Blöde Frage zum Thema Reitbeteiligung

    • (1) 21.02.15 - 19:59

      Hallöchen,

      Bezüglich des Themas Reitbeteiligung hab ich mal -vermutlich eine blöde- Frage.

      Wieso soll/muss eine Reitbeteiligung Geld bezahlen ?

      Da hat also jemand ein Pferd und nicht ausreichend Zeit oder Geld dafür. Also sucht er sich jemand der ihn dabei unterstützt. Und dieser jemand soll dafür dann auch noch Geld bezahlen ???? Müsste es nicht eigentlich umgekehrt sein ???

      LG
      Tiffy

      • (2) 21.02.15 - 20:47

        Hallo!

        Die RB "muss" keine Kostenbeteiligung bezahlen, das bestimmt die PB individuell.
        Dementsprechend individuell sind auch die Gründe:
        "Was nichts kostet, ist nichts wert" - viele RBs vernachlässigen ihre Pflichten, wenn es gratis ist. Als RB hat man an seinen Tagen aber ebenfalls eine Verantwortung.

        Manche nehmen es als Beitrag für die zusätzliche Abnutzung der Materialien und als Betiligung der Unterhaltskosten.
        Andere wälzen den Beitrag ab, zum Beispiel anstatt einen fixen Betrag pro Monat machen, einigt man sich auf die Hufschmiedübernahme. Damit beteiligt sich die RB direkt am Pferd.

        Du darfst nicht vergessen, dass nicht nur die PB profitiert. Wer reiten will, braucht ein Pferd. Entweder man geht in den Unterricht und hat dort Schulpferde. Oder man kauft sich ein eigenes Pferd, aber das können oder wollen manche nicht, aufgrund von Zeit- und Kostengründen. Dementsprechend bleibt nur die RB.

        Vielleicht hast du meinen Beitrag mit den Rahmenbediengungen gelesen?

        Eine Kosenbeteiligung richtet sich stark danach. Ein sehr gut erzogenes und fein gerittenes Pferd in einer guten Anlage, bei dem die RB mehr Freiheiten hat, auf Turniere gehen darf, kostet natürlich mehr, da die RB davon viel profitiert und sich selber weiterentwickeln kann. Das kommt ja dazu, viel richtet sich auch danach, ob sich ein RB reiterlich weiterentwickeln kann oder eher das Pferd.
        Ein guter Reiter, der sogar bei einer Ausbildung mithilft oder fördert, zahlt sicher nichts, aber die meisten suchen ein Pferd, bei dem sie besser werden können, die Leistung ist auf keinen Fall einseitig, sondern die RB profitiert auch immens!

        Eine Pflegebeteiligung bezahlt übrigens in der Regel auch nichts und oftmals wird die Kostenbeteiligung auch mit Mitarbeit im Stall abgerechnet, sofern das Pferd nicht in Vollpension steht. Und es kommt auch oft vor, dass die PB die Kostenbeteiligung einzieht mit der Bedingung RU zu nehmen und es direkt an den RL bezahlt, so dass die RB nicht auf die Idee kommt aus finanziellen Gründen zu schwänzen.

        Ich zahle für meine Reitbeteiligung auch nichts und ich habe mit dem Dicken wirklich das große Los gezogen... Und mit der PB!

        LG
        margaery

        • (3) 22.02.15 - 09:32

          Danke für die ausführliche Auskunft :-)

          Ich bin ja ein Kleinanzeigen-Junkie und habe dort schon öfters Anzeigen gesehen, wo eine Reitbeteiligung gesucht wird. Da wird Mithilfe im Stall etc. verlangt und dann soll man monatlich noch dafür zahlen ???? Das kam mir schon komisch vor.

          Aber muss ja jeder selbst wissen, was er mit seinem Geld macht :-)

          • (4) 22.02.15 - 09:49

            Es gibt selbstverständlich auch immer überraschend günstige oder teure Angebote, du darfst nicht vergessen, dass auch bei RBs Angebot und Nachfrage herrscht. Bei manchen kriegt eine Reitbeteiligung gute Pferde nachgeschmissen und dann gibt es wieder Gebiete, da ist man froh, wenn man mit einem Plüschpony ins Gelände kann. :-)

            Ausserdem spricht sich das Verhalten der RB oder PB auch in den Ställen herum - eine RB, die sehr zuverlässig, verantwortungsbewusst, reiterlich anständig und wetter- und sattelfest ist, kriegt natürlich eher mal ein Pferd angeboten oder man kommt ihr entgegen.

