Fremder unangeleinter Hund

    • (1) 07.04.15 - 16:54

      Hallo.

      Ich muss hier jetzt mal um eure Meinung bitten. Ich hole mal etwas weiter aus damit ihr die Situation versteht.

      Wir wohnen in einem kleineren Ort, in dem man beim Hundespaziergang eigentlich immer die selben Vierbeiner mit Besitzer trifft. Allerdings wird nie mehr gesagt als Hallo und Auf Wiedersehen, wenn überhaupt. Mit den meisten Hunden versteht sich unser Chihuahua ganz gut. Er kann es aber auch gut zeigen wenn er den Hund nicht mag. Wie auch bei diesem einen, ich glaube ein Border Collie. Er wohnt nicht weit von uns weg, wir gehen fast jeden Tag an seinem Zuhause vorbei und wenn der Hund im Hof ist und uns vorbei gehen hört, schmeißt er sich richtig gegen das Tor und bellt und knurrt. Unser bellt dann natürlich auch.

      Wenn wir diesen Hund beim Spaziergang treffen, ist er nie angeleint. Sobald er uns sieht, legt er die Ohren an und kommt knurrend auf uns zugerannt. Beim ersten Aufeinandertreffen hat der Hund nach unserem gleich geschnappt, ihn Gott sei dank aber nicht erwischt, woraufhin ich unseren hochnahm. Ich weiß, das sollte man nicht machen, aber ich hatte noch den Kinderwagen dabei und musste ja beide irgendwie schützen, Hund und Baby. Der Besitzer hat das glaube ich garnicht wirklich mitbekommen, da er telefoniert hat und auch nichts gesagt hat als er an uns vorbei ist. Bei den nächsten Treffen haben wir den Hund immer ohne Besitzer getroffen. Der Besitzer war noch weiter hinten um die Kurve. Der Hund kam also wieder auf uns zugerannt und die beiden bellten und knurrten sich an. Dann hat der Hund sich sogar auf die Hinterbeine gestellt um in den Kinderwagen zu sehen. Das wurde mir dann zuviel und ich hab ihn weggeschubst, woraufhin er auch weggerannt ist. Unseren Hund habe ich immer an der Leine, außer wir sind auf einem Feldweg spazieren wo ich weit vorraus schauen kann. Ich muss zugeben, dass ich wirklich Angst vor dem anderen Hund habe, obwohl er eigentlich süß aussieht.

      Jedenfalls haben wir eben beim Spaziergang wieder diesen Hund getroffen, zum ersten Mal an der Leine. Und dieses Mal sprach mich die Besitzerin an, wenn sie es nicht getan hätte, dann hätte ich das gemacht! Ihr Hund wäre nicht aggressiv und würde auch nicht beißen, er reagiert nur so, weil unserer bellt. Unser Hund rennt aber auch nicht auf Fremde zu, so wie ihrer. Sie meint wir sollen unseren Hund einfach von der Leine machen, aber das tue ich nicht, denn das endet zu 100% blutig. Meiner Meinung nach können sich beide Hunde nicht leiden, aber wo ist denn das Problem seinen Hund im Ort einfach anzuleinen? Das konnte ich sie garnicht Fragen, weil sie während der Diskussion einfach gegangen ist.

      Wie sollen wir denn jetzt weiter machen? Mir rutscht jedes Mal das Herz in die Hose wenn ich diesen Hund sehe, zumal ja auch nicht jedes mal die Besitzer in Sichtweite sind. Sobald er uns sieht, kommt er knurrend gerannt und meistens bin ich allein mit Kinderwagen und Hund unterwegs :(

      Wäre schön wenn ihr mal eure Meinung zu der Situation sagen könntet. Vielen Dank schon mal.

      Liebe Grüße.

      • Pfefferspray und Baseballschläger. Was glaubst du, wie schnell der in Zukunft an der Leine ist.

