Durst dämpft, aber behandelbar wäre.

        Also kann ich nicht verstehen, dass Ihr sie nicht behandeln lasst.

        GLG

        Ich würde den Tierarzt rufen für einen hausbesuch. Vielleicht findet man eine Ursache und sie wird wieder mit ein paar Tagen Antibiotika, vielleicht muss sie wirklich eingeschläfert werden, aber sie sollte sich nicht noch mehrere tage quälen, das kann sehr sehr lange dauern.

      • Ich würde auf Jedenfall den Tierarzt nach Hause holen, wenn eurer keine Hausbesuche macht, lasst euch von ihm die Krankenakte faxen oder mailen und sucht einen anderen.
        Ich bin absolut dafür einem Tier die Chance zu geben auf einen natürlichen Tod, einschläfern muss nicht zwingend sein, ein normaler Sterbeprozess ist nicht automatisch mit Leiden und Schmerzen verbunden, weder beim Tier noch beim Menschen.
        Aber in eurem Fall, da die Katze doch zwischendurch schreit und scheinbar Nähe ablehnt, besteht doch die Möglichkeit, dass die Schmerzen schlimmer sind als ihr denkt.
        Der Tierarzt kann Schmerzmedikamente geben usw. und, wenn das Leiden doch grösser ist als angenommen, kann er die Katze vor Ort an ihrem Lieblingsplatz erlösen.

        Ich kann Dich schon verstehen.

        Wen es meine Katze wäre, würde ich ihr den Stress mit dem Tierarztbesuch auch nicht antun.

        Aber!

        Ohne Untersuchung geht es nicht. Ein langsames Sterben kann unendlich grausam sein. Mein Tierarzt macht es bei solchen "Problemfällen" immer so, dass der Besitzer das Gewicht des Tieres und die Symptome telefonisch mit ihm bespricht und dann ein leicht dosiertes Narkosemittel verordnent, was der Besitzer abholt und dem Tier oral verabreicht. Nach ca 30 Minuten macht der Tierarzt dann den Hausbesuch und kann das Tier in Ruhe und ohne Stress untersuchen.

        Wenn Du keine weiterführenden Untersuchungen möchtest, ist das in Ordnung. Der Tierarzt ist allerdings laut Tierschutzgesetz verpflichtet, dem Tier Leid und Schmerzen zu nehmen. Das kann er aber sehr gut mit Medikamenten oder im schlimmsten Fall durch die Erlösung.

        Also ruf mal Deinen Tierarzt an und besprich die Sache erst mal telefonisch mit all Deinen Bedenken und Vermutungen. Vielleicht ergibt sich ja eine Lösung?

        Alles Gute.

      • Hallo!

        So hat sich auch meine Verhalten und sie hatte damals FIP. Zwar auch eine schwere, tödliche Krankheit, aber eben ein Krankheit. Da ist sie noch nicht gestorben, sondern hatte heftige Schmerzen. Hätten wir sie da nicht einschläfern lassen, hätte sie gut 4 Wochen weiter gelitten bis sie von alleine gestorben wäre.
        Lasst den Tierarzt kommen und erstmal schauen WAS sie überhaupt hat. Das Tier einfach so leiden lassen (sie hat ja Schmerzen wenn man sie berührt), finde ich nicht in Ordung und könnte ich auch nicht mit meinem Gewissen vereinbaren da ich mitleiden würde. Sollte sie ernsthaft im Sterben liegen: Tierarzt kommen und sie erlösen lassen. Warum dann noch lange sterben lassen? Schöner wird der Tot da nun wirklich nicht.

        Wie gesagt: Ihr wisst nicht was sie hat und das würde ich auf jeden Fall abklären lassen. Ob man das dann noch weiter behandelt kann man ja dann sehen. Jenachdem was sie hat.

        LG Sonja

        Meine Liebe, ich hatte einmal eine Nierenentzündung und weißt du was? Ich dachte ich muss sterben. Das sind solche Schmerzen da ist jede Geburt mit Dammschnitt und Saugglocke oder Kaiserschnitt ohne Narkose ein Witz gegen.
        Deine arme Katze wird HÖLLENSCHMERZEN haben!!!!

        Gut möglich dass sie noch therapiert werden kann und weitere 5 Jahre lebt.

        Das Tier MUSS zum Tierarzt, alles andere ist Tierquälerei vom Feinsten.
        Wie kann man nur zusehen dabei, das Tier zeigt eindeutig dass es schlimme, schlimme SChmerzen hat. Dass sie sich zurükzieht muss nicht heißen dass sie stirbt, sondern dass sie vor sich hin dämmert vor SCHMERZEN!!!

        Du vermutest es sind die Nieren....wie kann man sowas vermuten?