            Und Stallarbeit ist nicht gleich Stallarbeit. Meine RB steht in VP, da muss ich echt keinen Finger rühren. Aber kurz die Box misten, geht je nachdem 15 Minuten, oder das Futter zubereiten, gehört noch nicht unter Stallarbeit in dem Sinne.
            Für Schüler sind solche Sachen gut, einen Samstagmorgen die Wiese abäppeln, Boxen machen, zwei bis drei Stunden Arbeit anstatt KB. Für viele Arbeitnehmer fehlt die Zeit, dafür können Sie eine KB bezahlen.

            Eine RB ist immer auch eine Win-Win Situation, im Idealfall. Manchmal verschiebt sich, dass und der KB gleich mit. Ist halt auch sehr individuell... Teilweise finde ich die Preise bei uns in der Schweiz aber auch etwas hoch. Aber man muss sie ja nicht nehmen oder man handelt.

            Nur, gratis reiten kann man fast nicht, zumindest nicht regelmässig und "anständig".

            LG
            margaery

          • (5) 23.02.15 - 10:48

            Hi,

            naja, Mithilfe finde ich selbstverständlich bzw. war es für mich zu RB Zeiten immer. Nicht jeder Stall bietet VP an - in vielen muss selbst gemistet werden oder der Weidegang unter den Einstellern organisiert werden. Und an den Tagen, an denen die RB reitet, hat sie entsprechend auch die Aufgaben zu übernehmen. Unabhängig von einer Kostenbeteiligung.

            Mir stellt auch keiner ein geputztes Pferd hin und nimmt mir alle Arbeiten rund ums Pferd ab. Meine RB haben das glücklicherweise genauso gesehen und sogar Hilfe beim Zaun setzen angeboten, bei der Weidepflege oder auch einfach mal Sattelzeug geputzt oder den Schrank aufgeräumt.

            Gruß
            Kim

      Die Frage habe ich mir schon oft gestellt aber mich nicht getraut zu stellen.
      Hundesitter kosten ja auch Geld, ich kann Hunde ja auch nicht vermieten ums Haushaltsgeld aufzubessern aber bei nem Pferd soll man draufzahlen?
      Komische Vorstellung.
      Beim Reitunterricht seh ichs ja noch ein da lernt man was aber als Beteiligung?
      Komische Welt :)

    (10) 22.02.15 - 07:29

    Hi du! Also ich hab mir deinen Beitrag durchgelesen und stimmt über sowas hatte ich mir auch noch nie Gedanken gemacht. Aber ganz unrecht hast du an sich nicht und es ist auch nicht von der Hand zu weisen. Aaaaaber ich denke, je nachdem was du für ein Pferd hast und wie gut jemand wirklich reiten kann gibst du auch etwas aus der HAnd wo einer viel anrichten kann. Wenn also einer reiten will und sonst für Stunden bezahlen würden ist es an sich auch fair wenn hier ein kleiner Obulus fließt.

    Ela

    (11) 22.02.15 - 12:25

    Hi,
    dahinter steckt auch der Gedanke "was nix koscht, isch nix". Ich finde einen angemessenen Beitrag absolut gerechtfertigt, schließlich hat man ja so ein Pferd unter dem Hintern. Das zahle ich auch gern, obwohl ich eigentlich nur bei zwei meiner RB-Pferde etwas zahlen musste. Wenn auch nicht viel.

    Ich bin früher in einem sehr großen Stall geritten, da musste eigentlich keiner etwas für sein Pflegepferd bezahlen, das war einfach nicht Usus.
    Ich habe mich gestern auch mal wieder durch die Kleinanzeigen hier in der Gegend gelesen, die meisten Besitzer scheinen da ganz vernünftig.

    Eine wollte doch tatsächlich 20€ dafür, dass man ihre Seniorin pflegen, spazieren führen, betüddeln darf.#schock Mich juckt es nach wie vor in den Fingern, das zu kommentieren.
    Dennoch sehe ich es so, wenn man sich ein Pferd anschafft, braucht nunmal Kohle, Zeit und Kompetenz. Eine RB bringt Zeit (und idealerweise eine gewisse Kompetenz) mit, da sollte der Faktor Kohle eine doch eher untergeordnete Rolle spielen...

    Vlg tina

    He? Irgendwas hast du da falsch verstanden #kratz Ich als Pferdebesitzer zahle jede Menge Geld für das Unterstellen der Pferde, für Futter, Tierarztkosten usw. Du als Reitbeteiligung hast nur "Spaß" mit meinem Pferd. Da ist doch klar das du dafür zahlst, dass du damit ausreiten darfst und dich darum kümmern.

    Immerhin brauchst du dir dafür kein eigenes Pferd anschaffen, was ja auch schon ne Stange Geld kostet. #aha

    • Hi,
      naja, so vereinfacht kann man das nun auch nicht sehen...
      Dem Besitzer fehlt die Zeit, sich angemessen zu kümmern. Das kann er nun lösen, indem er sich jemand sucht, der das ausgleicht. Eine Reitbeteiligung ist die eine Möglichkeit, kostet nichts oder bringt sogar ein wenig Geld.

