Hund ändert sein Verhalten? *schwanger*

    • (1) 06.05.15 - 17:09

      Hallo ihr lieben :)

      Kurz zu unserem Chaplin.

      Sein Alter ist unbekannt, allerdings wurde er in letzter Zeit sehr schnell grau um sein Maul herum.
      Er stammt aus einer Tötungsstadion und wurde von uns aufgenommen. Als er zu uns kam, waren seine inneren Organe komplett gequetscht, in einer Notoperation wurde sein Leben gerettet, hat aber durch die Quetschungen einen Lungenschaden, dadurch ist er nicht sehr belastbar. Mit Rüden versteht er sich gar nicht.

      Auch fremde Männer auf der Straße sind ein Problem ;-(

      Ansonsten ist er mittlerweile zuhause sehr ausgeglichen und absolut dankbar.

      Im Februar hielten wir einen Positiven SST in der Hand, schon kurz vorher wurde der kleine sehr anhänglich und folgte mir überall hin. Verhielt sich sonst aber weiterhin wie immer.

      In den letzten Tagen ist er immer total aufgeregt sobald ich mich bewege, ist er "alarmiert", er fängt an zu fiepen und "weint" wenn ich eine Tür hinter mir schliese.
      Nun, kann ich auch kaum noch die Wohnung verlassen ohne das er extrem jault und bellt und "weint" . Aber ich kann ihn nicht überall mit hinnehmen. Ich lass ihm den Fernseher an und auch die Katze ist in der Wohnung. Meine Nachbarn sind (verständlicher weise) total genervt. Draußen stellt er seine Nackenhaare sofort hoch und knurrt alles an was Männlich ist.
      Er frisst auch nicht so richtig, lässt immer etwas drinn.

      An meinem Verhalten habe nichts verändert, (jedenfalls nicht bewusst ) ich bin auch nicht vorsichtiger als sonst. Durch mein BV bin ich allerdings vermehrt zuhause

      Habt ihr tipps wie ich dem kleinen helfen kann? Oder könnte er krank sein? Fieber hat er keines.

      Sorry für den langen Text, aber ich möchte nicht das er leidet.
      Lg lycansha

      • (2) 07.05.15 - 11:40

        Hallo,

        was für ein lieber Beschützer...ich glaube, er will Dich beschützen mit aller Macht.
        Weiter kann ich Dir leider auch nicht helfen :-(

        LG

        Hallo,

        mal eine Frage: wie lange habt ihr euren Chaplin schon?

        In unserem Tierheim haben wir rumänische Straßenhunde, die auf männliche Personen sehr ängstlich oder eben aggressiv reagieren, weil ihnen von Männern aus ihren Heimatländern vermutlich viel Leid zugefügt wurde.
        Will damit sagen, wenn ihr ihn schon länger habt und er vorher nichts gegen Männer hatte und jetzt schon, gilt es den Grund dafür herauszufinden.
        Ich persönlich glaube nicht, dass es mit deiner Schwangerschaft zu tun hat.

        Auch beschützt er dich nicht, er kontrolliert dich. Ich habe auch so einen Kontroll-Freak aus dem Tierschutz zu Hause. Kaum stehe ich auf und gehe in einen anderen Raum, habe ich einen Follower, wie mein Mann scherzhaft sagt. Sieht er mich nicht, wird er nervös und sucht mich wie verrückt im ganzen Haus. Ich bin bei uns diejenige, die den Hund hauptsächlich versorgt und ihm (Umenmgen an) Streicheleinheiten gibt und sich mit ihm beschäftigt. Ich habe bereits zwei Hundetrainer "verschlissen", die mir rieten, Türen hinter mir zu verschließen (damit er nicht folgen kann) und ihn konsequent auf seinen Platz zu schicken, wenn er mir folgen will. Kurz und gut: im Alltag nicht wirklich gut umzusetzen, da mein Mann und ich Vollzeit berufstätig sind (mein Mann in Schichten, dadurch ist der Hund nur ein paar Stunden allein). Vielleicht war ich auch nicht konsequent genug. Na jedenfalls akzeptiert er nur, wenn ich zur Arbeit fahre. Da liegt er dann ganz entspannt und lässt mich ziehen ohne nervös zu werden.

        Vielleicht könntest du das Thema fremde "Männer" so bearbeiten, dass du Bekannte von dir an den Gassiwegen postierst, die dem Hund Leckerlis zuwerfen bzw. geben, wenn er bei ihrem Anblick ruhig bleibt. So fängst du schon mal an, männliche Personen mit etwas positivem zu verknüpfen.

        Mein Hund z. B. konnte keine Fahrradfahrer bzw. Fahrräder im Dunkeln mit eingeschaltetem Licht leiden. Näherte sich eines, war die Hölle los. Mit unserem örtlichen Prospektverteiler, der ganz in der Früh schon auf seinem Fahrrad Prospekte verteilt (der war das Feindbild schlechthin), habe ich ausgemacht, ihm jedes Mal beim Vorbeifahren ein Leckerli zuzuwerfen. Ich habe dann parallel dazu gearbeitet und ihn beim sich nähernden Rad Absitzen lassen. Es hat wirklich eine Weile gedauert, aber mittlerweile wird sich von allein beim Anblick eines sich nähernden Fahrrades im Dunkeln hingesetzt und dies in freudiger Erwartung. Selbstverständlich bekommt er nicht von allen ein Leckerli, das übernehme ich dann in mittlerweile unregelmäßigen Abständen. Denke, das positive Verknüpfen hat funktioniert.

        Mit dem Alleinbleiben kann ich dir leider keine Tipps geben, da ich hiermit hundetechnisch gesehen noch nie Schwierigkeiten hatte. Gut wäre auch, wenn du einen Hundetrainer dazu befragst, der sich auch von der Gesamtsituation ein Bild macht und euch helfen kann.

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