        • Ja das hat mein Freund auch schon gesagt :) Aber ich bin da irgendwie anders gestrickt, ich hoffe immernoch auf die Vernunft der Besitzer. Aber ich denke der Zug ist abgefahren. Sie meinte ja vorhin ihr Hund würde nicht beißen, er ist nur so weil unserer bellt. Aber man, Hunde bellen nun mal. Und Hunde müssen auch nicht jeden Hund mögen, genauso wie wir Menschen nicht jeden Mensch!

          • Wenn ich ein Baby hätte, würde ich das nicht drauf ankommen lassen. Das Kind läuft bestimmt bald, bis dahin solltest du dem Hund Respekt vor euch beigebracht haben.

            • Ja da hast du recht, sie ist jetzt fast 7 Monate alt, also soooo lange dauerts nicht mehr. Ich werde wahrscheinlich erst nochmal das Gespräch mit den Besitzern suchen und wenn das nichts hilft, dann werde ich wohl das Pfefferspray, was mein Freund schon besorgt hat, einpacken und im Notfall auch benutzen.

              • (6) 07.04.15 - 20:28

                Ich würde kein Pfefferspray benutzen, da hast du im Eifer des Gefechtes ganz schnell deinen eigenen Hund besprüht, oder sogar dein Kind!

                Besorg dir eine Wasserflasche, die ist in der Regel ausreichend - vor allen Dingen bei Hütehunden wie Border Collies!

                LG

      Tatsächlich würde ein leinenloses zusammentreffen vermutlich nicht blutig enden, aber es bleibt natürlich deine entscheidung. Bitte die besitzerin nachdrücklich, dass auch ihr mann den hund an der Leine führen soll, wenn jemand entgegen kommt, schließlich muss ein hund immer im wirkbereich seines herrchens sein und wenn er sich nicht sofort abrufen lässt, ist das eben an der leine.

      Wird deine bitte ignoriert, würde ich das orsnungsamt um hilfe bitten.

      • (8) 08.04.15 - 21:53

        Abend erstmal,

        Du glaubst doch nicht im Ernst, dass das Ordnungsamt etwas unternimmt?

        Klar kommen die vielleicht vorbei und schauen sich die ganze Geschichte an, aber mehr wird auch nicht passieren.

        Tatsächlich ist es so, dass erst wirklich was passieren muss, bevor die tätig werden. Dss heißt mehrere Vorfälle mit mehreren Anzeigen. Ansonsten passiert nichts.

        Grüße

        • (9) 11.04.15 - 10:37

          Ich kenne euer ordnungsamt nicht, aber bei uns sind sie sehr verständig und zeigen interesse an den belangen der einwohner. Da wird schonmal schriftlich ne Leinenverordnung für einen hund mit halter ausgesprochen, wenn beschwerden vorliegen

          • (10) 13.04.15 - 15:05

            Da wird man glatt neidisch.

            Mein Hund wurde letztes Jahr im September bei mir im Wohngebiet von einer anderen Scheisstöle angegriffen. Der kam durch einen kleinen Durchgang auf meinen Hund zu gestürmt und ist gleich auf ihn drauf.
            Mein Sohn stand zum Glück etwas abseits.
            hab irgendwann die Leine losgelassen, weils überhaupt nicht mehr ging und dann hat das andere Vieh eine gehörige Abreibung bekommen.Bin dabei vom fremden Hund an der Hand verletzt worden.

            Der Halter kam dann nach einer gefühlten Ewigkeit angelatscht, seinen Köter geschnappt, denn ich am Schlawittchen gepackt habe und machte sich vom Acker.

            Meine Aufforderung mir seine Daten zu geben hat er ignoriert und ist noch beleidigend geworden. Hab dann heulend die Polizei angerufen, die ne Stunde später kam und alles aufnahm.

            Anzeige beim Ordnungsamt liegt vor, Strafanzeige wehen Körperverletzung ebenfalls und vor paar Wochen hab ich einen Strafantrag gestellt.