      Eine weitere Möglichkeit ist das professionell zu lösen. Da zahlt man dann für die Dienste. Ja nach Stall bedeutet das die Pflege der Koppel, den Stalldienst, das Misten, das Bewegen des Pferdes, die Fellpflege, ggf. Sattelzeugpflege, das Säubern des Platzes/Halle usw. Das ist teuer.

      vlg tina

      • ja klar, meinst du ich verlasse mich nur drauf dass die Reitbeteiligung Zeit und Lust hat dreimal die Woche raus zu gehen? Klar kümmert sich das Stallpersonal darum und das kostet auch schweine Geld. Das zahle ich auch gerne damit es den Pferden gut geht. Ich gebe aber anderen Jugendlichen auch die Möglichkeit für wenig geld reiten zu können. Mal einmal die Woche, mal zweimal, mal dreimal, eben wie sie Zeit haben. Da hat die RB viel davon, denn sie bekommt alles fast kostenlos. Denke mal nach was eine einzige Reitstunde kostet!!!!

        • Das war gar nicht auf dich persönlich bezogen, da ich nicht weiß, wie deine Pferde stehen und ich auch nicht weiß, was du verlangst. Wenn das angemessen ist, und wie ich schon schrieb, bin ich gerne bereit einen angemessenen Preis zu zahlen, dann ist doch alles schick.

      (16) 23.02.15 - 10:52

      Hi,

      doch ich finde schon, dass man das so einfach sehen kann.

      Nimmt man Reitunterricht oder leiht ein Pferd für Ausritte aus, dann kostet das auch. Und nicht oft sind die Pferde so anständig ausgebildet, wie die meisten Privatpferde.

      Und es gibt noch eine Alternative: das Pferd steht dann eben 2-3 Tage die Woche nur auf der Weide - oder auch mal länger. Man muss ein Pferd nicht reiten, damit es glücklich ist.

      Gruß
      Kim

(17) 22.02.15 - 15:48

Nachtrag: mit Ariane hast du einen Pferdehalter, der sich einen Teil der Kosten durch RBs finanzieren lässt. Jemand, der ernsthaft ein Pferd als RB sucht, um sich auch weiterzuentwickeln, wird um Pferde, die von mehreren (Also mehr als Besitzer, evtl. Bereiter und dann halt die RB.) Leuten geritten wird, am ehesten noch ohne Unterricht und Korrektur eher einen Bogen machen. Sie hat keine Zeit und lässt sich das von Jugendlichen bezahlen und den Rest macht das Stallpersonal, das ist auch eine Möglichkeit, wird aber eben manchmal etwas skeptisch angesehen.

Jemand hat gesiegt, die PB haben keine Zeit. Meine PB hätte Zeit. Es war purer Zufall, dass wir auf die Idee kamen, dass ich ihr aushelfen könnte, da sie kurz vor einer Operation stand und der Bereiter und andere Einsteller hätten das sogar noch abdecken können, sie war also gar nicht auf der Suche. Aber ich glaube, es ist für sie auch schön mal in die Ferien zu können oder nach der Arbeit nach Hause, aber sie kümmert sich sehr gut um den kleinen Großen.

  • (18) 22.02.15 - 18:51

    Ich war das. Du beschreibst aber doch eine Situation, in der es um Zeit geht. Jemand, der operiert wird, fällt doch erstmal aus, also muss Ersatz her. Für den Bereiter muss man bezahlen und anderen Einstellern gegenüber ist man ja dann auch in der Pflicht, und wenn es nur darum geht, deren Pferde irgendwann auch mal mitzuversorgen. Das muss man aber auch erstmal stemmen können. Wenn man in Urlaub will oder eben nicht jeden Abend noch in den Stall, dann genauso. Die Freiheit kann man sich nehmen oder auch nicht. Tut man es, dann braucht man auch da Ersatz.

    Aber deine PB hat da doch eine sehr vernünftige Einstellung...;-)

    • (19) 22.02.15 - 19:08

      Meine RB hat sowieso einen Bereiter, nämlich der RL bei dem ich und die PB Unterricht haben. Klar, dann wäre er einmal mehr eingesprungen, aber er wird regelmässig vom Bereiter geritten. Und man hilft sich zwischendurch unter den Einstellern auch aus, so hat meine PB am Morgen des 24. Dezembers den Jungwallach einer Einstellerin longiert, deren Schwester ist mit der Stute ins Gelände und ich bin meine RB geritten.