        Als Tierhalter kann ich nur sagen, scheissegal wenn sich das Tier wie sonstwas aufführt, bring sie zum Tierarzt oder ruf ihn an dass er kommt.
        Ich denke sie braucht erstmal SChmerzmittel und eine Untersuchung um die Ursache herauszufinden. Auf jeden Fall Schmerzmittel....

        Oh man!

        Bin fassungslos!

        Sorry, die Katze frisst und trinkt seit tagen nichts und schreit vor Schmerzen und ihr tut nichts???

        Weißt du wie schlimm es ist, wenn man so unerträglichen Durst hat? Und noch dazu abartige Schmerzen? Klar, dass sie jetzt schon halb im Delirium ist und ihr interpretiert das als "nicht schmerzhaft" #augen.

        Ruft einen Tierarzt, der zu euch nach Hause kommt und ansonsten fahrt mit ihr hin wenn das nicht klappt. In ihrem Zustadnd wird sie sicher eh keinen großen Aufstand mehr machen.

        Wie kann man sein Tier nur so unnötig leiden lassen :-(

        >> Nahrungsaufnahme und Trinken: null, seit mindestens Freitag Morgen.
        Gestern Abend/Nacht hat sie sich mehrfach erbrochen, kam aber nur Galle.

        Tierarzt: nein, und zwar ganz bewusst so entschieden. Jeder (seltene) Tierarztbesuch war ein Riesenhorror.

        Was tun? Sollen wir sie lassen? Oder sollen wir doch jemanden kommen lassen, der sie einschläfert?

        Was würdet ihr machen?>>

        Mir fehlen gerade echt die Wort - wie kann man da tatenlos zusehen?
        Ein Tierarzt kann in so einem Fall auch nach Hause kommen!

        Einfach nur #contra #contra #contra
        Armes Kätzchen ... #schmoll

        eine 12jährige katze ist nicht so "alt", dass man ihr nicht mehr helfen muss - mein kater paul wurde 23 und war bis auf eine minimale inkontinenz in seinen letzten wochen fröhlich und munter.

        dass deine katze nach mehreren stunden mit erbrechen ohne flüssigkeitsaufnahme apathisch da liegt, ist eher ein zeichen von dehydrierung als von einem bevorstehenden ende - bzw. das ende steht dann durch die dehydrierung bevor, nicht durch eure küchenmedizinische diagnose des nierenversagens. nie im leben würde ich eine meiner katzen einfach liegenlassen, es gibt tierärzte, die hausbesuche machen und ansonsten müssten meine einfach durch den ohne zweifel stressigen besuch in der praxis durch. das findet niemand schön, weder mensch noch tier, aber bevor eine lebensbedrohliche situation entsteht, ist das immer noch das geringere übel. eine katze unter schmerzen verdursten lassen kann nicht die lösung sein.

        ich hoffe, dass sie zwischenzeitlich ärztliche hilfe bekommen hat.

        Manchmal kann man kaum glauben, was man hier liest. Du lässt Deine Katze lieber verrecken, als sie zum Arzt zu bringen?!

        Nierenversagen ist nicht schmerzhaft - ein geplatzter Tumor durchaus.

        Reiß dich mal zusammen und tue was nötig ist

        Hallo

        Was ist nun mit deiner Katze?

        Die arme Katze. Das ist ja schon fast Tierquälerei.

        Gehst du mit deinem Kind auch nicht zum Artz weil es da schreit und Theater macht?
        Hoffentlich ward ihr endlich beim Arzt oder habt einen Arzt kommen lassen.

        Unser Kater war ca 12 als er Nierenkrank wurde. Er hat zwar nicht geschrien, aber sich zurück gezogen, Futter und Wasser verweigert, Erbrochen, absolut antriebslos....
        Und mit einem minikleinen Tablettchen (wirklich, kein Problem zu geben so klein war die) hat er noch schöne 6,5 Jahre verbracht.

        Auch bei ihm war TA kein Spaß. Aber was muß das muß. Und einmal im Jahr haben er und ich das schon überstanden. Es half etwas ihm Feliway auf die Decke im Transporter zu sprühen. Er hat aber auch manchmal Beruhigungsmittel bekommen. Wenn ich wußte Herz und Nieren müssen per Ultraschall untersucht werden, spätestens dann mußte er eh was bekommen.

        Und unser Kater wurde mit dicken Lederhandschuhen aus seiner Box geholt und von der Helferin festgehalten. Der war beim TA Furie hoch 3. Aber nutzt ja nix, soll ich ihn deswegen elendig krepieren lassen?

        du hast deinen weg gewählt und ich finde es schlimm das du so angegriffen wirst. und du hast dich an die kommunity gewandt und viel ablehnung erhalten und eigentlich wolltest du trost oder etwas hilfe.
        ich kann dich verstehen.
        ich habe auch einen süßen tiger der schon 16 ist und die situation ist ähnlich.
        ich kann dich verstehen weil ich ähnliche erfahrungen gemacht habe.
        lg. irina

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