            Freiwillig hat mir dieses Arschloch seine Daten nicht gegeben. Stattdessen musste der Stadtordnungsdienst in Zivil antanzen und zur Verstärkung eine Polizeistreife.

            Stell dir mal vor was das für ein Theater war.
            mit dem scheissvieh gabs schon oft Theater. Ne Katze hat der bereits gekillt, andere Hunde verletzt. Auf Kinderspielplätzen rennt der unangeleint rum, macht Theater vom allerfeinsten und kein Mensch kümmert sich drum.

            Angemeldet ist er nicht, versichert ist er nicht, geimpft und geschipt auch nicht. Geschweige haben die eine Genehmigung den Hund zu halten, da Listi Mix. In der Wohnung darf der ebenfalls nicht gehalten werden, so ist er beim Gassigeher. Allesamt Asoziale Säufer.

            Tja Ordnungsamt meinte, da die keine Anschrift haben, können die nichts machen. Es war ja auch bloß ein Vorfall, den ich angezeigt habe. Sehr schwache Leistung muss ich sagen.

            Obwohl die bei auffälligen Listis immer hinterher sind.

            Da fühlt man sich echt verarscht. Mein Hund wird verletzt und ich bekomme Schuldzuweisungen, warum ich da lang laufe mit meiner ungezogenen Töle, seih selber daran Schuld und käme mit dem Hund nicht klar. Ganz großes Kino.

            Bahhh, ich reg mich schon wieder darüber auf. Sorry.

            Wenn du die Erfahrung gemacht hast, dass da auch wirklich von seiten der Behörden passiert, dann seih froh darüber.

            Solche Leute sind einfach Beratungsresistent und sie kümmert es einen scheiss. Da kannst du 1000 mal vor die Mauer rennen, die juckts nicht. Von daher würde ich dies melden und Anzeige erstatten, damit die draus lernen.

            Grüße

            • (11) 13.04.15 - 19:27

              Um gottes willen, wenn ich das lese verstehe ich deinen frust natürlich!

              • (12) 13.04.15 - 19:44

                Anders lernen es die Leute nicht.

                Ich kann dir weitere Geschichten erzählen, die uns in der Vergangenheit passiert sind und nicht unbedingt schön sind

                Die Polizisten riet mir, sollte sowas wieder passieren, Leine los. Denn ich sehe es nicht ein, dass ich und mein Hund erneut verletzt werden.
                manchmal fruchtet bereits eine Drohung. Dennoch wünsche ich mir sowos nicht nochmal.

                • >>Die Polizisten riet mir, sollte sowas wieder passieren, Leine los. <<
                  ich hab da mal eine Frage: Wie sieht es denn aus, wenn bei so einer Gelegenheit die Hunde sich jagen, weit weg rennen, weil völlig kopf los, auf eine befahrene Straße rennen und dort einen Autounfall mit wo möglich Personenschaden verursachen? Von Verletzungen des eigenen Hundes mal ganz ab.
                  Gibt es da klare Regelungen und vor allem, welche Beweise zählen dann, wenn es um die Schuld geht, einen Unfall verursacht zu haben?
                  Danke dir für Antwort

                  • Das ist eine berechtigte Frage.

                    Versicherungstechnisch haften beide Parteien zu 50 %

                    Ich glaube aber, wenn ein Gegner wirklich aufs töten aus ist und das opfer sich sas nicht gegallen lässt, wird er den anderen nicht jagen. Aber das ist nur eine reine Vermutung.

                    Wenn die Gegenpartei allerdings nicht versichert ist, wirst da das nachsehen haben, dass du aif allen Kosten sitzen bleibst (bezogen auf anderen Hundehalter).

                    Ansonsten müsste ich mich da selber erkundigen, wie ea in solch einem Fall aussieht.

                    Grüße

                    • >>Ich glaube aber, wenn ein Gegner wirklich aufs töten aus ist und das opfer sich sas nicht gegallen lässt, wird er den anderen nicht jagen.<<
                      ich verstehe leider nicht, was du meinst.