      Sie fiel nicht lange aus, es war eine Operation am Daumen und sie sagte, für Sitzlonge braucht sie die Hand nicht. :-D

(20) 23.02.15 - 10:43

Hi,

ja und nein.

Wenn ich jemandem ein gut ausgebildetes Pferd zur Verfügung stelle, weil ich selbst keine Zeit habe, dann kann derjenige sich auch an den laufenden Kosten beteiligen - denn die RB nutzt auch die vorhandene Infrastuktur (Reithalle, Reitplatz, etc.).

Ich bin nicht dazu da, anderen ihr Hobby zu finanzieren. Und Reitunterricht oder ein Pferd für einen Ausritt mieten kostet auch Geld. Bei 3x pro Woche (incl. der Möglichkeit Lehrgänge & Turniere zu besuchen) habe ich je nach RB zwischen 30-100€ monatlich genommen.

EINE RB hatte ich, die nichts bezahlt hat. Allerdings war dieses Mädel einfach klasse. Sie hat sich nicht nur an "ihren" Reittagen um meine Pferde gekümmert, sondern -ohne, dass ich jemals was gesagt hätte, IMMER wenn sie da war. Auf sie war auch immer Verlass, wenn ich mal krank war oder in Urlaub gefahren bin oder wenn eins meiner Pferde mal krank war.

Bezahlen würde ich eine RB nur dann, wenn diese deutlich besser reitet als ich und ich das Gefühl hätte, dass sie mein Pferd weiter ausbildet (sofern es mir wichtig wäre) oder mir bei reiterlichen Problemen mit meinem Pferd hilft - also so, als würde ich mein Pferd in Beritt geben.

War eine RB nicht bereit zu bezahlen, dann stand mein Pferd an den Tagen, an denen ich keine Zeit hatte, eben auf der Weide.

Allerdings konnte ich mir meine Pferde immer ohne RB leisten. Das ist aus meiner Sicht auch wichtig, da eine RB jederzeit kündigen kann - und dann muss ich die laufenen Kosten auch stemmen können. Kann ich das nicht - und das längerfristig - ist es besser, sich vom Pferd zu trennen.
Gruß
Kim

(21) 25.02.15 - 21:51

Äh, nun ja, eine RB unterstützt einen zwar, hat ja aber auch ne Menge davon. Ob es nun chillige Stunden im Gelände sind (die man sonst nicht erleben könnte) oder man ein fein ausgebildetes Pferd unterm Hintern hat, mit dem man sich weiterentwickeln, vielleicht auch Turniere reiten kann. Beides hätte man sonst nur mit eigenem Pferd (in welches man erstmal gut investieren müsste) oder mit viel Glück in einer guten Reitschule (die umgerechnet wesentlich teurer wäre).

Der PB trägt das volle Risiko. Wenn die RB nen Unfall mit dem Zossen baut, wer zahlt denn dann den TA? Wenn ne Trense kaputt geht, wer kauft eine neue? Wer hält das ganze Tier gesund und am Laufen? Rischdiiisch, der Besitzer. Warum soll der dann noch jemanden zahlen, der ihm (in 99% der Fälle), das Pferd eher verreitet, als es weiter ausbildet???

(22) 02.03.15 - 14:12

Hallo,

ich zahle nichts für meine RB, aber den Hufschmied übernehme ich. Ich kann reiten wann ich Lust und Zeit habe. Meine Freundin reitet die Stute nicht, nur ihren Wallach. Aber ich weiß was sie für Kosten hat. Zwar stehen ihre Pferde bei ihr am Haus, aber Hufschmied, Futter, Tierarzt, Versicherung, kostet ja alles. Die Fremdreiterversicherung ist nicht billig und da ich Lissy bewege, zahle ich natürlich für gesunde Hufe. Ich kann mir ja auch kein Auto leihen ohne es zu tanken. Doofer Vergleich, aber ist halt so.

Einige brauchen einfach finanziell Unterstützung bei ihrem Pferd und dafür darf die RB reiten und andere nehmen Geld um sicher zu sein das mit dem Tier gut umgegangen wird ect.

Reitstunden muss man ja auch bezahlen und je mehr das Tier bewegt wird, umso mehr Kosten hat man ja für Futter und Hufschmied ect.

Ich wäre auch bereit etwas zu zahlen und ich helfe beim misten, fege den Offenstallplatz immer wenn ich da bin usw. Für mich ist das selbstverständlich. Und es gibt genug Mädels die gerne reiten wollen und sich kein eignes Pferd leisten können und sich deshalb eine RB suchen.

ich hätte auch auf meinen Pferden damals nicht jeden gratis reiten lassen. Und wenn mal was kaputt geht durch die RB wie Halfter, Zügel oder was auch immer, hat man so wenigstens etwas Geld um das zu ersetzen.

lG germany

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