                      Wenn ein Hund den anderen tot beissen will und der andere Hund sich das nicht gefallen lässt ist es doch durch aus möglich, dass dieser andere Hund weg rennt. Wenn er dann nicht gejagt wird, könnte es trotz dem sein, dass er auf eine befahrene Straße rennt.

                      Und das nur, weil er nicht angeleint war um sich zu wehren.

                      So ganz koscher ist mir die Sache mit dem Ab leinen nicht

                      • Willst es denn riskieren selbst verletzt zu werden oder das dein Hund, der an der Leine schon sowieso in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird, verletzt wird?

                        Ich für meinen Teil möchte das nicht.

                        Mein Hund ist auf Spielplätzen, Stadt oder da wo viele Menschen und evtl Hunde sind angeleint und trägt ggf einen Maulkorb. Kommt da jetzt ne Töle angeschossen und will auf meinen Hund drauf mit einer verletzungs oder Tötungsabsicht, gebe ich meinem Hund die Möglichkeit sich zur Wehr zu setzen.

                        Genauso verhält es sich mit ignoranten Leuten, die meinen ihren Hund unangeleint überall herum laufen zu lassen und meine Bitte, ihren Hund anzuleinen, ignorieren. Da bin ich mittlerweile knallhart. Mit Nettigkeiten kommt man nicht weit. Allerdings hat eine bloße Drohung bisher gereicht.

                        56 kilo sind in solch einer Situation sind kein zucker schlecken. Da brauchst du definitiv kein Fitnesscenter.

                        Am Ende kann man sich darauf berufen, dass der eigene Hund angeleint gewesen ist, als er angegriffen wurde.

                        Versicherungstechnisch ist es halt so, dass beide Parteien haften.

                        • >> gebe ich meinem Hund die Möglichkeit sich zur Wehr zu setzen.<<
                          und sei es durch Flucht. Ja, schon klar.

                          Du hast ein "Kampfgewicht" ich zwei mittel große/kleine Wusel. Ich habs bis jetzt auch mit Drohungen RIchtung Hundehalter bin bekommen. AUch durch die Androhung, mein Pfefferspray ein zu setzen (auch wenn ichs gar nicht dabei hatte). Und eine läufige Hündin leine ich nicht ab.

                          WIr haben einen Park, eine große Wiese und es herrscht Leinenzwang. Natürlich halten sich viele Hundehalter aber nicht dran. Auf zwei Seiten der Wiese sind schmale Straßen, aber es dürfen dort Autos fahren, weil es zu einem Auflugslokal geht. Und wo Autos fahren dürfen, da wird gerast. Leider.

                          Weisst du, wie oft ich schon angesprochen wurde, meine Hunde doch ab zu leinen, weil die Hunde dann viel besser mit einander spielen können? Also wenn ein unangeleinter Hund auf uns zu kommt, alle vertragen sich und fangen an wie doof rum zu rennen. Ein Hund ohne Leine, zwei an geleint. Klar doch, ich kenne meine, beim rum toben setzt das Hirn aus und so schnell kann man gar nicht schauen, rennen sie auf die Straße.

                          Ich möchte meine Hunde nicht ab leinen, jeden falls nicht in Straßen Nähe oder in einem Gebiet, wo sie sonst wo hin rennen können. Auf ein gezäuntem Gelände ist das kein Problem

                          • Ich kenne meinen Hund und weis das er nicht flüchtet, wenn er bedroht wird.

                            Ich hatte vor einigen Wochen eine wunderschöne Begegnung mit einem außer Rand und Band geratenem Mischling, der unangeleint aus dem Kofferraum gesprungen ist und auf meinen drauf ist. Kamm oben, Ohren vorne, Rute oben und ganz viel Zähne und zack ging er meinen an.

                            Stehste dann aufn Gehweg zwischen den Autos und versuchst das Viehch fernzuhalten.

                            Was hätte ich dafür gegeben wenn ich in Begleitung gewesen wäre.

                            Was ich eigentlich sagen wollte, man sollte die Situation abwägen. Aber manchmal lässt es sich nicht vermeiden.

                            Und die Problematik mit dem Toben umd über die Straße rennen kenne ich auch. Hab ich oft genug erlebt auf den städtischen Hundewiesen.

                            Einer rennt über die Straße auf die andere Wiese und ein halber Haufen Hunde rennt hinterher. Kann sehr böse ausgehen.

                            Zum Glück hab ich ein sehr lautes Organ.

                            Humdewiesen besuche ich nur sehr selten, da es dort sehr viele Hunde gibt, die nicht erzogen, nicht ausgelastet oder sich selbst überlassen werden, sind. Da bin ich in einer Tour damit beschäftigt den Überblick zu behalten und falls nötig einzugreifen wenns kritisch wird. Denn das wird von den meisten Hundehaltern nicht wahrgenommen.

                            Es geht jetzt in erster Linie nicht darum, dass die Hunde toben können. Sondern darum, dass, wenn der Hund von einem anderen angegriffen wird, man die Situation abwägt und die Leine los lässt.

                            Du möchtest keine zwei kämpfenden Hunde erleben, wovon einer angeleint ist und sich nicht wehren kann.

                            >>Du möchtest keine zwei kämpfenden Hunde erleben, wovon einer angeleint ist und sich nicht wehren kann. <<
                            ich denke, das möchte wohl keiner

                            Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen

    (21) 07.04.15 - 20:25

    Hallo,

    so wie du die Lage beschreibst, haben sich die Hunde in der Vergangenheit viel zu sehr "aufgeheizt", das wird wahrscheinlich nicht gut gehen!
    Deshalb würde ich die nicht einfach aufeinander los lassen, ohne sie aneinander gewöhnt zu haben.

    Ich habe immer darauf geachtet, dass mein Hund an der Leine nicht prollt, egal wie die anderen sich benehmen.
    Das entspannt so eine Situation ungemein, wenn sich bei Begegnungen 1 Hund nicht aus der Ruhe bringen lässt.
    Also unterbinde, dass dein Hund bellt, wenn der andere kommt.

    Für den anderen Hund hätte ich eine Wasserspritzflasche dabei, denn es ist ein "no go", dass ein fremder und unangeleinter Hund am Kinderwagen hoch springt #schock

    Wenn dir aber die Leute und ihr Border sympatisch sind, könntest du auch den Vorschlag machen, mit beiden angeleinten Hunden gemeinsam Gassi zu gehen und wenn sich die Hunde nach einigen Spaziergängen aneinander gewöhnt haben und nicht mehr aggressiv sind, könntet ihr sie in den Freilauf lassen!

    LG Pechawa

    (22) 07.04.15 - 20:41

    Oh ja, diese Situation kenne ich auch!

    Meine Hündin hat auch zwei bis fünf "Feinde", die sie auf den Tod nicht ausstehen kann. Da ich hier im Ort nur mit Leine laufe, kenne ich unsere Pappenheimer und gehe - wenn möglich -solchen Begegnungen aus dem Weg.

    Vor zwei Wochen hatte ich dann eine Begegnung, die ich echt nicht noch mal brauche. Ich kam einen Weg entlang und begegnete in einer Kurve DEM ERZFEIND. Und zwar ohne Leine (also der andere Hund - meiner war angeleint). Es dauerte nur einen Bruchteil einer Sekunde und der andere Hund ging auf meine Hündin los. Da sie frisch operiert war hatte ich besonders große Angst, dass sich ihre Nähte wieder öffneten und nahm sie auf den Arm um Schlimmeres zu verhindert (jaa, ich weiß, war keine so gute Idee).

    Tja, dann hatte ich einen zähnefletschenden Airedale Terrier am Hals, der an mir hochsprang, um an mein Kampfhuhn auf dem Arm ranzukommen. Und das Kampfhuhn (14 kg schwer) auf meinem Arm hat so rumgehapelt und um sich gebissen, dass ich sie nicht mehr halten konnte und wieder runter lassen musste.

    Das war nicht schön! Zwei Hündinnen, die sich spinnefeind sind und beide toternste Ansagen gemacht haben! Mein Hund an der Leine - der andere viel größer und stärker... und ich nach dem Besitzer am brüllen: "Nehmen Sie jetzt endlich Ihren Scheißköter hier weg!!!" Das war echt Horror!

    Ende vom Lied: Herrchen vom anderen Hund kam angetrudelt und meinte: "Ooch, ham se sich jebissen, de Weiber?" Ich so: "Jaaaaa, und das nicht von schlechten Eltern!"

    Na ja, ich hab mir die Adresse geben lassen und bin gleich zur Tierklinik gefahren. Fazit des Ganzen Spektakel: Notoperation, eine Nacht stationär in der Klinik, Bißverletzung im Bauch und 400 Euro Tierarztkosten.

    Ich habe die Rechnung mit dem Hinweis weitergereicht, dass ich das nächste mal das Ordnungsamt informiere, wenn ich den AiredaleTerrier noch einmal unangeleint sehe und er angeleinte Hunde angreift ohne abrufbar zu sein.

    Mal sehen, was passieren wird.

    LG

    • (23) 08.04.15 - 21:59

      Und genau das ist der Grund warum die Ordnungsämter nichts bzw so gut wie nichts unternehmen.

      Ein Vorfall der in der Tierklink geendet hat sollte ja wohl ausreichend genug sein das OA sofort zu informieren.

      Frei nach dem Motto: "Einmal ist kein mal"

      • (24) 09.04.15 - 06:37

        Nein, das sehe ich anders. Und mir widerstrebt diese Mentalität "Immer gleich Petzen gehen" zu wollen immens.

        Man muss unterscheiden können, aus welchen Gründen ein Hund so reagiert. Ein Hochspringen am Kinderwagen bedeutet in 80 % reine Distanzlosigkeit gepaart mit einem gehörigen Schuss Unerzogenheit. Da ist aber Null Aggression oder gar Gefährlichkeit im Spiel.

        Natürlich kann ich nicht erwarten, das Lieschen Müller ohne Hundeverstand das auch so sieht und deshalb habe ich als Hundebesitzer dafür zu sorgen, dass der Hund so etwas unterlässt. Aber das Ordnungsamt hat da gar nichts zu suchen.

        In meinem Fall hat der fremde Hund rein dominant und nach Rangordnung strebend "gehandelt". Hündinnen sind da oft gnadenlos und sehr konsequent. Trotzdem haben ich als Mensch den größten Fehler gemacht, indem ich mich eingemischt habe und meinen Hund hochgenommen habe.

        Dennoch war und ist der fremde Hund keine Gefährdung für die Allgemeinheit. Er hätte an die Leine gehört. Punkt. Mehr nicht.

        • (25) 09.04.15 - 21:54

          Es geht nicht in erster Linie darum, dass der Hund am Kinderwagen hochgesprungen ist. Wegen sowas gehe ich nicht "petzen".

          In dem Beitrag gings doch um freilaufende Hunde oder nicht? Freilaufende Hunde die null Abrufbar sind und angeleinte Hunde bedrängen!

          Wo LeinenLeinennpflicht herrscht, gehört der Hund an die Leine und erst recht wenn er nicht abrufbar und unerzogen ist. Da gibt es gar nichts zu diskutieren. Punkt.

          Und nein, ich sehe das ganze anders. Um meinen Hund zu schützen würde ich auch auf die Idee kommen ihn hoch zunehmen, aber bei 56 kg geht das schlecht. Da heb ich mir einen Bruch.

          Und da das ganze mit einem Tierarzt Besuch geendet hat, sehe ich es nicht als "petzen" an.

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